Die Flamme

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
OriginaltitelDie Flamme
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1922
LängeFragment = 43 Minuten
Stab
RegieErnst Lubitsch
DrehbuchHanns Kräly
ProduktionErnst Lubitsch-Film GmbH
KameraTheodor Sparkuhl,
Alfred Hansen
Besetzung

Die Flamme ist ein deutscher Stummfilm in fünf Akten von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1922. Es war der letzte Film, den Lubitsch in Deutschland drehte. Das Drama ist heute nur noch als Fragment erhalten.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paris im 19. Jahrhundert: Die Kokotte Yvette lernt den jungen Komponisten Adolphe kennen. Er schafft es durch die Beziehung zu Yvette, sich endlich von seiner strengen Mutter zu lösen; sie wiederum träumt von einem bürgerlichen Leben an seiner Seite. Yvette und Adolphe heiraten, doch ahnt Adolphe nicht, womit Yvette ihr Geld verdient. Erst der zwielichtige Gaston, den Yvette früher zurückgewiesen hat, eröffnet ihm, dass seine Frau eine Prostituierte ist.

Adolphe steht zu Yvette, doch Gaston und Adolphes Mutter intrigieren weiter gegen sie. Adolphe schafft es schließlich nicht, seine Hemmungen zu überwinden und sich tatsächlich auf sein neues Leben an der Seite von Yvette einzulassen. Am Ende kehrt er zu seiner Mutter zurück. Yvette nimmt sich mit einem Sprung aus dem Fenster das Leben.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flamme entstand nach einem Stück von Hans Müller. Die Bauten und Dekorationen stammen von Kurt Richter und Ernst Stern, die Kostüme schuf Ali Hubert.

Der Film erlebte seine Uraufführung Ende Januar 1923 in Wien. Die deutsche Erstaufführung fand am 11. September 1923 im Ufa-Palast am Zoo in Berlin statt. Zu dem Zeitpunkt lebte und arbeitete Lubitsch bereits in Hollywood. In Amerika wurde Die Flamme 1924 mit einem neuen, positiven Ende gezeigt, das dem Film jeden dramatischen Wert nahm.[1]

Die Originallänge des Films betrug 2555 Meter. Heute existieren nur noch Fragmente des Films im Filmmuseum München.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lubitsch bezeichnete Die Flamme als „kleines, intimes Kammerspiel“.[2] Kurt Pinthus beschrieb Die Flamme als Komposition verschiedener Genreszenen, „aber im Milieu, in Stimmung, Belichtung so zärtlich-liebevoll und geschmackvoll, von anmutigster Bewegung erfüllt […] nur noch stimmungsbewegtes Bild und sichtbar gewordene Menschlichkeit“.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Did not give the sligtest idea of the dramatic value and impact of the original version. Zitiert nach Scott Eyman: Ernst Lubitsch. Laughter in Paradise. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2000, ISBN 0-8018-6558-1, S. 85.
  2. As an antidote against the great big historical canvasses I felt the necessitiy of making … small, intimate Kammerspiel. Zitiert nach Scott Eyman: Ernst Lubitsch. Laughter in Paradise. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2000, ISBN 0-8018-6558-1, S. 85.
  3. Das Tage-Buch. Jg. 4, Heft 38, 22. September 1923.