Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Filmdaten
OriginaltitelDie Hoffnung stirbt zuletzt
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2002
Länge90 Minuten
Stab
RegieMarc Rothemund
DrehbuchFred Breinersdorfer
ProduktionBernd Burgemeister, Sven Burgemeister
KameraMartin Langer
SchnittHans Funck
Besetzung

Die Hoffnung stirbt zuletzt ist eine Produktion der tv60film für das NDR unter der Regie von Marc Rothemund nach einem Buch von Fred Breinersdorfer aus dem Jahr 2002.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Polizeibeamtin Corinna Safranski beginnt auf einem Hamburger Polizeirevier ihre Berufskarriere als Streifenpolizistin. Durch den beruflichen Stress zerbricht die Beziehung zu ihrem Freund.

Ihr Chef, der Revierleiter Eddy Garbitsch, macht bei Corinna massive Annäherungsversuche; er möchte, wie sich herausstellt, offenbar mit jeder ihm unterstellten Beamtin mindestens einmal intim werden – wie ein Gockel. Eine Kollegin Corinnas erzählt ihr nämlich hierzu, er wolle das bei jeder Kollegin; sie selbst habe „eben einmal die Beine breit gemacht“ und er sei dann zufrieden gewesen. Corinna jedoch weist die Annäherungsversuche zurück, einmal auch mit einer Ohrfeige. Verärgert über diese Abfuhr beginnt Garbitsch eine Mobbing-Kampagne, der sich aus Korpsgeist ein Teil der Kollegen anschließt. Corinna kämpft gegen Ausgrenzungen, Verunglimpfungen und Schikanen, doch der Psychoterror geht weiter, bis Corinna am Boden ist, psychisch und physisch am Ende; außerdem soll sie aus dem Dienstverhältnis entlassen werden. Aus Verzweiflung über die bereits durchlebte Hölle im Dienst und die nun anstehende Entlassung erschießt sich Corinna mit ihrer Dienstwaffe im Waschraum ihrer Unterkunft.

Der Film zeigt mit dem Mobbing im Betrieb und hier insbesondere mit der Stellung einer Frau in einer Männerdomäne ein Problem unserer Zeit auf. Obwohl der Film fiktiven Charakter besitzt, beruht er auf zum Teil tatsächlichen Begebenheiten.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„In der Hauptrolle intensiv gespieltes (Fernseh-)Drama um Psychoterror am Arbeitsplatz, der das Leben zur Qual macht und dem nicht nur Frauen ausgesetzt sind.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002
3sat-Zuschauerpreis
Sonderpreise beim Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Axel Prahl und Anneke Kim Sarnau
Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin
2003
Goldene Kamera als Bester deutscher Fernsehfilm
Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Fred Breinersdorfer, Marc Rothemund, Anneke Kim Sarnau und Axel Prahl
Ver.di – Fernsehpreis Drehbuchpreis
Bayerischer Fernsehpreis in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Hoffnung stirbt zuletzt. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins; abgerufen am 25. Oktober 2016.