Die Küchenbrigade

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Film
Deutscher Titel Die Küchenbrigade
Originaltitel La Brigade
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
Stab
Regie Louis-Julien Petit
Drehbuch Louis-Julien Petit,
Sophie Bensadoun,
Liza Benguigui
Produktion Liza Benguigui
Musik Laurent Perez del Mar
Kamera David Chambille
Schnitt Nathan Delannoy,
Antoine Vareille
Besetzung
  • Audrey Lamy: Cathy Marie
  • François Cluzet: Lorenzo
  • Chantal Neuwirth: Sabine
  • Fatoumata Kaba: Fatou
  • Yannick Kalombo: GusGus
  • Mamadou Koita: Djibril
  • Alpha Barry: Alpha
  • Yadaf Awel: Yadaf
  • Aiham Deeb: Aiham
  • Amadou Bah: Mamadou
  • Demba Guiro: Demba
  • Boubacar Balde: Boubacar
  • Mohamat Hamit Moussa: Mohamat
Synchronisation

Die Küchenbrigade (Originaltitel La Brigade) ist ein französischer Spielfilm aus dem Jahr 2022 von Louis-Julien Petit mit Audrey Lamy und François Cluzet.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Köchin Cathy Marie arbeitet als Sous-Chefin in einem Haubenlokal. Sie träumt seit langer Zeit davon, ihr eigenes Restaurant zu führen und steht kurz davor, diesen Traum zu realisieren. Allerdings kommt es zwischen ihr und ihrer Vorgesetzten zum Streit, was Cathy in finanzielle Probleme bringt. Denn eine neue Anstellung ihrer Qualifikation entsprechend zu finden ist ein schwieriges Unterfangen.

Cathy sieht sich daher gezwungen, eine Stelle als Kantinenköchin in einem Heim für minderjährige Flüchtlinge anzunehmen. Statt Haubenküche gibt es Dosenravioli und Mikrowelle, ihre Küchenbrigade setzt sich aus den Heimbewohnern zusammen. Ihr Traum vom eigenen Restaurant scheint damit in weite Ferne zu rücken.[2][3][4]

Weil Cathy selbst in einem Heim aufgewachsen ist, hat sie durchaus Verständnis für die Geflüchteten. Sie möchte den Jugendlichen etwas beibringen, damit sie ihren Lebensunterhalt einmal selbst verdienen können und erwartet Respekt und Dankbarkeit. Stattdessen trifft sie auf Widerstände, die Jugendlichen haben Probleme mit Autorität, eine weibliche Vorgesetzte wollen sie erst recht nicht akzeptieren.

Auch mit dem Widerstand des Heimleiters Lorenzo muss Cathy fertig werden. Unterstützung erhält Cathy dabei von Sabine, die ihre eigenen Träume nicht realisiert hatte, sowie von ihrer Freundin Fatou. Erst nachdem sie die Küchenarbeit wie ein Fußballtrainer einteilt, beteiligen sich die Jugendlichen mit zunehmendem Engagement, am Ende des Projektes soll eine Ausbildung in einer Kochklasse stehen. Auch der Heimleiter zieht mit und das Fernsehteam einer Kochsendung berichtet über das Projekt. Schließlich kann Cathy eine Kochklasse durchsetzen und ist Lehrerin im Ausbildungszentrum.[5]

Besetzung und Synchronisation [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die Eclair Studios Germany GmbH. Dialogregie führte Elke Weber-Moore, die auch das Dialogbuch schrieb.[6]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[6]
Adèle Adèle Galloy Sonja Spuhl
Anne-Marie Charlotte Léo Marion Musiol
Barry Alpha Alpha Barry Jaron Müller
Boubacar Boubacare Balde Kaze Uzumaki
Cathy Marie Audrey Lamy Audrey Lamy
Demba Demba Guiro Imtiaz Haque
Djibril Mamadou Koita Nicolas Rathod
Enzo Enzo Scaramuzzino Dennis Herrmann
Fatou Fatou Kaba Elisa Bannat
GusGus Yannick Kalombo Julius Ole Ernst
Irakli Irakli Maisaia Bastian Sierich
Lorenzo Cardi François Cluzet Oliver Siebeck
Lyna Deletto Chloé Astor Nurcan Özdemir
Mamadou Bah Amadou Bah Finn Posthumus
Mamadous Mutter Kamba Tshishiku Anna Dramski
Mikaël Stéphane Brel Sven Gerhardt
Mohamat Mohamat Hamit Moussa Ahmad Khalife
Regisseur Tom Deflandre Jan Makino
Sabine Chantal Neuwirth Katharina Lopinski
Saikat Saikat Barua Leon Stiehl
Sayed Sayed Farid Hossini Samy Abdel Fattah
Yadaf Awel Yadaf Awel Louiz El Hosri
Aufnahmeleiterin Nina Witt

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von Odyssée Pictures produziert, in Koproduktion mit Apollo Films, France 3 Cinéma und Elemiah.[7] Die Dreharbeiten fanden an 38 Drehtagen in den Regionen Île-de-France und Hauts-de-France statt.[7] Das Szenenbild gestalteten Cécile Deleu und Arnaud Bouniort, für den Ton zeichnete Julien Blasco verantwortlich.[7][8]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Premiere der Filmkomödie war am 20. Januar 2022 am Filmfestival in Alpe d’Huez, in Frankreich kam der Film am 23. März 2022 in die Kinos.[7] Im Juni 2022 wurde der Film am Internationalen Filmfest Emden-Norderney aufgeführt und mit dem Bernhard-Wicki-Preis ausgezeichnet.[9] Ende August/Anfang September 2022 wurde der Film am Fünf Seen Filmfestival gezeigt.[2]

Der Kinostart war in Deutschland am 15. September 2022, in Österreich am darauffolgenden Tag.[8][3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sylvia Böhm-Haimerl meinte in der Süddeutschen Zeitung, dass die liebevoll inszenierte Komödie kurzweilig sei und ganz ohne erhobenen Zeigefinger auskomme. Der Film greife gängige Vorurteile auf, gehe aber weiter, weil er die Probleme auch aus der Sicht der Geflüchteten betrachte. Über weite Strecken würden die Probleme vielschichtig und durchaus realistisch dargestellt.[5]

Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Punkten. Der starke Kontrast zwischen ambitionierter Köchin und jugendlichen Asylsuchenden sorge für amüsante Momente. Insgesamt überwiege aber der versöhnliche Ton, wenn die Tragikomödie sich für ein offenes Miteinander, Wertschätzung und Selbstverwirklichung einsetzt.[10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festival international du film de comédie de l’Alpe d’Huez 2022

  • Auszeichnung als beste Schauspielerin (Audrey Lamy)[11][12]

Internationales Filmfest Emden-Norderney 2022

  • Auszeichnung mit dem Bernhard-Wicki-Preis (Jean-Louis Petit)[9][13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Die Küchenbrigade. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 233579).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b Die Küchenbrigade. In: fsff.de. Abgerufen am 21. August 2022.
  3. a b Die Küchenbrigade. In: film.at. Abgerufen am 21. August 2022.
  4. Die Küchenbrigade. In: kino-zeit.de. Abgerufen am 21. August 2022.
  5. a b Sylvia Böhm-Haimerl: Fünfseen-Filmfestival: Ein Märchen aus der Küche. In: sueddeutsche.de. 1. September 2022, abgerufen am 2. September 2022.
  6. a b Die Küchenbrigade. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 13. September 2022.
  7. a b c d Die Küchenbrigade bei crew united, abgerufen am 21. August 2022.
  8. a b Die Küchenbrigade. In: filmdienst.de. Abgerufen am 21. August 2022.
  9. a b „Die Küchenbrigade“ aus Frankreich ist Hauptgewinner des 32. Filmfest Emden-Norderney. In: filmfest-emden.de. 12. Juni 2022, abgerufen am 21. August 2022.
  10. Oliver Armknecht: Die Küchenbrigade. In: film-rezensionen.de. 16. September 2022, abgerufen am 18. September 2022.
  11. La Brigade, la comédie avec Audrey Lamy et François Cluzet : critique et bande-annonce. In: sortiraparis.com. 21. August 2022, abgerufen am 21. August 2022 (französisch).
  12. Marine Corviole: Festival de l'Alpe d'Huez 2022, le palmarès ! Audrey Lamy émue aux larmes face à Jérôme Commandeur. In: purepeople.com. 23. Januar 2022, abgerufen am 21. August 2022 (französisch).
  13. Französische Komödie gewinnt Hauptpreis bei Emder Filmfes. In: abendblatt.de/dpa. 13. Juni 2022, abgerufen am 21. August 2022.