Die Komödie

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Die Komödie
Sitz des Theaters, Neue Mainzer Straße
Lage
Adresse: Neue Mainzer Straße 14 – 18
Stadt: Frankfurt am Main
Koordinaten: 50° 6′ 32″ N, 8° 40′ 31″ OKoordinaten: 50° 6′ 32″ N, 8° 40′ 31″ O
Architektur und Geschichte
Bauzeit: 1998–1999
Eröffnet am: 26. September 1950
Zuschauer: 379 Plätze
Internetpräsenz:
Website: www.diekomoedie.de/

Die Komödie ist ein privates Boulevardtheater in der Innenstadt von Frankfurt am Main.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. September 1950 eröffnete Helmut Kollek das „Theater am Roßmarkt“ mit 132 Plätzen im halb ausgebombten Haus über der Buchhandlung Amelang. Zu Eröffnung wurde „Die Vergessenen“ von Ernst Nebhut gezeigt, das von dessen Freund Just Scheu aus der Bühnentaufe gehoben wurde. Richard Kirn bewunderte seinerzeit in seiner Rezension der Premiere den Mut, „dieses Stück voller Probleme“ an den Beginn einer neuen „Ära“ zu stellen. Doch Kolleks Spielplan befriedigte fortan nicht nur den Nachholbedarf des Publikums an weltliterarischen Stoffen, sondern auch das Verlangen des Publikums nach Heiterkeit; so etwa mit der Aufführung der Komödie „Ingeborg“ von Curt Götz, die allabendlich ausverkauft war. Kollek spielte „Theophanes“ von Theo Lingen und Benedettis „Zwei Dutzend Rosen“ mit Christl Pfeil und Lorenz Impekhoven.

Als das Haus einer Begradigung der Stadtplaner zum Opfer fiel, wechselte das Theater auf die gegenüberliegende Straßenseite. Am 18. Dezember 1953 ging im Haus am Rossmarkt 11 der Vorhang für Jaques Devals „Geliebter Schatten“ auf. Auf der Bühne standen u. a. Petra Peters, Irene von Meyendorff und der aus England zurückgekehrte, zum ersten Mal wieder in Deutschland auftretende Karl Lieffen.

Umzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1963 endete der Mietvertrag im Haus am Rossmarkt 11. Kollek zog in die Neue Mainzer Straße 18, in unmittelbare Nachbarschaft der Städtischen Bühnen, und firmierte nun unter „Die Komödie“. Am 20. Dezember 1963 hob sich für Samson Raphaelsons „Zauber der Jugend“ erstmals der Vorhang der Komödie. Kollek holte beliebte Stars in sein Haus, darunter Paul Dahlke, Gisela Uhlen, Lis Verhoeven und Erik Ode. Auch der Stern manches Frankfurter Künstlers wie Anneliese Teluren, Lotte Barthel und Wolfgang Bieger ging hier auf.

1972 trat der damals 28 Jahre alte Claus Helmer in die Komödie ein. Zunächst fungierte er neben Helmut Kollek als mitverantwortlicher, seit 1975 als allein verantwortlicher Direktor.[1]

Neubeginn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 wurde das Haus an der Neuen Mainzer Straße 18 aus baulichen Gründen abgerissen, die Komödie stellte ihren Spielbetrieb ein, um ihn nach 16-monatiger Bauzeit an derselben Stelle in einem modernen, größeren Haus wieder aufzunehmen. Auf über 1000 Quadratmetern hielt die neue Komödie Einzug und gab am 7. Oktober 1999 mit „Pension Schöller“ ihre Eröffnungsvorstellung. Mit von der Partie waren Helmut Oeser, Manfred Boehm, Dieter Schaad und Dagmar Hessenland.

Darsteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele beliebte Stars spielten an der Komödie, unter ihnen Gustav Fröhlich, Carola Stern, Hannelore Schroth, Gunther Philipp, Hanne Wieder, Christiane Rücker, Walter Giller, Eva Pflug, Anita Kupsch, Heinz Drache, Claus Wilcke, Claus Biederstaedt und Helmut Oeser.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Die Komödie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Er gehört zu den dienstältesten Intendanten Deutschlands, 23. Februar 2012, Frankfurter Neue Presse