Die Monster Uni

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Monster Uni
Originaltitel Monsters University
Monsters University Logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
JMK 0[2]
Stab
Regie Dan Scanlon
Drehbuch Daniel Gerson
Robert L. Baird
Dan Scanlon
Produktion Kori Rae
Musik Randy Newman
Schnitt Greg Snyder
Synchronisation

Die Monster Uni (Originaltitel Monsters University) ist ein US-amerikanischer Computeranimationsfilm aus dem Hause Disney/Pixar, der am 20. Juni 2013 in den deutschen Kinos startete. In Nordamerika feierte der Film am 21. Juni 2013 sein Debüt. Regie führte Dan Scanlon, der unter anderem als Storyboard-Artist bei Disney/Pixars Cars (2006) mitgearbeitet hat. Der Film erzählt die Vorgeschichte zu Die Monster AG und ist somit das erste Prequel zu einem Pixarfilm.[3] Der traditionelle Vorfilm ist Der blaue Regenschirm.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kugelrunde, froschgrüne, zyklopenäugige Monster Mike Glotzkowski (im englischsprachigen Original „Wazowski“) hat seit dem Kindergarten den Wunsch, auf die Monster Uni zu gehen, um die Kunst des Erschreckens zu erlernen. Er schafft die Aufnahme an der Uni aufgrund hervorragender theoretischer Kenntnisse und muss am Ende des ersten Semesters eine praktische Prüfung darüber ablegen. An einem Holz-Dummy mit eingebautem Erschreck-Meter soll er zeigen, dass er in der Lage ist, die Standard-Aufgabe eines studierten Monsters zu erfüllen: Kinder zu erschrecken.

Kurz vor der Prüfung gerät er mit dem großen, kräftigen, blaurosafarbenen Fell-Monster James „Sulley“ Sullivan, einem hochtalentierten, aber faulen Sprössling einer renommierten Monsterfamilie, aneinander. Beide verärgern dabei die Dekanin, so dass diese sie sofort und besonders hart prüft, wodurch beide durchfallen und „Schreckologie“ nicht weiter studieren dürfen. Inzwischen Schreikanisterdesign studierend, wettet Mike mit der Dekanin, dass er die Schreckspiele – einen studentischen Wettbewerb – gewinnt und dafür sein Studium wieder aufnehmen darf. Da nur Uni-Teams teilnehmen dürfen, tritt er mit Sulley für den Wettbewerb dem wenig angesehenen, weil unsportlichen Team Omega Kreischma (im Original: „Oozma Kappa“) bei. Alle anderen Teams hatten den beiden die Aufnahme verweigert.

Bei den Spielen erfahren Mike und Sulley, dass sie eine Spielrunde nur gewinnen, wenn das ganze Team siegt. Mike trainiert also das Team Omega Kreischma, dessen Mitglieder alle bereits einen Studienabbruch hinter sich haben. Mit Glück und Können schaffen sie es, in den ersten vier Spielrunden nicht das schlechteste, ausscheidende Team zu sein. Im Schlusswettbewerb manipuliert Sulley heimlich die Mechanik des Erschreck-Meters zu Mikes Gunsten, da er befürchtet, dass Mike trotz allen Wissens, das er im Semester angehäuft hat, aufgrund fehlender „Schrecklichkeit“ nicht in der Lage sein würde, sein Team zum Sieg zu führen. Mike bekommt so für seine finale Aufgabe im „Kinder-Erschrecken“ die volle Punktzahl und sein Team gewinnt.

Mike findet jedoch Sulleys Manipulation heraus und will daher beweisen, dass er wirklich „schrecklich erschreckend“ sein kann. Sulley geht zur Dekanin und gesteht den Betrug, für den er die alleinige Verantwortung übernimmt. Die Dekanin gibt ihm bis zum nächsten Tag Zeit, die Uni zu verlassen. Mike betritt inzwischen durch eine Schleuse die gefährliche Menschenwelt, wo er zunächst im Schlafsaal eines Feriencamps versagt, da die Kinder ihn eher lustig als schrecklich finden. Sulley wagt sich auf der Suche nach ihm ebenfalls in die Menschenwelt. Dort sind inzwischen Ranger auf der Jagd nach dem gesichteten Monster. Sulley findet Mike und die beiden versöhnen sich wieder. In der Monsterwelt hat die Dekanin inzwischen die Energiezufuhr zur Schleusentür abgeschaltet, um ein Eindringen von Menschen zu verhindern, bis ein Einsatzteam vor Ort ist. Mike und Sully sitzen fest. Mike kommt jedoch auf die Idee, vor Ort Schreienergie zu erzeugen, um die Tür zu betreiben. Die einzigen Menschen vor Ort sind jedoch die Ranger, also Erwachsene, die noch nie von einem Monster erschreckt wurden. Durch Mikes Wissen über Schreitheorie und das Erzeugen von Angst und Sulleys natürliche Schrecklichkeit gelingt es den beiden jedoch, den ganzen Trupp so fürchterlich zu erschrecken, dass er die Flucht ergreift, alle Schreikanister in der Monsterwelt gefüllt werden und überlaufen, schließlich auch Energie in die Tür geleitet wird, so dass beide fliehen können.

Aufgrund der Verursachung einer ernsten Gefahr für die Monsterwelt werden beide exmatrikuliert, während die anderen Mitglieder von Omega Kreischma Schreckologie studieren dürfen. Mike und Sulley verlassen die Uni, aber treffen noch auf die Dekanin. Sie zeigt sich tief beeindruckt von den beiden, entschuldigt sich, die Exmatrikulation der beiden nicht verhindern zu können, und wünscht ihnen viel Glück für ihr weiteres Leben.

Zusammen fangen sie als Helfer in der Postabteilung der Monster AG an und arbeiten sich im Abspann durch alle Abteilungen der Verwaltung zum Erschrecker-Team hoch.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2012 veröffentlichte Disney/Pixar den ersten Teaser-Trailer.[4] Zwei Langtrailer folgten am 11. Februar 2013[5] und am 25. April 2013.[6] Bis dahin wurden auch diverse Poster veröffentlicht, u. a. ein Motiv zur Feier des St. Patrick’s Day.[7]

Am 8. Juni 2013 feierte der Film beim Seattle International Film Festival seine Premiere.[8] Es folgten weitere Vorführungen bei internationalen Filmfestivals.[8] Am 20. Juni 2013 lief der Film in den deutschen und Schweizer Kinos an.[8] 2013 wurden bundesweit 1.378.010 Besucher an den deutschen Kinokassen gezählt, womit der Film den 19. Platz der meistbesuchten Filme des Jahres belegte.[9]

Am Eröffnungswochenende spielte der Film in den USA über 82,4 Millionen US-Dollar ein,[10] insgesamt in den USA über 268 Millionen US-Dollar.[10]

Am 14. November 2013 wurde der Film von Walt Disney auf BluRay und DVD ohne FSK-Altersbeschränkung veröffentlicht.[11][12]

Der Pizza-Planet-Truck, der links vom ROR-Verbindungshaus geparkt ist, ist in jedem Pixar-Film enthalten.[3] Ebenso gibt es in jedem Pixar-Film einen Verweis auf den Raum A113, in dem am California Institute of the Arts die Animationsvorlesungen gehalten werden.[3] Im Film Die Monster Uni trägt der Hörsaal von Professor Knight entsprechend die Bezeichnung A113.[3]

Der Campus der Monster Uni basiert in weiten Teilen auf dem Campus der Berkeley University of California, der sich nahe dem Pixar-Hauptsitz in Emeryville befindet.[3] Das schmiedeeiserne Tor ist dem Sather Gate nachempfunden und für den Uhrenturm stand der Campanile clock tower der Universität Pate.[3] Die Erschreckerschule ist der Hamerschlag Hall der Carnegie Mellon University nachempfunden.[3]

Deutsche Synchronfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei Film- & Fernseh-Synchron in München und Berlin.[13] Das Dialogbuch verfasste Tobias Neumann, Synchronregie führte Axel Malzacher.[13]

Englischer Sprecher Deutscher Sprecher[13] Rolle
Billy Crystal Ilja Richter Mike Glotzkowski
John Goodman Reinhard Brock James P. Sullivan
Steve Buscemi Tim Sander Randy
Helen Mirren Kerstin Sanders-Dornseif Dekanin Hardscrabble
Peter Sohn Axel Stein Scott „Squishy“ Squibbles
Joel Murray Lutz Schnell Don
Sean Hayes Axel Malzacher Terri
Dave Foley Dennis Schmidt-Foß Terry
Charlie Day Elyas M’Barek Art
Alfred Molina Bernd Rumpf Professor Knight
Beth Behrs Elke Appelt Carrie
Bobby Moynihan Hans Hohlbein Chet
Aubrey Plaza Katrin Zimmermann Claire Wheeler
John Krasinski Manuel Neuer Frank McCay
Nathan Fillion Michael Lott Johnny
Noah Johnston Pablo Ribet Buse Mike (jung)
Bonnie Hunt Susanne von Medvey Mrs. Graves
Julia Sweeney Almut Zydra Ms. Squibbles
Bill Hader Raimund Krone Schiedsrichter
Jacob Weigert Schnecke
John Ratzenberger Walter von Hauff Yeti
Tyler Labine Olaf Reichmann Brock Pearson
Peter Flechtner Tour-Guide der Monster AG
Luise Lunow Rosa

Für die deutsche Version wurden zusätzlich viele Bildschirmtexte, Schriftzüge auf Schildern, Plakaten usw. übersetzt und grafisch in den Film integriert, was nur sehr selten gemacht wird.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Juni 2013 veröffentlichte Walt Disney Records einen Soundtrack zum Film, der 20 Musiktitel enthält.

Nr. Titel
1. Main Title
2. Young Michael
3. First Day at MU
4. Dean Hardscrabble
5. Sulley
6. Scare Pig
7. Wasted Potential
8. Oozma Kappa
9. Stinging Glow Urchin
10. Field Trip
11. Rise and Shine
12. The Library
13. Roar (Axwell & Sebastian Ingrosso)
14. The Scare Games
15. Did You Do This?
16. Human World
17. The Big Scare
18. Goodbyes
19. Mike and Sulley
20. Monsters University

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend gute Kritiken. Die Rezensionssammlung Rotten Tomatoes listet knapp 150 Kritiken, von denen 78 % positiv sind.[14]

„Pixar präsentiert wieder einmal einen technisch nahezu perfekten Animationsfilm für die ganze Familie, der einen Blick auf die nicht ganz so normale Ausbildung der Monster wirft. Sie träumen davon, später einmal ihr Geld damit zu verdienen, Kinder zu erschrecken. Wie gewohnt strotzt das Werk von Regisseur Dan Scanton vor putzigen Figuren, zauberhaften visuellen Einfällen und erheitert auch ältere Zuschauer durch charmante Anspielungen auf Popkultur und bekannte College-Klischees. Vielleicht nicht Pixars stärkster, aber doch ein guter und empfehlenswerter Film.“

Adam Arndt: Filmjunkies[15]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten setzte sich der Film an die Spitze der Kinocharts und spielte am Eröffnungswochenende 82,4 Millionen US-Dollar ein, was bis dato das nach Toy Story 3 zweiterfolgreichste Eröffnungswochenende eines Pixar-Films darstellte.[16] In Deutschland erreichte der Film ebenfalls Platz eins der Kinocharts und erzielte Einnahmen von umgerechnet 3,65 Millionen US-Dollar.[17] Mit Gesamteinnahmen in Deutschland von 13,7 Millionen US-Dollar und 1,4 Millionen Besuchern liegt Die Monster Uni auf Platz 19 der meistgesehenen Filme in Deutschland 2013.[18] Schlussendlich belaufen sich die Einnahmen in den Vereinigten Staaten auf rund 268,5 Millionen US-Dollar. Im Rest der Welt konnten 475 Millionen US-Dollar eingenommen werden, sodass das weltweite Einspielergebnis 743,5 Millionen US-Dollar beträgt.[19] Damit ist Die Monster Uni nach Toy Story 3, Findet Nemo, Alles steht Kopf und Findet Dorie der fünfterfolgreichste Pixar-Film.[16]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Hollywood Film Festival wurden Dan Scanlon und Kori Rae 2013 in der Kategorie Animation of the Year mit einem Hollywood Film Award ausgezeichnet.[20] Dan Scanlon erhielt zudem eine Nominierung für einen Hollywood Movie Award.[20] Bei den Teen Choice Awards 2013 erhielt der Film eine Nominierung in der Kategorie Choice Summer Movie: Comedy.[20]

Für die People’s Choice Awards 2014 wurde der Film in den Kategorien Favorite Movie sowie Favorite Family Movie nominiert.[20]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Die Monster Uni. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2013 (PDF; Prüf­nummer: 139 191 K).
  2. Alterskennzeichnung für Die Monster Uni. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c d e f g Internet Movie Database: Hintergrundinformationen, abgerufen am 17. November 2013.
  4. „Die Monster Uni“ – Monstermäßige Trailer, abgerufen am 25. Mai 2013.
  5. „Die Monster AG 2: Die Monster Uni“: Erster langer Trailer zur Fortsetzung des Pixar-Hits, 11. Februar 2013, abgerufen am 25. Mai 2013.
  6. Trailer: Erschrecken will gelernt sein!, abgerufen am 25. Mai 2013.
  7. Die Monster Uni Poster zum St Patricks Day, abgerufen am 25. Mai 2013.
  8. a b c Internet Movie Database: Starttermine, abgerufen am 17. November 2013.
  9. KINOaktuell: Was ihr wolltet: Münsters Kinojahr 2013, C. Lou Lloyd, Filminfo Nr. 4, 23. – 29. Januar 2014, S. 24f
  10. a b Internet Movie Database: Budget und Einspielergebnisse, abgerufen am 17. November 2013.
  11. Die Monster Uni (DVD). Weltbild, abgerufen am 9. September 2013.
  12. Die Monster Uni (Blu-ray). Weltbild, abgerufen am 9. September 2013.
  13. a b c Die Monster Uni. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 16. November 2013.
  14. Die Monster Uni bei Rotten Tomatoes (englisch)
  15. Adam Arndt: Die Monster Uni – Filmkritik. Filmjunkies.de. 19. Juni 2013. Abgerufen am 4. Juli 2013.
  16. a b Pixar Movies at the Box Office – Box Office Mojo. In: www.boxofficemojo.com. Abgerufen am 4. August 2016.
  17. Monsters University (2013) – International Box Office Results – Box Office Mojo. In: www.boxofficemojo.com. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  18. Die erfolgreichsten Filme in Deutschland 2013. In: www.insidekino.com. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  19. Monsters University (2013) – Box Office Mojo. In: www.boxofficemojo.com. Abgerufen am 12. Juni 2016.
  20. a b c d Internet Movie Database: Nominierungen und Auszeichnungen, abgerufen am 17. November 2013.