Die Nacht des Jägers

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Nacht des Jägers
Originaltitel The Night of the Hunter
Die Nacht der Jägers Logo.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Charles Laughton
Drehbuch James Agee (und Charles Laughton, ungenannt)
Produktion Paul Gregory
für United Artists
Musik Walter Schumann
Kamera Stanley Cortez
Schnitt Robert Golden
Besetzung
Synchronisation

Die Nacht des Jägers (Originaltitel: The Night of the Hunter) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von 1955. Das Thrillerdrama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Davis Grubb aus dem Jahr 1953. Die Nacht des Jägers ist die einzige Regiearbeit des Schauspielers Charles Laughton bei einem Film.

Der Film spielt im Amerika der 1930er-Jahre und erzählt vom psychopathischen „Wanderprediger“ Harry Powell. Als er von einem zum Tode verurteilten Zellengenossen erfährt, dass dieser bei einem Raub 10.000 US-Dollar erbeutet und das geraubte Geld bei seiner Familie versteckt hat, macht er sich an die Witwe und deren Kinder heran, um an das Geld zu gelangen.

Nachdem Die Nacht des Jägers zunächst bei seiner Veröffentlichung von Kritikern und Publikum abgelehnt wurde, gilt er heute als stilistisch einzigartiges Meisterwerk. 1992 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen. Das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete ihn 2008 hinter Orson WellesCitizen Kane auf dem zweiten Platz der besten Filme aller Zeiten.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Südstaaten der USA, etwa Anfang der 1930er-Jahre während der Great Depression: Harry Powell, ein psychopathischer Frauenmörder, zieht als Wanderprediger mordend durch die Lande. Auf seine beiden Hände hat er die Worte „Love“ und „Hate“ tätowiert. Wegen eines vergleichsweise harmlosen Autodiebstahls kommt er für einige Wochen ins Gefängnis, wo er mit dem zum Tode verurteilten Mörder und Bankräuber Ben Harper die Zelle teilt. Dieser erbeutete bei einem Raub 10.000 Dollar (nach heutiger Inflation über 140.000 US-Dollar[2]) und brachte dabei zwei Menschen um. Nur seine Kinder John und die kleine Pearl wissen, dass er das Geld in Pearls Puppe versteckt hat. Sie mussten ihrem Vater kurz vor seiner Verhaftung schwören, dies niemandem zu verraten. Powell erfährt von dem Geld – nicht aber das Versteck – indem er Harper im Schlaf ausfragt. Nach Harpers Hinrichtung möchte Powell unbedingt die Beute an sich bringen. Er macht sich nach seiner Entlassung an Bens leichtgläubige Witwe Willa Harper heran, indem er vortäuscht, Gefängnispriester gewesen zu sein und Ben Harpers Vertrauen genossen zu haben. Frömmelnd erschleicht er sich das Wohlwollen der übrigen Dorfbewohner, überzeugt schließlich auch Willa und heiratet sie. Doch John spürt schon früh, dass etwas mit Powell nicht stimmt.

Powell ahnt schon bald, dass John das Versteck der Beute kennt und setzt ihn und Pearl zunehmend unter Druck. Willa gerät schnell in eine psychische Abhängigkeit von dem predigenden Psychopathen. Nur der verschrobene Onkel Birdie, mit dem John immer angelt, macht sich Sorgen. Powell wendet immer perfidere Methoden an, um das Versteck des Geldes von den Kindern zu erfahren. Auch sein Umgang mit Willa wird immer brutaler. Schließlich tötet er seine Frau und versenkt die Leiche nachts im Fluss. Den Kindern und Willas besorgter Arbeitgeberin Mrs. Spoon erzählt er, seine Frau habe ihn verlassen. Er macht ihnen vor, er sei ein gebrochener Mann. Zu Hause terrorisiert und quält er weiterhin die Kinder. Zwar entdeckt Onkel Birdie die Leiche von Willa im Fluss, doch aus Furcht, selbst des Mordes beschuldigt zu werden, wagt er es nicht, zur Polizei zu gehen – stattdessen betrinkt er sich. Powell presst den Kindern das Geheimnis ab, doch im letzten Moment können sie mit dem Geld fliehen. Der völlig betrunkene Onkel Birdie kann ihnen nicht helfen.

Die Kinder flüchten in einem Boot auf dem Fluss. Powell verfolgt sie zu Pferd auf dem Landweg, während er den Dorfbewohnern in einem Brief vorzutäuschen versucht, mit den Kindern verreist zu sein. Schließlich finden John und Pearl bei Mrs. Cooper Unterschlupf. Die Witwe unterhält eine Art Heim für obdachlose Kinder. Schnell fassen die Kinder Vertrauen zu ihr, doch sie verschweigen weiter ihre Geheimnisse. Als auch Powell den Ort erreicht, macht er sich an die pubertierende Ruby, einen Schützling von Mrs. Cooper, heran, um den Aufenthaltsort von John und Pearl zu erfahren. Er versucht, die Kinder zurückzuholen, doch die resolute Mrs. Cooper vertreibt ihn vom Grundstück. Als Powell nachts in das Haus eindringt, verletzt sie ihn mit einem Schuss und ruft die Polizei. Powell wird wegen Mordes festgenommen, denn inzwischen sind seine vorangegangen Untaten ans Tageslicht gekommen. Bei seiner Verhaftung bricht John zusammen und wirft Powell das Geld vor die Füße.

Im Verlauf des folgenden aufreibenden Gerichtsprozesses erfahren die dem Verfahren beiwohnenden Zuschauer von Powells Verbrechen. Dem Pöbel gelingt es fast, den Mörder zu lynchen, wobei die Wortwahl der bis zur Raserei empörten Bürger an Powells eigene Predigten erinnert. Noch vor kurzem hatten die Bürger an Powells Gottesdiensten begeistert teilgenommen. John und Pearl bleiben bei Mrs. Cooper, die ihnen mit ihrer ehrlichen, einfachen und frommen Art wie eine Mutter für die Kinder ist.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Serienmörder Powers (um 1920)

Vorproduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Night of the Hunter basiert auf dem gleichnamigen Debütroman von Davis Grubb (1919–1980), der im Jahre 1953 erschienen war und zum Bestseller wurde. Grubb ließ sich unter anderem für die Handlung von seiner Mutter inspirieren, die in den 1930er-Jahren ehrenamtlich verarmte Familien betreut hatte. Als historische Vorlage für Harry Powell diente Grubb der 1892 in den Niederlanden geborene Serienmörder Harry F. Powers. Dieser veröffentlichte Anfang der 1930er-Jahre an alleinstehende oder verwitwete Frauen gerichtete Kontaktanzeigen, in denen er vorgab, auf der Suche nach Liebe und einer Frau zu sein. Anschließend wurden die Frauen, die Kontakt mit Powers aufnahmen, von diesem beraubt und in mehreren Fällen auch ermordet. Powers wurde nach seiner Verhaftung zum Tode verurteilt und am 18. März 1932 gehängt. Diese Strafe scheint am Ende des Filmes auch auf Harry Powell zuzukommen.

Der Theater- und Fernsehproduzent Paul Gregory[3] zeigte sich vom Buch so fasziniert, dass er Grubb die Filmrechte abkaufte. Die kleine Paul Gregory Productions suchte sich das Filmstudio United Artists als Vertriebspartner an den Kinokassen. United Artists war dafür bekannt, seinen Filmschaffenden weitgehende künstlerische Freiheit zu gewähren.[4] Anschließend verpflichtete Gregory seinen Freund Charles Laughton als Regisseur. Beide hatten bereits am Broadway in ihren jeweiligen Funktionen als Regisseur bzw. Produzent drei Stücke gemeinsam aufgeführt.[5] Laughton war Mitte der 1950er-Jahre bereits seit über zwei Jahrzehnten ein beim Publikum und Kritikern beliebter Filmstar und Charakterdarsteller. Zwar hatte er auch bei einigen Theaterstücken – etwa am Broadway – Regie geführt, doch wollte er auch schon länger einen Film drehen. Die Nacht des Jägers wurde zu seinem ersten und zugleich letzten Film als Regisseur. Dass Laughton bis zu seinem Tod 1962 keine weitere Regiearbeiten beim Film mehr übernahm, lag wohl auch am Misserfolg des Filmes bei seinen Zeitgenossen.

Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charles Laughton (1940), Fotografie: Carl van Vechten

Den ersten Entwurf des Drehbuchs verfasste der renommierte Autor James Agee, der mit dem Thema der Weltwirtschaftskrise im Film vertraut war. 1941 hatte er nämlich den bedeutenden Bildband Preisen will ich die großen Männer über das Elend der Menschen in der Weltwirtschaftskrise in Amerika herausgebracht. Agees Entwurf stellte sich zunächst mit fast 300 Seiten als deutlich zu lang heraus. Daher musste Agee das Drehbuch in Zusammenarbeit mit Laughton auf normale Länge kürzen.[6] Laughton und Agee fügten der Handlung im besonderen Maße Elemente eines gothicartigen Albtraumes sowie einer Märchengeschichte hinzu.[7] Das Drehbuch blieb jedoch nahe an der Romanvorlage von Davis Grubb. James Agee starb noch vor Veröffentlichung des Filmes im Mai 1955 an einem Herzinfarkt, sodass dieses Drehbuch eine seiner letzten Arbeiten darstellte.

Ein weiteres Problem des Drehbuchs bestand darin, dass es sehr deutlich machen musste, dass Harry Powell kein richtiger Pfarrer sei – wie es die Filmzensoren nach den Regeln des damals für US-amerikanische Filme geltenden Hays Codes gefordert hatten.[8]

Im ersten Teil des Filmes wurde das Drehbuch so angelegt, dass der Zuschauer in der Auseinandersetzung zwischen Harry Powell und seinem Stiefsohn John immer etwas mehr Wissen als diese Figuren hat, wodurch für zusätzliche Spannung gesorgt wurde. So wird Prediger Powell dem Zuschauer gleich in den ersten Szenen des Filmes als Frauenmörder identifiziert, was John aber nicht wissen kann; auch kennt der Zuschauer schon früh das Geheimnis, dass das Geld in der Puppe versteckt wurde, was Powell allerdings wiederum nicht weiß.[9] Während die erste Hälfte des Filmes vom bösartigen Powell dominiert wird, gehört die zweite Hälfte des Filmes weitgehend der gutherzigen Mrs. Cooper, wobei die traumhaft wirkenden Flusszenen als Bindeglied zwischen den beiden Hälften fungieren.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Rolle des Harry Powell wollte Laughton zunächst wahrscheinlich Gary Cooper verpflichten, doch Cooper soll die negative Rolle aus Angst um seine Karriere abgelehnt haben. Auch Laurence Olivier und John Carradine waren im Gespräch.[10] Letztlich wurde Robert Mitchum geholt, der in vielen Filmen bereits Antihelden oder negative Charaktere verkörpert hatte. Für Mitchum wurden die Dreharbeiten nach eigenen Aussagen ein Horrortrip: Er identifizierte sich so sehr mit der Rolle des Verbrechers Harry Powell und war dabei derart über sich selbst schockiert, dass er erst Jahre später in der Lage war, über den Film zu sprechen. Später bezeichnete er Die Nacht des Jägers jedoch als seinen Lieblingsfilm unter seiner Mitwirkung.[6] Shelley Winters, die in den 1950er-Jahren eigentlich eine Hauptdarstellerin war, akzeptierte die relativ kleine Rolle der Mutter. Später nannte sie ihren Auftritt im Film wohl den nachdenklichsten und zurückhaltendsten, den sie je in ihrer Karriere gemacht hätte.[11] Zuvor waren auch Betty Grable und Teresa Wright für die Rolle der Mutter diskutiert worden.[12]

Stummfilmlegende Lillian Gish, die von Laughton sehr verehrt wurde, erhielt die Rolle der Rachel Cooper. Zu diesem Zeitpunkt spielte Gish nur noch gelegentlich in Filmen. In der Rolle des Onkel Birdie war zunächst Schauspieler Emmett Lynn vorgesehen. Mehrere Szenen mit ihm waren bereits gedreht worden, doch Lynn konnte Laughton nicht überzeugen und wurde durch den bekannteren James Gleason ersetzt.[13] Peter Graves, der den zum Tode verurteilten Familienvater spielt, wurde später in der Rolle des „Jim Phelps“ in der Krimiserie Unmöglicher Auftrag (auch: Kobra, übernehmen Sie) berühmt. Seinen Filmkindern Billy Chapin und Sally Jane Bruce gelang anschließend keine nennenswerte Filmkarriere. Während Chapin bereits in vielen Filmen gespielt und einen bedeutenden Theaterpreis am Broadway geholt hatte, besaß Sally Jane Bruce abgesehen von einem unbedeutenden Kurzfilm von 1954 nur wenig Schauspielerfahrung. Das von ihr im Film gesungene Lied während der Flussfahrt wurde später von Kitty White nachgesungen, weil Laughton mit dem Gesang von Bruce unzufrieden war. Bruce wurde später Lehrerin in Santa Barbara.[14] Das Ehepaar Spoon wurde von den erfahrenen Charakterdarstellern Evelyn Varden und Don Beddoe gespielt, die Rolle von Rachels Schützling Ruby übernahm die Jungschauspielerin Gloria Castillo.

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten von Die Nacht des Jägers dauerten von August bis Oktober 1954. Das Budget betrug rund 800.000 US-Dollar, was damals eine durchschnittliche Summe war. Ein Problem in der Spätphase der Dreharbeiten war, dass Mitchum bereits mit … und nicht als ein Fremder an einem neuen Film drehte und er so nur an Sonntagen zur Verfügung stand. Weitere Probleme bereitete Mitchum aber auch durch unprofessionelles Verhalten und ständiges Betrunkensein am Set, wie sich Paul Gregory erinnerte[15]. Lange gab es Gerüchte, dass anstelle von Laughton die Kinder ihre Schauspielanweisungen von Robert Mitchum bekommen haben soll, da Laughton nicht mit den Kindern zurechtgekommen sei. Zahlreiche Bücher behaupteten dies, darunter auch Mitchums Autobiografie. Mittlerweile sind aber Aufnahmen aufgetaucht, in denen Laughton bei den Kindern Regie führt und das widerlegt.[16] Zwischen den Szenen gibt Laughton den Schauspielern Regieanweisungen, die später aus dem fertigen Film geschnitten wurden.[17]

Gedreht wurde unter anderem in den Filmstudios von RKO Pictures in Culver City sowie auf der Rowland V. Lee Ranch in Kalifornien. Die Unterwasser-Szene mit der ermordeten Mutter wurde in den Republic Studios in Hollywood gemacht. Bei den Unterwasserszenen kam wahrscheinlich nicht Shelley Winters selbst, sondern ein Modell mit ihrem in aufwendiger Kleinarbeit nachgeahmten Gesicht zum Einsatz. Ein paar kleinere Szenen wurden nicht in den kalifornischen Filmstudios gedreht, sondern in Moundsville in West Virginia, der Geburtsstadt von Davis Grubb.[18] Zudem kamen für die Luftaufnahmen anstelle der damals üblichen Flugzeuge Helikopter für die Luftaufnahmen zum Einsatz, unter anderem in Ohio.[19] Die Luftaufnahmen wurden zum großen Teil unter Leitung des Second Unit-Regisseurs Terry Sanders gedreht.[20]

Um die Arbeitsmoral der Mitarbeiter zu stärken, versprachen Produzent Gregory und Laughton wichtigen Mitgliedern der Filmcrew wie dem Kameramann Stanley Cortez zusätzlich zu ihrem normalen Gehalt ein Prozent Anteil am möglichen Gewinn des Filmes.

Inhalt und Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film gilt als einzigartiges Kuriosum verschiedener Stil- und Inhaltselemente, auf die die Zuschauer seinerzeit nicht vorbereitet waren. Die Nacht des Jägers stehe singulär und einzigartig in der Filmgeschichte, da es sich keinen Filmströmungen zurechnen lässt und sich auch nicht mit anderen Werken von Laughton vergleichen lassen kann, da es seine einzige Arbeit als Filmregisseur blieb.[21]

Filmhistorische Einordnung und Anspielungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seiner bedrohlich-beunruhigenden Grundstimmung wird Die Nacht des Jägers häufig dem Film noir zugerechnet. Die allermeisten Film noirs waren Kriminalfilme der 1940er- und 1950er-Jahre mit typisch pessimistischer Weltsicht. Die Nacht des Jägers dem Film noir zuzuordnen, gilt jedoch als umstritten, vor allem wegen seiner surrealistischen und märchenhaften Tendenzen, die relativ untypisch dafür wären. Das Ende von Die Nacht des Jägers fällt außerdem ungewöhnlich positiv und versöhnlich aus, was ein weiterer Widerspruch zu den meisten Film noirs ist. Typische Handlungselemente von Film noirs waren weiterhin Privatdetektive, eine Femme fatale sowie ein urbaner Handlungsort sind in Die Nacht des Jägers nicht existent.

Auch Anleihen an die filmische Poesie von David Wark Griffiths Stummfilmen lassen sich in Die Nacht des Jägers erkennen.[22] Das Versteck der beiden Kinder im Keller vor Powell wird dem Zuschauer beispielsweise durch eine Irisblende gezeigt, indem man den sichtbaren Bildausschnitt immer weiter verkleinert, sodass man das Kellerversteck erkennt. Die Irisblende war eine insbesondere in Stummfilmen angewandte Technik, die durch Griffith etabliert wurde. Für den Tonfilm waren Irisblenden dagegen unüblich.[23] Ein Rückgriff auf die Stummfilmära wird nicht zuletzt durch die Besetzung von Stummfilmlegende Lillian Gish als Rachel deutlich, deren Name in der amerikanischen Öffentlichkeit bis heute unmittelbar mit dem Hollywood-Stummfilm und besonders mit Griffiths Werken assoziiert wird.

Die traumhafte Bildsprache, die ungewöhnlichen Kameraperspektiven und die kontrastreiche Beleuchtung erinnern an den expressionistischen Film aus dem Deutschland der 1920er-Jahre, speziell an die Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger.[24] Am deutlichsten wird diese Untermalung während der rund zehn Minuten langen Flussszenen, deren teilweise groteske Kulissen vom bekannten Szenenbildner Hilyard M. Brown bewusst überkünstelt gestaltet wurden. Bei den Flussszenen kommt es immer wieder zu surrealistischen Momenten, etwa wenn es durch die Kameraperspektive so aussieht, dass das Boot mit den flüchtenden Kindern in einem Spinnennetz gefangen sei.[25]

Die teilweise auffallende Filmmusik von Walter Schumann ist an die Begleitmusik zu Stummfilmen angelehnt. So legte Schumann für Harry Powell eine laute Themenmusik an, die ständig bei dessen Erscheinen gespielt. Dieses Thema wird schon im Vorspann beim Namen Robert Mitchum gespielt, später hört man den Zug sieht, mit welchem Powell in Richtung Familie Harper fährt. Ebenfalls lässt Schumann trotz der düsteren Handlung des Filmes verschiedene Kinderlieder zum Einsatz kommen, die einen Gegensatz zwischen dem „unbeschwert-Kindlichen und dem Verbrechen“ erzeugen würden. Dieser Gegensatz würde sich durch den gesamten Film ziehen.[26] Mehrmals singt Prediger Powell das Kirchenlied Leaning on the Everlasting Arms aus dem Jahre 1887 im Film. Das Lied handelt vom Vertrauen auf Gott, da es aber der gefährliche Mörder Powell singt, wird der Text pervertiert. Als Powell das Kirchenlied erneut vor dem Haus von Mrs. Cooper anstimmt, singt diese kurzerhand mit, wodurch sie Powells boshafter Vereinnahmung des Glaubens ihr positives Gottvertrauen gegenüberstellt.

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nacht des Jägers besitzt als Film mit Kindern als Hauptfiguren auch märchenhafte und biblische Elemente. So bezieht sich die Geschichte mehrmals auf Moses und Jesus, wie sie ihren Feinden entkamen. Die Flucht und Situation der Kinder erinnert an Grimm-Märchen wie Hänsel und Gretel oder Rotkäppchen. Laughton selbst soll es als „albtraumhaftes Mother Goose[27] bezeichnet haben, wobei die Figur der mütterlichen Rachel speziell an die im englischen Sprachraum beliebte Figur der Mother Goose erinnert. Mit seiner Sozialkritik, dem Vorkommen von ländlichen Dörfern sowie den düsteren und markanten Charakteren knüpft der Film inhaltlich wie formal an die literarische Gattung der Southern Gothic an, zu welcher der Roman von Grubb ebenfalls gehört.[28]

Ein zentrales Thema des Filmes sind Gegensätze, etwa die zwischen den Kindern und Erwachsenen, aber vor allem der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Während Rachel dabei für das Gute und eine positive Religiosität steht, verkörpert Powell als ihr Gegenpol das Böse und eine strafende, verirrte Religiosität.[29] Dargestellt wird dieser Kampf bildlich durch die tätowierten Finger von Harry Powell, auf denen LOVE und HATE geschrieben steht. Eindrucksvoll demonstrierte er in einer Filmszene damit den Kampf zwischen Gut (rechte Hand = LOVE) und Böse (linke Hand = HATE). Das Motiv wurde und wird bis heute in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zitiert. „So wie LOVE und HATE beide in der Seele des Menschen vorhanden sind, so dienen auch Glaube und Religion sowohl zu gefährlichen als auch veredelnden Zwecken. Wenn der Prediger (und, zu geringerem Grade, die scheinheiligen Dorfbewohner ...) engstirnigen Fanatismus und Gewissheit repräsentieren, so verkörpert Mrs. Cooper den Zweck von Glauben, symbolischem christlichem Mitgefühl und Durchhaltevermögen.“, schrieb Elbert Ventura vom Online-Magazin Slate.[30]

Gleichzeitig übt der Film Kritik an der Leichtgläubigkeit und Bigotterie der amerikanischen Bevölkerung: Autor Davis Grubb spielte in seiner Vorlage auf radikale „Hassprediger“ wie Charles Coughlin an, die sich in den 1930er-Jahren viele Anhänger unter der notleidenden Bevölkerung gewinnen konnten.[31] Im Film ist speziell die weibliche Landbevölkerung – verkörpert von der frömmelnden Mrs. Spoon – beeindruckt von Powells anschaulich-plakativen Predigten und drängt daraufhin die Mutter der Kinder zur tödlichen Heirat. Später ist Mrs. Spoon als eine der herumschreienden Anführerinnen der versuchten Lynchjustiz gegen Powell zu sehen. Ebenfalls zeigt der Film die Great Depression der 1930er-Jahre, die durch rücksichtslosen Kapitalismus entstand und insbesondere die Bauern besonders hart traf. Es wird das Bild eines machtlosen Staates gezeigt, der selbst Kinder nicht versorgen und den Serienmörder Powell nicht fassen kann. Der Vater Harper versucht seine Kinder mit einem Bankraub durchzubringen, wofür er dann später vom Staat hingerichtet wird. Sigurd Enge befand, dass der Vater Harper durch den Staat und Mutter Harper durch die Religion getötet worden sei.[32]

Einfluss auf spätere Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andererseits verweisen einige der Thriller- und Horror-Elemente sowie die von Laughton teilweise grotesk gezeigten Situationen stilistisch und inhaltlich bereits auf spätere Filme, beispielsweise die von David Lynch. Rückblickend kann Die Nacht des Jägers als Vorreiter späterer, erfolgreicher Filmgenres verstanden werden. Auffallend sind auch kleine, wenig mit dem Hauptinhalt zusammenhängende Nebengeschichten wie die des Witwers „Birdie“ Steptoe, der noch immer seiner Frau nachhängt und in der Vergangenheit lebt, oder des Henkers Bart, der am liebsten keine Hinrichtungen mehr vollziehen würde.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung entstand vermutlich zur deutschen Erstaufführung im März 1956.[33]

Rolle Darsteller Dt. Synchronstimme[34]
Reverend Harry Powell Robert Mitchum Curt Ackermann
Willa Harper Shelley Winters Tilly Lauenstein
Rachel Cooper Lillian Gish Ursula Krieg
Onkel Birdie Steptoe James Gleason Carl Heinz Carrell
Mrs. Icey Spoon Evelyn Varden Agnes Windeck
Mr. Walt Spoon Don Beddoe Hans Hessling
Ben Harper Peter Graves Gert Günther Hoffmann

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption bei Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nacht des Jägers hatte seine Premiere am 26. Juli 1955 in Paul Gregorys Heimatstadt Des Moines in Iowa, amerikaweit wurde er einen Monat später am 26. August 1955 veröffentlicht. In Deutschland und Österreich erschien der Film erst im März 1956 in den Kinos.[35] Kommerziell war der Film seinerzeit ein Misserfolg, während zahlreicher Kinovorstellungen soll er sogar ausgebuht worden sein. Viele Zuschauer sollen vorzeitig den Kinosaal verlassen haben. Grund dafür sind nach Meinung von Filmhistorikern diverse Tabubrüche sowie die damals ungewohnten Stilelemente des Filmes. Auch die Kritiker sahen den Thriller meist gemischt bis ablehnend. Dazu kam, dass sogar die Produzenten vom Filmstudio United Artists Die Nacht des Jägers für zu sonderbar hielten und ihn weitgehend ohne Werbung in die Kinos ließen.[36]

In der Vorkritik vom 31. Dezember 1954 zeigte sich das Branchenblatt Variety wenig überzeugt: Der unbarmherzige Terror des Romanes von David Grubbs würde bei Paul Gregory und Charles Laughton in ihrer Verfilmung verschwinden. Das Debüt von Gregory als Produzent und Laughton als Regisseur sei zwar vielversprechend, doch das komplette Produkt sei, obwohl manchmal faszinierend, insgesamt gescheitert: Es verliere seinen wichtigen Antrieb durch zu viele Seitengeschichten, die auf den Film einen dunstigen Effekt ausüben würden. Ein direkteres Erzählen der Geschichte ohne die „Verschönerungen“ hätte den Film überzeugender gemacht, urteilte der Variety.[37]

Bosley Crowther von der New York Times war in seiner Rezension vom 30. September 1955 wohlwollend gestimmt: „Die Lokalitäten sind schrecklich ländlich, die Atmosphäre der Provinz ist intensiv, und Robert Mitchum spielt den mörderischen Geistliochen mit einer eisernen Gesalbtheit, dass einem ein Schauer über den Rücken läuft. Es ist mehr als Böswilligkeit und Gemeinheit in seiner Figur. Da ist eine starke Spur von Freudscher Verirrung, Fanatismus und Schuld.“ Evelyn Varden und Don Beddoe würden faszinierende Darbietungen von ignoraten und hässlichen Kleinstadt-Figuren bieten; und auch Shelley Winters als Mutter sei beeindruckend. Crowther lobte die Hochzeitsnacht-Szene zwischen Mitchum und Winters, es sei eine der „erschreckensten Szenen ihrer Art“ seit Erich von Stroheims Stummfilm-Klassiker Gier (1924). Crowther lobte die Regiearbeit von Laughton, der mit „starken, unnachgebigen Bildern“ gearbeitet hätte. Laughtons Regiedebüt zeige jedoch noch ein paar Unsicherheiten. Er kritisierte insbesondere den letzten Teil des Filmes: „Für die Entwicklung des Melodrams, nachdem die bedrohten, ängstlichen Kinder von zu Hause flüchten, bewegt sich der Film in Richtung allegorischem Kontrast zwischen den Kräften von Böse und Gut. Seltsame, nebelhafte Szenen, komponiert aus Schatten und unrealistischen Silhouetten, suggestieren den Übergang zur Abstraktion.“ Der Film sei gegen Ende zu prätentiös und entwickele sich allzu sehr in eine sanfte und durchlässige Art, befand Crowther.[38]

Spätere Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den folgenden Jahrzehnten veränderte sich die Rezeption des Filmes grundlegend. Bei vielen Filmkritikern wird er mittlerweile als einer der besten Filme aller Zeiten gesehen. Auf dem Kritikerportal Rotten Tomatoes besitzt Die Nacht des Jägers basierend 61 Kritiken eine positive Wertung von 98 %, wobei die einzige negative der 61 Kritiken zum Film aus dem Entstehungsjahr des Filmes kommt.[39]

„Vom deutschen Expressionismus beeinflußt, arbeitet der Film mit suggestiven Licht- und Toneffekten und erzeugt so eine irreale, beklemmende, manchmal schockierende Atmosphäre. Laughton bezeichnete seine einzige Regiearbeit als „albtraumhaftes Märchen“. Der Film fand zunächst wenig Resonanz, wurde aber später als Werk mit originärer Filmsprache wiederentdeckt.“

Lexikon des internationalen Films[40]

„[…] ein eigenwilliger, manchmal monströser, aber immer faszinierender Film. Laughton bedient sich mancher Stilmittel der Stummfilmzeit, setzt weniger auf vordergründige Aktion, sondern kostet Gefühle und Stimmungen aus. Dabei gelingen ihm Bilder von naiver Schönheit und düsterer Kraft.“

Reclams Filmführer[41]

„Charles Laughtons The Night of the Hunter ist einer der größten amerikanischen Filme, hat aber nie die Bedeutung erhalten, die er verdient […] Die Menschen können ihn nicht kategorisieren, deshalb lassen sie ihn aus. Dennoch: Was für ein unwiderstehlicher, angsteinflößender und wunderschöner Film er ist! Und wie gut er seine Zeit überstanden hat. […] Mit seinem ersten Film machte Laughton einen Film, wie es ihn nie zuvor und nie danach gegeben hat, und mit einem solchen Selbstvertrauen, als würde er aus einem Lebensalter von Arbeit an ihm bestehen. (Wertung: Vier/Vier Sternen)“

Roger Ebert, 1996[42]

„Die einzige Regiearbeit des großen Schauspielers Charles Laughton erweist sich als ein einzigartiges, expressionistisches Meisterwerk mit beklemmender, teilweise sogar schockierender Atmosphäre und einem bemerkenswert psychopathisch agierenden Mitchum, dessen Performance stark an "Ein Köder für die Bestie" erinnert. Ein Film, der in Atmosphäre und Thema seiner Zeit weit voraus war. Düsterer geht es kaum! (Wertung: fünf Sterne)“

Prisma[43]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwar wurde Die Nacht des Järgers bei seiner Veröffentlichung mit keinerlei Auszeichnungen bedacht, allerdings folgten in späteren Jahren zahlreiche Ehrungen durch Kritiker: 1992 erfolgte die Aufnahme des Filmes in das National Film Registry als „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam“. Das American Film Institute wählte ihn 2001 auf Platz 34 der besten amerikanischen Thriller aller Zeiten, zwei Jahre später wählte das Film Institute außerdem die Figur des Harry Powell auf Platz 34 der größten Filmschurken. Das französische Filmmagazin Cahiers du cinéma listete Die Nacht des Jägers im Jahre 2008 hinter Orson WellesCitizen Kane auf dem zweiten Platz der besten Filme aller Zeiten. 2009 wurde der Film vom britischen Kulturmagazin The Spectator auf Platz 1 der 50 „essenziellsten Filme aller Zeiten“ gewählt (vor Apocalypse Now und Sunrise).[44]

Neuverfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 entstand das Fernseh-Remake The Night of the Hunter unter Regie von David Greene, das allerdings von Publikum und Kritikern eher negativ aufgenommen wurde.[45] Es spielten unter anderem Richard Chamberlain als Harry Powell, Diana Scarwid als Willa Harper sowie Burgess Meredith als Onkel Birdie.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Nacht des Jägers. MGM Home Entertainment 2001.
  • Die Nacht des Jägers. Süddeutsche Zeitung Cinemathek, Sony Pictures 2006, ISBN 3866152957.

Blu-Ray-Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Nacht des Jägers. (inkl. DVD), Masterpieces Of Cinema Collection, Koch Media GmbH 2013.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Night of the Hunter. An Original Soundtrack Recording with Narration. Music by Walter Schumann. BMG/RCA 74321720532, 1999.

Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minutentexte Hörspiel von Volker Pantenburg und Michael Baute, Produktion Hessischer Rundfunk/Deutschlandfunk 2008, 93 Autoren interpretieren die 93 Minuten des Films.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cahiers du cinéma
  2. US Inflation Calculator
  3. IMDb: Paul Gregory
  4. Paul Gregory im Interview
  5. Paul Gregory in der IBDB. Die drei Zusammenarbeiten waren Don Juan in Hell, John Brown's Body und The Caine Mutiny Court-Martial
  6. a b IMDb Trivia
  7. "Night of the Hunter" bei der Film Noir Foundation
  8. TCM Notizen zu "Die Nacht des Jägers"
  9. "The Night of the Hunter" bei Maximum Cinema
  10. TCM Notizen zu "Die Nacht des Jägers"
  11. Shelley Winters, zitiert bei IMDb Trivia
  12. TCM Notizen zu "Die Nacht des Jägers"
  13. Emmett Lynn bei der Internet Movie Database, siehe Anmerkung Scenes Deleted
  14. Sally Jane Bruce bei der Internet Movie Database
  15. Interview mit Paul Gregory bei American Legends
  16. Aufnahmen, wie Laughton bei den Kindern Regie führt (YouTube)
  17. Interview mit Paul Gregory bei American Legends
  18. Mehrere Artikel der Lokalzeitung von Moundsville 1954/1955
  19. IMdb Filming Locations
  20. TCM Notizen zu "Die Nacht des Jägers"
  21. Artikel bei Kultur-Online
  22. Besprechung der Los Angeles Times
  23. Analyse "The Night of the Hunter", S. 11
  24. Expressionismus aus Hollywood - Deutsche Welle
  25. "Die Nacht des Jägers" bei Kultur Online
  26. "Die Nacht des Jägers" bei KulturOnline
  27. Simmon Callow: Charles Laughton: A Difficult Actor
  28. "10 Reasons Why “The Night of the Hunter” is a Classic of American Cinema" bei Tastes of Cinema
  29. Bible and Cinema: Fifty Key Films, Adele Reinhartz (Hg.)
  30. Artikel im Slate Magazine
  31. "The Night of the Hunter – ein Pastor als Serienkiller" von Valentina Ivic, 27. Juni 2015, SRF
  32. The night of the hunter : noirish or film noir?, S. 61
  33. IMDb Release Dates
  34. Die Nacht des Jägers in der Deutschen Synchronkartei
  35. IMDb Release-Daten
  36. "Die Nacht des Jägers" bei Kultur Online
  37. Rezension bei Variety
  38. "Die Nacht des Jägers" bei der New York Times
  39. Rotten Tomatoes: Night of the Hunter
  40. Die Nacht des Jägers im Lexikon des internationalen Films
  41. Reclams Filmführer, 2.A. 1973, ISBN 3-15-010205-7.
  42. Roger Ebert: Great Movie – The Night of the Hunter
  43. "Die Nacht des Jägers" bei Prisma
  44. The Spectator’s 50 Essential Films: Part Two, abgerufen am 26. April 2015.
  45. Die Nacht des Jägers (1991) auf der Internet Movie Database