Die Rückkehr der Musketiere

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Rückkehr der Musketiere
Originaltitel The Return of the Musketeers
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1989
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Richard Lester
Drehbuch George MacDonald Fraser
Produktion Pierre Spengler
Musik Jean-Claude Petit
Kamera Bernard Lutic
Schnitt John Victor-Smith
Besetzung

Die Rückkehr der Musketiere ist der letzte Mantel-und-Degen-Film einer Trilogie des US-amerikanischen Regisseurs Richard Lester aus dem Jahr 1989. Er beendet die Geschichten aus „Die drei Musketiere“ (1973) und „Die vier Musketiere – Die Rache der Mylady“ (1974). Wie bei den Vorgängerfilmen spielen Michael York, Oliver Reed, Frank Finlay und Richard Chamberlain die „vier Musketiere“.

Der Film entstand nach der literarischen Vorlage „Zwanzig Jahre später“ (Vingt ans après) von Alexandre Dumas und Lester gelang es, die Hauptdarsteller aus dem ersten Film, mit dem annähernd ähnlichen Altersunterschied wie im Roman, auch für diesen Film wieder engagieren zu können.

Handlung[Bearbeiten]

D'Artagnan ist immer noch bei den Musketieren, aber nicht mehr bei denen des Königs, sondern beim Kardinal Mazarin (Philippe Noiret). Von diesem erhält er den Auftrag, nach England zu reisen und die Hinrichtung des englischen Königs Charles I. zu verhindern. Mazarin fürchtet, dass der Aufstand des Volkes in England nach Frankreich überschwappen und ihn von der eigentlichen Macht im Staate entfernen könnte.

D'Artagnan entschließt sich, seine alten Freunde, die sich ins Privatleben zurückgezogen haben, für diesen Auftrag zu reaktivieren. Nur bei Aramis, der inzwischen doch noch Priester und sogar der Beichtvater von Königin Anna geworden ist, gelingt es ihm nicht. Aramis ist insgeheim ein Unterstützer des französischen Rebellen Beaufort, und es zeigt sich, dass auch Athos mit diesem sympathisiert.

Auf ihrer gefahrvollen Mission setzt sich auch die Tochter der im Auftrag von Athos hingerichteten Mylady de Winter, Justine, auf ihre Fährte. In England gelingt es den Musketieren, den vorgesehenen Scharfrichter des Königs außer Gefecht zu setzen, doch ein geheimnisvoller Unbekannter vollzieht stattdessen die Hinrichtung. D'Artagnan findet heraus, dass niemand anderes als Justine de Winter unter der Scharfrichterrobe gesteckt hat. Einem Komplott zur Ermordung der Musketiere, das Justine gemeinsam mit Oliver Cromwell ausgeheckt hatte, können diese auf der Rückfahrt nach Frankreich entkommen. Währenddessen hat der Kardinal den 10-jährigen König entführt, während es Beaufort gelungen ist, bei Königin Anna wieder in Gnaden aufgenommen zu werden. Die Musketiere überfallen das Versteck des Kardinals und zwingen ihn zu weitgehenden Zugeständnissen sowohl persönlicher als auch politischer Art.

Literaturvorlage[Bearbeiten]

  • Alexandre Dumas: Zwanzig Jahre später, Aufbau Taschenbuch Verlag 1995 - ISBN 3-7466-1153-9

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Darsteller von D'Artagnans Diener Planchet, Roy Kinnear, fiel während der Dreharbeiten vom Pferd und starb an seinen Verletzungen. Seine Rolle musste deshalb bei einigen Szenen von einem anderen Darsteller übernommen werden. Regisseur Lester widmete ihm den Film und beendete als Konsequenz des tragischen Unfalls seine Filmkarriere.
  • Jean-Pierre Cassel, der in den beiden anderen Lester-Filmen den französischen König Louis XIII. dargestellt hatte, übernahm in dieser Produktion eine Gastrolle als Cyrano de Bergerac.
  • Obwohl Haupt- und Nebendarsteller die gleichen wie bei den beiden Vorgängerfilmen von Richard Lester waren (Reed, York, Chamberlain, Finlay, Lee, Kinnear, Chaplin), wurden für die deutsche Fassung gänzlich andere Synchronsprecher engagiert als bei den Fassungen der beiden ersten Filme.
  • Die Rolle des Rochefort tauchte wieder auf, obwohl dieser am Ende des zweiten Films bereits getötet worden war.

Medien[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]