Die Rotkäppchen-Verschwörung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Film
Deutscher Titel Die Rotkäppchen-Verschwörung
Originaltitel Hoodwinked!
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge 80 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
JMK 6[1]
Stab
Regie Cory Edwards,
Todd Edwards,
Tony Leech
Drehbuch Cory Edwards,
Todd Edwards,
Tony Leech
Produktion Katie Hooten,
Maurice Kanbar,
David Lovegren,
Sue Bea Montgomery,
Preston Stutzman
Musik John Mark Painter,
Kristin Wilkinson
Schnitt Tony Leech
Chronologie
Das Rotkäppchen-Ultimatum →

Die Rotkäppchen-Verschwörung (Originaltitel: Hoodwinked!) ist ein US-amerikanischer computeranimierter Familienfilm aus dem Jahr 2005. Er wurde durch Blue Yonder Films in Zusammenarbeit mit Kanbar Entertainment produziert.

Er wurde ab dem 16. Dezember 2005 von The Weinstein Company in ausgewählten Märkten gezeigt, ab dem 13. Januar 2006 US-weit. In Deutschland kam der Film am 27. Dezember 2006 in die Kinos. In der deutschen Version liehen unter anderem Sarah Kuttner, Jan Delay, Max Raabe, Smudo und Hans Werner Olm den Figuren ihre Stimmen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Film wird die bekannte klassische Handlung von Rotkäppchen (im Film wird die US-Variation des Märchenstoffes tangiert) ein wenig abgewandelt und zum Krimi umgemünzt.

Nachdem die aus dem Märchen bekannten Geschehnisse sich bis zum Haus der Großmutter zugetragen haben, sperrt die hiesige Waldpolizei (alles Tiere) dieses als Tatort ab. Polizeichef Grizzly übergibt anschließend sämtliche Verhörmaßnahmen an den Frosch-Detektiv Nicky Flippers, der alle Beteiligten nacheinander zum Hergang vernimmt. Hierbei stellt sich heraus, dass die Figuren nicht ganz ihren Vorlagen entsprechen: Rotkäppchen erweist sich als schlagfertiges Girlie mit Martial-Arts-Erfahrung, der Wolf als Enthüllungsreporter mit dem hyperaktiven Eichhörnchen Twitchy als Partner, der Holzfäller ist ein aus Deutschland (genauer aus Bayern) stammender Imbissbetreiber mit Schauspielambitionen und die Großmutter entpuppt sich als Extremsport-Freak.

Mit jeder Schilderung von je einem der Vier erschließen sich dem Zuschauer immer mehr die Zusammenhänge der Handlung: im Märchenwald müssen immer mehr Backstuben schließen, nachdem ein mysteriöser Dieb alle Rezepte stiehlt. Lediglich Rotkäppchens Großmutter, eine bekannte Bäckerin, wurde bislang verschont. Nachdem sich Rotkäppchen und der Wolf zunächst gegenseitig verdächtigen, kommt Flippers nach Auswertung aller Geschichten hinter den Plan des Oberschurken und entlarvt diesen: es ist der Hase Boingo, welcher eine Bande von wintersportvernarrten Handlangern um sich geschart hat und mit den entwendeten Rezepten die Macht im Wald an sich reißen will. Als Boingo Rotkäppchen mit einer Bombe umbringen will, raufen sich die Märchenakteure zusammen und befreien das Mädchen. Grizzly und Flippers kommen am Schluss gerade rechtzeitig, um Boingo und seine Bande zu verhaften.

Stimmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synchronarbeiten fanden bei der Interopa Film statt. Michael Nowka schrieb das Dialogbuch und führte die Dialogregie.[2]

Charaktere Deutsche Stimme Originalstimme
Rotkäppchen Sarah Kuttner Anne Hathaway
Großmutter Hans Werner Olm Glenn Close
Wolf Axel Prahl Patrick Warburton
Nicky Flippers Max Raabe David Ogden Stiers
Boingo Smudo Andy Dick
Japeth die Ziege Jan Delay Benjy Gaither
Holzfäller Josh Oliver Mink Jim Belushi
Twitchy Michael Nowka Cory Edwards
Chief Grizzly Engelbert von Nordhausen Xzibit
Bill (Storch) Bernhard Völger Anthony Anderson
Regisseur Ilja Richter Joshua J. Greene

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Aberwitzige, auf jugendlichen Zeitgeist getrimmte Trickfilm-Variation des Grimmschen Märchens, die nicht immer stilsicher, aber mitunter sympathisch subversiv unterhält.“

film-dienst 26/2006

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde 2006 für einen Saturn Award in der Kategorie Bester Animationsfilm nominiert.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Fortsetzung des Films mit dem Titel Das Rotkäppchen-Ultimatum sollte ursprünglich am 15. Januar 2010 in die US-amerikanischen Kinos kommen. Die Produktionsfirma Kanbar Entertainment befand sich jedoch in einem Rechtsstreit mit der Weinstein Company, nachdem letztere den Starttermin verschoben hatte.[3]

Das Erscheinungsdatum in den US-amerikanischen Kinos wurde auf den 29. April 2011 verschoben. In Deutschland war der Film ab dem 21. Juli 2011 in den Kinos zu sehen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Die Rotkäppchen-Verschwörung. Jugendmedien­kommission.
  2. Die Rotkäppchen-Verschwörung. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 27. März 2018.
  3. variety.com – Kanbar Entertainment files suit against Weinstein (Memento vom 6. April 2010 im Internet Archive), 31. März 2010.
  4. Die Rotkäppchen-Verschwörung. Internet Movie Database, abgerufen am 10. Februar 2021 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]