Die Schneekönigin (2014)

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Filmdaten
OriginaltitelDie Schneekönigin
ProduktionslandDeutschland, Finnland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2014
Länge85 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
Stab
RegieKarola Hattop
DrehbuchThomas Brinx
Anja Kömmerling
ProduktionIngelore König
MusikGert Wilden jr.
KameraSebastian Hattop
SchnittAnn-Sophie Schweizer
Besetzung

Die Schneekönigin ist ein deutscher Märchenfilm von Karola Hattop aus dem Jahr 2014. Er beruht auf dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen und wurde vom ZDF in Koproduktion mit Kinderfilm und Visual Norden für die ZDF-Reihe Märchenperlen produziert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerda und Kay sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde und lieben sich heimlich. Kay hat Gerda sogar ein beheiztes Glashaus gebaut, damit darin ihre Rosen auch im kalten Winter wachsen können und nicht erfrieren. Doch das macht die Schneekönigin wütend, die vergeblich versucht die Blumen in Eis zu verwandeln. Als Kay sie dann auch noch verhöhnt, schleudert sie einen Eissplitter in Kays Auge und schlagartig wird der liebenswerte Junge zu einem kaltherzigen Knaben. Gerda versteht ihn nicht mehr und sie streiten sich. Dabei zerschlägt Kay eine Scheibe des Glashauses, sodass die blühenden Rosen nun doch erfieren müssen. In seinem Zorn rennt Kay über die Schneelandschaft und begegnet der Schneekönigin, die ihn zu sich in den Schlitten bittet. Er lässt sich willig von ihr mit in ihren Eispalast nehmen. Gerda bleibt verzweifelt zurück und versucht Kay zu finden. Doch von ihm bleibt nur sein Schlitten an einem halb zugefrorenen Fluss.

Der Frühling kehrt ein, aber Kay kommt nicht zurück. Obwohl alle glauben, dass Kay tot sei, ist Gerda davon überzeugt, dass er lebt. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Freund. Das Mädchen rennt zum Fluss und als plötzlich ein Kahn angeschwommen kommt, steigt Gerda ein und lässt sich von ihm davon treiben. Auf ihrer Reise kommt sie in das blühende Reich der Flora, einen sommerlichen Garten mit einer herrlichen Blütenpracht. Die einfältige Flora meint es eigentlich gut mit Gerda und gibt ihr einen Pflanzensaft zu trinken, wodurch sie Kay vorübergehend vergisst. Flora genießt es nicht allein zu sein und würde Gerda gern für immer bei sich behalten. Doch Gerda erinnert sich, dass sie auf der Suche nach Kay ist und so bleibt sie nicht länger und zieht weiter. Von Flora erfährt sie, dass im Schloss ein Kay leben würde und so macht sie sich dorthin auf den Weg. Sie schleicht sich in das herrschaftliche Schloss, muss aber feststellen, dass der Prinz nicht ihr Kay ist. Dennoch nimmt man sie freundlich auf und Gerda verlebt eine schöne Zeit. Gern würde man sie auf dem Schloss behalten, aber Gerda will nach einem sehnsüchtigen Traum weiter ziehen.

Kay spürt Gerdas Traum und plötzlich verliert er den Eissplitter aus dem Auge. Seltsamerweise fühlt er sich nun gar nicht mehr wohl in dem Eispalast der Schneekönigin, doch er zeigt dies seiner Herrscherin nicht und spielt den gefühlskalten Jungen, so wie sie es mag. Als er sich dann an einer Eisscherbe schneidet und ein Tropfen Blut im Schnee, wie eine rote Rose aussieht, kehrt auch seine Erinnerung zurück. Er unternimmt einen Fluchtversuch aus dem Palast, aber die Schneekönigin hält ihn zurück.

Gerda lässt sich mit einer Kutsche von Schloss wegbringen, doch wird diese Kutsche im Wald von Räubern überfallen. Das Mädchen muss um sein Leben fürchten und hat nur Glück, weil die Tochter der Räuberhauptfrau jemanden zum Spielen haben möchte und ihre Mutter dem Kind nichts abschlagen kann. Den Räubern gefällt dies gar nicht, doch müssen sie sich fügen. Die Räubertochter behandelt Gerda anfangs wie eine Sklavin, doch je mehr Gerda von ihrem Kay erzählt und nicht nachlässt, desto mehr bewundert sie das Mädchen und lässt es letztendlich „frei“. So wandert Gerda weiter und gelangt allmählich in das Gebiet des ewigen Schnee's, wo sie entkräftet zusammenbricht und von einer Lappin gefunden wird. Sie pflegt das Kind und gestärkt macht sich Gerda auf den letzten Teil ihrer Suche.

Als Gerda endlich im Eispalast der Schneekönigin ankommt, muss diese einsehen, dass sie gegen die Liebe der Kinder zueinander nichts ausrichten kann. Gerda und Kay kehren in ihr Dorf zurück und genießen den nächsten Frühling zu zweit.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende März 2014 kündigte das ZDF an, das Märchen Die Schneekönigin von Hans Christian Andersen neu verfilmen zu wollen.[1] Die Dreharbeiten dazu fanden vom 18. März bis zum 6. Juni 2014 statt. Die winterlichen Passagen wurden im finnischen Lappland gedreht, während der sommerliche Teil in Berlin-Brandenburg realisiert wurde.

Die Erstausstrahlung erfolgte am 26. Dezember 2014 auf ZDF.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff von tittelbach.tv meinte: „Die Umsetzung [des Märchens] besticht durch berauschend schöne Bilder, die vor allem den Kontrast zwischen dem Blütenmeer des Frühlings und der kargen Schneewüste betonen. Kostüm und Ausstattung sind ähnlich gut gelungen, die jungen Schauspieler überzeugen. Ein Glanzlicht unter den Märchenfilmen.“[2]

Die Redaktion von TV Spielfilm beurteilte das Märchen kommentarlos mit dem „Daumen nach oben“.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues ZDF-Weihnachtsmärchen "Die Schneekönigin" Dreharbeiten beginnen in Finnland. 1. September 2015. Abgerufen am 24. Oktober 2015.
  2. Tilmann P. Gangloff: Flora Li Thiemann, Kristo Ferkic, Zilliacus, Frier. Ein Fest der Fantasie & Filmkunst Filmkritik bei tittelbach.tv, abgerufen am 15. Februar 2017.
  3. TV Spielfilm: Filmkritik bei TV-Spielfilm.de abgerufen am 15. Februar 2017.