Die Stunde der Patrioten (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Stunde der Patrioten
Originaltitel Patriot Games
Die stunde der patrioten film.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Phillip Noyce
Drehbuch W. Peter Iliff,
Donald Stewart
Produktion Mace Neufeld,
Charles H. Maguire
Musik James Horner, Clannad
Kamera Donald M. McAlpine
Schnitt Neil Travis
William Hoy
Besetzung

Die Stunde der Patrioten ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Tom Clancy. Die Regie bei dem 1992 erschienenen Film führte Phillip Noyce, die Hauptrolle des Jack Ryan spielte Harrison Ford. Der Film startete am 22. Oktober 1992 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Der US-Amerikaner Jack Ryan, ehemaliger Leutnant der Marineinfanterie, besucht mit seiner Familie London als Tourist und vereitelt dabei einen Anschlag einer Splittergruppe der IRA auf Lord Holmes, den britischen Nordirland-Minister und entfernten Verwandten der Königin von England. Er wird angeschossen und erfährt für sein Eingreifen den Dank der königlichen Familie.

Der festgenommene Attentäter Sean Miller wird nach seiner Verurteilung bei einem Gefangenentransfer befreit und will sich für seinen beim Schusswechsel von Jack Ryan erschossenen Bruder Paddy rächen. Nach einem Anschlag auf seine Frau und Tochter verwendet Ryan seine gesamte Energie, um gemeinsam mit der CIA und den Spezialeinheiten diverser westlicher Länder die Terroristen unschädlich zu machen. Einige können in einem Ausbildungslager in Libyen gefunden werden. Dort dringt ein SAS Kommando ein und tötet sämtliche Bewohner des Camps, was Ryan live per Satellitenübertragung beobachtet.

Als Lord Holmes die Ryans in ihrem Anwesen in Maryland besucht, um Ryan wegen seiner Rettung auszuzeichnen, überfallen die geflüchteten Terroristen das Treffen, können aber von Ryan und Lieutenant Commander Robby Jackson getötet werden.

Kritiken[Bearbeiten]

„Undistanzierter Agenten-Thriller, der ein Loblied auf die menschenverachtende Machtpolitik der CIA und den Patriotismus des amerikanischen Bürgers anstimmt. Aufwendig und im großen Finale durchaus dicht inszeniert, gewinnt der Film der nebenbei angesprochenen Thematik der modernen Kriegsführung via Satellit und Computer nur wenige beklemmende Momente ab.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Phillip Noyce ("Salt") baut gekonnt Spannung auf, spart am Pathos und bietet Ford in der typischen Ford-Rolle auf. Fazit: Kalkulierter Nervenkitzel, gutes Finale“

TV Spielfilm[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Thora Birch wurde im Jahr 1993 für den Young Artist Award nominiert. James Horner gewann 1993 den American Society of Composers, Authors and Publishers Film and Television Music Award. Der Film wurde im Jahr 2004 als Teil der DVD-Gesamtausgabe The Jack Ryan Special Edition DVD Collection für den Saturn Award nominiert.[3]

Hintergründe[Bearbeiten]

Dies ist die zweite Verfilmung eines Jack-Ryan-Romans nach Jagd auf Roter Oktober von 1990 mit Alec Baldwin. Erstmals ist hier Harrison Ford in der Hauptrolle zu sehen, wie auch im Nachfolger Das Kartell. Eigentlich sollte Baldwin weiterhin die Rolle des Ryan spielen, jedoch platzte der Deal u. a. wegen der Gagenforderung Baldwins. Ford unterschrieb daraufhin einen Vertrag über drei Filme. Die Gage, die Ford für Die Stunde der Patrioten und Das Kartell bekam, belief sich auf 9 Millionen US-Dollar.[4] Zu der geplanten dritten Fortsetzung mit Ford kam es indes nie. Daher weicht Der Anschlag von 2002 mit Ben Affleck in der Hauptrolle erheblich von der Romanvorlage und den früheren Filmen ab: Afflecks Ryan ist Junggeselle, wohingegen er in den früheren Filmen in Übereinstimmung mit den jeweiligen Romanen als verheiratet und mit Kindern gezeigt wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Stunde der Patrioten (Film) im Lexikon des Internationalen Films
  2. Die Stunde der Patrioten (Film) auf tvspielfilm.de
  3. Awards auf imdb.com
  4. Robert Sellers: Harrison Ford: Eine Biographie. vgs, Köln 1994, ISBN 3-8025-2304-0, S. 216 f.