Die Tage des Weines und der Rosen

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Tage des Weines und der Rosen
Originaltitel Days of Wine and Roses
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1962
Länge 117 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Blake Edwards
Drehbuch J. P. Miller
Produktion Martin Manulis/Warner Bros.
Musik Henry Mancini
Kamera Philip Lathrop
Schnitt Patrick McCormack
Besetzung

Die Tage des Weines und der Rosen (Days of wine and roses), deutscher Alternativtitel: Gegen alle Vernunft, ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Regisseurs Blake Edwards aus dem Jahr 1962. Der Film basiert auf dem Drehbuch für den gleichnamigen Fernsehfilm, welcher 1958 in der Fernsehspielreihe Playhouse 90 ausgestrahlt wurde und Drehbuchautor J. P. Miller eine Emmy Award-Nominierung einbrachte. Kinostart in Deutschland war der 14. Juni 1963.

Handlung[Bearbeiten]

Joe Clay, Mitarbeiter in einer New Yorker Werbeagentur, lernt eine Frau namens Kirsten kennen und verliebt sich in sie. Die beiden heiraten, bekommen ein Kind und führen zunächst ein ganz normales Leben. Doch Joe, der dem starken Druck seines Berufes immer weniger gewachsen ist und dadurch schon länger dem Alkohol zugetan, führt auch seine Frau an das Trinken in Gesellschaft heran. Kirsten zögert zuerst, doch nach ihrem ersten Brandy fühlt sie sich gut. Joe und Kirsten verlieren immer mehr die Kontrolle über ihren Alkoholgenuss, bis beide absolut zu Trinkern geworden sind. Schließlich zündet Kirsten während Joes Abwesenheit im Rausch die heimische Wohnung an, und Joe verliert gleichzeitig seine Stellung in der Werbeagentur. Die beiden und ihr Kind landen in einer schäbigen Wohnung im sozialen Abseits.

Als Joe einmal an einer Bar vorbeikommt und sein Spiegelbild sieht, geht er nach Hause und sagt seiner Frau, er habe nicht erkennen können, wer das im Spiegelbild gewesen sei. Einen verkommenen, betrunkenen Strolch habe er gesehen. Gemeinsam, mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker und auch von Kirstens Vater wollen sie vom Alkohol loskommen. Dennoch werden die beiden immer wieder rückfällig, was auch zur Trennung des Paares führt. In der Schlussszene des Filmes versucht der gerade mal wieder trocken gewordene Joe in einem Hotelzimmer Kirsten vergeblich zum Trockenwerden zu bewegen. Kirsten verlässt das Zimmer, und Joe starrt durch das Fenster hinüber auf die andere Straßenseite, von wo aus die Reklameleuchte einer Bar sich in der Fensterscheibe spiegelt. Darüber wird der Schlusstitel eingeblendet. Das weitere Schicksal von Joe und Kirsten bleibt dem Zuschauer unbeantwortet.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Der film-dienst bezeichnet den Film als „ein breit angelegtes Melodram mit einzelnen instruktiven, quälend realistischen Szenen, das sein Thema nach und nach aus den Augen verliert. Satirisch-prägnante Elemente weichen in der zweiten Hälfte zunehmend sentimentalen Szenen; hervorragend gespielt.“[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Neben dem Oscar für seine Arbeit an diesem Film, konnte Henry Mancini drei weitere Oscars gewinnen.
  • Art Director Joseph C. Wright konnte schon 1943 zwei Oscars gewinnen und zwar für die beste Ausstattung eines Schwarzweißfilms und eines Farbfilms. Sein Kollege George James Hopkins gewann insgesamt vier der Statuen. Und auch Jack Solomon, verantwortlich für den Ton, gewann in seiner Karriere einen Oscar.
  • Assistent des Kameramannes Philip H. Lathrop war Richard H. Kline, der kurz nach Drehschluss selber ein gefragter Kameramann wurde.
  • Charles Bickford spielte in der TV-Adaption die gleiche Rolle wie im Spielfilm.
  • Der Originaltitel des Films ist inspiriert von dem Gedicht "Vitae Summa Brevis Spem Nos Vetet Incohare Longam" des englischen Dichters Ernest Dowson [2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
  2. Loveridge, Charlotte. Curtain Up, theater review, 24. Februar 1995