Die Vereinigten Staaten von Europa

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Die Vereinigten Staaten von Europa, Untertitel: Geheimdokumente enthüllen: Die dunklen Pläne der Elite, ist ein Sachbuch des deutschen Journalisten Oliver Janich. Es erschien im Jahr 2013 im FinanzBuch Verlag und platzierte sich in Ausgabe 5/2014 auf Rang 50 auf der Bestsellerliste Hardcover Sachbücher des Buchreports.[1]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Buch beschäftigt sich Oliver Janich mit der Entwicklung der Europäischen Union hin zu einem „Superstaat“. In den insgesamt fünf Teilen des Werkes erläutert Janich zuerst den Libertarismus, um dann zu den „nationalsozialistischen Wurzeln der Europäischen Union“. Anschließend folgen die „kommunistischen Pläne für die EUdSSR“ und die „Vereinigten Staaten von Europa“, bevor er im letzten Kapitel die „dunkle Seite der Macht“ darstellt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine umfangreiche Rezension hat eigentümlich frei dem Buch gewidmet. Autor Axel Krauss kommt darin zu dem Schluss: „Mit die Vereinigten Staaten von Europa legte Oliver Janich eines der wichtigsten politischen Bücher unserer Zeit vor, formuliert in einer klaren, humorigen und auch für die wenigen verbliebenen Nicht-Experten unserer Gesellschaft leicht verständlichen Sprache.“[2]

Janich habe „mit seinem Buch einen Meilenstein gesetzt“, er greife darin „gleich mehrere wichtige Teilaspekte auf, über die man jeweils ein eigenes Buch hätte schreiben können“, subsumierte Ralf Flierl, Chefredakteur des Smart Investor, seinen Eindruck.[3] Janich decke „die Mechanismen, einflussreichen Netzwerke und Hintermänner […] schonungslos auf“, urteilte Fonds Professionell aus Österreich.[4]

Darüber hinaus trägt das Buch eine Reihe von lobenden Urteilen zusammen, die Janich aus persönlichen Rückmeldungen gesammelt und auch auf seiner Website präsentiert hat. Dazu gehören u. a.

  • die „präzise Schilderung der Ereignisse, sowohl kühl analytisch als auch unterhaltsam, ist eine Wohltat“ von Christine Kaufmann[5],
  • ein „Politthriller, aber mit realen, allseits bekannten Akteuren. Akribisch recherchiert und von exemplarischer begrifflicher Klarheit“ von Hans-Hermann Hoppe[6],
  • ein „Leseerlebnis, das Sie nicht verpassen sollten“ von Thorsten Polleit[7] und
  • „wer einem fachkundigen Publikum in solchem Umfang völlig neue Dimensionen einer weithin erschlossen geglaubten Materie eröffnet, der hat augenscheinlich sehr sorgfältig gearbeitet“ von Carlos Gebauer.[8]

Darüber hinaus gibt es auch ein Zitat von Xavier Naidoo: „Die Vereinigten Staaten von Europa – lest mal nach, so seh' ich's auch!“[9]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Janichs Buch Das Kapitalismus-Komplott aufgrund des Titels auf der einen Seite Leser abgeschreckt und auf der anderen einen bestimmten Leserkreis angezogen habe, sei mit Absicht ein neutraler Titel gewählt worden.[10]

Wie Janich im Vorwort und in Interviews erläutert, versteht er sein Buch weniger als Theorie; vielmehr will er anhand von über 1.000 Originalquellen nachweisen, dass die „Vereinigten Staaten von Europa“ nur eine „Vorstufe zu einem Weltstaat mit einer einzigen Zentralregierung“ sein sollen. Grundlage seines Ansatzes ist die Prinzipal-Agent-Theorie, nach der ein Auftragnehmer im Sinne seines Auftraggebers handelt, auch wenn er dessen Motive nicht kennt. Um die wahren Ziele eines Prinzipals herauszufinden, gibt es nach Janichs Auffassung zwei Möglichkeiten: Man nutzt dessen Aussagen selbst oder analysiert die Wirkung der Handlungen des Agenten.[10][11]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zitat Xavier Naidoos „Die Vereinigten Staaten von Europa – lest mal nach, so seh' ich's auch!“ stammt aus dem Song „Die Wahrheit“ von Naidoos „Impro-Combo“ Straßenunterhaltungsdienst.[12][13] Die Literaturempfehlung des Sängers führte auch zu etwas, was Oliver Janich als Beobachtung durch die „Stasi-Amadeu-Antonio-Stiftung“ bezeichnete. Anlass für diese Wortmeldung war ein Beitrag des Südkuriers, in welchem Mitarbeiter der Stiftung zu Wort kam und Janich als „Verschwörungstheoretiker“ und „rechtslibertär“ bezeichnete. In einem Blog-Beitrag wies Janich darauf hin, dass sein Werk über 1.000 Quellen aufweise, er Anarchist sei und die Stiftung das Wort „rechtslibertär“ „natürlich frei erfunden“ habe, damit „sie irgendwie das Wort „rechts“ einrühren und einem farbigen Sänger wie Xaxier Naidoo anhängen können, der sich sein Leben lang gegen Rechts engagiert“ habe.[14][15]

Eine Reihe von Autoren binden „Die Vereinigten Staaten von Europa“ als Quellen in ihre Bücher ein, darunter Christoph Braunschweig[16] und Axel B.C. Krauss.[17]

Eine Lesung zu seinem Buch hielt Janich u. a. in Berlin für die Bibliothek des Konservatismus.[18]

Im Jahr 2015 erschien im Kopp Verlag ein gleichnamiges Buch von Janne Jörg Kipp, das in der optischen Anmutung stark an Die Vereinigten Staaten von Europa Janichs angelehnt ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Europa-Komplott (sic!) – buchreport. In: buchreport.de. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  2. Axel B.C. Krauss: Rezension: Die Vereinigten Staaten von Europa. In: ef-magazin.de. 20. Mai 2016, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  3. Ralf Flierl: Österreichische Schule: „Menschlicher Wolpertinger“ – Gespräch mit Oliver Janich über sein gerade erschienenes Buch „Die Vereinigten Staaten von Europa“, in: Smart Investor 2/2014, S. 34.
  4. Die dunklen Pläne der Elite für die Vereinigten Staaten von Europa. In: fondsprofessionell.at. 12. November 2013, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  5. Oliver Janich: Christine Kaufmann ist tot: Ein guter Mensch ist von uns gegangen. In: oliverjanich.de. 29. März 2017, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  6. Oliver Janich: Prof. Hoppe über mein Buch „Die Vereinigten Staaten von Europa“: „Ein Hammer!“ In: oliverjanich.de. 17. März 2014, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  7. Oliver Janich: Prof. Thorsten Polleit zu meinem zweiten Buch: „Ein Leseerlebnis, das sie nicht verpassen sollten!“ In: oliverjanich.de. 2. Juli 2014, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  8. Oliver Janich: Carlos Gebauer: „Oliver Janich zählt für mich zur Gilde der akribischen Historiker.“ In: oliverjanich.de. 12. Mai 2014, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  9. Fabian Soethof: Xavier Naidoo verkündet als Straßenunterhaltungsdienst „Die Wahrheit“. In: musikexpress.de. 1. September 2014, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  10. a b LvMid: “Je dreister die Lügen und je stärker die Eingriffe in die Freiheit, desto mehr Unmut macht sich breit.” In: misesde.org. 30. Dezember 2013, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  11. Oliver Janich: Die Vereinigten Staaten von Europa. Dritte Auflage. FinanzBuch Verlag, München 2013, ISBN 978-3-86248-470-6, S. 10 f.
  12. Andreas Borcholte: Xavier Naidoo – Jesus bei den Reichsbürgern. In: spiegel.de. 7. Oktober 2014, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  13. Ayke Süthoff: Xavier Naidoo verkündet endlich die Wahrheit. In: noisey.vice.com. 2. September 2014, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  14. Martin Baur: Salem: Xavier Naidoo in Schloss Salem: (K)ein Konzert wie jedes andere. In: suedkurier.de. 15. Juni 2017, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  15. Oliver Janich: Stasi-Amadeu-Antonio-Stiftung beobachtet Xavier Naidoo und mich! In: oliverjanich.de. 4. Juli 2017, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  16. Christoph Braunschweig: Das deutsche Narrenschiff: Wie feige Karrieristen, selbsternannte Intellektuelle und politisch korrekte Gutmenschen unser Land ruinieren, FinanzBuch Verlag, München 2015, ISBN 978-3-89879-909-6 (direkter Link auf Google Books).
  17. Axel B.C. Krauss: Die Welt auf Kriegskurs, Books on Demand, 2015, ISBN 978-3-7347-6233-8 (direkter Link auf Google Books).
  18. Oliver Janich über die Vereinigten Staaten von Europa – BdK Berlin. In: bdk-berlin.org. Abgerufen am 18. Oktober 2017.