Die Violetten

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Die Violetten – für spirituelle Politik
Die violetten.JPG
Partei­vorsitzende Irene Garcia
General­sekretär Rainer Schäfer
Bundes­schatz­meister Marion Schmitz
Ehren­vorsitzender Wolfgang Lißeck
Gründung 6. Januar 2001
Gründungs­ort Dortmund
Haupt­sitz Berlin[1]
Aus­richtung Spirituelle Politik
Mitglieder­zahl 704 (Stand: 31. Dezember 2013)[2]
Frauen­anteil ca. 50 %
Website die-violetten.de

Die Violetten – für spirituelle Politik (Kurzbezeichnung: Die Violetten) ist eine deutsche Kleinpartei.

Inhaltliches Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partei vertritt nach eigenen Angaben „alternative spirituelle Politik im neuen Zeitalter“ und sieht sich als Vertreterin spiritueller Menschen, die ihrer Weltsicht in der Politik Geltung verschaffen möchten. „Spiritualität“ nehme einen zentralen Platz in der Anschauung und dem Programm ein. Inhaltlich konzentriert sich die Partei auf innenpolitische Themen, insbesondere in den Bereichen Bildung und Erziehung, Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeit und Umwelt.[3]

Schwerpunkte sind unter anderem der Naturschutz, Tierversuche werden abgelehnt. Außerdem sollen alle Mittel der direkten Demokratie unterstützt werden. Die Partei fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen. Hauptziel ist es laut Aussagen der Partei, eine Gesellschaft zu entwickeln, in der „jeder von seinem Bewusstseinsstand aus denken, fühlen und handeln und sich zu höherem Bewusstsein entwickeln kann“.[4] Die Violetten fordern die Legalisierung von Drogen bei gleichzeitiger Stärkung von Aufklärung und Suchtprävention und begründen dies mit dem Recht auf Selbstbestimmung.[5]

Die Partei versucht, auf Bundes- wie Landesebene immer eine paritätische Doppelspitze zu haben, also eine Frau und einen Mann.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesvorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorsitzende Irene Garcia, Robert Hermsen
Schatzmeister
Bundessekretär Rainer Schäfer

Daten der Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit existieren sechs Landesverbände der Violetten.

Landesverband Landesvorsitzende Ergebnis der letzten Wahl des Landesparlaments[6]
Baden-Württemberg Baden-Württemberg Stefanie Graf, Henry Reyna n.a. (2016)
Bayern Bayern Silvia Röder, Christian Schreiber n. a. (2013)
Berlin Berlin Susanne Herbing, Andreas Hänsch[7] 0,1 % (2016)
Hamburg Hamburg Frank Sohr, Johanna Kretschmer[8] n. a. (2015)
Hessen Hessen Franziska Barthel, Jochem Kalmbacher[9] n.a. (2013)
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Marion Schmitz, Andreas Hotz[10] 0,1 % (2017)
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Susanne Clemenz, Esben Koehn[11] n. a. (2012)

Legende: n. a. – nicht angetreten

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partei wurde am 6. Januar 2001 in Dortmund gegründet. Nach einer Richtungsentscheidung zum Jahresanfang 2004 befindet sich die Partei im Wiederaufbau. 2005 wurden die ersten zwei Landesverbände in Bayern und Schleswig-Holstein gegründet. Im Jahr 2009 bestanden insgesamt 11 Landesverbände. Die Mitgliederzahl der einzelnen Verbände liegen meist deutlich unter 100 Mitgliedern. Die meisten Mitglieder haben Bayern mit 405 und Baden-Württemberg mit 159 Personen. Auf der 19. Bundesversammlung im März 2008 wurde ein neuer Bundesvorstand gewählt, der den Schwerpunkt für die nächsten zwei Jahre auf Wahlteilnahmen legt. Die Vorsitzende und Mitbegründerin des Landesverbandes Bayern Gudula Blau, die seitdem den Bundesvorsitz innehatte, trat am 20. Juni 2009 bei der 23. Bundesversammlung im hessischen Bad Zwesten aus persönlichen Gründen zurück. Drei Tage später trat sie auch aus der Partei aus.[12] Obwohl die Partei sonst immer eine Frau und einen Mann als Bundesvorsitzende(n) hat, übte Bruno Walter den Vorsitz bis zum 28. Februar 2010 allein aus. Die folgenden zwei Jahre hatten Markus Benz und Christina Diggance den Vorsitz inne. Vom 26. Februar 2010 bis 7. November 2015 waren es Irene Garcia Garcia und Markus Benz. Vom 7. November 2015 bis 31. März 2017 waren die Vorsitzenden Irene Garcia Garcia und Jochem Kalmbacher. Seit dem 1. April 2017 ist Irene Garcia Garcia alleinige Vorsitzende. Am 12. Mai 2018 hat die Bundesversammlung Robert Hermsen als Vorsitzenden nachgewählt.

Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahljahr Bundestagswahl Europawahl Bayern Hessen NRW
2002 0,005 %        
2008     0,1 % 0,1 %  
2009 0,1 % 0,18 %      
2013 0,0 %        
2017 0,1 %

Bei der Bundestagswahl 2002 kandidierte sie nur in Nordrhein-Westfalen und erhielt dort 2.412 Zweitstimmen (entspricht bundesweit 0,005 %).

Die notwendige Zahl an Unterstützungsunterschriften wurde für die Landtagswahl in Hessen am 27. Januar 2008 mit 1.304 bestätigten Unterschriften erreicht. Die Violetten traten mit einer Landesliste ohne Direktkandidaten an und erhielten 2.439 Zweitstimmen, was 0,1 % entspricht.

Für die am gleichen Tag stattfindende Landtagswahl in Niedersachsen wurde die erforderliche Zahl von 2000 beglaubigten Unterstützungsunterschriften nicht erreicht. Die Sammlung wurde dort eingestellt.

In Bayern trat die Partei zur Landtagswahl in Bayern am 28. September 2008 in den drei Wahlkreisen Mittelfranken, Niederbayern und Oberbayern an. Die Violetten erhielten 6.097 Erststimmen und 9.333 Zweitstimmen, das entspricht einem Wahlergebnis von 0,1 %.

Bei der Europawahl in Deutschland 2009 erhielt die Partei mit 46.355 einen Anteil von 0,18 % der gültigen Stimmen.[13]

Auch nahm sie an der Bundestagswahl 2009 teil. Demgegenüber wurde sie zur Landtagswahl in Sachsen 2009 nicht zugelassen.[14] Bei der Bundestagswahl konnte die Partei bundesweit 0,1 % der Wählerstimmen auf sich verbuchen (32.078 Stimmen).

Die Partei hat an der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 teilgenommen und erreichte einen Stimmenanteil von 0,1 %.[15]

Bei der Bundestagswahl 2013 trat die Partei nur in Bayern an und erzielte dort 2.516 Erst- (0,0 %) und 8.211 Zweitstimmen (0,0 %).[16]

Bei der Bundestagswahl 2017 trat die Partei mit keiner Landesliste an. Sie stellte jedoch fünf Direktkandidaten, die in ihren Wahlkreisen zwischen 0,2 % und 0,4 % der Erststimmen erhielten.[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Im April 2009 war laut bundeswahlleiter.de (Memento des Originals vom 16. Juni 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de (PDF; 220 kB) der Sitz noch Kassel (abgerufen am 10. November 2009)
  2. Deutscher Bundestag: Rechenschaftsbericht der Partei (PDF; 16,9 MB)
  3. Stefan Braun, Universität Lübeck auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung (Memento vom 7. September 2009 im Internet Archive)
  4. Warum ein Grundeinkommen?@1@2Vorlage:Toter Link/www.die-violetten.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. http://die-violetten.de/wp-content/pdf/politische_aussagen/Konzept_Drogenpolitik_Juli2010.pdf
  6. ÜBERSICHT DER WAHLEN SEIT 1946 auf wahl.tagesschau.de. (Alte Versionen: Landtagswahlen und Bundesrat – stat.tagesschau.de (Memento vom 5. August 2012 im Internet Archive))
  7. Landesvorstand der Violetten in Berlin, abgerufen am 1. Juni 2018.
  8. Landesvorstand der Violetten in Hamburg, abgerufen am 1. Juni 2018.
  9. Landesvorstand der Violetten in Hessen, abgerufen am 1. Juni 2018.
  10. Landesvorstand der Violetten in Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Juni 2018.
  11. Landesvorstand der Violetten in Schleswig-Holstein, abgerufen am 1. Juni 2018.
  12. Pressemitteilung der Partei Die Violetten vom 24. Juni 2009@1@2Vorlage:Toter Link/die-violetten.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. gesehen am 10. November 2009. (PDF)
  13. Bundesergebnis – Endgültiges Ergebnis der Europawahl 2009. In: bundeswahlleiter.de. Der Bundeswahlleiter, archiviert vom Original am 18. Januar 2014; abgerufen am 4. Juli 2009. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de
  14. 16 Parteien zur Landtagswahl zugelassen, Pressemitteilung der Landeswahlleiterin des Freistaates Sachsen vom 3. Juli 2009
  15. Vorläufiges Ergebnis für Nordrhein-Westfalen der Landeswahlleiterin. Abgerufen am 11. Mai 2010
  16. Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2013. Abgerufen am 8. November 2013
  17. die-violetten.de, 25. September 2017