Die Weihnachtsgans Auguste (Film)

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Film
OriginaltitelDie Weihnachtsgans Auguste
ProduktionslandDDR
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1988
Länge83 Minuten
Stab
RegieBodo Fürneisen
DrehbuchJochen Nestler,
Manfred Freitag
ProduktionDEFA
im Auftrag des Fernsehens der DDR
MusikMichael Heubach
KameraRüdiger Pelikan
SchnittIlona Thiel
Besetzung

Die Weihnachtsgans Auguste ist ein für das Fernsehen der DDR produzierter Kinderfilm aus dem Jahr 1987/1988 (uraufgeführt 1988) und beruht auf der gleichnamigen Erzählung von Friedrich Wolf. Neben dieser Verfilmung wurde Die Weihnachtsgans Auguste auch als Hörspiel (Rundfunk der DDR, 1959) gebracht, mit Peterle und die Weihnachtsgans Auguste 1964 erstmals verfilmt, weiter als Fernsehspiel (1979), als Puppentrickfilm (1985 von Günter Rätz) sowie als Theaterstück umgesetzt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Opernsänger Ludwig Löwenhaupt möchte zu Weihnachten einen richtigen Festbraten haben und kauft so sechs Wochen vorher bereits eine Gans, die die Familie mästen soll. Er ahnt nicht, dass die drei Kinder das Tier, das auf den Namen Gustje getauft wird, fortan lieb gewinnen und es nicht mehr verspeisen wollen. Aus „fünf Kilo Fleisch“, die zunächst im Keller eingesperrt waren, wird nach der „Befreiung“ ein Haustier, das die Kinder mit ins Bett nehmen und mit dem sie kommunizieren. Kurz vor Weihnachten will Vater Löwenhaupt die Gans dennoch schlachten. Doch da seine Familie protestiert und sich sein Gewissen meldet, kommt es nicht dazu. Er versucht aber, sie mit einem Schlafmittel zu töten. Allerdings wacht Auguste nach dem Rupfen wieder auf. Sie erhält einen Pullover und darf nun endgültig als Haustier in der Familie bleiben. Als die Großmutter zwei Karpfen kauft, will Peter, dass sie auch leben bleiben.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde am Heiligabend des Jahres 1988 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt. Hergestellt wurde Die Weihnachtsgans Auguste im DEFA-Studio Babelsberg. Zahlreiche Außenszenen wurden in Dresden gedreht (u. a. in der Semperoper, im Hauptbahnhof und auf dem Striezelmarkt). Einige Teile des Films wurden in Obercunnersdorf in der Oberlausitz gedreht.[1]

Am 24. Dezember 2003 lief im MDR ein Special „Auguste“ – 15 Jahre nach dem Film, in dem gezeigt wurde, was aus der Gans, eigentlich ein Ganter und inzwischen 16 Jahre alt und sieben Kilogramm schwer, geworden war. Sein Zuhause war das Dorf Marzahne in Brandenburg, wo er 1987 geschlüpft war und mit Nasenbären, Zebras und vielen anderen Tieren zusammen beim Tiertrainer Michael Schweuneke lebte.
Am 29. November 2013 wurde bekannt, dass der Ganter schon im Frühjahr des Jahres in einem für Gänse „biblischen Alter“ von 26 Jahren an Altersschwäche gestorben war. 2014 wollte der Tiertrainer Schweuneke einen Nachfolger für Auguste ausbilden, wenn sich ein gelehriges Tier unter den Gösseln befände,[2] über das Ergebnis ist näheres nicht bekannt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Kinofest in Gera 1987 erhielt zwar „Die Weihnachtsgans Auguste“ den Sonderpreis Goldener Spatz 1987 des Oberbürgermeisters, es handelt sich jedoch um den Puppentrickfilm von Günter Rätz aus dem Jahr 1985.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Drehort des Kultfilms „Weihnachtsgans Auguste“, abgerufen am 26. Dezember 2018.
  2. Film-Gans Auguste mit 26 Jahren gestorben. In: Märkische Onlinezeitung. 29. November 2013, abgerufen am 6. Mai 2014.