WOZ Die Wochenzeitung

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WOZ Die Wochenzeitung
Logo WOZ
Beschreibung Schweizer Wochenzeitung
Erstausgabe 1. Oktober 1981
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(WEMF-Auflagebulletin 2016[1])
16'501 (Vj. 15'897) Exemplare
Verbreitete Auflage (WEMF-Auflagebulletin 2016) 16'501 (Vj. 15'897) Exemplare
Reichweite (WEMF MACH Basic 2017-I) 0, 101 Mio. Leser
Chefredaktoren Redaktionskonferenz
Redaktionsleitung:
Susan Boos, Kaspar Surber (Stv.), Yves Wegelin (Stv.)
Herausgeber Genossenschaft infolink
Weblink www.woz.ch

WOZ Die Wochenzeitung ist eine genossenschaftlich organisierte überregionale linke[2] bzw. links-alternative[3] Wochenzeitung mit Sitz in Zürich in der Schweiz.[4] Herausgeberin der Zeitung ist die Genossenschaft infolink, die durch ProWOZ, einen von Lesern getragenen Förderverein, finanzielle Unterstützung erhält. Die WOZ enthält einmal monatlich, am zweiten Donnerstag des Monats, die deutschsprachige Ausgabe von Le Monde diplomatique, die in der Schweiz von der infolink-Tochtergesellschaft WOZ – Internationale Medienerzeugnisse AG (IMAG) herausgegeben wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung wurde am 1. Oktober 1981 gegründet. Zu ihren Gründern zählten u. a. Res Strehle, Jürg Frischknecht und Filippo Leutenegger.

Im Laufe der Geschichte der Zeitung kam es immer wieder zu existenzbedrohenden finanziellen Krisen, die durch Spenden, Fundraising und das Engagement der Leserschaft im Förderverein ProWOZ überwunden werden konnten. Aufgrund einer Kapitalerhöhung der IMAG um 648'000 Franken konnte die Zeitung am 4. September 2003 neugestaltet erscheinen. Die Neugestaltung brachte neue Ressorts (Wirtschaft, Leben, Wissen) und ein neues Layout mit sich. Im Zuge dessen wechselte die WOZ auch die Druckerei von Ropress, einer Druckerei für diverse alternative Presseerzeugnisse, zur bürgerlichen Solprint AG der Vogt-Schild/Habegger Medien AG.[5] Aus der Neugestaltung resultierten steigende Abonnentenzahlen und somit eine grössere finanzielle Absicherung der Zeitung.[6]

Ein erneuter Wechsel der Druckerei folgte auf den 1. Januar 2008: Neu wird die WOZ bei der NZZ Print am Standort Schlieren gedruckt, ab Juli 2015 am Standort St. Gallen.

Am 16. September 2010 erschien die WOZ in neuer Gestaltung. Das Layout wurde im Haus selber entwickelt. Die Zeitung hat neu zwei Bünde, ist durchgehend vierfarbig und schlägt den zweiten Bund mit einem dreiseitigen Thema auf. Am 1. März 2012 erhielt auch die Website der WOZ eine frische Aufmachung, in der alle Artikel spätestens nach vier Wochen freigeschaltet werden. Im November 2015 hat die WOZ ihren Kulturteil markant ausgebaut.[7]

Redaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Redaktion der WOZ hat keinen Chefredaktor, sondern eine Redaktionsleitung, die von der Redaktion selbst gewählt wird. Für den Inhalt der Zeitung ist allerdings die Redaktionssitzung und nicht die Redaktionsleitung verantwortlich. Das gesamte Personal der Zeitung arbeitet zu einem monatlichen Einheitslohn von 5000 Franken (brutto, ohne 13. Monatslohn).[8] Gegenwärtig teilen sich ungefähr fünfzig Mitarbeiter rund 32 Vollzeitstellen.

Seit dem 1. Februar 2005 hat die WOZ eine Redaktionsleitung. Diese soll jedoch nicht wie eine Chefredaktion die Inhalte bestimmen, sondern lediglich Organisationsfunktionen übernehmen mit dem Ziel, die Redaktionsabläufe zu verbessern. Redaktionsleiterin ist derzeit Susan Boos.[9]

Auflagenentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der verkauften Auflage
2008 bis 2016 WEMF (Details auf wemf.ch)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Constantin Seibt, Carmen Berchtold, Jürg Fischer; Gertrud Vogler (Fotos): Das Buch Monster, 100 Fälle aus der Praxis der Familie Monster [Kolumnen in der WOZ]. WOZ, Zürich 1997, ISBN 3-906236-02-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WEMF-Auflagebulletin 2016, S. 33 (PDF; 2,6 MB).
  2. Handbuch Alternativmedien, Teil: 2011/2012, Verlag AG SPAK Bücher, Neu-Ulm 2011, ISBN 978-3-940865-22-9, S. 211; Monica Kalt: Tiersmondismus in der Schweiz der 1960er und 1970er Jahre: von der Barmherzigkeit zur Solidarität. Zugl. Diss. Univ. Basel 2006, Lang, Berlin u.a. 2010, ISBN 978-3-0343-0306-4, S. 188; Roger Blum, Marlis Prinzing: Schweiz. In: Christian Schicha, Carsten Brosda (Hrsg.): Handbuch Medienethik. VS, Verlag für Sozialwiss., Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-15822-8, S. 519–530, hier S. 522; Nicole Burgermeister, Nicole Peter: Intergenerationelle Erinnerung in der Schweiz: Zweiter Weltkrieg, Holocaust und Nationalsozialismus im Gespräch. Springer VS, Wiesbaden 2014, ISBN 9783658033057, S. 82; Dorothee Liehr: Skandal und Nation: Politische Deutungskämpfe in der Schweiz 1988-1991. Tectum Wissenschaftsverlag, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3352-4, S. 304; Michelle Beyeler: Was bewirkt Globalisierungskritik? Protestkampagnen gegen die Welthandelsorganisation und das Weltwirtschaftsforum. Zugl. Habil. Univ. Zürich 2011, Campus-Verlag, Frankfurt/M., New York 2013, S. 251; Pascal Zwicky: Von den „Alternativen“ lernen. Medienkrise, Altenative Medien und Gesellschaftswandel. In: Werner A. Meier (Hrsg.): Gehen in den Leuchttürmen die Lichter aus? Was aus Schweizer Leitmedien wird. Lit, Wien u.a. 2012, ISBN 978-3-643-80136-4, S. 313–332, hier S. 323
  3. Michael Böhler: Topologische Spiegeleien – Schweizer Wechselspiele im Imaginären Europas. In: Moritz Csáky, Johannes Feichtinger (Hrsg.): Europa – geeint durch Werte?. Die europäische Wertedebatte auf dem Prüfstand der Geschichte. Transcript, Bielefeld 2007, ISBN 3-89942-785-8, S. 103–132, hier: S. 115; Mark Eisenegger, Patrik Ettinger: Kriminalitätsberichterstattung in der Schweizer Presse (= SQM. 3/2012). Hrsg. durch das fög - Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft/Universität Zürich, Schwabe, Basel 2013, ISBN 978-3-7965-3229-0, S. 3; Rolf Surmann, Dieter Schröder: Schweizer Positionen. In: Dies. (Hrsg.): Der lange Schatten der NS-Diktatur. Texte zur Debatte um Raubgold und Entschädigung (= Reihe antifaschistischer Texte. Bd. 6). Unrast, Hamburg u.a. 1999, ISBN 3-89771-801-4, S. 167–172, hier: S. 169; Linards Udris: Politischer Extremismus und Radikalismus. Problematisierung und diskursive Gelegenheitsstrukturen in der öffentlichen Kommunikation der Deutschschweiz. VS Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17968-1, S. 86.
  4. WOZ. Über uns. In: Website der WOZ.
  5. Christian Rentsch: Die WoZ entdeckt den Markt. In: Tages-Anzeiger. 4. September 2003, S. 8.
  6. Verena Mühlberger: Mehr Abos, mehr Einnahmen. In: WOZ Die Wochenzeitung. 6. Mai 2004, archiviert vom Original am 30. September 2007, abgerufen am 10. November 2012.
  7. http://www.persoenlich.com/news/medien/woz-mehr-essays-mehr-journalisten-mehr-kultur-328373#.VlhWtnYvdaQ
  8. Telefonisch bestätigt von der WOZ, 21. Juni 2012.
  9. Thilo Knott: WOZ that? In: die tageszeitung. 14. Februar 2005.