Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone
Originaltitel Ruthless People
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 91 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Jim Abrahams, David Zucker, Jerry Zucker
Drehbuch Dale Launer
Produktion Michael Peyser
Musik Michel Colombier
Kamera Jan de Bont
Schnitt Gib Jaffe, Arthur Schmidt
Besetzung

Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone (Originaltitel: Ruthless People) ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 1986. Regie führten Jim Abrahams, David Zucker und Jerry Zucker. Der Titelsong Ruthless People wird von Mick Jagger gesungen.

Handlung[Bearbeiten]

Ken Kessler und seine Frau Sandy haben finanzielle Probleme. Sie entführen die reiche Mrs. Barbara Stone und fordern von dem Ehemann Sam Lösegeld. Sam will seine Frau loswerden; er dachte bereits daran, sie zu ermorden. Er will nicht zahlen, obwohl Kessler die Lösegeldsumme letztlich von 500 000 Dollar auf 10 000 Dollar reduziert.

Carol Dodsworth, Sams Geliebte, und ihr Freund Earl wollen Sam erpressen. Sie schicken an Sam ein belastendes Videoband, wobei sie annehmen, dass darauf Sam bei der Ermordung seiner Ehefrau zu sehen ist. In Wahrheit hat Earl jedoch den örtlichen Polizeichef bei einem Liebesspiel gefilmt. Als Sam bei Erhalt des Videos nur belustigt reagiert, schickt Carol – die denkt, Sam wolle auch sie ermorden – eine weitere Kopie an die Polizei. Dort gelangt das Video in die Hände des Polizeichefs, der völlig irritiert ist. Währenddessen stellt Barbara erfreut fest, dass sie abgenommen hat, was ihr zuvor trotz zahlreicher Bemühungen nicht gelang. Sie freundet sich mit Sandy an, die sie freilässt.

Als Ken zurückkehrt und von der Freilassung hört, denkt er, Barbara würde die Polizei alarmieren. Es klingelt an der Tür, der Polizist will aber nur die Bewohner der Gegend vor einem Psychopathen warnen.

Barbara kommt zu den Kesslers zurück. Sie wird vom Psychopathen überrascht, der zuerst sie und dann Ken töten will. Der Psychopath fällt die Treppe hinunter und stirbt.

Auf Carols Verlangen verhaftet der Polizeichef Sam wegen Mordverdacht. Dieser hat nun massives Interesses daran, dass seine Frau lebend wieder auftaucht und geht auf die letzte Forderung der Entführer – 10.000 Dollar – ein. Mit Barbaras Unterstützung lehnen Ken und Sandy dieses Angebot nun jedoch ab.

Barbara hilft den Kesslers, den Wert des Vermögens von Sam richtig abzuschätzen. Er soll vom eigenen, der Gütergemeinschaft nicht zugehörigen Vermögen zwei Millionen Dollar Lösegeld zahlen. Beim Telefongespräch mit Sam täuscht Barbara die Geräusche der Folter vor. Sam willigt widerwillig ein.

Die Übergabe des Geldes findet auf einem öffentlich zugänglichen Platz statt. Die anwesende Polizei lässt den maskierten Ken laufen, damit er die Polizisten zum Versteck führt. Plötzlich erscheint Earl, der das Geld stehlen will. Die Polizei verhaftet ihn.

Ken lässt auf der Flucht das Auto ins Meer fahren. Die Polizei findet dort später die Leiche des Psychopathen. Ken taucht in der Tauchausrüstung aus dem Wasser, den Koffer mit dem Lösegeld hat er in der Hand. Sandy wartet auf ihn, während Barbara sich zu ihrem Mann begibt, der sie für tot hält, und diesen ins Meer stößt.

Kritiken[Bearbeiten]

„(...) knallbunte Persiflage auf den amerikanischen Alltag mit einer Paraderolle für Showstar Bette Midler.“ (Wertung: 2½ Sterne = überdurchschnittlich) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 727-728

Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnete den Film als eine „hervorragend aufgebaute und perfekt inszenierte Komödie, in der Gewalttätigkeit und Unmoral als „normales Verhalten“ der Gesellschaft dem Gelächter preisgegeben werden“. Er sei „fragwürdig in der zynischen Haltung und der mitunter allzu drastischen Komik“.[1]

Die Süddeutsche Zeitung schrieb, der Film offenbare den „Horror des Alltäglichen, die Obszönität des Banalen“.

Die tz aus München bezeichnete den Film als einen „knallbunt-ätzenden Angriff auf die Lachmuskulatur“.

Roger Ebert schrieb in der am 27. Juni 1986 in der Chicago Sun-Times veröffentlichten Kritik, Danny DeVito spiele einen Bösewicht mit Leichtigkeit. Seine Darstellung wurde sehr gelobt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lexikon des Internationalen Films (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997