Die weiße Schlange (2015)

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Filmdaten
Originaltitel Die weiße Schlange
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Stefan Bühling
Drehbuch Max Honert
Jörg Menke-Peitzmeyer
Produktion Provobis
Moviepool
Musik Stefan Maria Schneider
Kamera Hermann Dunzendorfer
Schnitt Clare Dowling
Besetzung

Die weiße Schlange ist ein deutscher Märchenfilm von Stefan Bühling aus dem Jahr 2015. Er beruht auf dem gleichnamigen Märchen nach den Gebrüdern Grimm und wurde für die ZDF-Reihe Märchenperlen produziert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Endres, ein armer Bauernsohn, möchte mehr aus seinem Leben machen. Sein Vater hält ihn für einen Taugenichts, nur weil er gern Lesen und Schreiben lernen möchte und für ein Handwerk nicht viel Geschick hat. Von zu Hause fortgeschickt, kommt er an das Schloss des Königs. Bald erkennt der König Endres gutes Wesen und gibt ihm den Posten des Leibdieners, dessen wichtigste Aufgabe es ist, dem König immer nach dem Essen eine goldene Schüssel zu bringen. Darin befindet sich eine weiße Schlange. Wer von ihr isst, beherrscht die Sprache der Tiere. Doch nur der König weiß davon und niemand sonst darf sehen und wissen, was in der Schüssel ist. Denn durch dieses Geheimnis, gelingt es dem König unter seinen Untertanen Feinde und Verräter zu enttarnen, oder auch Unwetter vorauszusagen. Nur dadurch besitzt er seine allerorts bekannte Weisheit und Weitsicht.

Endres erfüllt seine neuen Pflichten vorbildlich und fühlt sich wohl am Hofe des Königs. Als er eines Tages dem Lieblingspferd der Prinzessin das Leben rettet, steigt seine Achtung am Hofe und er findet Beachtung von Prinzessin Leonora. Sie ermuntert ihn, in die goldene Schüssel zu sehen, was Endres jedoch ablehnt, weil dies bei Todesstrafe verboten ist. Zudem hat er das Gefühl, der König weiß sofort, wenn er etwas unrechtes tut. So wundert es ihn, dass er vom König bezichtigt wird einen Ring der Königin gestohlen zu haben. Nur durch den Zuspruch der Prinzessin bekommt er die Chance, seine Unschuld zu beweisen, denn ansich würde sofort der Kerker auf ihn warten. In seiner Not sieht Endres in die goldene Schüssel, da er hofft, so die Weisheit des Königs zu erlangen. Als er die Schlange in der Schüssel findet, isst er sie auf und ist nun in der Lage, die Sprache der Tiere zu verstehen. So belauscht er die Hühner, Enten und Tauben im Schlosshof und erfährt, dass eine Ente den Ring verschluckt hat. Nachdem der König davon erfährt, ahnt er, dass Endres das nicht zufällig herausgefunden hat.

Endres ist nun gezwungen das Schloss zu verlassen, dazu schenkt ihm die Prinzessin ihr Pferd. Er flieht in den Wald, gejagt von den Soldaten des Königs. Da ihm das Pferd behilflich ist, kann er seine Verfolger abschütteln und in Not geratenen Tiere helfen. Die ihm nun dankbar sind und ihm verraten, dass „noch nichts verloren“ ist.

Prinzessin Leonora entdeckt inzwischen, durch einen Hinweis den ihr Endres gegeben hatte, ein geheimes Verlies im Schloss. Dort hält ihr Vater seit Jahren ihren Onkel Friedrich gefangen. Er erzählt ihr, dass er seinerzeit die magische weiße Schlange entdeckt hatte und sein Bruder sie an sich gerissen hatte, weil sie alle Sprachen verstand. König Karl hätte sie getötet um ihre Fähigkeiten zu erlangen, dabei hätte er ihr versprochen, sie zu beschützen. Prinzessin Leonora befreit ihren Onkel aus seinem Kerker und er beschwört sie, die zweite weiße Schlange zu suchen und zu beschützen, bevor ihr Vater sie findet, denn der wird nicht ruhen, bis er auch sie in seinem Besitz hat. So macht sich die Prinzessin auf den Weg, die zweite Schlange und auch Endres zu finden, der inzwischen ebenfalls auf der Suche nach der weißen Schlange ist. Kaum hat Leonora Endres gefunden, erscheint auch schon ihr Vater und fordert Endres auf, ihm die Schlange zu bringen. Dieser verbündet sich mit dem klugen Tier und gemeinsam besiegen sie den König.

Fortan regiert Endres als König mit Prinzessin Leonora an seiner Seite das Königreich in Güte und Gerechtigkeit. Er senkt die Abgaben der Bauern und verfügt, dass jedes Kind die Möglichkeit besitzen soll, lesen und schreiben zu lernen. Er erklärt der Wald der weißen Schlange als Bannwald, der nur mit Erlaubnis der weißen Schlange betreten werden darf.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden vom 8. Oktober 2013 bis zum 5. November 2013 auf Schloss Rosenburg und Schloss Greillenstein sowie in Horn statt, die Fernseh-Erstausstrahlung erfolgte am 19. Dezember 2015 auf ZDFneo.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff von tittelbach.tv meinte: „Die Handlung ist gerade für einen Märchenfilm, der sich ja an die ganze Familie richtet, von ungewöhnlicher Komplexität; für Kinder im Grundschulalter ist sie womöglich zu kompliziert. Bemerkenswert ist allerdings die Regieleistung von Stefan Bühling“[1]

Die Redaktion von TV Spielfilm beurteilte das Märchen kommentarlos mit dem „Daumen nach oben“.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tilmann P. Gangloff: Tim Oliver Schultz & Frida Lovisa Hamann in einem Top-Märchen für große Kinder Filmkritik bei tittelbach.tv, abgerufen am 15. Februar 2017.
  2. TV Spielfilm: Filmkritik bei TV-Spielfilm.de abgerufen am 15. Februar 2017.