Diedersdorf (Großbeeren)

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Diedersdorf
Gemeinde Großbeeren
Wappen von Diedersdorf
Koordinaten: 52° 20′ 30″ N, 13° 21′ 25″ O
Höhe: 41 m
Einwohner: 789 (31. Dez. 2000)
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 15831
Vorwahl: 03379

Diedersdorf ist ein Ortsteil von Großbeeren im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diedersdorf wurde erstmals 1375 als Dyderickstorp im Landbuch der Mark Brandenburg erwähnt. Die Stadt Berlin kaufte 1901 das Gut einschließlich des aus dem 18. Jahrhundert stammenden ehemaligen Gutshauses Diedersdorf. Die Gemeinde Diedersdorf verlor am 31. Dezember 2001 durch Eingemeindung zur Gemeinde Großbeeren ihre politische Selbstständigkeit.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Schräglinks geteilt von Blau und Gold; belegt oben von einem nach links gewendeten silbernen Halbmond, durchbohrt von einem schräglinken silbernen Pfeil, unten von einer schräglinken grünen Ähre.“[1]

Das Diedersdorfer Wappen wurde am 27. Dezember 2001 genehmigt, nur wenige Tage vor der Eingemeindung von Diedersdorf nach Großbeeren am 31. Dezember 2001. Das obere blaue Feld mit dem vom Pfeil durchbohrten Halbmond zeigt das Wappen der Adelsfamilie von Bettin, die von 1450 bis 1644 Dorf und Rittergut besaßen, während das untere Feld die Landwirtschaft als wichtigsten Erwerbszweig symbolisiert.

Mit diesem noch kurz vor der Gemeindefusion von Diedersdorf und Großbeeren genehmigten eigenen Diedersdorfer Wappen existieren heute zwei Wappen innerhalb des Gemeindegebietes von Großbeeren. Das eine ist das erwähnte Wappen des Ortsteils Diedersdorf. Das zweite Wappen ist das von Großbeeren (genehmigt Ende 1999, Wappen- und Fahnenweihe am 31. Dezember 1999), das auch gleichzeitig für die Gesamtgemeinde Großbeeren gilt.

Die Ortsteile Kleinbeeren und Heinersdorf besitzen keine eigenen Wappen. Dies wäre jeweils nur vor der Fusion mit Großbeeren (Kleinbeeren 1950 und Heinersdorf 1999) möglich gewesen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Dorfkirche Großbeeren entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts aus Feldsteinen. Diese wurden zu einem späteren Zeitpunkt verputzt. In den Jahren 1710 und 1712 errichtete die Kirchengemeinde den Dachturm aus Fachwerk und vergrößerte den südlichen Logenanbau. Im Innern stehen unter anderem eine Kanzel und eine Fünte aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.
  • Überregional bekannt ist das Gutshaus Diedersdorf (umgangssprachlich auch als „Schloss“ bezeichnet), das dem Adelsgeschlecht Bandemer gehörte und heute als Hotel sowie Restaurant genutzt wird. Mehrere Jahre war der Gutshof Veranstaltungsort der Fernsehsendung Musikantenscheune. Die Heimatstube Diedersdorf verfügt über ein Museum über das frühere bäuerliche Leben in der Region.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diedersdorf liegt am Berliner Außenring. Der Bahnhof Diedersdorf ist lediglich Betriebsbahnhof; die Züge passieren den Bahnhof ohne Halt. Diedersdorf liegt an L40 welche Diedersdorf mit Großbeeren und Blankenfelde verbindet. Weiter wird Diedersdorf werktags durch die Buslinien 704 und 720 der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming angefahren. Diese fahren zwischen 5:00 und 18:00 Uhr unter Anderem nach Teltow, Großbeeren, Ludwigsfelde und Blankenfelde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Fidicin, Die Territorien der Mark Brandenburg, Band 1, S.79 Diedersdorf

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diedersdorf (Großbeeren) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung Großbeeren § 2, Abs. 1 (PDF; 67 kB)