Diefflen

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Koordinaten: 49° 21′ 0″ N, 6° 45′ 0″ O

Diefflen
Stadtteil Dillingen/Saar
Wappen der Stadt Dillingen/Saar
Höhe: 185–250 m ü. NHN
Fläche: 5,04 km²
Einwohner: 4700 (19. Jul. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 933 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1969
Eingemeindet nach: Dillingen/Saar
Postleitzahlen: 66763, 6638
Vorwahl: 06831
Diefflen (Saarland)
Diefflen

Lage von Diefflen im Saarland

Diefflen, Blick auf die Ortsmitte mit der Kirche St. Josef und St. Wendelin, links die Dillinger Hütte, dahinter die Sendemasten der Sendeanlage Felsberg-Berus (Europe 1), im Hintergrund der Kirche der Bergrücken des 359 m hohen Limberges am jenseitigen Saarufer
Diefflen, Blick auf die Ortsmitte mit der Kirche St. Josef und St. Wendelin, links die Dillinger Hütte, dahinter die Sendemasten der Sendeanlage Felsberg-Berus (Europe 1), im Hintergrund der Kirche der Bergrücken des 359 m hohen Limberges am jenseitigen Saarufer
Blick vom Hoxberg aus auf das Nalbacher Tal mit den historischen Talgemeinden Diefflen (seit 1969 zu Dillingen/Saar), Nalbach, Piesbach, Bilsdorf und Körprich sowie auf den 414 m hohen Litermont; Das Nebelband am Horizont bezeichnet den Verlauf der Saar
Diefflen, Blick von dem Gewann "Auf der Scheif" (Flur 5) auf das Ortszentrum; links die "Zipp", dahinter die Ensdorfer Bergehalde mit dem Saarpolygon; in der Mitte die Bergehalde der Dillinger Hütte, rechts der Dieffler Kirchturm, weiter rechts die Dillinger Hütte, dahinter der Limberg am jenseitigen Saarufer

Diefflen (ausgesprochen: Dieflen; im örtlichen, moselfränkischen Dialekt Dejfeln) ist ein Stadtteil von Dillingen/Saar im Landkreis Saarlouis (Saarland) und zählt etwa 4700 Einwohner.[2] Es liegt an der unteren Prims, einem Nebenfluss der Saar. Seit seiner Gründung im Hochmittelalter war Diefflen historisch mit den Nalbacher Talgemeinden verbunden. Aus diesem Verband schied der Ort durch die Angliederung an die Stadt Dillingen/Saar im Jahr 1969 aus.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Physischgeographische Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saar-Nahe-Bergland südlich der dunkelgrün bewaldeten Hunsrück-Taunus-Linie, der südlichen Grenze des Rheinischen Schiefergebirges; Oben links die Rheinmündung in die Nordsee; Unten rechts der Bodensee (Satellitenaufnahme)
Umrisskarte des Pariser Beckens. Die umgebenden Grundgebirgsmassive sind durch rote Linien markiert, gelb-gestrichelt sind die Verbindungen zu anderen Becken
Flussterrassen im Mündungsgebiet der Prims in die Saar; Dil = Dillingen/Saar, Di = Diefflen, Na = Nalbach, Pi = Piesbach, Bettstadt, Bi = Bilsdorf, Kö = Körprich; I = Sohlenterrasse, II = Niederterrasse, III = Untere Hauptterrasse, IV = Obere Hauptterrasse, V = Mittelterrasse, VI = Hochterrasse, VII = Trogterrasse (Gliederung nach Johann Jakob Reichrath)

Diefflen ist dem Hunsrück-Vorland und damit dem Saar-Nahe-Bergland sowie dem Lothringer Stufenland, dem östlichsten Glied des Pariser Beckens, zuzuordnen.[3] Charakteristisch für das Saar-Nahe-Bergland ist ein Gefüge aus Flächen in unterschiedlichen Höhenlagen, die durch größere Täler mit zugehörigen Seitentälern zerschnitten werden. Die Flächen werden zu Teilen von ausgeprägten Stufen voneinander abgegrenzt. Zu Beginn des Tertiärs vor etwa 65 Millionen Jahren bildete das heutige Gebiet eine leicht gewellte Ebene, die sich kaum vom variskischen Rumpf des Rheinischen Schiefergebirges unterschied. Damals lag der Raum nur wenig über Meeresniveau. Anschließend erfolgte in mehreren Phasen seine heutige Heraushebung.

Im Gebiet des Saar-Nahe-Berglandes gehört Diefflen zu einem Sporn des mittleren Saartales, der in nordöstlicher Richtung in das Saarlouiser Becken hineinstößt und im Prims-Blies-Hügelland endet. Der Unterlauf der Prims bildet mit seinem Mündungsgebiet in die Saar eine Talverbreitung mit breiter Talaue und sehr flächig ausgebildeten Terrassen.[4]

Die Prims ist der größte Nebenfluss der Saar aus dem devonischen Hunsrückgebiet. In ihrem Unterlauf hat die Prims von Körprich abwärts in den weicheren oberen Kuseler Schichten und dem grobkörnigen Vogesensandstein eine weite Talung geschaffen. Im ausgedehnten Mündungstrichter in die Saar hat sie mächtige Schotter- und Lehmterrassen hinterlassen. Die breiten Talböden, die sich von einer gedachten Linie zwischen Litermont und Steinberg auf beiden Talflanken nach Südwesten hinziehen, sind sowohl gegen die Prims als auch gegen die Saar geneigt. Die Talflanken sind nur im äußersten Mündungsgebiet durch die Erosion der Saar entstanden. Die mächtigen Erosionsmassen aus Geröll, Sand und Lehm wurden durch die Ur-Prims mit ihren Parallelbächen (Lochbach, Rodener Bach, Kondeler Bach, Beckinger Bach bzw. deren Vorgängern) nach Südwesten zur Saar hin bewegt und haben dadurch den Lauf der Saar mitbestimmt.

In der Saarlouiser Talweitung ist das Saartal auf einer Länge von etwa 15 km und in durchschnittlicher Breite von 2 km von großen Schottermassen gefüllt. Bei Fundamentgründungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Brückenbauten des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts in Wallerfangen (1927), Fraulautern (1929), Dillingen (1933) sowie bei Eisenbahnbauten und Flussregulierungen bei Dillingen erreichte man den festen Buntsandstein erst bei einer Tiefe von 6 m. Diese Erosionsmassen können nicht der Saar zugeschrieben werden, da diese hier nur ein Gefälle von 0,36 ‰ aufweist. Ebenso kommen nicht die linken Saarnebenflüsse als Verursacher in Frage.

Die Ursache dieser starken Aufschotterung im Saartal durch die Ur-Prims liegt vermutlich in einer gegen Ende des Tertiär erfolgten stärkeren Hebung der Scholle des Ostflügels an der mittleren Saar. Die Saar glitt auf der rechten, stärker geneigten Scholle nach Westen ab und schuf an der linken, schwächer geneigten Triasplatte steile Prallhänge, wie z. B. die Wallerfanger Saarengt. Die Ur-Prims muss also als ein Fluss mit stärkerem Gefälle, als dies heute der Fall ist, gedacht werden. Im Diluvium übte die wasserreiche Ur-Prims von Osten her einen starken Druck auf den Flusslauf der Saar aus und zwang diese durch Ablagerung von Erosionsmaterial, teilweise nach Westen auszuweichen. So sind am Limberg (358,9 m) und am Hoesberg (325,7 m) links der Saar noch Spuren alter Flussbetten der Saar zu erkennen. Damals floss die Saar im Altdiluvium südlich von Itzbach, bog um den Itzbacher Königsberg (344,7) nach Norden um und floss über Eimersdorf in das heutige Saartal. Westlich von Büren nahm sie die Nied auf.

Die Gerölle der Prims bestehen hauptsächlich aus Gang- und Kluftquarzen, Quarziten, Quarzitschiefern, Kieselschiefern, permischen Kieselhölzern, Sandsteinen, Konglomeraten aus dem Rotliegenden, Porphyren sowie Melaphyren. Der charakteristische Primsschotter ist auch auf den Saarterrassen zu finden. In diluvialer und alluvialer Zeit haben die riesigen Schuttmassen das Flussbett öfter verbaut und die Mündung in die Saar mehrfach verlagert. Erst in jüngerer Zeit wurde der Steilhang am Fuß des Dillinger Waldes und in der Dillinger Straße in Diefflen ausgebildet, von dem sich die Prims wieder zurückgezogen hat. Diese Verlagerung des Primsbettes ist der Entwicklung der lokalen Erosionsbasis der Prims, das heißt der Saar an der Primsmündung, geschuldet. Durch die Einschneidung der Saar nach der letzten Eiszeit musste ihr die Prims dem Gesetz der regressiven Erosion entsprechend folgen. Diese regressive Erosion hat die eiszeitlichen Ablagerungen der Prims im Unterlauf um 4 bis 5 m durchsenkt. Die rückwärtsschreitende Abtragungsentwicklung der Prims ist aktuell von der Primsmündung ausgehend etwa 12 km primsaufwärts vorgedrungen und hat ungefähr die Höhe der Mündung der Theel in die Prims erreicht.[5]

Die Siedlungen des unteren Primstales (Piesbach, Bilsdorf, Nalbach, Diefflen, Dillingen) entstanden alle auf den hochflutfreien Niederterrassen der Prims bzw. den zugehörigen Berghängen. Das Gefälle der Prims nimmt vom Ursprung an, wo es noch 20 ‰ ausmacht, kontinuierlich ab. Unterhalb von Körprich hat die Prims nur noch ein Gefälle von ca. 2 ‰. Nach mehrfachen Verästelungen in der Nalbach-Dieffler Talweitung erreicht die Prims bei Dillingen die Saar in einer Höhe von 173,5 m. Um die Gefahr der ständig drohenden Überschwemmungen zu vermindern, wurde häufig durch künstliche Regulierung des Primsbettes der Fluss in der breiten Talniederung eingedämmt und die Mündung mehrfach saarabwärts nach Norden verlegt. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wurden bei Primsbegradigungsmaßnahmen bei Nalbach, Diefflen und auf dem Gelände der Dillinger Hütte in der Sohlenterrasse auf Diluvialschotter Eichenstämme von 6 bis 10 m Länge und mehr als 1 m Durchmesser freigelegt. Diese Funde können als Hinweise auf die Gewalt des ehemals reißenden Primflusses oder als Eindämmungshölzer des Menschen in geschichtlicher Zeit gedeutet werden.[6]

Unter der Voraussetzung der Richtigkeit der durch den Geographen Johann Jakob Reichrath vorgetragenen These, dass der Buntsandsteinhang in der Nalbacher Straße (Nalbacher Kirchenweg) und der Dillinger Straße in vorgeschichtlicher Zeit einstmals das rechte Primsufer bildete,[7] müsste der seit dem 20. Jahrhundert verrohrte Dieffler Dorfbach (gespeist von der „Schlungenbach“, der „Obersten Bach“ und der „Augrätbach“) zu dieser Zeit in einem annähernd rechten Winkel im Bereich des Petersberges unterhalb der Zipp in die Prims eingemündet sein. Die relativ scharfe Hangkante des Petersberges dürfte diese Vermutung belegen. Aufgrund der stärkeren Strömungsgeschwindigkeit der Prims, ihrer größeren Erosionskraft und ihrer größeren Menge an mitgeführtem Sediment dürfte diese die Einmündung des Dorfbaches mit der Zeit Richtung Westen derart verschoben haben, dass sich die Gräth des Dieffler Dorfbaches trichterförmig ausweitete. Zentrum dieses ausgespülten Taldreieckes wäre der heutige Dieffler Dorfplatz zwischen Weilerstraße und Beckinger Straße/Düppenweilerstraße. Als sich das Flussbett der Prims dann zunehmend in seine heutige Talaue Richtung Süden verlagerte, könnte die ursprüngliche Einmündung des Dorfbaches durch Sedimente so zugeschüttet gewesen sein, dass er durch die heutige Dillinger Straße nach Westen floss und vermutlich erst im Gebiet der heutigen Straße „In der Gaul“ nach Süden, Richtung Prims, umlenkte.

Geologisch-geomorphologische Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Luftbild von Südosten Richtung Dillinger Wald, Der Verlauf der Dillinger Straße und der Nalbacher Straße (Nalbacher Kirchenweg), also die Bilddiagonale von links oben nach rechts unten, bezeichnet mit seinem anstehenden Buntsandstein einen ehemaligen Prallhang der Prims und trennt die Auenzone von der Hang-und Gräthenzone

Der geologische Untergrund Diefflens ist der mittlere Buntsandstein. Der Buntsandstein, ist das älteste Gesteinspaket der Trias und der äußerste Rand des Pariser Beckens. Die petrographische Beschaffenheit des Dieffler Buntsandsteins ist mittelfest bis sandig, wodurch eine freie Zirkulation des Grundwassers gewährleistet ist. Der Buntsandstein ist daher ein wichtiger Grundwasserträger, der wie ein riesiger Schwamm hohe Speicherkapazitäten für Wasser aufweist. Er ist rötlich gefärbt und fossilienfrei. Dies deutet darauf hin, dass er unter festländischen Bedingungen als Ablagerung in flachen Flusstälern oder Einschüttung in seichte Inlandseen entstanden ist. Die klimatischen Verhältnisse seiner Entstehungszeit vor ca. 220 Millionen Jahren sind mit dem heutigen trocken-subtropischen Klima vergleichbar.[8]

Der Buntsandstein verwittert zu nährstoffarmen, leichten Sandböden, die für eine landwirtschaftliche Nutzung wenig günstig sind und in der Geschichte weitgehend bewaldet blieben. Im Gegensatz zu den Waldbeständen auf den basischen Böden des Muschelkalks (Saargau) sind die Böden des Buntsandsteins eher sauer geprägt, sodass sich Hainbuchen und Edellaubhölzer weniger stark ansiedeln. Statt dessen treten auch Birken und Kiefern auf. Charakteristisch für die unteren Waldlagen ist ein Eichenmischwald mit Buchen, wobei in zunehmender Höhe die Buche die Oberhand gewinnt. Die Geschlossenheit des Waldes wurde dort vom Menschen aufgebrochen, wo dem Buntsandstein fleckenartig jüngere, tertiäre Sedimente, wie die Schwemmlehme, aufgelagert wurden. Dies geschah bis in die geologische Gegenwart hinein beiderseits des unteren Talabschnittes der Prims.[9]

Zu einem geringeren Teil ist der Buntsandstein in Diefflen oberflächlich anstehend; in weit größerem Maß wird er überdeckt von den pleistozänen und holozänen Ablagerungen von Saar und Prims, die hier ursprünglich flossen. Diese Ablagerungen gehören zu einem großen Sedimentationskörper, der sich im Grundriss dreieckig darstellt, wobei die Eckpunkte etwa durch die Lage der Orte Saarlouis, Beckingen und Bilsdorf beschrieben werden können. Diefflen als Teil des Saarlandes war während der Eiszeiten nie vergletschert. Doch konnten Saar und Prims ihr Abtragungsmaterial, das unter den klimatischen Bedingungen der Kaltzeiten in großen Mengen abfiel, nur in begrenztem Maße transportieren, sodass es auf breiten Talböden akkumuliert wurde. Während der zwischengeschalteten Warmzeiten schnitten sich Saar und Prims jeweils wieder in ihre alten Talböden ein.[10]

Sowohl der Sedimentationskörper wie auch der darunterliegende Untergrund sind im Verlauf des Quartärs durch die Kräfte der Verwitterung und Abtragung verändert worden. Dies führte letztlich dazu, dass der Raum einerseits durch horizontale Flächen, andererseits durch Hänge geprägt ist. Die Flächen stellen sich dar als die Bänke der vom Prämindel bis zum Würm datierten Flussterrassen und als Verebnungen der Flussaue der Prims. Zu den Hängen zählen die Flanken größerer und kleinerer Täler und die Wände junger Erosionsschluchten („Gräthen“). Die Flächen sind anteilsmäßig das dominierende Raumelement; ihr Anteil beläuft sich auf etwa vier Fünftel. Diefflen gliedert sich in drei Zonen: die Aue als Teil der Raumeinheit Unteres Primstal, die Hang- und Gräthenzone und die Hochfläche der Dieffler Terrassenplatten.

Auenzone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Primsniederung (208 bis 186 m), die vom Fluss in zahlreichen, meist begradigten und verbauten Mäandern durchflossen wird, ist neun km lang und ein bis zwei Kilometer breit. Sie unterscheidet sich von der ähnlich gearteten Saarniederung besonders durch die stärkeren Grobschotter- und Geröllführungen. Die Kiese wurden und werden in zahlreichen Gruben abgebaut, die als geflutete Baggerseen zurückbleiben. Durch den Grundwasserstau vor dem eigentlichen Schwemmkegel der Prims ist der größte Teil der natürlicherweise regelmäßig überfluteten Talaue anmoorig und wird von wenig ertragreichen Wiesen eingenommen, die von Erlen und Birken durchsetzt sind. Zahlreiche lehmig-sandige Schwemmkegel reihen sich unterhalb des stark zerschluchteten, 50 m hohen Buntsandstein-Steilhanges der Dieffler Terrassenplatten aneinander. Sie werden teilweise von Garten- und Ackerland eingenommen.[11]

Die Dieffler Primsauenzone wird im Westen, Süden und Osten begrenzt von den Linien, die die Gemarkung Diefflen von den Gemarkungen Dillingen, Roden, Saarwellingen und Nalbach trennen. Im Norden verläuft die Grenze zwischen anstehendem Buntsandstein und der Niederterrasse, wobei letztere der Aue zuzurechnen ist. Der Verlauf der Grenzen verleiht der Aue die Form eines Vierecks, dessen Länge von Ost-Süd-Ost nach West-Süd-West ca. 1,6 km und dessen durchschnittliche Breite von Nord-Nord-West nach Süd-Süd-Ost 0,9 km beträgt. Die Fläche beträgt 1,44 km². Im Verhältnis zur Gesamtgemarkungsfläche von 5,04 km² entfällt so auf die Auenzone ein Prozentsatz von 27,7.

Die Aue hat eine Höhenlage zwischen 190 und 185 m über NN. Die Nordgrenze verläuft im Bereich der 190 m-Isohypse; die Südgrenze erreicht Werte von 186 m bis 187 m. An der Ostgrenze finden sich Werte von 190 m, die Westgrenze liegt in einer Höhenlage von 185 m.

Die Prims durchfließt die Aue in ihrer südlichen Hälfte von Ost nach West. Auf ihrem Weg durch die Aue überwindet der Fluss eine Höhendifferenz von ca. 5 m. Somit ergibt sich bei einem geradlinigen Verlauf ein Gefälle von 5 m pro 1,6 km (= 3,125 m/km). Ohne künstliche Regulierung (Dammbauten, Grundwasserspiegelabsenkungen) wäre die Prims ein mäandrierender Fluss mit mehreren Auüberflutungen im Jahr.

Hang- und Gräthenzone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hang- und Gräthenzone umfasst 20,8 % der Dieffler Gemarkungsfläche. Sie besteht aus drei voneinander getrennten Teilkomplexen. Von Nord nach Süd folgen aufeinander:

  • der zum Kondeler Bach hin abfallende Hang
  • das obere Hainbachtal
  • der Nordhang des Primstales und die ihm angeschlossenen Gräthen

Der Hangbereich am Kondeler Bach fällt von der 240 m-Isohypse nach Norden bzw. nach Nordwesten zum Kondeler Bach hin bis auf 205 m über NN ab. Die durchschnittliche Hangneigung hat ein Gefälle von 12-13 % (d. h. 6°). Der Hang entstand durch das Einschneiden des Kondeler Baches in die Hochfläche.

Das obere Hainbachtal ist ebenfalls eine Erosionskerbe in der Hochfläche und verläuft von Nordost nach Südwest. Sein tiefster Punkt innerhalb der Dieffler Gemarkung liegt bei 220 m. Hier gibt es eine etwa 40 m breite Talaue. Der Nordwesthang weist ein Gefälle von 60° auf. Das entspricht 133,3 %, wenn eine 45°-Neigung mit 100 % angesetzt wird. Das Gefälle der anderen Talflanken liegt um 20 %.

Der Bereich des Nordhanges des Primstales mit den ihm angeschlossenen Gräthen wird im Süden durch die Grenzlinie zur Aue abgeschlossen. Der südexponierte Hang des Primstales wurde im jüngeren Pleistozän durch Flusserosion geschaffen. Die Prims schnitt sich in ihre eigenen Schotter und in den darunterliegenden Buntsandstein ein. Der Hangkörper ist an zwei Stellen zerschnitten. Dies geschah nach der Eintiefung der Prims auf Auenniveau. Daraufhin mussten sich die von der Hochfläche kommenden Niederschlagswässer auf die tieferliegende Erosionsbasis einregeln und schufen so die beiden Einkerbungen im Westen und im Zentrum. Das aus der Hochfläche freigesetzte Material wurde vom Wasser abtransportiert und bildete Schwemmfächer, die sich mit der Niederterrasse der Primsaue verzahnten.

Hochflächenzone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochflächenzone der Dieffler Gemarkung und die angrenzenden Terrassenplatten der Gemarkungen Dillingen, Pachten und Nalbach werden in der geographischen Forschung als "Dieffler Terrassenplatten" bezeichnet. Die Terrassenplatten sind vom Litermont beherrscht und bilden ziemlich ebene und großenteils bewaldete Flächen, die durch tiefeingeschnittene Kastentäler und Schluchten längs- und quergegliedert sind und zum Saar-Prims-Tal steil abfallen. Sie liegen mit 230 bis 250 m Meereshöhe ungefähr 60 m über der Talsohle und bestehen aus einem kiesig-sandigen Terrassenkörper, der im Ostteil unterhalb des 414 m hohen Litermontes von mächtigen Decklehmen überzogen ist. Diese Lehme wurden bis ins 20. Jahrhundert durch mehrere Ziegeleien abgebaut, verarbeitet und gebrannt.

Basis des steil abfallenden Sockels ist der Hauptbuntsandstein. Die südliche, stark durch tiefe Hangrisse zerschluchtete Begrenzung ist eine Terrassenleiste (225 bis 240 m). Die Hangrisse (Gräthen) sind mit Schwemmkegeln verknüpft und reichen weit auf die Platte hinauf. Gegen den Mündungszwickel von Prims und Saar sind die "Pachtener Köpfe" (240 und 230 m Höhe, auf der Pachtener Gemarkung) als steil abfallende Rücken vorgeschoben und durch ein gestuftes, asymmetrisches Tal getrennt. Folge einer jungen Bodenerosion ist das um 50 m eingesenkte, mit Schwemmsanden angefüllte, anmoorige Längstal des Kondeler Baches, der am Nordhang des Litermontes entspringt. Die nördliche Dieffler Terrassenplatte grenzt mit einem 60 m hohen, zerkerbten und von Voltziensandsteinkuppen gesäumten Steilhang an das "Haustadter Tal", das vom Steilanstieg der Merziger Muschelkalkplatte beherrscht wird.

Die ökologische Wertigkeit der Dieffler Terrassenplatten ist je nach dem Anteil der vernässenden Decklehme verschieden. Die Decklehme sind durch sumpfige Talursprünge sanft eingemuldet, größtenteils waldfrei und von Einzelsiedlungen (Nalbacher Ortsteile "Ziegelei" und "Bierbach", Dieffler Ortsteil "Siedlung") durchsetzt. Das mit 40 bis 59 als gut bewertete, streuobstreiche Ackerland bleibt als Bauerwartungsland vielfach unbewirtschaftet. Tiefe Zerschneidung und Bewaldung setzt dort ein, wo die Lehmauflage ausgedünnt ist. Die Ackerzahlen sind hier mit 20 bis 39 anzusetzen. Auf den zum Teil ehemals beackerten, schwach lehmbedeckten Riedeln und auf den trockenen Talböden überwiegen junge Aufforstungen mit Fichten, Kiefern und Lärchen. Die Buntsandsteinhänge sind von hochwüchsigen Buchen und Eichen besiedelt. Diese zusammenhängenden Waldkomplexe liegen als Naherholungsgebiet zwischen den Industrieballungen von Dillingen und Beckingen. Die in der Neuzeit gerodete ehemalige Waldfläche auf den Pachtener Köpfen (Pachtener Heide) wurde seit den 1960er Jahren zur Wohnbebauung erschlossen.[12]

In der Umgebung des Dieffler Sportflugplatzes, wo intensiver Sand- und Kiesabbau betrieben wird, lagern bis zu 15 m mächtige Kies- und Sandschichten des Pleistozäns. Die Sande auf hellen, mürben Sandsteinen des Mittleren Buntsandsteins sind von rotbrauner Farbe. Die Terrassenfläche entspricht dem durch den Geographen Friedrich Fischer im Jahr 1957 beschriebenen D-Horizont.[13] Die Ablagerungen sind zyklisch gegliedert und enthalten drei Paläoböden, von denen sich zwei auf eingeschalteten Lössen entwickelt haben. Der Geograph Ludwig Zöller sieht in der Schichtung der von der Prims abgelagerten Böden des Hochflächenareals vier Kaltzeiten und vier Warmzeiten repräsentiert. Nach paläomagnetischen Messungen soll das Maximalalter der Sedimentschichten hier geringer als die Matuyama-Brunhes-Grenze, also weniger als 690 000 Jahre sein. In sandig-schluffigen Horizonten sind periglazial entstandene Kryoturbationen vorhanden.[14][15]

Die Hochflächenzone besitzt einen Anteil von 51,5 % an der Gemarkungsfläche. Sie endet im Westen und Osten an den Gemarkungsgrenzen, ansonsten wird sie umschlossen von den Grenzlinien der Hang- und Gräthenzone. Die Hochfläche lässt sich in zwei Niveaus gliedern. Es handelt sich um mehrere Meter mächtige Schotterpakete von Saar und Prims. Das untere Niveau liegt im Bereich von 225 m über NN und ist der Riß-Kaltzeit zuzurechnen. Das obere Niveau beginnt bei 240 m über NN und gehört dem Altpleistozän an, das heißt die Schotter werden als mindeleiszeitlich und älter datiert. Die Hochfläche erreicht im Norden und Nordwesten eine Höhe von über 250 m und fällt von dieser Höhe nach Südwesten und Süden bis auf ca. 225 m ab.

Weite Teile der Hochfläche besitzen eine auf dem Schotterkörper aufsitzende Lehmschicht, deren Mächtigkeit von wenigen Zentimetern bis über zwei Meter schwankt. Das Oberflächenwasser sammelt sich so bei Starkregen oder Schneeschmelzen in Überschwemmungsarealen, die teilweise ihr Wasser über tiefer eingesenkte, langgezogene Dellen, sogenannte „Sanken“ abgeben. Die Sanken erhalten ihre Feuchtigkeit aber nicht allein durch direkte Niederschläge, sondern auch durch Wasser, das langfristig vom Litermont her aus nordöstlicher Richtung in die Schotterkörper eindringt. Der Litermont überragt die Hochfläche um ca. 160 m. Er liefert einen Teil seines überschüssigen Wassers in eine an seiner Südwest-Flanke befindliche Hangschuttzone. Von dort gelangt das Wasser meist unterirdisch in die Schotterpakete der Hochfläche. So können hier auch nach wochenlanger Trockenheit noch feuchtere Physiotope existieren. Der sich an die Hochflächenzone anschließende Litermont ist Überbleibsel einer vulkanischen Intrusion, einem Magmaerguss in Spalten und Schichtfugen. Diese Intrusion aus Porphyr-Ergussgestein mit größeren Kristalleinsprenglingen aus Feldspat und Quarz wurde später freigelegt.[16][17][18][19][20][21]

Historisch-anthropogene Raumprägung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick vom Litermont in das Primstal mit Diefflen und Umgebung
Gemarkungen des Nalbacher Tales: Das schraffierte Gebiet bezeichnet die Gemarkung Diefflens, die am 1. August 1969 nach Dillingen ausgemeindet wurde. Das punktierte Gebiet (Bahnhofsviertel) wurde von der Gemeinde Saarwellingen am 1. Januar 1974 an die Gemeinde Nalbach abgetreten.

Das Gebiet um Diefflen ist seit prähistorischer Zeit vom Menschen in Nutzung genommen worden. Die naturräumliche Einheit des Prims-Blies-Hügellandes weist eine mittelmäßige bis teilweise schon günstige Siedlungsgunst auf. Die Besiedelung des Gebietes der mittleren Saargegend begann vermutlich im Neolithikum. Kerngebiet der Gegend war das Moselland um Metz. Von hier aus wurde das Prims-Blies-Hügelland besiedelt.[22] Zwar sind auf dem Boden der Ortsgemarkung keine handgreiflichen Bodenfunde gemacht worden, aber die Zeugnisse aus den Nachbargemarkungen deuten darauf hin, dass auch die Dieffler Gemarkung als Lebens- und Wirtschaftsraum in Frage kam. Die einheitliche Waldbedeckung des Prims-Blies-Hügellandes wurde zur Römerzeit überwunden.[23]

Bei der wohl mittelalterlichen Gründung Diefflens als Weiler, der von Nalbach aus grundherrliche und kirchliche Direktiven empfing, schied die Aue als Siedlungsplatz wegen teilweiser Versumpfung und der drohenden Hochwasser aus. Die Neusiedler entschieden sich für die Anlage des Weilers in der Hang- und Gräthenzone, wo der das Primstal begrenzende Hang seinen zentralen Einschnitt besitzt. Für die Lage des neuen Siedlungsplatzes am Petersberg fiel möglicherweise die Tatsache ins Gewicht, dass am anschließenden Steilhang der mittlere Buntsandstein ansteht. Er eignet sich für die Anlage von Felsenkellern. Mit einer Eingangsbebauung könnten diese Felsenkeller auch zu Wohnzwecken genutzt worden sein (Halb-Troglodytentum). Der neue Weiler lag so, dass nach Westen und Osten bis zur Gemarkungsgrenze eine Distanz von je 0,8 km zurückzulegen war. Nach Süden betrug die Entfernung etwa 1 km. In nördlicher Richtung waren es maximal 3 km. Die Wasserbeschaffung für Mensch und Tier wurde durch Brunnen gewährleistet, die in den von stauenden Lettenschichten durchsetzten Buntsandstein gegraben wurden, und durch den Dorfbach, der die neue Siedlung durchfloss. Aufgrund ihres hohen Grundwasserstandes wurde die Auenzone nicht für den Obstanbau genutzt. Die Hochfläche wurde als Getreideanbaufläche bevorzugt.[24]

Diefflen ist heute Teil des Verdichtungsraumes Saar. Im Tal der unteren Prims bildet Diefflen einen Abschnitt einer nahezu geschlossenen Siedlungsgasse, die sich aus den Orten des historischen Nalbacher Tales zusammensetzt.[25]

Die Gesamtgemarkung des Nalbacher Tales ist in Flure untergliedert. Die Gemarkung der bis zum Jahr 1969 zum Nalbach Tal gehörenden Gemeinde Diefflen umfasst 10 Flure. Das Ortszentrum befindet sich in Flur 6. Die Gemarkung von Nalbach als Einzelort umfasst 13 Flure. Das Ortszentrum befindet sich in Flur 10. Die Gemarkung von Piesbach umfasst 11 Flure. Das Ortszentrum von Piesbach befindet sich in Flur 4, das Zentrum von Bettstadt in Flur 6. Die Gemarkung von Bilsdorf umfasst 7 Flure. Das Ortszentrum befindet sich in Flur 4. Die Gemarkung von Körprich umfasst 8 Flure. Das Ortszentrum befindet sich in Flur 2. Insgesamt verfügte die Gemeinde Nalbach vor 1969 über 49 Flure. Seit der Angliederung Diefflens an die Stadt Dillingen/Saar sind es nur noch 39 Flure.[26]

Historische Wegeführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Vermutetes Grundmuster der wichtigsten Verkehrslinien im hochmittelalterlichen Diefflen, Maßstab 1 : 25.000, Konzeption und Zeichnung Josef Jost; Die Pfeillinien stellen die historischen Verkehrslinien dar: 1 = Pfaffenweg, 2 = Nalbacher Straße, (Kirchenweg), 3 = Dillinger Straße, 4 = Düppenweilerweg, 5 = Düppenweilerstraße, 6 = Beckinger Straße, 7 = Düppenweilerstraße in Nalbach, 8 = Wiesenstraße; Die punktierte Linie markiert die Südgrenze der Hochfläche. Die gestrichelte Linie stellt die Gemarkungsgrenze dar. Die gelb eingefärbte Fläche zeigt die Ortslage.

Der neue Weiler Diefflen war oder wurde mit Wegen an die drei Raumeinheiten (Aue, Hang- und Gräthenzone, Hochfläche) und die Nachbargemeinden zum Zweck des Gütertransportes angebunden. Dabei ist nicht bekannt, ob die wichtigsten Verbindungslinien während der Ausbauperiode neu angelegt wurden, oder ob sie im Wesentlichen schon bestanden. Es darf vermutet werden, dass der Pfaffenweg und die Nalbacher Straße (historischer Kirchenweg) bereits angelegt waren. Der Pfaffenweg war möglicherweise schon zur Römerzeit in Benutzung.

Die Nalbacher Straße am Fuß der markant ausgeprägten Landstufe (Auf der Zipp, Am Beienberg, Bei den sieben Eichen) war wohl schon vor der Gründung des Weilers Diefflen landwirtschaftlicher Verbindungsweg zwischen der Nalbacher Ortslage und den land- und forstwirtschaftlichen Flächen des heutigen Dieffler Bannes. In westlicher Richtung fortgeführt ist der Nalbacher Kirchenweg die Verbindungsstraße nach Dillingen. Die Wegelinie der Dillinger Straße und der Nalbacherstraße folgt ganz der Buntsandstein-Landstufe, sodass die unterhalb der Hangkante verlaufende historische Bebauungslinie auf eine adäquate Nutzfläche hinter den Häusern verzichten musste, während die Häuser auf der anderen Straßenseite hinsichtlich der Ausbreitung ihrer unmittelbaren Wirtschaftsfläche durch die noch nicht regulierte Prims und die damit zusammenhängende Bodenfeuchte eingeschränkt waren.

Parallel zu dieser von Ost nach West verlaufenden Verbindungsstraße zwischen Nalbach und Dillingen über Diefflen zieht im Abstand von ca. 1 km der Pfaffenweg über die Hochfläche. Beide Wege, Pfaffenweg und Kirchenweg, orientieren sich in Richtung der uralten Verbindungslinie Mainz-Metz, der bei Pachten (Contiomagus) die Saar überquerte. Möglicherweise war einer dieser beiden Dieffler Wege Teil des Handelsweges vom Rhein an die lothringische Mosel. Im Grundmuster der beiden Verkehrsstränge wurden später im Bereich der Gemarkung Diefflen Querverbindungen eingefügt. Als solche Querverbindungen haben zu gelten:

  • der heute außer Funktion befindliche Düppenweilerweg als die kürzeste Verbindung zwischen Dillingen und Düppenweiler,
  • die Düppenweilerstraße, die das Ortszentrum Diefflens mit der Hochfläche verbindet und nach Düppenweiler führt,
  • die Beckinger Straße, die vom Ortszentrum Diefflens aus die Hochfläche erreicht und in Richtung Beckingen verläuft,
  • sowie die von Nalbach kommende Düppenweilerstraße.

Alle diese Querverbindungen erreichen die Hochfläche über mäßig steile Hänge. Die das Primstal begrenzende Landstufe war aufgrund ihrer Steilheit ungeeignet und die Gräthen kamen wegen ihrer Enge und der dort drohenden Erosionsgefahr als zu befestigende Hauptwegestrecken nicht in Frage.

Die Dieffler Auenzone wird durch die Wiesenstraße erschlossen. Der Weg verläuft zunächst über eine in die Aue vorspringende Buntsandsteinzunge und sucht dann in direkter Linie die Prims zu erreichen. An der Stelle des Aufeinandertretens von Prims und Wiesenstraße wurde der Fluss allerdings nicht per Furt oder Brücke überquert, sondern der Weg verläuft parallel zur Prims flussabwärts. Erst im Südwesten der Gemarkung Diefflens überschreitet der Weg an einer seichten Stelle die Prims und führt dann weiter in Richtung Roden. In der Gemarkung Roden trifft der Weg auf eine vermutete römische Straßenanlage, einen alten Salzweg, der vom lothringischen Salinengebiet um Moyenvic und Marsal kommend durch das Primstal linksseitig des Flusses zum Rhein führte. Vom Treffpunkt mit dieser vermuteten alten Salzstraße aus lässt sich auch Saarwellingen erreichen.[27]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Übersichtskarte der Dieffler Fluren und der angrenzenden Nachbargemeinden aus dem Jahr 1855, gezeichnet von J. Büchel, Maßstab 1:10.000, Katasteramt Saarlouis

Das Dieffler Gemeindegebiet grenzt an folgende Gemeindegebiete an:[28]

Stadt
Dillingen/Saar (Stadtteil Pachten, Ortsteil Pachtener Heide)
Gemeinde
Beckingen (Ortsteil Beckingen)
Gemeinde
Nalbach (Ortsteile Bierbach/Ziegelei)
Stadt
Dillingen/Saar (Stadtteil Dillingen-Innenstadt)
Nachbargemeinden Gemeinde
Nalbach (Ortsteil Nalbach)
Stadt
Dillingen/Saar (Stadtteil Dillingen-Innenstadt)
Stadt
Saarlouis (Stadtteil Roden (Saar))
Gemeinde
Saarwellingen (Ortsteil Saarwellingen)

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in Diefflen ist gemäßigt, aber warm. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge. Selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Im Jahresdurchschnitt herrscht eine Temperatur von 9.7 °C. An Niederschlag fallen im Durchschnitt innerhalb eines Jahres 724 mm. Der geringste Niederschlag mit 48 mm fällt im Monat April. Im Gegensatz dazu ist der August der niederschlagsreichste Monat des Jahres mit 71 mm Niederschlag. Hinsichtlich der Temperatur ist der Juli der wärmste Monat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 18.2 °C. Mit durchschnittlich 0.9 °C ist der Januar der kälteste Monat des ganzen Jahres. Die Differenz der Niederschläge zwischen dem niederschlagsärmsten Monat und dem niederschlagsreichsten Monat beträgt 23 mm. Hinsichtlich der Temperatur schwanken die durchschnittlichen Werte im Jahresverlauf um 17.3 °C.[29]

Klimatabelle Diefflen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,5 5,6 10,0 14,3 18,9 22,2 23,9 23,3 20,4 14,7 8,2 4,9 Ø 14,2
Min. Temperatur (°C) −1,6 −1,1 1,1 4,1 7,6 11,1 12,6 12,3 9,5 5,9 2,4 0,6 Ø 5,4
Temperatur (°C) 0,9 2,2 5,5 9,2 13,2 16,6 18,2 17,8 14,9 10,3 5,5 2,7 Ø 9,8
Niederschlag (mm) 58 53 55 48 65 68 62 72 58 55 66 65 Σ 725
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,5
−1,6
5,6
−1,1
10,0
1,1
14,3
4,1
18,9
7,6
22,2
11,1
23,9
12,6
23,3
12,3
20,4
9,5
14,7
5,9
8,2
2,4
4,9
0,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
58
53
55
48
65
68
62
72
58
55
66
65
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klima: Dillingen/Saar, climate-data.org, abgerufen am 10. Januar 2016

Moselfränkische Mundart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinischer Fächer, 1: Nordniederfränkisch 2: Südniederfränkisch 3: Ripuarisch 4: nördliches Moselfränkisch 5: südliches Moselfränkisch 6: Rheinfränkisch

Nach dem Ende der römischen Herrschaft im 5. und 6. Jahrhundert setzte die germanische Landnahme ein. Träger dieser Wanderungsbewegung waren im Gebiet des heutigen Saarlandes und weit darüber hinaus die Franken.[30]

Franken und einheimische galloromanische Bevölkerung vermischten sich im Laufe der Zeit sprachlich und kulturell. Im Westen des fränkischen Neusiedlungsgebietes dominierte die galloromanische Volkssprache, im Osten die fränkische Sprache. Dazwischen bildete sich bis zum 9. Jahrhundert eine Sprachgrenze aus. Der Großteil der Westfranken verschmolz später im Volk der Franzosen und Wallonen, während die Westfranken an der IJssel und am Niederrhein sowie die Mosel- und Rheinfranken ihre fränkischen Mundarten bis in die Neuzeit beibehielten und in den Völkergruppen der Deutschen, Niederländer, Lothringer, Luxemburger und Flamen aufgingen.

Der fränkische Charakter der Bevölkerung des Saarlandes ist bis heute an der Sprache zu erkennen. Allerdings hat der fränkische Sprachraum seit dem Mittelalter Veränderungen aus dem oberdeutschen Raum erfahren, sodass sich der Rheinische Fächer entwickelte, das linguistische Übergangsgebiet vom Niederfränkischen über das Ripuarische und Moselfränkische zum Rheinfränkischen. Eine Grenzlinie des Rheinischen Fächers, die "dat-das-Linie", verläuft durch das Saarland. Sie trennt das moselfränkische vom rheinfränkischen Gebiet und verläuft etwa von Völklingen nach Nordosten in Richtung St. Wendel.[31] In der Neuzeit verstärkte sich der Einfluss des Oberdeutschen auf das Gebiet an der Saar nochmals. Dabei sind die südöstlichen Teile stärker oberdeutsch überschichtet worden als die nordwestlichen. Über die Handelsroute Kaiserslautern-Saarbrücken-Metz stieß das Oberdeutsche durch territorialpolitische Expansionsbemühungen der Kurpfalz seit dem 14. Jahrhundert bis zum 16. Jahrhundert in schmalem Keil durch das Mitteldeutsche. Saarbrücken als städtischer Mittelpunkt an der mittleren Saar nahm das ankommende Sprachgut zuerst auf und gab es an sein Hinterland weiter. An den Trierer Diözesan- und Territorialgrenzen wurde der Einfluss des Oberdeutschen stärker abgeblockt. Auch durch die Veränderung der Sprache im Gefolge der Industrialisierung ist die Vereinheitlichung des Sprachraumes hin zum pfälzischen Zusammenhang noch nicht erreicht worden. Vom alemannischen Sprachraum beeinflusst, dürfte der Wandel von "-st" zu "-scht" (fest zu fescht) oder die Vereinheitlichung der Mehrzahlendungen des Verbs bei wir, ihr, sie ausgegangen sein. Statt "ihr" heißt es "dir". Dieses "dir" hat sich wohl aus der umgekehrten Stellung "habt ihr" oder "dürft ihr" durch falsche Abtrennung ergeben, sodass es zu beiden Seiten der Saar "dir dürfen" und "dürfen dir" heißt.

Die Dieffler Mundart ("Dejfler Platt") gehört aufgrund der historischen Hinordnung des Nalbacher Tales zum Erzbistum Trier zu den südlichen Moselfränkischen Dialekten und ist damit eine westmitteldeutsche Mundart. Sie ist den mittelfränkischen Dialekten zuzuordnen. Die Entwicklungstendenz der Einbeziehung in den pfälzischen Zusammenhang, die durch den Einfluss der Dynastie Wittelsbach im Nalbacher Tal seit der frühen Neuzeit gegeben war, ist bisher nicht erfolgt, was am deutlichsten der Verlauf der "dat-das-Linie"/"wat-was-Linie" dokumentiert. In Diefflen ist das "dat"/"wat" vorherrschend. Diefflen liegt südlich der dut-dot-Linie (hochdeutsch "tot"), der fest-feschd-Linie und der so-sa-Linie (hochdeutsch "sag"). Hinsichtlich der Schaff-Schank-Linie (hochdeutsch "Schrank"), der Korf-Korb-Linie (hochdeutsch "Korb"), der gebrannt-gebrennt-Linie, der kal-kalt-Linie, der bestallt-bestellt-Linie, der gekannt-gekennt-Linie, der dir-ihr-Linie, der leïf-lief-Linie (hochdeutsch "lieb") sowie der us-uns-Linie (hochdeutsch "uns") liegt es nördlich. Die Endungen auf -en werden ausgesprochen und nicht wie im Rheinfränkischen auf -e verkürzt (also schneien statt schneie).

Diefflen mit seiner moselfränkischen Mundart gehört zum Gebiet des Oberdeutschen Präteritumschwundes, was bedeutet, dass das Präteritum vollständig vom Perfekt abgelöst worden ist.[32]

Bei der Benennung der Stachelbeere (lat. Ribes grossularia; franz. grosseille) zeigt sich die Grenzlandstellung zum romanischen Sprachbereich. Sie heißt in Diefflen Drooschel, da sich das "G" des lateinischen bzw. französischen Namens zu "D" abgeschliffen hat. So heißt auch der Schmetterling (lat. Papilio, franz. papillon) im traditionellen Dieffler Dialekt "Bupbenweller". Der starke Einfluss des Französischen besonders seit dem 18. Jahrhundert zeigt sich auch in der Benutzung von Begriffen wie Plafond (Zimmerdecke), Trottoir (Gehsteig), Plumeau (Bettdecke), Fissääl (von franz. ficelle; dt. Seil), Buddick (im Sinne von Unordnung von franz. Boutique = Kramladen), dussma (von franz. doucement = sacht, sanft) u. ä.

Das Rutschen auf einer Eisbahn wird mit "Schleimern" (im Trierer Umfeld: schliedern; an der unteren Saar: Schliwwern; im Saarbrücker Umkreis: "schlimmern") bezeichnet.[33][34][35][36]

Zur moselfränkischen Dieffler Mundart liegen mehrere literarische Veröffentlichungen sowie Tonaufnahmen des in Diefflen aufgewachsenen Mundartdichters- und -sängers Hans Walter Lorang vor.

Traditionelle Hausform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Traditionelles Südwestdeutsches Quereinhaus in der Nalbacher Straße (Kirchenweg) mit bauzeitlichen Fenstern und Haustür
Diefflen, Südwestdeutsches Quereinhaus mit nicht bauzeitlichen Aluminium-Fenstern, Haustür und Treppenanlage
Diefflen, Haustür im Stil der historistischen Neorenaissance mit profilierten Gewänden aus Sandstein

Durch historische Kriegs- und Brandeinwirkungen weist Diefflen keine mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Gebäude auf.

Vor den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges hatte es in der Region vorwiegend sogenannte Streuhöfe in Fachwerkbauweise gegeben. Zentrum dieser Höfe war ein größeres Gebäude mit Wohn- und Stallteil, um das sich mehrere einzeln stehende Wirtschaftsgebäude wie Scheune, Keller, Backhaus u. ä. scharten. Der Holländische Krieg und die Reunionskriege Ludwigs XIV. schädigten die dörfliche Bausubstanz weiter, so dass die bäuerliche Bevölkerung erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts allmählich in der Lage war, den Wiederaufbau in die Wege zu leiten. Zahlreiche neue Bewohner waren mittlerweile aus teilweise weit entfernten Gegenden, wie den Niederlanden, Frankreich, dem Allgäu sowie der Nordwestschweiz eingewandert. Diese "Repeublierung" war von den regionalen Feudalherren lanciert worden. Im 18. Jahrhundert wurde die bisherige Fachwerkbauweise durch die feuerfestere Steinbauweise ersetzt. Selbst Zäune vor dem Haus tauschte man durch Mauern, hölzerne Vietröge durch steinerne aus. In dieser Zeit setzte sich auch der Ofen gegen das bisher offene Herdfeuer durch.

Die traditionelle Hausform der Dieffler Bauernhäuser des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts ist dem Typus des Südwestdeutschen Quereinhauses zuzuordnen. Es ist ein Einhaus, das Wohn- und Wirtschaftsräume eines bäuerlichen Betriebes unter einem Dach mit durchlaufendem First vereint. Der Haustypus steht in naher Beziehung zum Lothringerhaus, das sich ebenfalls nach den verheerenden Kriegen des 17. Jahrhunderts entwickelte und an die Stelle verstreut liegender Einzelgehöfte trat. Die Dachneigung der lothringischen Bauernhäuser ist recht flach (ca. 15-20 Grad).

Das traditionelle Dieffler Quereinhaus steht mit dem First parallel zur Straße, eine Traufseite ist also die Vorderseite. Die Nachbarhäuser schließen sich (teilweise durch einen kleinen Gang getrennt) direkt an, wodurch eine geschlossene Häuserzeile entlang der Straße gebildet wird. Der traditionell kieselgepflasterte Hofraum ist vor das Haus gelagert, sodass die Breite der Dorfstraßen im Bereich der Dillinger Straße und der Nalbacher Straße (Nalbacher Kirchenweg), wo sie nicht vom anstehenden Sandsteinfelsen eingeschränkt werden, recht großdimensioniert ausfällt. In diesem offenen Raum spielte sich ein Großteil des bäuerlichen Lebens ab.

Der Wohnbereich der Quereinhäuser ist zweistöckig. Im Gegensatz zum Lothringerhaus mit seiner Dreiraumtiefe ist das traditionelle Dieffler Quereinhaus nur zwei Räume tief, sodass jeder Raum über natürliches Sonnenlicht verfügt. Die Küche bildet den Mittelpunkt des Hauses. Der durch zwei Fenster belichtete Raum neben der Eingangstüre war der Repräsentationsraum, die "Stuff" (Stube). Die "Stuff" blieb das Jahr über unbeheizt und unbewohnt und wurde nur an hohen kirchlichen Feiertagen oder (bis zur Eröffnung der Dieffler Leichenhalle im Jahr 1967) zur Aufbahrung von verstorbenen Familienangehörigen benutzt. Hier empfing man besonderen Besuch, für die engere Familie war dieser Bereich jedoch nicht bestimmt. Aufgrund der vergleichsweise prächtigen Möblierung mit Gründerzeitmöbeln im Stil der Neorenaissance (Sofa, Sofatisch, Stühle, Kommode, Vertiko, Büffetschrank, Pendelwanduhr oder Bodenstanduhr) und der Ungenutzheit dieses Raumes bezeichnet man solche Vorzeige-Zimmer auch als "Kalte Pracht". Die Zimmer des oberen Geschosses, die ursprünglich nicht heizbar sind, dienten zu Schlafzwecken und als Vorratskammern für Obst und Körnerfrüchte.

Ebenfalls im Gegensatz zum Lothringerhaus verfügt das traditionelle Dieffler Bauernhaus nicht über ein Halbgeschoss über dem Obergeschoss. Der Dachraum war nicht ausgebaut und wurde als Speicher für Heu genutzt. Das im Speicher eingelagerte Heu half, die Decke gegen Kälte zu isolieren. Konstruktiv ist das Dach ein Pfettendach ohne Dachüberstand.

Der Wirtschaftsbereich besteht aus Stall und Scheune. Der Stall befindet sich dabei zuweilen in der Mitte zwischen Wohnbereich und Scheune oder die Scheune nimmt den zwischen Wohnbereich und Stallbereich vermittelnden Teil ein. Die Abwärme des Viehs half, das Haus zu heizen. Die Position der Scheune kennzeichnet sich durch ein hohes, segmentbogig überbrücktes Tor, die Lage des Stalles durch Türe und kleinere Fensterluken. Ein langgezogener Korridorgang trennt Wohn- und Wirtschaftsbereich. Er reicht quer durch das Haus von der Haustür bis zu einer Hoftür an der Rückseite. Eine stärkere Brandmauer, die sich durch das ganze Gebäude zog, sollte ein Übergreifen eines Feuers im Wohnbereich auf den Wirtschaftsbereich verhindern. In der Fassade wird die innere Gliederung häufig durch eine Lisene sichtbar gemacht.

Die Fenster des Wohnteils sind traditionell oft zweiachsig angeordnet. Bei reicheren Bauern zu beiden Seiten der Eingangstür, bei weniger begüterten nur auf einer Seite. Die Haustür ist durch aufwändigere Gestaltung aus der Fassade hervorgehoben. Sie trägt oft am Türsturzes die Jahreszahl der Fertigstellung und die Monogramme des Erbauerehepaares, was die Bedeutung der Ehefrauen in der Landwirtschaft als gleichrangige Erbinnen und wirtschaftlich Teilhaberin kennzeichnet. Die Bauernhäuser waren meist auf allen Seiten glatt verputzt, wobei hinsichtlich der Gestaltung die größte Sorgfalt auf die Schauseite zur Straße hin gelegt wurde. Die Bauernhäuser verfügten über einen Küchengarten, der oft hinter dem Haus lag, sowie Kräuter sowie einen Hausbaum vor der Tür, meist ein Nuß- oder Birnbaum. Darüber hinaus befand sich vor dem Stalltrakt die "Mischdenkaul" (Dunggrube), deren Größe und Gefülltheit den Viehreichtum der Besitzer dokumentierte.

Das Mauerwerk des Quereinhauses besteht aus unregelmäßigen Bruchsteinen und ist verputzt. Die Steine (Quarzitbrocken) wurden traditionell in Steinbrüchen des Litermontes gewonnen. Darüber hinaus verwendete man Sandstein und gebrannte Ziegel. Die Laibungen der Fenster und Türen bestehen aus lokalem Sandstein. Die Fenster wurden ursprünglich mit Holzklappläden geschlossen. Die Dächer waren bis zum großen Dieffler Dorfbrand des Jahres 1876 und dem Großbrand auf der Scheif von 1882 mit Stroh gedeckt. Erst danach bevorzugte man aus brandschutztechnischen Gründen die Ziegeleindeckung. Ebenso wurde jetzt die Fachwerkbauweise durch Mauerverbände ersetzt.

Seit ca. 1870 wurden die Keller mit Preußischen Kappengewölben überdeckt, einer Deckenkonstruktion, die aus sich wiederholenden flachen Segmenttonnengewölben besteht. Dabei bilden zwei parallele Doppel-T-Träger aus Stahl die Widerlager. Gelegentlich wurden auch ausgemusterte Eisenbahnschienen verwendet. Die Stichhöhe beträgt üblicherweise weniger als 15 % der Breite. Die Gewölbe bestehen aus Ziegelsteinen.

Abgeleitet vom Typus des Südwestdeutschen Quereinhauses entstanden in der Prosperitätsphase nach der Reichsgründung sogenannte Arbeiterbauernhäuser, die auf die Bedürfnisse der Berg- und Hüttenarbeiter zugeschnitten waren und denen der Stall- und Scheunentrakt fehlt. Stattdessen verfügten sie über ein kleines Wirtschaftsgebäude hinter oder neben dem Haupthaus, dem sogenannten "Schopp".

Durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und die Aufgabe der landwirtschaftlichen Betriebe wurden die Quereinhäuser meist stark verändert und sind in ihrer ursprünglichen Form heute im Ortsbild nur noch selten in ursprünglicher Form sichtbar.

Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden viele Häuser bei Erbteilungen oder durch Verkauf in zwei Wohnteile umgestaltet und dabei zunächst die Stall- und Scheunenteile zu Wohnzwecken umgebaut. Dee zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft mit ihrer wachsenden Zahl und Größe agrartechnischer Maschinen begegnete man mit einer maschinengerechten Anpassung der Scheunenöffnungen bei noch landwirtschaftlich genutzten Bauernhäusern. Die Torbögen wurden herausgebrochen und durch Stahlträger ersetzt, sodass der Scheuneneingang jetzt ein hochrechteckiges Format aufwies.

Bedingt durch die "Modernisierungswelle" der 1960er und 1970er Jahre intensivierte sich der Schwundprozeß der historischen Bausubstanz nochmals massiv. Jetzt ersetzte man weitgehend die historischen Sprossenfenster durch einscheibig verglaste Aluminium- oder Kunststofffenster und ergänzte ebensolche Türen. Oft wurden dabei zwei hochrechteckige Fenster durch ein einziges querrechteckiges, niedrigeres Fenster in der Art eines Panoramafensters ersetzt. Die Sandsteingewände schlug man dabei ab und überputzte sie, sodass die Fenster nun wie in die Fassade gestanzt erscheinen. Die traditionellen Putzbauten der Bauernhäuser verkleidete man teilweise mit Kunststoffschindeln auf Konterlattung, was als Negativfolge eine Erhöhung der Raumfeuchte bedingte. Um Parkraum für Bewohner-Pkw´s zu gewinnen, wurden die traditionellen Hausbäume gefällt und die Kiesepflasterung gegen Waschbetonplatten oder Betonverbundsteine ausgetauscht. Gärten gestaltete man zunehmen mit extraregionalen Gewächsen. Die Dächer weisen seit dieser Renovierungswelle weitgehend eine Deckung mit dunkel glasierten Doppelfalz-Ziegeln auf. Hinsichtlich der Möblierung wurden nicht mehr regionale Möbelstile herangezogen, sondern industriell gefertigte Einrichtungen eingesetzt.

Trotz dieser baulichen Veränderungen ist der größte Teil der historischen Kernbebauungsflächen Diefflens in der Grundsubstanz auch heute dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert zuzuordnen.[37][38][39][40][41][42]

Trachtenbekleidung des 19. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts und dem Aufschwung der Industrie starb in der Region die ländliche Trachtenbekleidung aus. Der aus Trier stammende Künstler August Migette (1802 in Trier - 1884 in Metz) überlieferte in seinen Aquarellstudien vom Mai 1866, die heute im Metzer Stadtmuseum (Musées de Metz) aufbewahrt werden, die traditionelle Kleidung in der Saar-Mosel-Region.

Die Männer trugen Leinenhemden mit hochstehendem Kragen, der über einer mehrfach um den Hals geschlungenen Halsbinde aus schwarzer Seide herausschaute. Die vor der Französischen Revolution üblichen Culotte-Hosen der Männer wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts allmählich durch die langen Pantalon-Hosen ersetzt. Teilweise hatten diese Hosen an den Waden seitliche Knopfreihen. Zu den kurzen Hosen trug man niedrige Schnallenschuhe. An gewöhnlichen Sonntagen trug man beim Kirchgang eine dunkelblaue oder graue Bluse, die an hohen kirchlichen Feiertagen, Hochzeiten sowie Beerdigungen um einen langen dunkelfarbigen Gehrock ergänzt wurde. Als Kopfbedeckung trug der Mann zur Bluse eine weißgrundige Zipfelmütze, die mit blauen und roten Garnen durchwirkt war. Die passende Kopfbedeckung zum Gehrock war ein großer, breitkrempiger Hut. Die Gesichter waren bartlos und glattrasiert.

Den Hals der Frauentracht umrahmte ein fein gefältelter Kragen. Der Oberkörper wurde durch ein ärmelloses, fest anliegendes Leibchen mit Hüftwulst geformt. Über dem Leibchen trug man an Werktagen ein dreieckig zusammengelegtes quadratisches Halstuch, das über der Brust zusammengeheftet wurde. Die beiden Zipfel des Tuches wurden unter den Schürzenbund gesteckt und vom Schürzenband gehalten. Die Feiertagsschürzen waren aus Seide gefertigt. Als Halsschmuck trug man oft ein silbernes oder goldenes Kreuz. Der Halsschmuck wurde zuweilen mit goldenen Ohrringen ergänzt. Die Haare waren in der Mitte gescheitelt, straff gekämmt und am Hinterkopf gesteckt. Darüber trug die Frau eine wattierte und gesteppte Haube.

An Feiertagen wurde über dem Leibchen zusätzlich ein kurzes Jäckchen getragen. Auf dem Hüftwulst des Leibchens ruhte der Rockbund, um eine falten- und stoffreiche Glockenform zu erzeugen. Die Festtagsröcke waren meist aus feiner Seide in dezenten Farben hergestellt. Die Röcke ließen die Füße frei sichtbar. Die kunstvoll gestrickten Strümpfe in weißer, grauer oder blauer Grundfarbe waren im sichtbaren Bereich zwischen Schuh und Rocksaum bunt bestickt. Die Ferse der absatzlosen Frauenschuhe war niedrig. Über dem Fußspann wurde der Schuh mit einem kleinen Riemchen gehalten.[43][44][45][46][47]

Im Jahr 1901 organisierte der Volkskundler Franz von Pelser-Berensberg auf Anregung des damaligen Trierer Regierungspräsidenten und vormaligen Saarbrücker Landrates Eduard zur Nedden in Zusammenarbeit mit der im Jahr 1801 gegründeten Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier (ursprünglich "Société des récherches utiles du département de la Sarre") eine volkskundliche Ausstellung zu Trachten, Hausrat, Wohn- und Lebensweise der Saar-Mosel-Region im 19. Jahrhundert. Aus der Bevölkerung der Region wurden Trachten und Hausratsstücke aus der Zeit von etwa 1750 bis 1850 zusammengetragen. Erstmals konnten hierbei Trachtenbekleidungen der Region an lebenden Modellen fotographisch dokumentiert werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Xaver Leidinger: Pastor Philipp Schmitt (3. v. l.) während einer Konferenz mit seinen Amtskollegen der Nachbarpfarreien (1843, 84 cm x 63 cm, Pfarrhaus Beckingen)

Steinzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie zahlreiche archäologische Funde belegen, war das Saar- und das Primstal bereits von der Altsteinzeit an durchgehend bis heute von Menschen besiedelt. Die Altsteinzeit ist u.a. durch einen Faustkeil aus Hüttersdorf vertreten. Das älteste Zeugnis für die Anwesenheit des vorgeschichtlichen Menschen in der Gegend stellt der „Ludweiler Faustkeil“, ein etwa 200.000–300.000 Jahre altes Steinwerkzeug, dar.[48] Die ältesten Siedlungsspuren in der Umgebung des heutigen Diefflen gehen auf die Jungsteinzeit zurück. Die Nied-Talweite war zu Beginn der Jungsteinzeit bewohnt (um 5000 v. Chr.). Keramikscherben und Steingeräte kennzeichnen den Siedlungsplatz dieser ältesten Bauern und Viehzüchter.[49]

Zahlreiche Steinbeile, auch „Donnerkeile“ genannt, wurden aus dieser Zeit auf den Dillinger und Pachtener Gemarkungen und am Litermont gefunden.[50] Im Jahr 1927 fand der Dieffler Landwirt Johann Nalbach im Areal „Grundbirngarten“ (Flur 3, Gemarkung Nalbach) zwei Steinbeile aus dem Neolithikum.[51] Steinbeile waren Holzbearbeitungsgeräte, sicherlich auch Waffen und Prestigeobjekte. Besonders die jung- und endneolithischen Beile (Hammer- und Streitäxte) werden meist als Waffen gedeutet.

Auf dem Gebiet der Dokumentation dieser Steinbeile haben im 19. Jahrhundert der Dillinger Pfarrer Philipp Schmitt und der mit ihm befreundete Saarlouiser Justizrat und Notar Nicolas Bernard Motte Beachtliches geleistet.[52][53]

Bronzezeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mittleren Bronzezeit gehört ein Grabhügel mit einem Skelettgrab bei Saarwellingen an. Im Jahr 1953 wurde in einer Kiesgrube an der Prims bei Bilsdorf eine bronzene Lanzenspitze (Länge: 15,4 cm, Museum Saarlouis) gefunden.[54] Ab der späten Bronzezeit (13.–9. Jahrhundert v. Chr.) werden Funde und Befunde zahlreicher. Spätbronzezeitliche Brandgräber sind aus Grabhügeln bei Niedaltdorf bekannt. Die für diese Epoche typischen Flachgräberfelder mit Brandbestattungen sind bisher in der Umgebung noch nicht gefunden worden. Aber aus der Zeit bald nach 1000 v. Chr. liegen mehrere Hortfunde aus dem Raum um den Wallerfanger Limberg vor, die zahlreiche Metallobjekte umfassen. Im Jahr 1850 wurden bei Wallerfangen in den Gemarkungen „Eichenborn“ und „Lehmkaul“ reiche Bronzedepots der späten Urnenfelderzeit (9. Jahrhundert v. Chr.) gefundenen.[55][56]

Eisenzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrer Philipp Schmitt entdeckte im Grenzgebiet des Dieffler und Düppenweiler Gemeindewaldes am Verbindungsweg zwischen beiden Orten zwei Grabhügel.[57][58][59] Fünf weitere Grabhügel fand Schmitt im Gebiet der heutigen Nalbacher Bruchstraße zwischen Prims und Bahnhof Nalbach.[60][61] Beim Bau des neuen Schulhauses in Nalbach (seit 2013 das Gemeinderathaus von Nalbach) entdeckte man bei den Ausschachtungsarbeiten eine römische Münze aus dem 4. Jahrhundert.[62] Im Jahr 1931 fand Konservator Klein im Grenzgebiet zwischen Nalbach und Saarwellingen (Flur 5, Gemarkung Saarwellingen) eine Grabhügelgruppe mit Schwertern, Messern, Gefäßen und Knochenasche.

Auf dem Limberg fand man eine mehrfach gestaffelte Abschnittsbefestigung der Hallstattzeit (8.–6. Jahrhundert v. Chr.) und am Fuße des Berges ein Gräberfeld mit einem durch goldene Hals- und Armringe ausgezeichneten „Fürstinnengrab“ der Späthallstattzeit (um 500 v. Chr.). Weitere wichtige Nekropolen der Epoche liegen in Saarlouis-Fraulautern, Elm-Sprengen und Gerlfangen. Dies spricht für eine gewisse Zentrumsfunktion des Raumes in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Eine kleine Gräbergruppe der Frühlatènezeit (480–250 v. Chr.) konnte in Saarwellingen untersucht werden.[63] In keltischer Zeit befand sich das heutige Dieffler Ortsgebiet im Einflussbereich der Stämme der Treverer und Mediomatriker.

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im heutigen Dillinger Stadtgebiet befand sich die gallo-römische Siedlung Contiomagus. Sie entstand während der Besiedlungsphase nach der Eroberung Galliens durch Gaius Iulius Caesar von 58 bis 51 v. Chr. Contiomagus lag an der Kreuzung der Fernstraßen Metz-Mainz und Trier-Straßburg, im heutigen Stadtteil Pachten. 275/276 wurde Contiomagus im Zuge der Völkerwanderung zerstört und wieder aufgebaut.

Im Jahr 1824 entdeckte Nicolas Bernard Motte bei Bettstadt (Flur 7, Römerweg, Gemarkung Piesbach) Reste römischer Bauwerke. Es handelt sich dabei vermutlich um eine Villa rustica, die sich nach und nach zu einem Vicus erweiterte. Spuren von Brandschutt lassen eine gewaltsame Zerstörung vermuten. Die Siedlung lag an einer Römerstraße, die das antike Pachten über die Höhen hinter Diefflen und Nalbach mit einer römischen Siedlung bei Lebach verband.

Die jüngsten Funde der Epoche wurden im Jahr 1976 in Bilsdorf (Flur 5, Gemarkung Bilsdorf) beim Ausbaggern eines Weihers in einer Tiefe von 2,50 m gemacht. Es handelt sich dabei um römische Postamentsteine, die das Fundament eines römischen Fachwerkgebäudes bildeten. Darüber hinaus wurde im gleichen Fundgebiet ein römischer Kultstein (Höhe: 90, Schaft: 35 × 35 cm, Fuß und Oberteil: 50 × 50 cm) gefunden.[64]

Als gesichert gilt eine römische Militärstation auf dem Litermont.[65][66] Der heutige Name der Prims (Primantia/Bhrimantia) stammt noch aus der gallo-römischen Epoche.[67] Ebenso geht der Name des Kondelerbaches im Norden der Dieffler Gemarkung vermutlich auf keltische Namensgebung zurück.[68]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Altortes Nalbach (Nagalbach) im Herzogtum Lothringen um das Jahr 1000

Diefflen (erste Nennung als Dieffendael; heutige Schreibweise durch königlich-preußischen Erlass vom 16. Januar 1858 festgelegt)[69] bedeutet „Siedlung im tiefen Tal“. Der Ortsname ist eine Lagebezeichnung, die die im Bezug auf die Prims am tiefsten gelegene Ortschaft im Nalbacher Tal bezeichnet. Analog dazu ist der im Bezug auf die Prims am höchsten gelegene Ort des Nalbacher Tales – Kirchberg – ebenfalls eine Lagebezeichnung, heute Körprich. Der Ort Diefflen wurde als Vorort von Nalbach primsabwärts vermutlich im Gebiet des heutigen Dieffler Dorfplatzes und am Petersberg angelegt.[70]

Der Altort Nalbach (mundartlich: Nôlbach) wurde um das Jahr 950 unter dem Namen „Nagelbach“ in der Mettlacher Wallfahrerurkunde des Erzbischofs Ruotbert von Trier erstmals urkundlich erwähnt.[71] Der Ortsname[72] dürfte in vorkarolingischer Zeit entstanden sein. Der namensgebende Nalbach ist einer von drei Bächen (Nalbach, Fußbach, Etzelbach), die den Ort früher, vom Litermont herkommend, durchflossen. Heute sind alle diese Bäche verrohrt und münden in die Prims.[73]

Im Jahre 1048 schenkte der Erzbischof von Trier, Eberhard von Schwaben, den Hof Nagelbach dem Trierer Simeonstift. Simeon von Trier, nach dem das Stift benannt ist, war in Syrakus auf Sizilien geboren worden, wuchs in Konstantinopel auf und hatte sich während einer Pilgerfahrt ins Heilige Land (1028–1030) mit dem Trierer Erzbischof Poppo von Babenberg angefreundet. Nach der gemeinsamen Ankunft in Trier, hatte sich Simeon in der Porta Nigra als Inkluse einmauern lassen, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1035 wirkte.[74] Erzbischof Poppo bewirkte nach Simeons Tod, dass dieser bereits im Jahr 1036 durch Papst Benedikt IX. heiliggesprochen wurde. Ab 1041 begann Erzbischof Poppo mit der Umgestaltung der römischen Porta Nigra zu einer Kirche neben der das Simeonstift errichtet wurde. Die Schenkung des Hofes Nagelbach an der Prims durch Poppos Nachfolger Eberhard sollte der Finanzierung der Neugründung dienen.

Die Nalbacher Kirche St. Peter und Paul wird in den Jahren 1154 (Bestätigungsurkunde Papst Hadrians IV.) und 1179 erstmals urkundlich erwähnt. In der Bestätigungsurkunde Papst Alexanders III. aus dem Lateran vom 8. Juni 1179 wird dem Trierer Simeonsstift der Besitz Nalbachs mit seiner Kirche und ihren Zugehörigkeiten ("Nahelbah cum ecclesia et suis appendiciis") nochmals zugesichert. Mit "appendiciis" könnten, ohne, dass sie einzeln namentlich erwähnt werden, die Teilorte des Nalbacher Tales, und damit auch Diefflen, gemeint sein.[75][76]

Historische Schriftbilder Diefflens
Jahr 1324 1327 1344 1393 1488 1522 um 1600 1623 1714 1747
veränderter Name im
Laufe von Jahren
Dieffendaell (gesprochen: Diefendal) Diefendal Diffendaill Diffendal, Deiffendail, Dyffendail Deifeln Dyffendahl und Diffendaill Dieffeln Dieffenthal Diffelen Diefflen

In moselfränkischer Mundart wird der Ort heute folgendermaßen ausgesprochen: Dejffeln[77]

Urkundliche Ersterwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stift St. Simeon in Trier, Dieffler Grundherr durch die Schenkung des Trierer Erzbischofs Eberhard von Schwaben, Caspar Merian 1670; Vor der im Vordergrund sichtbaren Freitreppe mussten sich die Kandidaten für das Amt des Hofmeiers des Nalbacher Tales den Stiftsherren von St. Simeon vorstellen.[78]
Nalbacher Weistumsurkunde aus dem Jahr 1324 mit der Erwähnung Diefflens, (Staatsarchiv Koblenz, Abt. 215, Nr, 1441)

Am 30. April 1324 erfolgt im Nalbacher Weistum[79] die erste urkundliche Erwähnung von Diefflen.[80] Hier wird ein Jo(hann)es von Dieffendael als Pächter des Nalbacher Gutshofes ernannt und mit bestimmten Pflichten an das Trierer Simeonsstift belegt:[81]

„Anordnung wie alljährlich im Nalbacher Tal für das Jahr des Herrn 1324 im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit

Es wird allen Leuten zur Kenntnis gegeben, dass im Jahre des Herrn 1324 unter öffentlicher Schutzherrschaft des geistlichen Würdenträgers Joes de Pallatiolo (!) und unter Aufsicht von drei Notaren und Zeugen einschließlich der Schreiber neue Rechtsverhältnisse für den Gutshof Nalbach festgesetzt wurden. Dies wurde in Übereinkunft mit der Hofverwalterin vereinbart, nach Ablauf von 20 Tagen nach dem Fest der Geburt Christi. Von ihr wurde die Lieferung eines Frauenkleides, auch eines Spinnrockens und die Bekleidung für zwei bedürftige Stiftsinsassen zugesagt, wobei auch ein Kanoniker aus dem St. Simeonsstift in Trier zugegen war. Mündlich und durch Vollzug einzelner Unterschriften wurden zu Pächtern und Gehilfen für den Nalbacher Gutshof ernannt: Thielmann von Bulersdorff (Bilsdorf), der Schultheiß von Betscheidt (Piesbach-Bettstadt), Heinrich III., genannt Heinrich von Losheim, Conzoni von Pedesbach (Piesbach), Johannes von Naelbach (Nalbach) und Joes von Dieffendael (Diefflen).

Wieviele Stunden lang die Getreidefelder und Weideflächen Flock und Zuck mit Wasser besprengt werden können, das bestimmen zwei Kleriker aus dem St. Simeonsstift, soweit sie erreichbar sind, dann deren Stellvertreter oder der kleine geistliche Rat des St. Simeonstiftes. Denn der Gutsverwalter hat kein Recht auf Versprechungen, es sei denn, dass er eine Verbesserung duldet oder sich später dazu bekennt.

Jährlich am Remigiusfest (1. Oktober) darf kein Angler während der Festtage in den Gewässern Fische fangen ohne Erlaubnis zweier Kleriker des St. Simeonsstiftes oder ihrer Stellvertreter, die auch denen die Erlaubnis geben können, die darum bitten. Wer ohne Erlaubnis Fische fängt und sie zum Kauf anbietet, der hat aus dem Erlös zwei Teile den zwei Stiftsklerikern oder ihren Stellvertretern und den dritten Teil dem Gutsverwalter zu überlassen und ihnen freiwillig den Fischverkauf anzuzeigen. Die Fische können während der vom Gutshof erlaubten Stunden mit der Angel oder mit sonstigen Geräten gefangen werden. Wer das Gegenteil tut, haftet mit der Entschädigung.

Die freigegebenen Stunden sind einzuhalten. Der Vorsteher des St. Simeonstiftes soll auch dort helfend eingreifen, wo es notwendig ist und die wirtschaftlichen Erträge sich im Verlauf einiger Tage ansehen. Auch soll er sich Zeit lassen, bis er seinen Unterhaltsteil zu Gesicht bekommt.

Jedermann ist gehalten, zur Verbesserung des abfließenden Wassers beizutragen und den Schmutz mit geeigneten Geräten fortzuschaffen, um Wiesen und Weiher in gutem Stand zu halten.

Niemand darf ohne Erlaubnis in den Wäldern Holz schneiden. Im Erlaubnisfall hat jeder das Holz im Tal zu sägen und zu spalten und dann zum Kauf anzubieten. Der Erlös ist in üblicher Weise an die Anteilsberechtigten abzuführen. Auch hat sich jeder am Holzschneiden zu beteiligen, der sich ohne äußeren Zwang innerhalb des Gutshofes niederlässt. Wenn zwei Beauftragte oder ihre Stellvertreter die Arbeiten ohne Hilfe des Gutsverwalters ausführen lassen, dann hat dieser keinen Anteil aus dem Kauferlös zu beanspruchen.

Zwei Kleriker des St. Simeonstiftes oder ihre Stellvertreter oder der Gutsverwalter bestimmen die Förster, welche die Wälder hegen und pflegen. Diese sind gehalten, in jedem Jahr die Erträge frei von Mängeln und den naturreinen Wein an das St. Simeonstift abzuliefern. Von den Förstern oder Waldhütern darf der Gutsverwalter keine Dienste noch Geschenke fordern, sie auch nicht bedrängen. Desgleichen könne zwei Kleriker des St. Simeonstiftes oder ihre Stellvertreter die Pächter einsetzten, sofern sich freiwillig keine Pächter melden. Zudem können sie auch drei oder mehrere rechtschaffene Männer berufen und sie auffordern, vor der klösterlichen Behörde in Trier zu erscheinen. Aus ihnen können zwei geistliche Würdenträger oder ihre Stellvertreter die Pächter wählen, selbst für den Fall, dass die bestellten Männer vor der Trierer Behörde nicht erscheinen. Unter diesen Umständen ist der Gutsverwalter verpflichtet, die unmittelbar Ernannten zum Gehorsam zu zwingen.

Der Gutsverwalter darf den Pächtern und den Forstleuten, wenn sie ordnungsgemäß eingesetzt sind, nichts vorschreiben, noch sie absetzten, noch des Unrechts bezichtigen. Was jemand innerhalb der Häuser, die bis zum Gutshof angrenzen, im Garten oder sonstwo anpflanzt und was für Menschen nicht völlig geerntet werden kann oder was er durch einen anderen ernten lässt, darf er zum Kauf anbieten.

Wenn jemand verkaufbaren Wein besitzt, darf er ihn innerhalb des Gutshofes nicht verkaufen, es sei denn, dass er vorher den Gutsverwalter und seine Gehilfen verständigt und den Wein nach ihrem Plan verkauft. Anderenfalls wird der Verkaufserlös zugunsten der Anteilsberechtigten eingezogen.

Was während der Arbeitstage verkauft wird, dafür sind vier harte Geldstücke zu bezahlen. Wie gewöhnlich glaube ich, dass die Männer Bernhard Peter von Nalbach, Schultheiß Rheiner von Oisburg, der Schultheiß Budilmadus von Reinestelt, Ludwig von Oisburg und Bernhard aus der Familie Venichero, geneigt sind, im Einvernehmen mit den zwei geistlichen Würdenträgern, Pächter zu werden. Auch bin ich überzeugt, dass Friedrich von Krimburg, genannt Beier, ein Abkömmling der Familie Burgrauy von Krimburg, genannt Heinrich Kempe seines Mutes halber, und Bonbodeus, genannt Peter, sowie mehrere andere vertrauenswürdige Männer berufen werden können. Wenn aber, was ich nicht glaube, aus Bedenken einzelner Zeugen die Berufung des Colinus, genannt der Kleine, abgelehnt werden sollte, so geruht unser klösterlicher Rat die Berufung des Colinus unter dem Schutz des Johannes de Palatiolo (!) mit Billigung der geistlichen Würdenträger und unter Aufsicht dreier Notare zu bekräftigen. Es wird auch angeordnet, dass die vollzogene Urkunde, mit Datum von Jahr und Tag versehen, an der Kirchentüre in Nalbach an geschützter Stelle aufgehängt wird. So unterschrieben: F.†Fxo Joes de Palatiolo“

Die Nalbacher Jahrgedinge, die die jährlichen Weistümer beschlossen, fanden jeweils vor der Kirche St. Peter und Paul in Nalbach unter einer Gerichtslinde statt. Termin dieser Jahrgedinge war meist der „Montag nach dem achten Tag der Heiligen Drei Könige“. Teilnehmer waren der Stiftspropst mit seinen begleitenden Kanonikern des Stiftskapitels und ein Notar, die Vögte mit ihren Schultheißen, die Schöffen, der Hofmeier, Zeugen von weltlichem und geistlichem Stand sowie die Bauern des Nalbacher Tales. Die Bauern waren vorher durch Boten zum Jahrgedinge geladen worden und waren zur Teilnahme verpflichtet.[82]

In einer älteren Urkunde, die zwischen den Jahren 1192 und 1200 verfasst wurde, erscheint bereits ein Dieffler Flurname als „Mansus Piscatorum“ bzw. „Mansus qui pertinet ad piscationem“: Das Fischerfeld (heute: Am Fischfeld, Dieffler Flur 7, Blatt 2, zwischen Beckinger Straße und Pfaffenweg). Es handelt sich hier um den ältesten schriftlich überlieferten Flurnamen des Nalbacher Tales. Anlass der urkundlichen Nennung war ein Rechtsstreit zwischen dem Stift St. Simeon in Trier als Grundherr im Nalbacher Tal und dem in Nalbach ansässigen Schirmvogt Adalbert von Nalbach. Beide Parteien mussten ihre Zuständigkeit in einem Vertragswerk neu regeln. Die Fischer des Nalbacher Tales mussten an bestimmten Wochentagen im Frondienst Fische für den Propst des Trierer Stiftes St. Simeon und den Nalbacher Vogt fangen. Dafür wurde ihnen das Fischerfeld zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes überlassen. Zur Feldfläche gehörte vermutlich auch ein Hof, denn der Sühnevertrag besagte, dass der Vogt im Hofhaus des Propstes keinerlei Recht haben solle („In mansionario domus prepositi nullum ius advocatus debet habere.“). Die angesprochenen Höfe des Propstes lagen aber nach späteren Urkunden[83] alle auf Dieffler Grund. Ausgehend davon könnte Diefflen als alte Fischersiedlung an der früher sehr fischreichen Prims entstanden sein.[84][85]

Vogteihoheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darstellung des Nalbacher Tales auf einem Ausschnitt aus der Lothringen-Karte (nördlicher Teil) des Gerhard Mercator von 1564-1585 (Landesarchiv Saarbrücken, Sammlung Hellwig)
Siedlungsbild des Nalbacher Tales um das Jahr 1522, Die Häuser des Trierer Stiftes St. Simeon (sogenannte Mittelste Vogtei) sind als Punkte markiert. Die Häuser des Vogtes (sogenannte Unterste und Oberste Vogtei) sind als Rechtecke dargestellt. Zeichnung: Georg Colesie, Kreisarchiv Saarlouis

Das Nalbacher Tal war eine Gemeinherrschaft, die mehreren Herren unterstand. Grundherr war ab dem Jahr 1048 das Kollegiatstift St. Simeon in der Trierer Porta Nigra. Obervogtherr und Landesherr war der Erzbischof und Kurfürst von Trier. Im Jahr 1358 übertrug das Trierer Stift St. Simeon die Schirmherrschaft über das Nalbacher Tal dem Grafen Heinrich von Veldenz. Als Mitvogtherren erscheinen seit dem 15. Jahrhundert die kurfürstlichen Pfalzgrafen bei Rhein (Dynastie Wittelsbach). Für das Jahr 1478 ist eine erste Belehnung eines Vogtes durch die Pfalzgrafen bei Rhein (Kurpfalz) belegt: Pfalzgraf Ludwig der Schwarze belehnte den Ritter Heinrich von Rathsamshausen, dessen Herrschaft am Fuß des unterelsässischen Odilienberges lag, mit der obersten und untersten Vogtei. Die Lehenshoheit der Pfalzgrafen bei Rhein dürfte von derjenigen der Grafen von Veldenz erbmäßig (seit 1444) herzuleiten sein.[86][87] Dementsprechend war der Herrschaftsbereich in zwei Vogteien aufgeteilt. Die kurtrierische oder mittelste Vogtei umschloss das Oberdorf Nalbach, Bildorf, Piesbach und halb Bettstadt. Die kurpfälzische Vogtei bestand aus zwei Halbvogteien, die durch die mittelste Vogtei gebietsmäßig getrennt wurden. Dabei bestand die oberste Vogtei aus Körprich und halb Bettstadt. Die unterste Vogtei bestand aus Diefflen und dem Nalbacher Unterdorf bis zum Fußbach. Diese Vogtei bildete rechtlich eine Einheit und war als Lehen an Untervögte aus dem niederen Landadel vergeben.

Die Vögte übten die Hochgerichtsbarkeit aus und nannten sich deshalb auch Hochrichter.

Die mittlere bzw. kurtrierische Vogtei (Oberdorf Nalbach, Bilsdorf, Piesbach und halb Bettstadt) unterstand im Laufe der Jahrhunderte folgenden Vögten:[88]

Jahre Vögte
Ende 12. Jahrhundert Adalbert von Nalbach
Ende 13. Jahrhundert Boemund, Ritter von Nalbach und Sirsperch
vor 1327 – 1331 Rudolf von Nalbach
1331 – nach 1350 Stift St. Simeon
vor 1357 – 1364 Johann von Eiweiler (Schwiegersohn von Rudolf und Boemund von Nalbach)
1364 – vor 1378 Johann von Eiweiler
vor 1378 – 1450 Stift St. Simeon
1450 – 1478 Johann von Criechingen
1478 – vor 1514 Heinrich von Hunolstein
vor 1514 – vor 1536 Stift St. Simeon
vor 1536 – 1798 Kurtrier hat das Lehen eingezogen und lässt es durch den jeweiligen Amtmann von der Grimburg als Statthalter verwalten
Anfang 16. Jahrhundert Johann von Metzenhausen (Amtmann von der Grimburg)
Ende 16. Jahrhundert Johann Zand von Merl (Amtmann von der Grimburg)
Anfang 17. Jahrhundert von der Leyen (Amtmann von der Grimburg)
Mitte 17. Jahrhundert Wolf Heinrich von Steinkallenfels (Amtmann von der Grimburg)
Ende 17. Jahrhundert Karl Kaspar von Britzky (Amtmann von der Grimburg)
Anfang 18. Jahrhundert von Schmidtburg (Amtmann von der Grimburg)
Mitte 18. Jahrhundert Franz Georg Freiherr Zand von Merl (Amtmann von der Grimburg)

Die oberste und unterste bzw. kurpfälzische Vogtei (Diefflen, Körprich, halb Bettstadt, Nalbacher Unterdorf bis zum Fußbach) unterstand im Laufe der Jahrhunderte folgenden Vögten:[89]

Jahre Vögte
vor 1327–1336 Nikolaus von Kastel I.
vor 1344 – ? Rupprecht von Saarbrücken
vor 1388 – vor 1405 Nikolaus von Kastel II.
vor 1405 – vor 1425 Johann von Lewenstein I.
vor 1425–1439 Johann von Lewenstein II.
nach 1439 – vor 1478 Krapp von Saarburg
1478 – nach 1509 Heinrich von Ratsamshausen
vor 1514 – nach 1522 Heinrich von Harancourt
vor 1522–1527 Jacob von Harancourt
1527 – vor 1545 Johann Ludwig Graf von Nassau-Saarbrücken (Mitvogt Johann von Braubach)
1548 – nach 1560 Alexander von Braubach
nach 1560–1633 Wilhelm Marzloff von Braubach
1633 – ca. 1664 Kurpfalz verwaltet das Lehen selbst
nach 1664–1681 Charles Henri Gaspard de Lénoncourt-Blainville
1681–1697 Unter Verwaltung der Réunionskammer in Metz
nach 1697–1711 Kurpfalz verwaltet das Lehen selbst
1711–1750 Johann Wilhelm Ludwig von Hagen zur Motten
nach 1750–1791 Karl Emmerich von Hagen und dessen Bruder Johann Hugo von Hagen

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühneuzeitliche Hexenprozesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Schloss Dillingen/Saar, Kapellenturm
Nalbacher Galgenberg (Gälgesberg) mit Josefskapelle (errichtet 1946 zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges)[90]

Mit dem Beginn der frühen Neuzeit breitete sich auch in Diefflen und Umgebung der Hexenwahn aus, der besonders in den Jahren 1570 bis 1634 stark wütete. Besonders der herzoglich lothringische Oberrichter Nikolaus Remigius gelangte bei der Ausrottung der vermeintlichen Hexen und Teufelsanbeter zu trauriger Berühmtheit. Im Gebiet des heutigen Saarlandes waren nachweislich ca. 500 Menschen in einen Hexenprozess verwickelt.[91]

Hochrichter im Nalbacher Tal waren zu der Zeit der Prozesse der Herr zu Dillingen und der kurtrierische Amtmann der Grimburg. Angeschuldigte wurden vom Hochgerichtsmeier verhaftet und dem Meier der Grundherren übergeben. Dieser führte den Angeschuldigten unter Bewachung in das Dillinger Schloss.[92] Im Dillinger Schloss wurden dann auch alle Vernehmungen, Zeugenanhörungen und Folterungen binnen 45 Tagen (sechs Wochen und 3 Tage) durchgeführt. Konnte der Angeschuldigte in dieser Zeit nicht überführt werden, mussten die Hochrichter die entstandenen Mehrkosten tragen. Deshalb war man bestrebt, stets einen „kurzen Prozess“ zu machen.

Im Falle eines Geständnisses, wurde der Termin der Hinrichtung auf dem Nalbacher Galgenberg festgesetzt. Am Tag der Hinrichtung wurde der Verurteilte von den Dillinger Schützen bis zur Dieffler Banngrenze (heute Judenfriedhof) gebracht und dort den Nalbacher Schützen übergeben. Auf einem Wagen wurde der Delinquent dann von den beiden Schützengruppen über Diefflen nach Nalbach gefahren, wo er am Pranger öffentlich ausgestellt wurde. Nach einer öffentlichen Verlesung des Urteils wurde der Delinquent zum Galgenberg geführt und dort getötet.[93] Die Nalbacher Straße „Am Gälgesberg“ erinnert bis heute an die Hinrichtungsstätte.

Folgende Hexenprozesse des Nalbacher Tales, zu dem Diefflen gehörte, sind heute urkundlich überliefert:

  • 1575: sowie 1591/1592 mehrere Personen des Nalbacher Tales / unbekannter Ausgang des Verfahrens
  • 1595: ein Mann (Theisen Johann alias Keuch Johann, Schöffe im Nalbacher Tal) aus Diefflen
  • 1595: eine Frau (Schmits Anna) aus Piesbach
  • 1602: ein Mann (Ciriakus) aus Körprich
  • ca. 1605: ein Mann aus Piesbach (Heinsen Michel) und eine Frau (die alte Kremers) aus Körprich
  • 1609: ein Mann (Eschen Peter) aus Diefflen, der zusätzlich zum Vorwurf der Zauberei, mutmaßlich auch mit seinem Pferd sexuell verkehrt haben soll und deshalb zusammen mit seinem Pferd hingerichtet wurde. Dabei wurde alles zur Tötung des Pferdes Benötigte extra angefertigt, da nach damaliger Sitte niemand ein Werkzeug, das ein Scharfrichter gebraucht hatte, zur normalen Arbeit wieder verwendet oder auch nur angefasst hätte.[94][95][96]
  • 1611: ein Mann und eine Frau aus Körprich / unbekannter Ausgang des Verfahrens
  • 1602: Anschuldigungen gegen Lentz Theis aus Nalbach und Michel aus Bilsdorf
  • 1611: Anschuldigungen gegen Laukas aus Körprich und seine Frau sowie den Meier aus Nalbach und seine Frau[97]

Im Prozess gegen den Nalbacher Schöffen Theisen Johann (alias Keuch Johann) hatte dieser bei der Folterung angegeben, der Körpricher Hoxberg sei der lokale Treffpunkt der Hexen des Nalbacher Tales. Hier hätte die Zauberversammlung den teuflischen Plan geschmiedet, „alles Getreid uff Erden zu verderben.“[98] Als weitere angebliche Treffpunkte in der Umgebung wurden die Reimsbacher Heide und der Singbrunnen bei Düppenweiler angegeben. Der Litermont wird in keiner Akte als Hexenversammlungsplatz genannt.[99]

Den Vollzug der Hinrichtungen (Verbrennung bei lebendigem Leibe oder nach bereits vollzogener Hinrichtung) besorgte jeweils ein Henker (Nachrichter) aus Roden, da Nalbach keinen eigenen Scharfrichter bzw. Nachrichter zur Folterung oder Hinrichtung unterhielt.[100]

Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schöffenbuch des Nalbacher Tales, Unterbrechung der Einträge durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, oben: letzter Eintrag vor dem Kriegsjahr 1635, unten: erste Eintragung im Jahr 1643

Zwischen 1618 und 1648 gab es in Diefflen und seiner Umgebung durch französische und kaiserliche Truppen schwere Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg, vor allem in der letzten Kriegsphase ab 1635. Dazu gesellten sich Hungersnöte und Seuchen. Den überlebenden Bevölkerungsresten blieb kaum noch eine Existenzgrundlage.[101]

Im Jahr 1635 musste der Nalbacher Pfarrer in den Kriegswirren fliehen, und die Pfarrei blieb zehn Jahre lang vakant. Ab 1645 bis zum Jahr 1647 wurde die Nalbacher Pfarrei St. Peter und Paul durch den Dillinger Pfarrer mitverwaltet. Die Eintragungen im Schöffenbuch reißen bis zum Jahr 1643 ab.

Bei einer Bevölkerungszählung aus dem Jahr 1667 des Amtes Siersberg sind für Dillingen noch 15 und für Pachten 16 Haushaltungen verzeichnet. Für das Nalbacher Tal, zu dem Diefflen gehörte, wurden laut Bericht des Nalbacher Maiers an den Trierer Kurfürsten aus dem Jahr 1664/65 nur noch 47 Haushaltungen gezählt (Verlust von 65 % der Vorkriegsbevölkerung). Die Dieffler Höfe Heisterbach und Heynschiet (zwischen dem heutigen Nalbacher Ortsteil Bierbach und der Dieffler Siedlung) sowie Heuchlingen (zwischen Diefflen und Nalbach) sind im Dreißigjährigen Krieg wüstgefallen.[102]

Absolutismus im 17./18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skizze des Nalbacher Tales aus dem Jahr 1735; in der Mitte der Lauf der Prims mit zwei Mühlen; am linken Primsufer die Dörfer Körprich und Bilsdorf; am rechten Primsufer Bettstadt, Piesbach, Theter, Nalbach und Diefflen; Oben ist Südosten, Die Skizze dürfte vom Standpunkt des heutigen Nalbacher Friedhofes aus gezeichnet worden sein; Die Großbuchstaben bedeuten: A= Die Körpricher Brühlwiese im Besitz des Trierer Kurfürsten, B= Die Nalbacher Athwiese im Besitz des Trierer Kurfürsten, Die Nalbacher Brühlwiese im Besitz der Kurpfalz bzw. des Freiherren von Hagen, D und E= Zwei Wiesen der Herrschaft von Hagen (Landesarchiv Saarbrücken, Bestand Münchweiler, Nr. 367, S. 257)

Diefflen unter kurpfälzischer Herrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, wurde zwischen den Jahren 1699 und 1711 Lénoncourt, als letztem lothringischen Vogt im Nalbacher Tal entzogen und unter die Selbstverwaltung der Kurpfalz gestellt.[103]

Diefflen unter der Herrschaft Hagen zur Motten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1711 wurde Diefflen, das zur kurpfälzischen Vogtei des Nalbacher Tales gehörte (mit Körprich, halb Bettstadt und dem Unterdorf in Nalbach), durch den pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz (auch „Jan Wellem“ genannt; 1658–1716) dem Freiherrn Johann Wilhelm Ludwig von Hagen zur Motten (Schloss La Motte) als Mannlehen und seit 1714 als Erblehen übergeben. Dieses Lehensverhältnis blieb unter Johann Wilhelms Nachfolgern Karl III. Philipp von der Pfalz sowie Karl Philipp Theodor bis zur Französischen Revolution bestehen. Im Jahr 1718 wurde das Hagensche Erblehen als reichsunmittelbare Herrschaft anerkannt. Die Hagens hatten schon im späten Mittelalter den Versuch unternommen, im Nalbacher Tal Fuß zu fassen. Dabei war ein erster Versuch im Jahr 1411 gescheitert. Johann II. von Hagen musste die von ihm gefangengenommenen Leute aus dem Nalbacher Tal freilassen und wurde gezwungen, zu versprechen, diesen ihren Schaden zu ersetzten. Ebenso musste er sich verpflichten, nie wieder gegen die Grundherrlichkeit des Trierer Stiftes St. Simeon im Nalbacher Tal vorzugehen.[104] Für das Jahr 1532 ist ein Prozess zwischen Heinrich IV. von Hagen und dem Stift St. Simeon um Weiderechte belegt. Erst nachdem der lothringische Zweig der Familie von Hagen von 1598 bis 1669 das Propstamt des Stiftes St. Simeon stellte, wurde das Verhältnis besser. Am 14. Juni 1665 versicherte der Kurfürst und Erzschatzmeister Karl Ludwig Pfalzgraf bei Rhein Johann Heinrich II. von Hagen in einem Schreiben, dass dessen Untertanen im Nalbacher Tal nur die Reichssteuer schuldig seien und weder dem Herzog von Lothringen noch der Reichsritterschaft etwas zu entrichten hätten.[105]

In den 1720er Jahren brach der Streit zwischen den Herren von Hagen und dem Stift St. Simeon abermals los. Am 28. Juli 1722 ließ das Stift auf der Grundlage alter Weistümer seine Rechte gegenüber den Freiherren von Hagen notariell aufstellen. Daraufhin verbot Johann Wilhelm Ludwig von Hagen seinen Untertanen im Jahr 1724, an den Jahrgedingen des Stiftes teilzunehmen. Der Streit ging im Jahr 1727 an das Reichskammergericht in Wetzlar. Die Konflikte schwelten bis zum Tode von Johann Wilhelm von Hagen im Jahr 1750.[106][107][108][109] Erst im Jahr 1782 konnte ein Vergleich zwischen den Konfliktparteien den Streit beileigen. Dieser Vergleich trat am 2. August 1784 in Kraft.[110][111] In der Einigung erkannte das Stift den Kurfürsten von Trier und den Freiherren von Hagen als alleinige Landesherren an und regelte in zahlreichen Punkten die juristischen Aspekte der Herrschaftsausübung.[112]

Einwohnerzahlen

Diefflen zählte nach einer Einwohnerliste des Nalbacher Tales um die Mitte des 18. Jahrhunderts 54 Familien und umfasste ein Gebiet von 503 ha.[113] Grundherr war weiterhin das Trierer Stift St. Simeon. Naumann[114] bezieht sich auf die Archivakten des Bestandes Münchweiler[115] und nennt 65 Dieffler Haushalte für das Jahr 1747, von denen sechs Witwenhaushalte waren, die nur die Hälfte der üblichen Schatzung in Höhe von zwölf Albus (Ritterpfennig) und zwei Hühnern zu entrichten hatten. Abgabenfrei waren die Haushalte des Meiers und des Gerichtsboten. Die hagenschen Untertanen mussten Frondienste leisten. Im Jahr 1779 gab es in Diefflen jedoch nur noch 56 abgabepflichtige Haushalte. Zum Hagenschen Grundbesitz zählten zwei Wiesen, die zwischen Diefflen und Nalbach lagen. Am 21. November 1747 gestattete Johann Wilhelm Ludwig von Hagen dem Nalbacher Schiffbauer Wilhelm Heyn den Bau einer Mahlmühle in Diefflen an der Prims, die allerdings nicht die Schifffahrt auf dem Fluss behindern sollte. Der Besitz wurde der Familie Heyn gegen eine jährliche Abgabe von 12 Maltern Korn und einem Schwein auf drei Generationen verbrieft.

Wirtschaftsfaktor "Dillinger Hütte"

Im Jahr 1685 hatte der französische König Ludwig XIV. in seiner neuen Funktion als Oberlehensherr der Herrschaft Dillingen Marquis Charles Henri Gaspard de Lénoncourt-Blainville die Erlaubnis erteilt, im Dieffler Nachbarort Dillingen eine Eisenhütte zu errichten, die Dillinger Hütte. Seit dieser Zeit ist die Geschichte Diefflens geprägt von der Geschichte der Dillinger Hütte.

Wachsender Einfluss der französischen Krone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen auf der Karte des Oberamtes Schaumburg (Baillage du Schaumbourg) mit der Darstellung des Nalbacher Tales (Vallée de Nalbach) sowie der umliegenden Gebiete (Pais limitrophes), gefertigt durch den Geometer J. Coster um das Jahr 1779; Die rote Linie begrenzt das Gebiet Lothringens, die gelbe Linie markiert das Gebiet des Erzbistums und Kurfürstentums Trier, blau gekennzeichnet ist das Nalbacher Tal mit den Talorten Diefflen (Tiffendhal), Nalbach, Piesbach (Pisbach), Bettstadt (Bettscheid), Bilsdorf (Büllersdorff) und Körprich (Kirburg) sowie die von Lebach abhängigen Gebiete. Grün begrenzt ist die Grafschaft Nassau-Saarbrücken, schwarz markiert sind die Reichsherrschaften (Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 702, Karte 7301).
Lage Diefflens in der Grenzsituation zwischen dem Königreich Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation im Jahr 1789

Als der Herzog von Lothringen und Bar (seit 1729–1737) und damit Lehensherr Dillingens und Pachtens, Franz III. Stephan (1708–1765), im Jahr 1736 die Kaisertochter Maria Theresia heiratete, musste er am 13. Februar 1737 auf Lothringen und Bar verzichten und wurde im Tausch dafür als Franz II. Großherzog der Toskana (1737–1765) sowie ab 21. November 1740 Mitregent in den Habsburgischen Erblanden und seit 1745 als Franz I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Im diplomatischen Einvernehmen zwischen dem Kaiser und der französischen Krone wurde Stanislaus I. Leszczyński, der Schwiegervater des französischen Königs Ludwigs XV., nun zum Herzog von Lothringen und Bar ernannt.

Mit dem Tode Stanislaus I. Leszczyńskis am 23. Februar 1766 übernahm Frankreich die Herrschaft über Lothringen und damit auch über Dillingen und Pachten. Somit war die Staatsgrenze zwischen dem Königreich Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation deckungsgleich mit der Gemarkungsgrenze zwischen Dillingen und Diefflen.[116]

Der Dillinger Lehensnehmer Tailfumyr ließ, als getaufter Jude, auf Dillinger Bann im Jahr 1755 an der Grenze zu Diefflen im Dillinger Wald einen jüdischen Friedhof anlegen (heutige Dieffler Straße "Am Babelsberg").

Auswanderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem es am Ende des 17. Jahrhunderts die kaiserlichen Truppen erreicht hatten, die Türken nach und nach aus dem ungarischen Raum zu verdrängen, wollte man das zurückeroberte Land durch die Ansiedelung von Deutschen sichern. Die Auswanderung nach Ungarn und das westliche Rumänien wurde von der kaiserlichen Regierung beworben und gefördert, indem man den Auswanderern Landbesitz und persönliche Freiheit versprach. Diese Bevölkerungspolitik erreichte im 18. Jahrhundert auch das Gebiet an Rhein, Mosel und Saar. Aus dem Gebiet der mittleren Saar gingen ca. 5250 Auswanderer an die mittlere Donau. Ein ähnlicher Prozess spielte sich ab, als nach der Teilung Polens im Jahr 1772 Galizien an die Habsburgermonarchie fiel. In den 1780er Jahren zogen 1424 Personen aus dem heutigen Saarland nach Galizien.[117]

Aufgrund der schlechten Lebensverhältnisse im Nalbacher Tal kam es um 1750 zu einer Auswanderungswelle in das von den Türkenkriegen entvölkerte Ungarn. Die Regierung des Kaisers in Wien versuchte, Neusiedler für die verheerten Gebiete in der ungarischen Tiefebene zu werben. Mit der Versprechung von kostenlosem Acker- und Bauland, Baumaterial, Saat- und Pflanzgut für Getreide und Wein, Steuerfreiheit in den ersten Siedlungsjahren, freiem Transport mit Verpflegung und medizinischer Betreuung von den Sammelstellen bis nach Ungarn sollten Auswanderungswillige gefunden werden. Die Saarregion stellte mit ihren über 5000 Auswanderern einen nicht unbeträchtlichen Teil. Das Nalbacher Tal entließ damals 96 Bewohner vom Kleinkind bis zum Greis. Aus Nalbach kamen 36 Auswanderer, aus Piesbach 34, aus Körprich 20 und aus Bilsdorf 6. Ob und wieviele Auswanderer Diefflen stellte, ist bisher unbekannt. Die Auswanderungen begannen um 1750 und zogen sich bis nach 1780 hin. Hauptschübe waren im Jahr 1751 und 1766.[118]

Diefflen in der Zeit der Französischen Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen war 1790 mit Nalbach der Diözese Metz unterstellt worden (Nach der Eingliederung ins Königreich Preußen wurde die Pfarrei provisorisch dem Bistum Trier unterstellt. Dies wurde 1821 durch die päpstliche Bulle „De salute animarum“ bestätigt).

Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, gehörte zum Kanton Lebach, zum Arrondissement Saarbrücken und zum Saardépartement mit der Hauptstadt Trier.

Diefflen in den Revolutionskriegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Ausbruch der Koalitionskriege 1792 und der Kriegserklärung des revolutionären Frankreich an Österreich und Preußen wurde das Dieffler Gebiet zeitweilig zum Kriegsschauplatz. Preußen und Österreich, die sich bereits 1791 mit der Pillnitzer Deklaration zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen das revolutionäre Frankreich entschlossen hatten, rückten an, mussten sich aber nach der Kanonade von Valmy wieder über die Reichsgrenzen zurückziehen. Dabei belagerten österreichische Truppen unter Blasius Columban von Bender im Dieffler Umland (Nalbacher Tal, Düppenweiler, Lebach) die französischen Stellungen und die Festung Saarlouis. Einzelne Vorstöße wurden auch gegen Dillingen unternommen.[119][120]

Bei der Besetzung Dillingens durch die Österreicher kam es zu Zerstörungen in der Dillinger Hütte, die als französischer Rüstungsbetrieb demoliert wurde, und der Papiermühle.[121]

Am 17. Oktober 1797 wurde Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, wie alle linksrheinischen Territorien in einem geheimen Zusatzartikel des Friedensvertrages von Campo Formio, der zwischen Frankreich, vertreten durch Napoléon Bonaparte, und dem römisch-deutschen Kaiser Franz II. geschlossen wurde, Frankreich zugeschlagen.

Der Friede beendete den am 20. April 1792 von Frankreich begonnenen Ersten Koalitionskrieg. Eine offizielle Regelung dieser Grenzverschiebung wurde auf dem Rastatter Kongress (9. Dezember 1797 bis 23. April 1799) getroffen, der jedoch aufgrund des Ausbruches des Zweiten Koalitionskrieges nicht regulär beendet wurde.

Diefflen wurden nach der Eroberung der linksrheinischen deutschen Territorien durch die französischen Revolutionsarmeen im Jahr 1794 ab dem Jahr 1798 Teil des neugeschaffenen Département de la Sarre (dt. Saardepartement).[122] Völkerrechtlich erfolgte die Abtretung durch den Frieden von Lunéville am 9. Februar 1801. Das Saardepartement erstreckte sich von der Nordeifel bei Blankenheim bis in das heutige Saarland. Der größte Teil des 4935 Quadratkilometer umfassenden Gebietes gehörte zuvor zum Kurfürstentum Trier. Innerhalb des Saardepartements gehörte Diefflen zum Arrondissement Saarbrücken und zum Kanton Lebach. Die Präfektur des Département de la Sarre befand sich in Trier.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Diefflens innerhalb der Rheinprovinz, Regierungsbezirk Trier, Karte von 1905
Diefflen, Kartenaufnahme der Rheinlande durchTranchot und v. Müffling 1803–1820, 255 Saarlouis, Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, XII, 2. Abteilung, Neue Folge, hrsg. vom Landesvermessungsamt des Saarlandes 1969, aufgenommen im Jahr 1818 von Leutnant Cornely und Leutnant Reiche, Maßstab 1 : 25.000, 4 cm auf der Karte entsprechen 1 km in der Natur, Die Innenstadtstruktur von Saarlouis wurde aus militärstrategischen Gründen nicht eingezeichnet
Ortslage von Diefflen im Jahr 1844, Maßstab ca. 1 : 2.000, Nachzeichnung auf der Basis des Urhandrisses von Diefflen aus dem Jahr 1844 im Maßstab 1 : 1.000 im Katasteramt Saarlouis durch Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, S. 63.
Diefflen, Königlich-Preußische Landesaufnahme, Kartographische Abteilung, aufgenommen und gezeichnet im Jahr 1850 von v. Morozowicz, Lieut. im 40. Infanterie Regiment, Bande IV, Blatt 3, Grad Abteilung 50°/49° der Breite, 24°/25° der Länge

Angliederung an das Königreich Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Napoleon Bonaparte zur Abdankung gezwungen worden war, wurde mit dem Bourbonen Ludwig XVIII. der erste Pariser Frieden am 31. Mai 1814 geschlossen, laut dessen Bestimmungen Frankreich auf die Staatsgrenzen von 1792 beschränkt wurde. Das deutschsprachige Dillingen und Pachten sollten demnach bei Frankreich verbleiben.

Nach der Rückkehr Napoleons und dessen endgültiger Niederlage bei Waterloo am 18. Juni 1815 sowie seiner Verbannung auf die Insel St. Helena wurden im Zweiten Pariser Frieden Dillingen und Pachten von Frankreich abgetrennt und an das Königreich Preußen (Rheinprovinz) übergeben.

Dabei hatten mehrere Bittschriften von Kaufleuten aus Saarbrücken und St. Johann und eine Unterschriftenaktion unter Federführung des Saarbrücker Bürgermeisters Heinrich Böcking, die den Anschluss der Saarorte an das Königreich Preußen zum Ziel hatten, einen nicht unerheblichen Anteil.

Österreich sah unter Kaiser Franz I. eine Ausdehnung Preußens lieber im westlichen Deutschland als an einem anderen Ort. Mit einem Territorialgewinn Preußens im Westen wollte man eine Ausdehnung Preußens auf das Königreich Sachsen verhindern. Gegen die wieder installierte Herrschaft der Bourbonen in Frankreich wollte Österreich keine gegnerische Position beziehen, da man auf ein gutes Verhältnis mit der traditionsreichen Dynastie hoffte und unnötige Belastungen scheute.

So kam es mit preußischem Einverständnis bereits am 3. November 1815 während der bezüglich des Friedensvertrages in Paris zu einer Vereinbarung zwischen England, Preußen, Russland und Österreich, wonach zusätzliche Territorien in den Rheinlanden an Preußen fallen sollten. Die Grenzkorrektur zu Ungunsten Frankreichs sollte an der Saar stattfinden. Am 20. November 1815 schlossen die Alliierten mit Frankreich in Paris den zweiten Friedensvertrag, der die preußisch-französische Grenze im Bereich des Mittellaufes der Saar festlegte. Damit musste der französische König Ludwig XVIII. für das Stadtgebiet des heutigen Dillingen (ohne Diefflen) allen Hoheits- und Eigentumsansprüchen entsagen.

Während eines Aufenthaltes in Saarbrücken erteilte der Staatskanzler Karl August von Hardenberg am 27. November 1815 dem in preußischen Diensten stehenden Oberappellationsrat Mathias Simon, der bisher in Trier als Richter fungiert hatte, die Vollmacht, das neue Gebiet unter dem Titel "Großherzogtum Niederrhein" für Preußen in Besitz zu nehmen.[123] Dillingen und Pachten wurden von Simon zusammen mit dem Umland der Festung Saarlouis am 2. Dezember 1815 im Rahmen einer Feier in der Saarlouiser Kirche St. Ludwig in Besitz des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. genommen:[124][125][126][127]

„Ich Endes Unterschriebener, Königlich-Preußischer Oberappelations-Rath im Grosherzogthum Niederrhein, Kraft vorstehender Vollmacht, Königlich Preußischer Kommissarius, zur Besitz-Ergreifung der von Frankreich an Preußen abgetretenen Gebiete, Oerter und Plätze, und bis zur definitiven Organisation mit der Oberverwaltung dieser Gebiete, Oerter und Plätze, beauftraget.

Nachdem heute den 2 Dezember, Morgens sieben Uhr, die Feyerlichkeiten der Besitznahme, durch das Läuten der Glocken verkündet worden, habe (ich) mich um 10 Uhr, in die Hauptkirche begeben, woselbst der Herr Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis, nebst seinen Beigeordneten, und alle Glieder des Magistrats, sodann alle übrigen öffentlichen Beamten, sich versammelt hatten.

Des Herrn Königlich Preußischen General-Majors von Steinmetz, kommandierenden Generals, in den durch den Friedenstraktat vom 20 November abgetretenen Gebieten, Oertern und Plätzen, Hochwohlgebornen, waren ebenfalls, nebst ihrem Generalstabe, gegenwärtig.

Das in Saarlouis anwesende Königlich Preußische Militär, war unter Gewehr getreten, und der feierliche Aufzug von der Bürgerwache und ihrer Musik begleitet.

Ich Unterschriebener Königlicher-Kommissarius, im Einverständnis mit des Herrn General-Majors von Steinmetz, Hochwohlgebornen, verlas die vorstehende Vollmacht des Herrn Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg Durchlaucht, und theilte der Versammlung meine Sendung mit.

Sofort wurden der Herr Oberbürgermeister und sämtliche Mitglieder des Magistrats, in eigenem Namen und als Stellvertreter der Einwohner, dem neuen Landesherrn Sr. Majestät dem König Friedrich Wilhelm von Preußen und seinen Nachfolgern, verpflichtet.

Ein eigener schriftlicher Akt wurde in dieser Hinsicht aufgesetzt, und von allen Magistratsmitgliedern unterzeichnet.

Die ganze Versammlung ertönte ein dreimaliges Lebe-Hoch dem neuen Landesherrn.

Ich habe demnach, in meiner Eigenschaft als Königlicher Kommissarius, und in Hinsicht der Besitznahme der Festung Saarlouis im Einverständniß mit dem Herrn General-Major von Steinmetz und dessen Gegenwart, erklärt, daß die reelle Besitznahme der Stadt und Festung Saarlouis, und aller übrigen Oerter der Kantone von Saarlouis und Rehlingen, und Sirck des Moseldepartements, welche durch den Friedens-Traktat vom 20 November, von Frankreich abgetreten, und nach der, zwischen Preußen und den übrigen verbündeten Mächten getroffenen besondern Uebereinkunft, den Staaten Sr. Majestät des Königs von Preußen, meines allergnädigsten Herrn, einverleibt sind, im Namen Seiner Majestät des Königs von Preußen, vollbracht seye; verordnet, daß das königl. Preußische Wappen an allen Rath- und Gemeinde-Häusern aufgestellt werde; und die Einwohner der Stadt und Festung Saarlouis, und der übrigen abgetretenen Gebiete, Oerter und Plätze, zur Unterthanen Treue und Pflicht, gegen den neuen Landesherrn, verwiesen.

Ein Te Deum von der katholischen Geistlichkeit gesungen, und das Gebät Salvum fac regem für die Erhaltung Seiner Majestät des Königs von Preußen, des neuen Landesherrn, beschloß diese feyerliche Handlung.

Gegenwärtige Besitz-Ergreifungs Protokoll soll gedruckt, und statt des Besitz-Ergreifungs Patents, in der Stadt und Festung Saarlouis, und in allen abgetretenen Gemeinden, Oertern und Plätzen angeschlagen werden.

So geschehen Preußisch-Saarlouis, den 2 Dezember 1815. Der Königliche Kommissarius Mathias Simon“

Diefflen, das zur Bürgermeisterei Nalbach gehörte, war durch den ersten Pariser Frieden nicht mehr Teil Frankreichs. Es unterstand einer österreichisch-bayerischen Landesadministrationskommission, die am 16. Januar 1814 mit Sitz in Kreuznach installiert worden war. Dies war als Provisorium gedacht, da noch nicht abschließend geklärt war, welcher Macht Diefflen (mit den übrigen Ortschaften des Nalbacher Tales) als Teil der zurückgewonnenen linksrheinischen deutschen Gebiete zufallen sollte. Die Dynastien Habsburg-Lothringen und Wittelsbach wollten sich das Gebiet als Faustpfand behalten, um das Königreich Sachsen unter Friedrich August I. vor einer Übernahme durch die Hohenzollern zu schützen. Das bedeutete vor Ort, dass die östliche Banngrenze von Dillingen und Pachten und die westliche Banngrenze von Diefflen für mehr als ein Jahr zugleich Staatsgrenze war.

Bayern unter König Maximilian I. Joseph erhielt durch den Staatsvertrag mit Österreich vom 14. April 1816 die gesamte Pfalz, musste allerdings zum Ausgleich das Salzburger Land an das Kaisertum Österreich abgeben.[128] Am 1. Juli 1816 unterzeichneten die Bevollmächtigten des Kaisertums Österreich und des Königreiches Bayern auf der einen und die des Königreiches Preußen auf der anderen Seite in Worms das sogenannte Territorialausgleichspatent, in dem Österreich und Bayern Gebiete an Preußen abtraten und die ehemaligen Untertanen und Staatsdiener aus ihren Pflichten entließen.

Für den heutigen Landkreis Saarlouis kamen also Diefflen mit dem gesamten Nalbacher Tal, Saarwellingen, Hüttersdorf, Bettingen und Lebach aus der Untertanenschaft des Kaisers von Österreich, Franz I., in die Untertanenschaft des Königs von Preußen, Friedrich Wilhelm III.:[129][130]

„Nachdem in Gemäßheit des Art. 6 der zu Paris am 3ten November 1815 zwischen den alliierten Mächten, hinsichtlich der Territorialausgleichungen getroffenen Uebereinkünfte von Sr. Kaiserlich-Königlichen Apostolischen Majestät an seine Majestät den König von Preussen, die vermöge des Art. 51 der Congreßakte Sr. Kaiserlich-Königlichen Majestät zugewiesenen Landes-Bezirke im ehemaligen Saar-Departemente, nämlich: Die Kantone Saarburg, Merzig, Wadern, Tholey, Ottweiler, der von Frankreich im Jahr 1814 abgetretene Theil des Kantons Lebach, die Reste der Kantone Conz, (einschließlich der ehmals zum Wälder-Departement gehörenden Parzellen auf dem rechten Moselufer) Hermeskeil und Birkenfeld, so wie der Kantone Baumholder und Grumbach, letzterer mit Ausnahme der Ortschaften Eschenau und St. Julian, ferner der Kanton St. Wendel, mit Ausnahme der Ortschaften Saal, Niederkirchen, Bubach, Marth, Hof und Osterbrücken, endlich die vorher zum Kanton Cusel gehörige Ortschaften Schwarzerden, Reichweiler, Pfeffelbach, Ruthweiler, Burg-Lichtenberg und Thal-Lichtenberg, mit Beziehung auf die im Art. 49 der gedachten Congreßacte festgesetzten Bestimmungen abgetreten worden sind; so werden von Unterzeichnetem Kraft erhaltener Vollmacht und im Namen Seiner Kaiserlich-Königlichen Apostolischen Majestät, sämmtliche zur Verwaltung besagter Länder gehörige, sowohl geistliche als weltliche Staatsdiener, desgleichen sämmtliche Unterthanen dieser Bezirke ihrer bisherigen Dienst- und Unterthanen-Pflichten hiermit feierlich entlassen. Unvergeßlich bleibt Seiner Kaiserlich-Königlichen Apostolischen Majestät die von den biedern Bewohnern der nunmehr abgetretenen Ländern Ihnen und Ihrem Hause bewiesene Treue und Anhänglichkeit. Indem Allerhöchstdieselben von ihnen mit den lebhaftesten Wünschen für ihr künftiges Wohlergehen scheiden, erwarten Sie von ihrer bisher bewährten Denkungsart, daß sie Seiner Majestät dem Könige von Preussen und Seinem Königlichen Hause mit gleicher Treue und Gehorsam ergeben seyn werden. Geschehen Worms, am 1ten Juli 1816. Wilhelm von Droßdik,“

Historische Grenzziehungen in der Umgebung Diefflens in den Jahren 1790, 1814 und 1815

Im Namen des preußischen Königs Friedrich Wilhelms III. nahm Freiherr Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg die neuen Gebiete und damit auch Diefflen in Besitz:[131][132]

„Nachdem durch die von dem K.K. österr. Herrn Hofrath und General-Kommissär von Droßdik heute erlassene Bekanntmachung diejenige Landestheile des vormaligen Saar-Departements genau bezeichnet sind, welche in Folge der zwischen den allerhöchsten Höfe abgeschlossene Uebereinkunft an Sr. Majestät den König von Preussen meinen allergnädigsten Herrn, mit voller Souveränität und Eigenthum übergehen, so nehme ich hiermit Kraft erhaltener Vollmacht, und im Namen Sr. K. Majestät von Preußen (sic!), Besitz von den genannten Kantonen (...). Und verordne:

1. Daß vorstehende Bekanntmachung gedruckt und in allen Gemeinden der erwähnten Kantonen und Ortschaften an den Gemeinde-Häusern, oder wo deren auf dem Lande keine existiren, an den Kirchen öffentlich angeschlagen werden soll.

2. Werden die Bürgermeister hierdurch angewiesen, sofort dafür zu sorgen, daß an den Rath- und Gemeinde-Häusern der preussische Adler zum Zeichen der LandesHoheit (sic!) befestigt; jedes andere Wappen aber, welches eine fremde Oberhoheit andeuten möchte, abgenommen werde, woher es sich von selbst versteht, daß dieses ohne Zerstöhrung öffentlicher Denkmäler der Kunst oder des Alterthumes geschehen müsse.

3. Alle öffentlichen Behörden und Beamte setzen einstweilen in der bisherigen Art ihre Amtsverrichtungen fort, diejenigen welche ein Siegel führen, sind gehalten, dasselbe mit einem Adler verzieren, und mit der Um- und Inschrift K. preussisch x. (Namen der Behörde und des Ortes) versehen zu lassen.

4. Vom Tage der Publication dieser Bekanntmachung werden sämmtliche Justizkollegien, Richter und Notarien die exekutorische Clausel, ihrer Urtheile und Akten im Namen Sr. Majestät des Königs von Preussen erlassen.

5. Die Vereidigung eines jeden, in den übernommenen Distrikten angestellten öffentlichen Beamten, sowohl geistlichen als weltlichen Standes, soll dadurch erfolgen, daß derselbe zwei Exemplare eines nach dem beigefügten Formular Lit. A. ausgestellten schriftlichen Eides unterschreibt, und ungesäumt an mich einsendet, das eine Exemplar wird ihm sodann mit dem Vormerke über die erfolgte Deposition zurückgeschickt werden.

6. Die allerhöchste Verordnung wegen Tragens der preussischen National-Cocarde vom 22ten Februar 1813 soll zu jedermanns Nachricht und Nachachtung mit der gegenwärtigen Bekanntmachung sub Lit. B. abgedruckt und öffentlich angeschlagen werden.

7. Ueber den Tag der Huldigung und die näheren desfalligen Einrichtungen werden demnächst besondere Verfügungen ergehen, wenn das Geschäft der Gränzfeststellung beendiget, und die Gränzpfähle aufgerichtet seyn werden.

8. Ueber die Oberverwaltung dieser übernommenen Kantone, Gemeinden und Ortschaften wird unverzüglich eine eigene Verordnung erfolgen, bis dahin alle Unterbehörden sich an mich nach Birkenfeld als den einstweiligen Sitz der Verwaltung zu wenden haben.

So geschehen Worms, den 1ten Juli 1816. Freiherr von Schmitz Grollenburg, der K. preussischen Regierung zu Koblenz, Direktor der 1ten Abteilung, und Ritter des rothen Adler-Ordens III. Klasse.“

Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, kam damit unter preußischer Verwaltung am 1. Juli 1816 vom Kreis Ottweiler zum Kreis Saarlouis. Laut Volkszählung des Jahres 1821 hatte Diefflen 83 Häuser, 89 Haushaltungen und 455 Einwohner.[133]

Verwaltungsänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1821 bis 1829 wurde Diefflen von der Bürgermeisterei Fraulautern aus in Personalunion verwaltet, da die aus sechs Dörfern bestehende Samtgemeinde Nalbacher Tal (als Rechtsform 1815 gegründet) die Verwaltungskosten für das Bürgermeisteramt nicht aufbringen konnte. Ab 1830 ging die Bürgermeisterverwaltung des Nalbacher Tales von Fraulautern an Saarwellingen (Personalunion) über und dauerte bis zum 31. Dezember 1899 an.

Am 25. April 1854 kam es durch die drei Dieffler Mitglieder des Samtgemeinderates der Samtgemeinde Nalbacher Tal zur Beantragung der Auflösung der Samtgemeinde und die Trennung ihrer Ländereien. Ebenfalls wurde dies durch ein Gesuch an den Regierungspräsidenten in Trier begründet: „Die Armut der Ortschaften ist zum Spott und Sprichwort der Umgegend geworden. Weil alles noch gemeinschaftlich ist, erfolgt keine Veredelung des Landes und der Gewinn sei daher sehr gering, auch ruhe kein Segen darauf (…) Weil Reichtum der höchste Segen des Lebens ist, würde durch ihn die Armut aus dem Lande gejagt und dadurch Moral und Sittlichkeit veredelt und der Ort Diefeln (sic!) in die Situation gestellt, sich aus dem Staube zu erheben“[134]

Die Gemeindetrennung wurde daraufhin am 1. September 1854 mit 7 gegen 2 Stimmen der Nalbacher Samtgemeinderatsmitglieder beschlossen und am 16. Juni 1858 durch den König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., auf Schloss Babelsberg genehmigt. Die bürgermeisteramtliche Verwaltung blieb allerdings in Nalbach bzw. bis 1899 in Saarwellingen. (Erst 1969 erfolgte die bürgermeisteramtliche Trennung von Nalbach und die Angliederung an die Stadt Dillingen Saar.) Im Gefolge der Industrialisierung wandelte sich Diefflen immer mehr vom Bauerndorf zum Arbeiterwohnort mit Nebenerwerbslandwirtschaft.

Aufruf zur Nothilfe vom 14. August 1876 nach dem Dieffler Dorfbrand vom 13. August 1876 im Saarlouiser Journal

Dorfbrand 1876[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Großbrand am 13. August 1876 brannte der größte Teil des Dorfes infolge einer verheerenden Sommertrockenheit nieder. Der überwiegende Teil der Bebauung war noch mit Stroh gedeckt, in den Küchen wurde mit offenem Feuer gekocht, die Scheunen waren nach der sommerlichen Ernte mit Getreide und Heu gefüllt und boten so den sich ausbreitenden Flammen reichlich Nahrung. Über 40 Häuser mit Scheunen und Stallungen sowie Tieren wurden ganz zerstört. Ein Hilfskomitee aus Politikern, Industriellen und Journalisten richteten sich in Zeitungsaufrufen an die Bevölkerung, um Spenden für die Versorgung der Dorfbevölkerung und für den Wiederaufbau zu sammeln.[135]

Frühes 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg sind 111 Dieffler Männer als Soldaten an verschiedenen Fronten getötet worden.[136][137]

Diefflen in der Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Verhältnisse während der Herrschaft des Völkerbundes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Friedensvertrag von Versailles wurde Diefflen als Teil des Saargebietes am 10. Januar 1920 aus dem Deutschen Reich sowie aus dem Freistaat Preußen ausgegliedert und dem Völkerbund unterstellt. Diefflen kehrte erst am 18. Februar 1935 wirtschaftlich und am 1. März 1935 nach der Volksabstimmung vom 13. Januar 1935 politisch zum Deutschen Reich zurück.

Volksabstimmung 1935[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimmzettel zur Saarabstimmung 1935
Abstimmungsergebnisse der Volksabstimmung im Saargebiet von 1935
Diefflen auf der Panoramakarte "Die Deutsche Saar" zur Saarabstimmung 1935, ca. 1934, hrsg. vom Rheinischen Verkehrsverein e. V. Bad Godesberg und vom Pfälzischen Verkehrsverein e. V. Ludwigshafen, ca. 1:100.000, 72 cm x 46 cm, Stadtarchiv Saarlouis

Bei der Volksabstimmung am 13. Januar 1935 stimmten im Saargebiet 90,5 % für die Angliederung an das Deutsche Reich, im Kreis Saarlouis 91,19 %, in der Gemeinde Dillingen 89,67 % (Status quo 9,71 %, Frankreich 0,61 %).[138]

Für die Gesamtgemeinde Nalbach, zu der Diefflen gehörte, waren die Abstimmungsergebnisse vom 13. Januar 1935 folgendermaßen:[139]

  • Stimmberechtigte: 6.191
  • Abgegebene Stimmen: 6.140
  • Gültige Stimmen: 6.105
  • Weiße Stimmzettel: 23
  • Ungültig gemachte Stimmzettel: 12
  • Für den Anschluss an die Französische Republik stimmten: 13 (= 0,2 %)
  • Für den Status quo stimmten: 705 (= 11,6 %)
  • Für die Rückgliederung an das Deutsche Reich stimmten: 5.387 (= 88,2 %)

Das Abstimmungsergebnis hatte zur Folge, dass Antifaschisten in die sofortige Emigration getrieben wurden. Der Dieffler Bürger Nikolaus Schneider floh nach Spanien, wo er in den Internationalen Brigaden gegen das faschistische Franco-Regime kämpfte. Andere Oppositionelle wurden in den Konzentrationslagern Flossenbürg oder Dachau inhaftiert. Bereits im Vorfeld der Volksabstimmung begannen unmittelbar nach der sogenannten Machtergreifung am 30. Januar 1933 auch in Diefflen Versuche der NSDAP, ihre Gegner noch zur Zeit der Regierung des Völkerbundes zu bedrängen. Der Dieffler Pfarrer Johannes Josef Rath, der der NSDAP negativ gegenüberstand, stand bald im Fokus der NS-Ortsgruppe Nalbach. So schrieb Gottfried Paquet, "Führer der Nationalsozialisten der Bürgermeisterei Nalbach", am 16. Oktober 1933 einen Brief an Pfarrer Rath:[140]

„Ich fühle mich veranlasst, ( Komma sic!) und verpflichtet, Sie auf einige Anmassungen (sic!) Ihrerseits aufmerksam zu machen, die ich in Nachfolgendem auf das Entschiedenste zurückweise. Es ist mir verschiedentlich Klage geführt worden über Sie, dass Sie sich als Geistlicher in Angelegenheiten hineinmischen, die Sie absolut nichts angehen und für die Sie auch nicht zuständig sind. Wie mir mitgeteilt wurde, haben Sie sich in einer Art abfällig über unsere Jungmädchen-Organisation geäussert (sic!), wie man sie auch dem Niederträchtigsten nicht zumuten kann. Wenn Sie auf dem Standpunkt stehen, dass die Ehrenbezeichnung B.D.M. (Bund Deutscher Mädchen) vielleicht Bund Dummer Mädchen heissen (sic!) sollte, was Sie durch Anschrift auf die Schultafel vor Ihren Religionsschülern bekräftigen, so weise ich Sie darauf hin, dass Sie nicht einige ehrliche und anständige junge Mädchen beleidigten, sondern hierin eine ungeheure Herabsetzung der nationalsozialistischen Idee proklamiert haben. (…) Im übrigen (sic!) gehen mir täglich Mitteilungen zu, in denen Ihr abfälliger Standpunkt über das Neue Deutschland zum Ausdruck gebracht ist. Ich masse (sic!) mir das Recht an, Sie in die Schranken Ihrer Tätigkeit zurückzuweisen. Sie leben anscheinend noch in der Gedankenwelt der letzten 14 Jahre, wenn sie glauben (sic! ohne Komma) Politik nach den Gesichtspunkten der vergangenen Zeit betreiben zu müssen. Leider ist durch die politische Betätigung der Geistlichen ihre Zweckbestimmung gänzlich zurückgestellt worden. Wir können Gott nur dafür danken, dass durch das abgeschlossene Konkordat ihnen diese, für ihren Stand unwürdige Betätigung, genommen wurde. Wenn Sie sich heute in dieses Neue nicht hineindenken können, so wird die Zukunft Sie hierzu zwingen. Über Ihre weiteren Handlungen und Massnahmen (sic!) – Versagen der Betätigung der Caritas an dem Winterhilfswerk der N.S. Volkswohlfahrt - wird andererseits beurteilt werden, wie auch Ihrer (sic!) Auffassung über die Dauer der jetzigen Regierung im Laufe der Jahre sicherlich geändert werden wird. Ich betone zum Schlusse nochmals, dass ich für die Zukunft Ihre Sondermeinungen gut im Gedächtnis behalten werde. (…) Heil Hitler! Gez. Gottfried Paquet, O.G.V.L. (Stempel der Nationalsozialistischen D.A.P. Saarlouis, Gau Saar)“

Nach der Machtübernahme der NSDAP im Jahr 1935 wurde das Wirken der katholischen Vereine in Diefflen stark eingeschränkt und schließlich ganz unterbunden. Razzien im Pfarrhaus sollten die kirchliche Oppositionshaltung mürbe machen. Unter politischem Druck wurde ab dem Schuljahr 1937/1938 in Diefflen die Bekenntnisschule zur "Deutschen Gemeinschaftsschule" umgewandelt. Kaplan Josef Zilles wurde während der ersten Evakuierung 1939/1940 angezeigt und aufgrund des Heimtückegesetzes (Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen) 13 Monate in Haft genommen. Danach wurde er eingezogen und gilt seit 1944 als vermisst.[141]

Politisch motivierte Straßenumbenennungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nach der Rückgliederung neu besetzte Gemeinderat beschloss 1935 unter Ortsbürgermeister (1935–1940) Hermann Greilach umgehend die politisch motivierte Umbenennung von Straßen: der Dillinger Straße und der Nalbacher Straße in Straße des 13. Januar, der Grabenstraße in Befreiungsstraße, des Kirchplatzes in Adolf-Hitler-Platz, der Wiesenstraße in Deutsche-Front-Straße[142] und der Straße Im Rosengarten in Hindenburgstraße.[143]

Siedlungsbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Eineinhalbstöckiges, giebelständiges Siedlungshaus des NS-Siedlungsbauprogrammes mit Erweiterung im hinteren Teil in der Nachkriegszeit

Im Jahr 1936 entstanden in Zusammenarbeit mit der Siedlungsgesellschaft Saarpfälzische Heimstätte GmbH fernab vom Dorfzentrum im Bereich der Hochflächenzone (Flur 3) 20 eineinhalbstöckige Eigenheime in zwei Modelltypen (9 Häuser mit integriertem Stallbereich und Futterraum, 11 Häuser mit separiertem Stallbereich und Futterraum) im Umfeld der Lehmgruben. Im Erdgeschoss befanden sich Küche, Wohnzimmer, Waschküche und Klosett. Schlafräume und Speicherraum befanden sich im ausgebauten Dachgeschoss. Die Besonderheit der Häuser war, dass sie alle über Wasseranschlüsse und Elektrizität verfügten. Die Häuser mit großem Gartenbereich sollten ihren Industriearbeiter-Bewohnern und deren Familien in Vorbereitung auf den Zweiten Weltkrieg Selbstversorgung ermöglichen. Ursprünglich war der Bau von 90 Eigenheimen geplant. Durch die Kriegsvorbereitungen und den Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Ausbau der Anlage nicht mehr verfolgt.[144]

Die jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Jüdischer Friedhof, Gedenkstein
Diefflen, Düppenweilerstraße 35, Stolpersteine für Julia, Moritz und Martha Weiler, Projekt des Künstlers Gunter Demnig

Im Jahr 1934, also bereits vor der pro-deutschen Volksabstimmung vom 13. Januar 1935, kam es zur ersten Schändung des jüdischen Friedhofs an der Gemarkungsgrenze zwischen Diefflen und Dillingen. Am 9. November 1938 versammelten sich die Dillinger SA und Mitglieder der NSDAP anlässlich der Feier des (gescheiterten) Münchner Hitlerputsches von 1923, um anschließend die Dillinger Synagoge in der sogenannten Reichskristallnacht anzuzünden. Es kam zu Demütigungen und Misshandlungen der wenigen noch verbliebenen Dillinger Juden und Demolierung ihrer Wohnungen und Geschäfte. Wiederum geschändet wurde dabei auch der jüdische Friedhof in Diefflen. Die in Diefflen noch wohnenden Juden wurden nach dem Novemberpogrom dazu gezwungen, nach Nalbach umzusiedeln. Am 22. Oktober 1940 wurden sie ins KZ Gurs deportiert.[145]

Im März 2013 wurden in Diefflen für drei ehemalige jüdische Mitbürger Stolpersteine verlegt:[146]

  • Julia Weiler wurde am 2. August 1887 in Diefflen als Tochter des Handelsmannes Bernhard Weiler und dessen Frau Therese (geb. Levy) geboren. Julia Weiler gehörte wie ihre Schwester Martha, ihre Cousine Josephine und ihr Onkel Samuel zu den 134 saarländischen Juden, die im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion am 21. und 22. Oktober 1940 in das französische Lager Gurs deportiert und dort interniert wurden. Später kam sie in das Internierungslager Drancy bei Paris und wurde von dort aus mit dem Transport Nr. 18 am 12. August 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Im gleichen Transport waren ihre Schwester Martha und ihre Cousine Josephine. Ihr Onkel Samuel war wenige Tage nach der Deportation am 31. Oktober 1940 im Internierungslager Gurs gestorben.
  • Martha Weiler wurde am 24. Februar 1899 in Diefflen geboren. Nach der Internierung im französischen Lager Gurs kam sie später in das Internierungslager Drancy bei Paris und wurde von dort aus mit dem Transport Nr. 18 am 12. August 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Auf der Transportliste wurde ihr Beruf mit Schneiderin angegeben.
  • Moritz Weiler wurde am 26. Juni 1889 in Diefflen geboren. Er war der Bruder von Julia und Martha Weiler. Bei der Verhaftung lebte er im sächsischen Bautzen. Am 21. Januar 1942 wurde er ab Leipzig/Dresden mit 772 weiteren Menschen ins Ghetto Riga deportiert. Der Zug kam dort am 24. Januar 1942 an. Moritz Weiler wurde im Jahr 1944 im Ghetto Riga getötet.

Zwangsarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit des Krieges wurden in Dillingen 2000–3000 Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten auf der Dillinger Hütte zwangsverpflichtet. Diese Zwangsarbeiter wurden in mehreren Gefangenenlagern unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht. Im Jahr 1962 wurde im hinteren Teil des jüdischen Friedhofes in Diefflen eine Sammelgrabstätte für tote Zwangsarbeiter und deren im Lager geborenen und bald nach der Geburt gestorbenen Kinder angelegt.[147]

Kriegsvorbereitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westwallbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld des geplanten Krieges wurde im Jahr 1937 mit dem Bau des Westwalles begonnen, dessen Bunkerlinie von der belgischen Grenze bis zur Schweiz führt. Mehrere Bunker sind noch heute im Ortsbild sichtbar. Im Bereich des Primstales gab man den Kampfanlagen eine besonders tiefe Staffelung, da man der Ansicht war, dass die traditionelle, von den Tälern der Nied und der Prims vorgezeichnete Verkehrslinie den militärischen Gegner geradezu ermuntern könnte, hier einen Durchbruch zu erzwingen.[148]

Ortsumgehungsstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum geplanten Transport von Kriegsmaterial und Truppenteilen in Richtung der deutsch-französischen Grenze wurde in den Jahren 1937/1938 zwischen Lebach und Dillingen über Körprich, Bettstadt, Piesbach, Nalbach und Diefflen eine neue Straße gebaut (Ortsumgehungsstraße). Der Straßenabschnitt zwischen Nalbach und Körprich war bereits zwischen 1850 und 1860 chausseeartig ausgebaut worden. Dabei hatte man einen Straßenbelag aus Kies und Sand mit einer Dampfwalze aufgebracht. Anschließend war die Straße als Obstbaumallee angelegt worden. Zwischen den beiden Weltkriegen hatte man erstmals eine Asphaltdecke aufgebracht.[149][150] Auf einer Länge von 1,8 km wurde die Straße in der Dieffler Gemarkung bewusst dammartig in die Auenzone der Prims hineingebaut. So sollte der Straßendamm neben seiner verkehrs- und militärtechnischen Funktion zusätzlich als Schutzwall gegen starke Hochwässer der Prims dienen. Das Material, das man zur Aufschüttung des Dammes benötigte, gewann man zum Teil dadurch, dass der Hang, über den ursprünglich die Düppenweilerstraße verlief, in einer solchen Breite ausgebaggert wurde, dass zusätzlich auch Bauland für mehrere Häuser in diesem Areal zur Verfügung stand.

Primsregulierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Diefflen, überwucherter Gedenkstein zur Primsregulierung der 1930er Jahre, Inschrift: "Mut, Kraft und Einigkeit schafft Großes", darunter das Hakenkreuz

Zum Schutz der Ortsumgehungsstraße vor Hochwässern der Prims wurde ab dem Jahr 1935 eine großangelegte Primsregulierung zwischen Dillingen und Michelbach eingeleitet. Durch Hochwässer waren die Uferbefestigungen von 1893/1894 durchbrochen worden. Auch im Jahr 1929 hatte man Regulierungsmaßnahmen unternommen, bei denen eine große Flussschlinge stabilisiert und eine Flussgabelung beseitigt worden war. An der Flussschlinge hatte die Gemeinde damals ein Strandbad eingerichtet. Im Jahr 1937 konnten im südwestlichen Teil der Dieffler Gemarkung die Begradigungsarbeiten am Flusslauf vollendet werden. Durch die Maßnahmen hatte man 90 ar Ackerland hinzugewonnen. Bei den Bauarbeiten setzte man junge Männer des Dillinger Reichsarbeitsdienstlagers "Irminsul" (heute beim Dillinger Stadion am Weißen Kreuz) ein. Dabei arbeitete auch der spätere Widerstandskämpfer der Gruppe Weiße Rose, Willi Graf, nach seinem Abitur am Saarbrücker Ludwigsgymnasium von April bis Oktober 1937 in Diefflen bevor er in Bonn ein Medizinstudium aufnahm.[151] Im Zuge der Regulierungsarbeiten musste das alte Strandbad aufgegeben werden und ein neues wurde angelegt. Bis zum Sommer 1938 wurden die Regulierungsarbeiten primsaufwärts Richtung Nalbach vorangetrieben. Durch den Einsatz von Baggern wurde ein gleichmäßig tiefes und breites Flussbett geschaffen. Den Aushub benutzte man zum Bau eines Uferwalles auf dem rechten, das heißt dem Ort zugewandten Ufer. Das linke Ufer stabilisierte man mit Pflastersteinen und Stahlarmierungen. Zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit wurden im Flussbett der Prims zwei kleine Staufstufen eingesenkt. Die Furt wurde ausgebaut und ein Fußgängersteg installiert, der bei den folgenden Hochwässern allerdings öfters beschädigt wurde. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine Betonbrücke ersetzt.[152]

Bunkerbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Schartenstand-Bunker, Ecke Mandelbachweg
Schartenstand-Bunker, Ecke Primsstraße

Unter Berücksichtigung des militärgeographischen Aspektes wurden im Gemeindegebiet Diefflens auch 10 Bunker errichtet. Zwei Anlagen wurden in der Auenzone (Klostergelände), 8 auf der Hochfläche (1 Artillerie-Beobachtungsstand-Bunker auf der westlichen Felsspitze der Gemarkung "Auf der Zipp", 7 Bunker zwischen Bierbach und Pachtener Wald im Hangbereich des Kondelerbachtales) gebaut. Vier Pak-Stände befanden sich beim Judenfriedhof.[153] Die Anlagen waren in den Jahren 1939/1940 und 1944/1945 in die Kampfhandlungen mit einbezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Anlagen gesprengt. Äußerlich vollständig erhalten blieben die beiden Anlagen im Klostergelände und die Anlage auf der Zipp, wobei letztere mit Erde überdeckt wurde. Allerdings ist die militärische Ausstattung der Bunker nicht mehr vorhanden. Ein vollständig rekonstruierter Westwallbunker (Westwallbunker (Pachten)) kann im Dillinger Stadtteil Pachten besichtigt werden.

Sportplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Wehrertüchtigung der Jugend wurde ab dem Jahr 1937 ein Sportplatz auf dem Bawelsberg angelegt. Bereits vorher hatte es ein Sportgelände bei der Wackenmühle, gegenüber dem Judenfriedhof, gegeben, das allerdings auf Dillinger Gemarkung lag.[154]

Beginn des Zweiten Weltkrieges und erste Evakuierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde im Rahmen der Freimachung der Roten Zone am 1. September 1939 die vollständige Evakuierung Diefflens zwangsangeordnet.[155] Die Bewohner mussten innerhalb weniger Stunden ihre Heimat verlassen. Bergungsgebiete waren für Diefflen verschiedene Orte in Thüringen und Sachsen.[156]

Zweite Evakuierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge der Invasion der Alliierten am 6. Juni 1944 in Nordfrankreich schob sich die Front ab Mitte November von Westen her gegen Diefflen. Daraufhin wurde Ende November 1944 eine zweite Evakuierung der Bevölkerung angeordnet, die mit Beginn des Monats Dezember 1944 durchgeführt wurde.[157] Diese eher planlose Evakuierung wurde allerdings nicht mehr von allen Bevölkerungsteilen mitgetragen. Viele hundert Einwohner zogen es vor, das erwartete Kriegsende vor Ort abzuwarten und versteckten sich bei den zahlreichen Bombenangriffen in Bunkern, Kellern oder Felsenstollen entlang der Dillinger Straße, der Düppenweilerstraße und der Nalbacher Straße.

Frontgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen gehörte in den 1930er Jahren zu der Zone, die von den Militärstrategen des NS-Regimes zum direkten Aufmarsch- und Kampfgebiet gegen Frankreich hin ausgewiesen worden war. Es wäre daher eigentlich unumgänglich gewesen, für die Bevölkerung den nötigen Schutzraum zu schaffen. Doch dies unterblieb zunächst, sei es, dass die Propaganda so etwas für inopportun hielt, sei es, dass wegen der überstürzten Entwicklung der politischen Ereignisse nicht die ausreichende Zeit blieb. Erst als sich durch die Luftüberlegenheit der Alliierten das Kriegsgeschick gegen das Deutsche Reich zu wenden begann, wurden in privater Initiative wie auch von behördlicher Seite neue Felsenkeller angelegt oder bereits bestehende erweitert. Im Besonderen wurden in der Nähe der Volksschule in der Dillinger Straße von der Wehrmacht bzw. vom Reichsarbeitsdienst vier große Stollensysteme geschaffen. In der Schlung entstanden im Zusammenhang mit dort installierten Abwehrstellungen mehrere Munitions- und Mannschaftsbunker. Das System der in den Sandstein hineingegrabenen Schutzräume war letztlich so dimensioniert, dass im Winter 1944/1945, als Diefflen im Bereich der Hauptkampflinie lag, ca. 1.800 Menschen aus der Zivilbevölkerung mehr als drei Monate lang in den Felsenkellern lebten.[158]

Am späten Nachmittag des 27. November 1944 wurde Diefflen erstmals von den Höhen westlich der Saar von der US-Artillerie unter Beschuss genommen. Bis März 1945 waren Dillingen, Pachten und Diefflen Kampfgebiet und mussten in dieser Zeit starke Zerstörungen über sich ergehen lassen.

Operation Undertone, Verlauf der Kämpfe im Saar-Mosel-Dreieck bis zum 21. März 1945

Am 15. März 1945 starteten die US-Truppen eine Offensive, die sogenannte Operation Undertone, die die Eroberung des Saar-Mosel-Dreiecks zum Ziel hatte. Dabei konnten die 7. und 3. US-Armee sowie Teile der 1. Französischen Armee am 19. März den Hauptgürtel des Westwalls durchbrechen. Am 17. März 1945 bereitete sich die 65. US-Infanteriedivision auf einen Ausbruch aus dem Brückenkopf Saarlautern vor, während das 261. US-Infanterieregiment bei Menningen die Saar überquerte und die Höhenzüge südlich von Merzig einzunehmen versuchte, um einen Stoß gegen Dillingen vornehmen zu können. Am 18. März scheiterte der Versuch der 65. US-Infanteriedivision, aus dem Brückenkopf Saarlautern ausbrechen zu können. Jedoch konnten durch diesen Ausbruchsversuch die US-Infanterieregimenter 259 und 260 ihre Stellung im Brückenkopf derart verbessern, dass es dem 261. US-Infanterieregiment an diesem Tag gelang, aus Richtung Düppenweiler kommend, Diefflen besetzen zu können.[159][160]

Am 10. Juli 1945 wurden die US-Truppen von französischen Besatzern abgelöst.[161]

Auf dem Ehrenfriedhof Diefflen wurden 215 deutsche Soldaten bestattet, die bei den Kämpfen um Dillingen, Pachten und Diefflen getötet worden waren, auf dem Waldfriedhof Dillingen 197 und dem Ehrenfriedhof Reimsbach 314.[162] Bezüglich der Dieffler Bevölkerung starben von 3759 Einwohnern (Stand 1939) 272 als Gefallene und Vermisste sowie 33 Zivilpersonen. Der Zerstörungsgrad der Gemeinde Diefflen betrug 30 %. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadtgebiet Dillingens zu ca. 60 % zerstört.[163]

Diefflen, Mahnmal für die Opfer der Weltkriege neben der Dieffler Kirche, errichtet 2005 auf Initiative des VdK-Ortsvorsitzenden Willi Grandmontagne (1919-2003), Sandstein und Edelstahl, Entwurf Jakob Kerber[164]

Der Verlust der US-Truppen bei den Kämpfen um Dillingen war hoch: 239 getötete, 924 verwundete, 440 vermisste und 1000 durch Erkrankung kampfunfähige Soldaten.[165]

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenumbenennungen nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus wurde der Versuch unternommen, alle Erinnerungen an die NS-Epoche im Ortsbild zu tilgen. So wurden zahlreiche Straßen umbenannt.[166] In Diefflen wurden umbenannt:

die „Straße des 13. Januar“ in „Dillinger Straße“, die „Befreiungsstraße“ in „Grabenstraße“, die „Hindenburgstraße“ in „Im Rosengarten“, der „Adolf-Hitler-Platz“ in „Kirchplatz“, die „Straße des 13. Januar“ in „Nalbacher Straße“ und die „Deutsche-Front-Straße“ in „Wiesenstraße“.

Volksabstimmung zum Saarstatut 1955[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimmzettel für die Volksbefragung über das Europäische Statut für das Saarland am 23. Oktober 1955

Mit dem Inkrafttreten der Verfassung des Saarlandes am 15. Dezember 1947 wurde Diefflen Teil des Saarstaates. Am 23. Oktober 1954 war zwischen dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Ministerpräsidenten Pierre Mendès France das Abkommen zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über das Statut der Saar ausgehandelt worden. Bis zum Abschluss eines Friedensvertrages mit Deutschland sah das Abkommen die Unterstellung des Saarlandes unter einen Kommissar der Westeuropäischen Union vor. Dieser sollte das Land nach außen vertreten. Die saarländische Regierung sollte jedoch weiter für die inneren Angelegenheiten zuständig und die wirtschaftliche Anbindung an Frankreich erhalten bleiben. Allerdings war auch eine engere wirtschaftliche Vernetzung mit der Bundesrepublik vorgesehen.

Bei der Volksabstimmung zum Abkommen am 23. Oktober 1955 über das Europäische Statut des Saarlandes stimmte Diefflen folgendermaßen ab: 1151 (44,3 %) Wahlberechtigte stimmten mit Ja; 1447 (55,7 %) Wahlberechtigte stimmten mit Nein. Die anderen Teilgemeinden des Nalbacher Tales stimmten wie folgt ab:

  • Nalbach: 569 (30,0 %) Wahlberechtigte stimmten mit Ja; 1322 (70,0 %) Wahlberechtigte stimmten mit Nein.
  • Piesbach: 392 (37,6 %) Wahlberechtigte stimmten mit Ja; 649 (62,3 %) Wahlberechtigte stimmten mit Nein.
  • Bilsdorf: 247 (45,7 %) Wahlberechtigte stimmten mit Ja; 293 (54,2 %) Wahlberechtigte stimmten mit Nein.
  • Körprich: 229 (25,0 %) Wahlberechtigte stimmten mit Ja; 689 (75,0 %) Wahlberechtigte stimmten mit Nein.

Somit war innerhalb der Nalbacher Talgemeinden Diefflen der Ort, der hinter Bilsdorf am zweitstärksten das Abkommen befürwortete und Körprich der Ort, der es am stärksten ablehnte. Der saarländische Landesdurchschnitt der Ja-Sager lag bei 32,3 %, der der Nein-Sager bei 67,7 %. Durch die darauf folgenden Verhandlungen und den Luxemburger Vertrag vom 27. Oktober 1956, in dem Frankreich der Rückgliederung des Saarlandes unter westdeutsche Hoheit zustimmte, wurde Diefflen zum 1. Januar 1957 politisch und am 6. Juli 1959 („Tag X“) wirtschaftlich der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen.[167]

Straßenumbenennungen nach dem Ende des Saarstaates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Anschluss an die Bundesrepublik wurden in Dillingen zahlreiche Straßenumbenennungen aus der Zeit des französisch dominierten Saarstaates wieder rückgängig gemacht.[168] In Diefflen wurde auf Anregung des „Deutschen Heimatbundes“, der gegen das von der Regierung des Saarstaates unter Ministerpräsident Johannes Hoffmann propagierte Saarstatut politisch erfolgreich gewesen war, eine Straße auf der Siedlung in „Deutsches Eck“ benannt.

Zusammenschluss mit der Stadt Dillingen/Saar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Plan einer Eingemeindung Diefflens nach Dillingen reicht schon in die Zeit der frühen 1920er Jahre zurück, als Camille David in Dillingen Bürgermeister war. Schon damals zeichnete sich ab, dass sich Diefflen vom Bauerndorf zu einer reinen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde entwickeln würde, deren Steuerkraft nicht dazu ausreichen würde, größere Aufgaben bewältigen zu können. Erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Pläne im Jahr 1951 und 1959 wieder aufgegriffen, dann aber nicht weiter verfolgt.

Ebenfalls führten im Jahre 1963/64 abgehaltene Verhandlungen einer Kommission des Dieffler Gemeinderates mit einer Kommission des Dillinger Stadtrates zu keinem Ergebnis. Nach weiteren Verhandlungen in den Jahren 1967–1968 wurde vom Dieffler Kommissionsmitglied Josef Jost-Reiter (* 1926) ein „Entwurf zum Gebietsänderungsvertrag zwischen der Stadt Dillingen/Saar und der Gemeinde Diefflen“ vorgelegt. Die Gemeinderäte Diefflens und Dillingens stimmten im Jahr 1968 für die Umsetzung des Vertrages, was von der saarländischen Landesregierung unter Ministerpräsident Franz-Josef Röder am 19. Juli 1969 bestätigt wurde. Damit wurde Diefflen am 1. August 1969 zum dritten Stadtteil Dillingens. Das Gebiet umfasste 5,04 km² und zählte zu diesem Zeitpunkt 4298 Einwohner.[169][170]

Im Zusammenhang mit der saarländischen Kommunalreform des Jahres 1974 hatte das Innenministerium des Saarlandes unter Minister Ludwig Schnur vorgeschlagen, die Nalbacher Außensiedlungen Bierbach und Ziegelei der Gemarkung Diefflens zuzuschlagen, da deren Bebauung unmittelbar mit der Diefflens verbunden ist. Die Bewohner der beiden Außensiedlungen entschieden sich in einer Bürgerbefragung jedoch mit 65 Stimmen für einen Verbleib bei Nalbach, 7 Personen sprachen sich für Diefflen aus, zwei Stimmen waren ungültig.[171]

Flüchtlingsstrom aus der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems in der Deutschen Demokratischen Republik in den Jahren 1989/1990 kam es zu einem Zuwanderungsstrom ehemaliger DDR-Bürger, die das saarländische Landesamt für Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten in Lebach auch in Diefflen einquartierte. In dem ehemaligen Hauptschultrakt der Primschule wurde ein Notquartier eingerichtet.

Bergbauschäden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Kohleabbau der Deutsche Steinkohle AG im Kohlefeld Primsmulde (Drei-Standorte-Konzept der Saarbergwerke AG seit 1988) kam es auch in Diefflen zu zahlreichen bergbaubedingten Erdbeben. Aus dem Gebiet Primsmulde Süd förderte das Unternehmen weit mehr als die Hälfte seiner damaligen Kohleförderung im Saarland. Es beschäftigte dort rund 3500 Bergleute.

Mit dem Jahreswechsel 2007/2008 nahm die Häufigkeit der Beben spürbar zu. Am 3. Januar 2008 wurde ein Beben mit der Stärke 3,4 auf der Richterskala gemessen. Die für die Beurteilung der Folgen wichtige Schwinggeschwindigkeit erreichte damals 42,3 Millimeter pro Sekunde. Am 23. Februar 2008 kam es durch einen Einsturz im Abbaufeld Primsmulde Süd zum bisher größten Erdbeben in der Geschichte des Saarlandes. In einer Tiefe von 1.500 Metern mit dem Epizentrum Bilsdorf erreichte das Beben eine Stärke von 4,0. Die Schwinggeschwindigkeit des Gesteins erreichte bis zu 93,5 Millimeter pro Sekunde. Nach Angaben der Polizei in Saarbrücken kam es zu Sachschäden an Gebäuden. Das Beben war im ganzen Landkreis Saarlouis zu spüren. Die bereits seit geraumer Zeit laufenden Protestbewegungen gegen den Kohleabbau in der Primsmulde erreichten unmittelbar darauf ihren Höhepunkt.[172] Daraufhin wurde am 23. Februar 2008 von der saarländischen Landesregierung unter Ministerpräsident Peter Müller für das Bergwerk Saar ein Abbaustopp verfügt. Am 30. Juni 2012 endete die Steinkohleförderung im Bergwerk Saar und damit nach mehreren Jahrhunderten die Steinkohleförderung im Saarland.[173][174][175][176][177]

Am 15. September 2014 kam es im Primstal zu einem bergbaubedingten Erdbeben der Stärke 2,7, das auch in Diefflen als explosionsartiger Knall zu spüren war. Das Epizentrum lag im Gebiet zwischen Saarwellingen und Bilsdorf. Vorwürfe, die Erschütterung sei eine Folge des Grubenwasseranstiegs, wies die RAG allerdings zurück. (Am stärksten war das Beben nach Angaben der RAG in Saarwellingen mit einer Schwinggeschwindigkeit von rund 3,6 Millimetern pro Sekunde. Die Schwinggeschwindigkeit am Schacht Primsmulde lag bei 7,5 Millimetern pro Sekunde.) Die Ursache des Bebens wurde im Bereich des ehemaligen Abbaugebietes Primsmulde in einer Tiefe von etwa 1400 Metern lokalisiert.[178][179]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler Diefflen zählte im Jahr 1522, also etwa 200 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung, nur 14 Häuser und war landwirtschaftlich geprägt. Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) bedeutete einen wesentlichen Einschnitt in der Bevölkerungsentwicklung. Waren vor dem Krieg im gesamten Nalbacher Tal 130 Häuser verzeichnet, so gab es danach nur noch 47. Im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts muss die Zahl der Menschen im unteren Primstal ebenfalls gering gewesen sein, denn in einer Urkunde aus dem Jahr 1724 ist zu lesen, dass zum Nalbacher Jahrgeding 52 Personen aus Nalbach, 27 aus Diefflen und Bettstadt, 14 aus Piesbach, 8 aus Körprich und 11 aus Bilsdorf geladen waren.

Eine Zunahme der Bevölkerung scheint ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Gang gekommen zu sein. Kartenmäßig ist im Jahr 1780 eine größere Rodung von ca. 150 ha im Nordteil der Dieffler Gemarkung zum Zweck der Gewinnung von landwirtschaftlicher Produktionsfläche festzustellen. Darüber hinaus wurde das geschlagene Holz auch für die Produktion der im Jahr 1685 gegründeten Dillinger Hütte und den im Jahr 1725 begonnenen Kupfererzabbau in der Nachbargemeinde Düppenweiler gebraucht. Diese beiden vorindustriellen Betriebe benötigten Arbeitskräfte, die durch die vorhandene Bevölkerung der Umgebung nicht gedeckt werden konnten. So war man im Kupfererzbergwerk gezwungen, 300 Arbeiter aus Sachsen und Böhmen anzuwerben. Der Dieffler Bevölkerungszuwachs an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert dürfte also nicht nur dem natürlichen Zuwachs, sondern auch der Migration im Umfeld der aufkommenden Industrie geschuldet sein.

Trotz der Wirren der Französischen Revolution und trotz der massiven Truppenaushebungen unter Napoleon ist ein Ansteigen der Dieffler Bevölkerung zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf ca. 350 Menschen zu verzeichnen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verdoppelte sich die Einwohnerzahl. Die Bevölkerungsdichte stieg im selben Zeitraum von ca. 69 Einwohnern/km2 auf ca. 143 Einwohner/km2 an. Daraus ist zu schließen, dass die nur mäßig ertragreiche Dieffler Landwirtschaft als Arbeit- und Brotgeber nicht mehr alleine in Frage kam. So verdingten sich zur Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Dieffler Männer mit dem Beginn des Frühjahres als tagespendelnde Saisonarbeiter im Schiffbau der Fraulauterner oder Rehlinger Werften oder auf der Dillinger Hütte. Mit der Zunahme der Bevölkerung im 19. Jahrhundert wurden sogar steilere Partien der Hang- und Gräthenzone teilweise zu Terrassen umgeformt und als Äcker und Mähwiesen genutzt. Ebenso nahm in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Bestand an Häusern im und um den alten Ortskern um das Zweieinhalbfach zu.

Von 1802 bis zur Eingliederung in die Stadt Dillingen/Saar im Jahr 1969 entwickelte sich die Einwohnerzahl Diefflens aufgrund der Industrialisierung folgendermaßen:[180]

Jahr Einwohner
1802 348
1820 408
1832 613
1837 644
1841 663
1855 829
1860 874
1861 965
1867 1.005
1869 1.105
1871 1.041
1873 1.054
1875 982
1877 980
1885 1.247
1890 1.542
Jahr Einwohner
1895 1.696
1897 1.802
1900 1.868
1903 2.133
1905 2.279
1910 2.663
1912 2.840
1914 3.122
1920 3.435
1925 3.397
1927 3.574
1930 3.570
1931 3.559
1935 3.652
1939 3.759
1941 3.465
Jahr Einwohner
1945 3.580
1946 3.585
1949 3.797
1950 3.811
1951 3.829
1952 3.929
1953 3.965
1954 4.062
1955 4.053
1956 4.059
1957 4.055
1958 4.075
1959 4.016
1960 4.045
1961 4.067
1962 4.112
Jahr Einwohner
1963 4.146
1964 4.213
1965 4.299
1966 4.320
1967 4.348
1968 4.266
1969 4.298

Politik und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Beflaggung des Dorfplatzes mit der Stadtflagge Dillingen/Saar, Stadtfarben "Rot-Gold"

Die Gemeinde führt das Wappen der Stadt Dillingen/Saar.

Die Blasonierung des Wappens

Auf blauem Grund eine silberne, gezinnte und gefugte Mauer, darüber ein silberner, goldgekrönter und goldbewehrter Adler mit ausgebreiteten Flügeln und roter Zunge. In der Mauer ein goldenes Tor mit rotem Rand. Darauf einen roten Zickzackbalken, der von einem dreilätzigen, blauen Turnierkragen überragt wird. Die Wappenfarben „Rot-Gold“ des alten Herzogtums Lothringen und der Herrschaft Siersberg-Dillingen werden als Stadtfarben geführt.[181]

Siehe dazu auch:

Hauptartikel: Siersburg (Burg)
Hauptartikel: Altes Schloss (Dillingen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher der Gemeinde Diefflen bis zur Eingemeindung nach Dillingen am 1. August 1969[182]
Amtszeiten Bürgermeister
1845–1859 Johann Reuter
1859–1867 Johann Jakob Schamper
1867–1870 Bernhard Scherer
1871–1872 Peter Reuter-Scherer
1873–1879 Nikolaus Weyand
1880–1886 Peter Scherer-Marx
1887–1893 Peter Bach-Senzig
1894–1899 Nikolaus Scherer
1900 (Ausscheiden aus der Bürgermeisterei Fraulautern am 1. Januar 1900; Einrichtung der Bürgermeisterei Nalbach)[183] –1918 Johann Scherer-Schamper (bis März 1918)
1918–1918 Johann Bellmann-Zenner (bis Dezember 1918)
1919–1920 Johann Scherer-Schamper
1920–1922 Johann Albert Brutty (SPD)
1922–1926 Jakob Wagner-Bach (SPD)
1926–1930 Johann Dittgen-Kunz (Zentrum)
1930–1935 Peter Reiter-Scholer (Zentrum)
1935–1940 Hermann Greilach (ohne vorherige Wahl von der NSDAP als Ortsbürgermeister eingesetzt)
1940–1945 Johann Feld (ohne vorherige Wahl von der NSDAP als Ortsbürgermeister eingesetzt; bereits seit September 1938 als Erster Beigeordneter mit der Führung der Amtsgeschäfte betraut)[184]
1945–1946 Peter Baumann (ohne vorherige Wahl als Kommunist von der US-Besatzungsmacht eingesetzt)[185]
1946–1949 Johann Scholer-Diwo
1949–1950 Jakob Lorang-Bach
1950–1953 Jakob Jost-Kunz (CVP)
1953–1956 Josef Spurk (CVP)
1956–1960 Willi Dräger
1961–1965 Hans Meiers
1965–1968 Nikolaus Friedolin Domma
1968–1969 Hans Ring

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat mit 39 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 wie folgt zusammen:

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 45,0 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,7 %
32,7 %
10,5 %
4,0 %
2,9 %
6,1 %
ÖBL Dillingen
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,2 %p
+3,5 %p
-1,5 %p
-0,3 %p
-4,1 %p
± 0,0 %p
ÖBL Dillingen
Sitzverteilung im Stadtrat
      
Von 39 Sitzen entfallen auf:

Der Stadtrat mit 39 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 mit

  • 16.357 Wahlberechtigten,
  • 7.364 Wählern,
  • 204 ungültigen Stimmen und
  • 7.160 gültigen Stimmen

wie folgt zusammen:[186]

Partei Stimmen in % Sitze
CDU 3.131 43,7 % 18
SPD 2.344 32,7 % 13
Linke 751 10,5 % 4
Grüne 283 4,0 % 1
FDP 211 2,9 % 1
Ökologische Bürgerliste Dillingen 440 6,1 % 2
Gesamt 39

Gemeindehaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in den 1950er Jahren errichtete Gemeindehaus Diefflen in der Dillinger Straße ist eine Halle für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Der Hauptsaal (Saal: 270 m², Bühne: 45 m²) bietet bei Konzertbestuhlung 288 Plätze. Im Gemeindehaus befinden sich im Obergeschoss die ehemaligen Bürgermeisterverwaltungsräume und der ehemalige Ratssaal der früher selbstständigen Gemeinde Diefflen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Restaurant.

Kindertagesstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Kindergarten St. Josef
  • „Kinderinsel Diefflen“ (Kindergarten, Tagesstätte und Krippe)
  • Katholischer Kindergarten St. Josef (Kindergarten und Tagesstätte)

Schulentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Volksschule in der Dillinger Straße, errichtet ab 1902, abgerissen zugunsten der im Jahr 1986 vollendeten Wohn- u. Hotelanlage „Bawelsberger Hof“ (Stadtarchiv Dillingen/Saar)
Diefflen, Wohn- und Hotelanlage "Bawelsberger Hof" der 1980er Jahre am Ort der früheren Volksschule in der Dillinger Straße
Diefflen, Grundschule „Primsschule“ in der Richard-Wagner-Straße

Im Jahr 1618 wurde im Nalbacher Tal durch Wilhelm Marzloff von Braubach die Einrichtung einer Schule mit Schulmeister verordnet.[187]

„Item es soll gemeinerseits von den Herren auf einen qualifizierten Scholmeister bedacht werden, der in allen und zutragenden Fällen vor einen gemeinen Schreiber gebraucht werden soll, welcher vor sein Salarium (Lohn) pro qualitate von den Beamten solle Ordnung bekommen.“

Der Schulmeister sollte also die Kinder des gesamten Nalbacher Tales unterrichten als auch als Gemeinde- und Gerichtsschreiber amten und nach Leistung entlohnt werden. In einer Liste aus dem Jahr 1623 wird ein Cornelius Noper als "Ludimagister" (Elementarschullehrer) genannt.[188] Noper war ebenso Wirt in Nalbach. Der Schulbetrieb war auf den Winter beschränkt, da die Kinder in der übrigen Zeit ihren Eltern in der Landwirtschaft zur Hand gehen mussten. Durch den Dreißigjährigen Krieg ging diese Schuleinrichtung unter. Erst für das Jahr 1708 findet sich in den Sterberegistern der Nalbacher Pfarrei St. Peter und Paul wieder ein Ludimagister namens Friedrich Meyer. Dessen Amtsnachfolger Johann Martin Reichard nennt sich "Schulmeister des Nalbacher Tales".[189] Wie seine Amtsvorgänger war Reichard auch Gemeindeschreiber. Für das Jahr 1739 sind für Nalbach zwei Klassenräume verzeichnet. Allerdings scheinen die Eltern den Schulbesuch ihrer Kinder recht nachlässig gehandhabt zu haben, sodass Polizeiverordnungen säumigen Eltern mit Geldbußen drohen mussten.[190] In einer Verordnung des Bischofs von Trier aus dem Jahr 1737 wird bemängelt, dass in den Pfarreien des Landkapitels Merzig aus extrem verstandenen Sparsamkeitsgründen wenig qualifizierte Lehrpersonen, ja sogar Landstreicher, als Lehrer angestellt worden seien, da diese weniger Lohn verlangten als die wirklich befähigten Lehrer. Die Trierer Verordnung ermahnt diesbezüglich die Pfarrer, solche Missstände abzustellen.[191] Für das Jahr 1759 verzeichnen die Nalbacher Kirchenbücher einen Petrus Spanda und für das Jahr 1784 einen Petrus Willmuth als Ludimagister. Im Jahr 1787 wird ein Paulus Lampen genannt. Alle diese Nalbacher Lehrer stammten nicht aus dem Nalbacher Tal, sondern waren von auswärts zugezogen.

Im Gefolge der Neuordnungen der Französischen Revolution wurden in allen Teilgemeinden des Nalbacher Tales eigene Schulen eingerichtet, die jedoch im Vergleich zu heutigen Verhältnissen eher behelfsmäßigen Charakter hatten. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein finden sich nämlich in den Nalbacher Standesamtsregistern Einträge zu Personen, besonders Frauen, die nicht in der Lage waren, selbständig ihren Namen bei der Unterschriftsleistung einzutragen. Mit dem Übergang des Nalbacher Tales an das Königreich Preußen im Jahr 1816 wurde offiziell die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Im Jahr 1818 richtete man in Trier ein erstes Lehrerseminar ein und es wurden Pfarrschulinspektoren ernannt. Für die Bürgermeistereien auf der rechten Saarseite war dies der Nalbacher Pfarrer Matthias Kimmer.[192] Paulus Lampen, der sich jetzt Paulus Lamp nannte, übernahm die Nalbacher Gemeindeschule. Der Leiter der Dieffler Schule wurde im Jahr 1819 Paul Kiefer. In Körprich unterrichtete der im Trierer Seminar ausgebildete Nikolaus Puhl in einem kleinen Haus unterhalb der Michaelskapelle. In Bilsdorf leitete Peter Scholer den Unterricht und in Piesbach-Bettstadt Johannes Spurk. Alle Gemeindeschulen waren einklassig und verfügten nur über eine einzige Lehrerstelle. Angesichts der prekären Finanzlage in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die Dörfer des Nalbacher Tales nicht in der Lage, neue Schulhäuser zu errichten. Die Schulpflicht begann mit dem siebten oder achten Lebensjahr und endete mit dem zehnten oder elften. Erst im Jahr 1867 wurde angeordnet, dass die Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr schulpflichtig seien. Die Winterschulen wurden ebenfalls aufgehoben.[193]

Schulhaus Kirchenweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Diefflen wurde der Schulunterricht bis zum Bau eines neuen Schulhauses in der Wiesenstraße (heute Standort des Feuerwehrhauses Diefflen) im Jahr 1863 in der alten Wendelinus-Kapelle im Kirchenweg (heute Nalbacher Straße) erteilt. Die Schule war bis zum Jahr 1858 einklassig und zählte zu dieser Zeit 176 Schüler.

Schulhaus Wiesenstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das im Jahr 1863 errichtete, schiefergedeckte Schulhaus wies zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss auf und war in einer Mischung aus klassizistischen und neogotischen Bauformen gestaltet worden. Es wies auf seiner Traufseite fünf Fensterachsen sowie einen Zwerchhausgiebel mit Eingangsportal sowie auf seinen beiden Giebelseiten drei Fensterachsen auf. Portal und Fenster des Mittelrisaliten waren mit Bügelverdachungen geschmückt. Im Zentrum des Giebelfeldes öffnete sich ein Rundfenster mit Bügelverdachung. Auf der linken Giebelseite des Schulgebäudes befand sich ein Geräteanbau der Feuerwehr. Im Jahr 1899 wurden im Schulhaus in der Wiesenstraße mehr als 300 Schüler aufgenommen, sodass sogar Unterricht in umgebauten Ställen erteilt werden musste.

Schulhaus Dillinger Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der gestiegenen Schülerzahlen wurde im Jahr 1902 mit dem Bau eines Schulhauses am Babelsberg in der Dillinger Straße begonnen. Es wurde im Jahr 1912 nochmals um sechs Klassen erweitert.[194][195] Das Schulgebäudes aus den 1860er Jahren in der Wiesenstraße/Ecke Richard-Wagnerstraße diente lange als Kindergarten, bis es dem aktuellen Feuerwehrgerätehaus in den Jahren 1959/1960 weichen musste.[196] Ein neuer Kindergarten war auf dem Nachbargrundstück in der Richard-Wagner-Straße erstellt worden.

Schulhaus Richard-Wagner-Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1962/63 errichtete die Gemeinde Diefflen ein großes neues Schulgebäude mit zwei Klassenzimmertrakten, einem Verwaltungsbau mit Schüler-WC´s, einer überdachten Pausenhalle, einer Turnhalle mit Außensportanlagen sowie einem Innenhof-Arboretum in der Richard-Wagner-Straße.[194] Der Schule wurde der Name „Primsschule“ gegeben. Bis 1983 wurde das Gebäude um eine zweite, größere Sporthalle mit Zuschauertribüne ergänzt.[197]

Im Jahr 1970 wurde die Dieffler Hauptschule aufgelöst und die Klassen 5-9 in die Dillinger Odilienschule ausgegliedert.[198] Die freigewordenen Räume wurden umgehend einer neuen Nutzung zugeführt:

Durch das starke Anwachsen der Schülerzahlen des Dillinger Gymnasiums (im Jahr 1973 auf über 2100 Schüler; damit eines der zahlenmäßig stärksten Gymnasien Deutschlands) wurden der gesamte Trakt II des neuen Schulgebäudes in der Richard-Wagner-Straße und der gesamte Altbau der ehemaligen Volksschule in der Dillinger Straße am Babelsberg als Gymnasialgebäude genutzt.

Erst mit dem Neubau eines Zweiggebäudes des Gymnasiums in der Dillinger Karcherstraße (und der Übernahme eines Traktes der ehemaligen evangelischen Volksschule ebenfalls in der Karcherstraße), der im Jahr 1982/1983 fertiggestellt war, verlegte das Gymnasium seinen Betrieb wieder ganz nach Dillingen.[199] Das Schulgebäude am Babelsberg wurde in den 1980er Jahren abgerissen und durch eine umfangreiche Wohn- und Hotelanlage ersetzt.[200]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Personen- und Güterbahnhof ist der im Jahr 1858 eröffnete Bahnhof Dillingen (Saar). Er ist ein Bahnknoten an der Saarstrecke der Deutschen Bahn (Saarbrücken-Trier-Koblenz) mit Abzweig der Niedtalbahn ins französische Thionville sowie der Primstalbahn.

Die Eisenbahnstrecke Dillingen-Primsweiler sollte nach der Planungen der Gemeinderäte im Jahr 1888 ursprünglich am rechten Primsufer über Dieffler Gemeindegebiet führen. Sie sollte die Bahnstrecke Trier-Hermeskeil-Wemmetsweiler und Trier-Saarbrücken durch eine Querstrecke verbinden. Die Eisenbahnverwaltung entschied sich jedoch für eine Streckenführung auf der linken Primsseite. Die Bauarbeiten wurde 1897 begonnen und bis 1901 fertiggestellt. Der Diefflen nächstgelegene Bahnhof war Nalbach. Gleichzeitig wurde der Dillinger Bahnhof erweitert, mit einer Bahnunterführung versehen und von Rangklasse II auf Rangklasse I befördert, da Dillingen nun der bedeutendste Knotenpunkt der Strecke Saarbrücken-Trier war. Im Juni 1980 wurde der Personenverkehr auf der Strecke durch das Primstal eingestellt. Der Güterverkehr verläuft weiterhin nach Bedarf über die Strecke.[201][202] Auf dem Teil des Betriebsgeländes der Dillinger Hütte, das auf der Dieffler Gemarkung auf der linken Primsseite liegt, befinden sich sechs Gleisstränge, die das Walzwerk 2 bedienen.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1913 wurden im Landkreis Saarlouis sieben elektrisch betriebene Straßenbahnlinien (Elektrische Straßen- und Kleinbahnen im Kreis Saarlouis) gebaut. Den Betrieb führte die Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co GmbH in Berlin, die auch den Bau ausgeführt hatte. Eine dieser Straßenbahnlinien führte von Saarlouis nach Dillingen und eine zweite von Dillingen über Diefflen nach Nalbach. Der Gemeinderat hatte im Jahr 1907 den Bau der Straßenbahn beschlossen, da Diefflen beim Bau der Eisenbahnlinie nicht berücksichtigt worden war. Nach der Kanalisierung der Dorfbäche wurden die Gleise verlegt und am 10. Oktober 1912 wurde der Straßenbahnbetrieb probeweise eingeführt. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte am 18. Oktober 1913.[203][204] Seit dem Jahr 1928 gibt es eine Autobuslinie von Diefflen nach Düppenweiler. Im Zeitraum von 1953 bis 1963 wurde von Straßenbahn- auf Omnibusbetrieb umgestellt, wobei ab 1960 die Busse französischer Hersteller durch deutsche Busse abgelöst wurden.

Das gesamte Gemeindegebiet (mit Dillingen und Pachten) ist heute durch acht Buslinien der im Jahr 1913 gegründeten Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis vernetzt und mit dem Umland verbunden. Hinzu kommen fünf Bahnbuslinien.[205]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen ist über mehrere Autobahnanschlussstellen an das nationale und internationale Fernstraßennetz angebunden: Die Anschlussstellen Dillingen-Mitte (Nr. 8) und Dillingen-Süd (Nr. 10) liegen an der A 8. Zudem wird Diefflen über das dazwischenliegende Autobahndreieck Saarlouis (Nr. 9) auch an die A 620 angebunden. Im Jahr 1953 wurde anstelle der alten Furt über die Prims eine Betonbrücke errichtet.[206]

Flughäfen im näheren Umkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Segelflugplatz, Flugzeug im Landeprozess
Diefflen, Segelflugplatz, Gelandetes Flugzeug vor dem Hangar

In einem Radius von 100 km um Diefflen herum befinden sich mehrere Flughäfen:

Der Luftsportclub Dillingen/Saar e.V. wurde im Jahr 1965 gegründet. Er entstand aus der Segelflugsparte der “Luftsportfreunde Saarlouis/Dillingen”, die aufgrund der Errichtung der Ford-Werke auf dem Röderberg in Saarlouis auf den Flugplatz Saarlouis-Düren ausweichen mussten. Bis zum Jahr 1972 wurde in den Saarwiesen bei Dillingen ohne eigenen Flugplatz geflogen.

Im Jahr 1971 begann man mit der Errichtung des heutigen Flugplatzes und des Flugzeughangars in Diefflen. Zur Planierung des Geländes wurde ein ehemaliges Sand- und Kiesabbaugebiet mit 360.000 m³ Füllmaterial verfüllt. Der so entstandene Flugplatz hat eine Länge von 800 m und eine Breite von 120 m. Er wurde am 1. Oktober 1972 in Betrieb genommen. Bereits ein Jahr später konnte der eintausendste Start registriert werden. Nach einer Verlängerung der Startbahn für Segelflieger in Richtung Ost im Jahr 2003 erreichte diese die im Jahr 1972 genehmigte Länge. Ab dem Jahr 1988 wurde der Hangar um ein Schulungsgebäude erweitert.[207]

Post[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruktion des Optischen Telegraphen auf dem Litermont
Telegrafenlinie Metz-Mainz
Napoleonische Zeit

Im Jahr 1813 wurde auf Befehl Kaiser Napoleons die erste optische Staats-Telegraphenlinie Deutschlands (Strecke Metz-Mainz, Linienlänge 225 km) nach dem System von Claude Chappe errichtet und am 29. Mai 1813 in Betrieb genommen. Somit war eine telegraphische Verbindung von Paris nach Mainz möglich geworden. Die Signallinie verlief über das heutige Dieffler Gemeindegebiet. Die Signal-Stationen, die Diefflen umgaben, waren der Siersberg und der Litermont. Die nächste Station war der Hoxberg. Mit den drei hölzernen Signalbalken konnte man bei gutem Wetter 196 Zeichen bilden. Die Signalanlage auf dem Litermont stand vermutlich auf einem hölzernen Gerüst.[208] Zur 1050-Jahr-Feier der Gemeinde Nalbach wurde nach dem Vorbild des Signalturmes auf der elsässischen Burg Hohbarr bei Zabern mit den Planungen zum Bau eines steinernen Signalturmes auf dem Litermont begonnen. Die Signalstangen sind zum Zweck einer besseren Witterungsbeständigkeit aus Metall. [209]

Preußische Eroberung

Mit der preußischen Eroberung des linksrheinischen Gebietes unter Gebhard Leberecht von Blücher wurde die Signallinie unterbrochen und kurze Zeit später der Telegraphen-Betrieb komplett eingestellt. Mit der Zuweisung des Nalbacher Tales an das Königreich Preußen durch den Wiener Kongress verfiel die Anlage.[210]

Königlich-preußische Zeit

Am 3. August 1816 wurde durch den kommissarischen Landrat des neugegründeten Landkreises Saarlouis Jakob Christian Schmeltzer das Postwesen für Diefflen neu geordnet und Briefboten mit Verwaltungspost zweimal wöchentlich zu Fuß durch das Kreisgebiet geschickt. Zwar wurde auch Privatpost befördert, doch aufgrund hoher Analphabetenraten und mangelnden Bedarfs blieb dies in engen Grenzen.[211] Am 30. April 1838 wurde die Reitpost auf der Strecke Saarlouis-Trier eingestellt. 1846 wurde das Landbrief-Bestellinstitut ins Leben gerufen. Die Postboten waren an bestimmten Wochentagen tätig, ab 1865 dann an allen Wochentagen außer sonntags. Die Personenbeförderung der Post ab Dillingen gewährleistete die Poststrecke Saarbrücken-Trier.[212]

Nach Eröffnung der Eisenbahn in Dillingen wurde am 20. Januar 1858 die „Postexpedition Dillingen“ (II. Klasse) eröffnet. Nun fuhr täglich eine Landpostkutsche als einspänniges Pferdefuhrwerk mit Kastenaufbau von Dillingen über Diefflen in alle Orte des Nalbacher Tales, um Post und Personen zu befördern.[213]

Seit dem 1. Juli 1891, als in Nalbach eine Postagentur eröffnete, wurde die Post von Dillingen aus mit der Postkutsche nach Nalbach befördert und von dort aus durch Landzusteller täglich in Diefflen und im Nalbacher Tal zugestellt. Aufgrund des Anwachsens der Dieffler Bevölkerung (1875: 982 Einwohner; 1900: 1958 Einwohner) wurde am 16. Mai 1903 in Diefflen eine eigene Postagentur mit Telegraphenbetrieb eröffnet. Diese Postagentur war auch für die Wohnstätten Bierbach und die Dieffler Ziegeleien zwischen Diefflen und Düppenweiler zuständig. Die Postagentur war dem Postamt Dillingen zugeordnet und in der Gastwirtschaft und Gemischtwarenhandlung des Dieffler Gemeindevorstehers Johann Scherer-Schamper in der Dorfstraße 98 (heute etwa Standort des Dieffler Dorfbrunnens auf dem Dorfplatz) untergebracht.[214]

Seit dem Jahr 1901 wurde die gesamte Post des Nalbacher Tales von Dillingen aus mit der Bahn zum Bahnhof Nalbach-Saarwellingen befördert und von dort bis zum Jahr 1923 mit der Postkutsche weiterbefördert. Ab 1923 erfolgte die Weiterbeförderung durch Postboten mit Fahrrad, ab 1928 per Straßenbahn. Ab dem Jahr 1924 wurde die Dieffler Post mit dem Stempelaufdruck „Diefflen (Saar)“ versehen. Am 1. Mai 1937 wurde die Landkraftpostlinie 1, die zweimal täglich die Strecke Dillingen-Diefflen-Nalbach-Piesbach-Körprich befuhr, eröffnet. Damit verbunden war die Beförderung der Postagentur Diefflen zur Poststelle I.[215]

Zweiter Weltkrieg

Aufgrund der Evakuierung Dillingens mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges musste das Dillinger Postamt am 3. September 1939 geräumt werden. Das Postamt Dillingen wurde nach Erfurt verlegt und konnte erst am 1. Juli 1940 wieder in Dillingen eröffnet werden. Am 1. Oktober 1942 wurde das Postamt Diefflen in eine Zweigstelle des Postamtes Dillingen umgewandelt.[216] Am 1. Dezember 1944 wurde das Dillinger Postamt zum zweiten Mal geräumt und nach Deidesheim in der Rheinpfalz verlegt.[217]

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Postbetrieb im Saarland auf Anordnung des Regierungspräsidiums Saar bereits am 28. Juli 1945 aus der Postorganisation der übrigen französischen Zone herausgelöst. Unter der Aufsicht der „Oberpostdirektion Saar“ kam der Postverkehr allmählich wieder in Gang. Am 17. November 1947 wurde das Postamt der „Post-, Telegraphen- und Telephon-Verwaltung des Saarlandes“ unterstellt. Am 1. Januar 1957 wurde das Postamt mit der Angliederung des Saarstaates an die Bundesrepublik Deutschland der Oberpostdirektion Saarbrücken der Deutschen Bundespost unterstellt.

Am 1. Oktober 2005 wurde das im Jahr 1961 errichtete Postamt Diefflen in der Düppenweilerstraße 5 geschlossen.[218] Die Deutsche Post unterhält heute im Dillinger Stadtgebiet mehrere Filialen, Paketshops und sogenannte Verkaufspunkte.

Wasserversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Pumpenhaus der Dillinger Hütte auf dem Gelände der Hüttenkolonie, Flur 8
Historische Situation

Bis zum Jahr 1878 gab es im heutigen Dillinger Stadtgebiet nur Grundwasser-Ziehbrunnen (mundartlich: „Pütz“) und einen Quellbrunnen (mundartlich: „Burren“) in Pachten. Einfachere Wassergewinnungsvorrichtungen waren die sogenannten „Burkeschen“ bzw. „Borrenkeschden“, die in ca. 3-4 m Bodentiefe Rieselwasser sammelten, das allerdings oft stark sedimenthaltig war. Zum Waschen wurde deshalb zumeist Regenwasser oder Flusswasser benutzt. In Diefflen geschah dies an der Prims, was der alte Flurname „Bei der Weschen“ noch anzeigt.[219][220] Dungstätten und Abortgruben befanden sich oft in der unmittelbaren Nähe und verseuchten das Grundwasser. Folge waren immer wieder ausbrechende Seuchen.[221]

Zentrale Wasserversorgung

Im Jahr 1894 wurden durch die Dillinger Hütte Bohrversuche nach Wasser auf dem Dieffler Bann unternommen. Um sich den natürlichen Wasserdruck zu Nutze zu machen, fanden die Bohrungen in der Nähe des Litermontes statt. Die Bohrungen waren wenig erfolgreich. Erst im Jahr 1895 fand man ein lohnendes Wasservorkommen am Dieffler Babelsberg. Das gefundene Wasser wurde von den Hüttenwerken genutzt, aber auch für die Bevölkerung wurde ein Anschluss verlegt und die Gemeinde Diefflen erhielt im Jahr 1899 als Gegenleistung für die Nutzung des Gemeindewassers durch die Hütte vier öffentliche gusseiserne Ventilbrunnen („Drücker“) in der Ortsmitte, am Kirchenweg (Nalbacher Straße), an der Scheif und auf der Schnurr. Später auch einen „Drücker“ an der alten Schule in der Wiesenstraße. Hausleitungen wurden ab dem Jahr 1923 verlegt. Dabei kaufte die Gemeinde Diefflen die von der Dillinger Hütte ab dem Jahr 1895 verlegten Rohrleitungen.[222][223]

Heute verfügt Diefflen mit der Stadt Dillingen über drei Wasserwerke:[224]

Wasserwerk Nord

Das Wasserwerk im Wald oberhalb der Pachtener Heide versorgt die Innenstadt Dillingens.

Wasserwerk Heiligenberg

Das Wasserwerk Heiligenberg versorgt durch natürliches Gefälle die Innenstadt, sowie die Stadtteile Überm Berg und Pachten.

Wasserwerk Diefflen

Der Stadtteil Diefflen wird über einen Hochbehälter mittels natürlichen Gefälles versorgt. Der Hochbehälter am Babelsberg verfügt über zwei getrennte Kammern mit einem Fassungsvermögen von je 750 m³ Trinkwasser. Die Abgabemenge beträgt hier etwa 500 – 600 m³ / Tag.

Das Trinkwasser für die gesamte Stadt Dillingen wird in den Gebieten Haienbachtal, Diefflen und Kondeler-Bachtal gewonnen und in das Stadtnetz eingespeist.[224]

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Umspannwerk (Amprion GmbH) zwischen Umgehungsstraße und Prims, Flur 8, Gewann "In den Bäuningen"

Im Jahr 1923 wurde Diefflen an das Stromnetz der im Jahr 1912 als Electricitäts- und Gas-Vertriebsgesellschaft Saarbrücken (SVG) gegründeten „Saarland-Lothringen-Elektrizitäts-AG“ (SLE), heute VSE AG (Vereinigte Saarländische Elektrizitätswerke), angeschlossen.[225][226]

Die „Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH“ versorgt heute das Gemeindegebiet mit Energie. Das Unternehmen ist ein lokales Energieversorgungsunternehmen für Strom und Erdgas sowie Wasserversorger mit etwa 70 Mitarbeitern. Ein kaufmännischer und ein technischer Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft. Der Aufsichtsrat besteht aus 14 Mitgliedern. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Bürgermeister der Stadt Dillingen/Saar.

Beteiligt an der Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH sind die Verkehrs- und Energiebeteiligungsgesellschaft der Stadt Dillingen/Saar mbH mit 46 Prozent, die Stadt Dillingen/Saar mit 5 Prozent und die energis GmbH mit 49 Prozent. Die Umwandlung vom Eigenbetrieb der Stadt Dillingen/Saar zur GmbH erfolgte am 1. Januar 1971. Im Jahr 2010 wurde die Stadtwerke Dillingen/Saar Netzgesellschaft mbH gegründet.

Vorgelagerter Hochspannungsnetzbetreiber ist die VSE Verteilnetz GmbH. An der Übergabestation „Schlachthof“ werden 35 kV, an der Übergabestation „Pachten“ 110 kV übernommen. Von dort aus wird der Strom über 114 Netzstationen in das 10 kV- bzw. 0,4 kV-Netz geleitet.

Vorgelagerter Gasnetzbetreiber ist die Creos Deutschland. Die Gasversorgung erfolgt über vier Gasübergabestationen in das rd. 115 km lange Niederdrucknetz. Seit Dezember 1977 wird das gesamte Versorgungsgebiet mit Erdgas in H-Qualität beliefert.[224]

Abfallentsorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abfallentsorgung in Diefflen geschieht durch den Entsorgungsverband Saar (EVS).

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Feuerwehrhaus, hier stand bis zum Jahr 1958 das alte Schulhaus in der Wiesenstraße aus dem Jahr 1863

Die Freiwillige Feuerwehr Dillingen unterhält in der Innenstadt und in Diefflen Feuerwehrhäuser.[227] In Diefflen organisierte sich nach dem großen Dorfbrand vom 13. August 1876 und dem Großbrand auf der Gemarkung "Auf der Scheif" von 1882 im Jahr 1904 die Freiwillige Feuerwehr.[228] Bevor in den Jahren 1907/08 ein Feuerwehrhaus unterhalb der Kirche errichtet werden konnte, war das Gerät bis zu einem Brand in der alten Schule in der Wiesenstraße eingelagert.[229] Das Feuerwehrhaus wurde bei der Vergrößerung des Platzes vor der Kirche abgetragen und unter Ortsbürgermeister Willi Dräger im Jahr 1960 ein neues Feuerwehrhaus mit Turm an der Stelle der alten Schule in der Wiesenstraße errichtet.[230] Im Jahr 2011 wurde das Dieffler Feuerwehrhaus umgebaut und erweitert.[231]

Das aktuelle Dillinger Feuerwehrhaus wurde in den Jahren 1979 bis 1981 auf dem Gelände der Sporthalle Merziger Straße errichtet.[232]

Lehmabbau und Lehmverarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Bereich der Hochfläche weitverbreiteten Terrassenlehme wurden hinsichtlich ihrer Qualität und der Mächtigkeit ihrer Vorkommen in Diefflen seit frühester Zeit als Baumaterial genutzt. Seit dem Jahr 1860 entstand auf der Hochfläche weitab von der Hauptsiedlung eine erste gewerbliche Ziegelhütte. In der zweiten Hälfte der 1860er Jahre siedelte sich in der Nähe zur ersten gewerblichen Ziegelhütte ein zweites lehmverarbeitendes Unternehmen an. Produziert wurden Backsteine und Dachziegel. Die Lehmgruben befanden sich in unmittelbarer Nähe zu den Fertigungsstätten. Der Lehm wurde im Tagebau auf einem Areal von 1,5 ha bis zu einer Tiefe von 2 m abgebaut, anschließend mit Wasser versetzt, durch einen Schneckengang mit tierischem Antrieb geknetet, in das gewünschte Produkt geformt, getrocknet und durch das mit Kohle betriebene Feuer der Schürküche in Brennöfen gebrannt. Die Produkte wurden ohne Zwischenhandel per Pferdefuhrwerk zum Käufer gebracht. In der Prosperitätsphase nach der Reichsgründung siedelte sich in Diefflen noch ein dritter Ziegeleibetrieb an. Hier wurde im Feldbrandverfahren gearbeitet. Bei diesem Verfahren wurden die getrockneten Produkte auf einer Fläche von ca. 4 m2 längs und quer so geschichtet, dass genügend Hohlräume vorhanden waren. Die Hohlräume wurden mit Holzkohle oder Kohle ausgefüllt. Dann wurde der ganze Stapel wie bei einem Holzkohlenmeiler mit Lehm so abgedeckt, dass nur zwei Öffnungen verblieben. Die Holzkohle wurde in Brand gesetzt und nach fünf bis sechs Tagen war der Brennvorgang beendet. Ab den 1930er Jahren bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges erlebte der Lehmabbau in Diefflen nochmals eine letzte Blüte. Der abgebaute Lehm wurde jedoch nicht mehr an Ort und Stelle verarbeitete, sondern per LKW nach Saarlouis-Roden zur Ziegelei Stein befördert.[233]

Kiesabbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Kiesabbaugebiet auf der Hochfläche, im Hintergrund Nutzung des ehemaligen Abbaugebietes durch Photovoltaik

Ab den 1950er Jahren begannen mehrere Unternehmen auf unterschiedlichen Standorten in der Dieffler Auenzone in großem Umfang Sand und Kies abzubauen. Der Abbau erfolgte zunächst in Form der Nassbaggerei bis maximal 2,5 m Tiefe. War die Ausbeutung des Feldes abgeschlossen, nutzte man die entstandenen Hohlformen entweder dadurch, dass sie als wilde Deponien für Abraummaterial dienten, oder dadurch, dass sie geflutet und zu Fischteichen umfunktioniert wurden. Seit den 1960er Jahren war im Kiesabbau nach Absprachen mit den anderen Abbauunternehmen nur noch die Firma Rupp in der Dieffler Gemarkung damit befasst, Sand- und Kieslagerstätten auszubeuten. Daneben begann sie nun auch mit der industriellen Verarbeitung der Rohprodukte. Da zu diesem Zweck sehr große Wassermengen notwendig waren, wurden die Produktionsanlagen in der Auenzone direkt an der Prims errichtet. Sukzessive entstanden auf einem 4,6 ha großen Gelände eine Kieswaschanlage, ein Beton- und ein Bitumenwerk sowie die notwendigen Lagerflächen. Zusätzlich schuf man große Schlammweiher in ausgebeuteten Lagerstätten und verband diese über Rohrleitungen mit den Verarbeitungsbetrieben.

Nachdem im Jahr 1961 der erste Betrieb die Produktion aufgenommen hatte, reichten die in der Auenzone gewonnenen Mengen an Kies und Sand nicht mehr aus. So begann man, ein 30 ha großes Gelände auf der Hochfläche südlich der Gemarkung "Am Pachtener Wald" auszubeuten. Die Lagerstätte bestand aus 10 m mächtigen günzkaltzeitlichen Schottern, die mit Sand- und Lehmbändern durchsetzt waren. Die im Trockenabbau gewonnenen Materialien wurden mit ca. 20 firmeneigenen LKWs mitten durch das Dorf zu den Betrieben in der Auenzone transportiert und hier weiterverarbeitet, was bis heute zu einer enormen Lärm- und Umweltbelastung führt. Als Anfang der 1970er Jahre der Materialabbau auf der Hochfläche teilweise zu Ende ging, setzten hier Rekultivierungsmaßnahmen auf dreierlei Arten ein. Ein kleineres Areal diente als Müllkippe, wurde nach der Verfüllung mit Erde abgedeckt und danach aufgeforstet. Ein anderes Areal blieb als aufgeforstete Hohlform erhalten. Die restlichen Flächen wurden mit Abraummaterial der Dillinger Hütte verfüllt, um dann zu einem Segelflugplatz umfunktioniert zu werden. Insgesamt wurden so ca. 55 ha Gemeindefläche (ein Zehntel der Gemarkungsfläche Diefflens) vollkommen umgestaltet.[234][235]

Süßmosterei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1963 errichtete der im Jahr 1889 gegründete Dieffler Obst- und Gartenbauverein in der Augrät eine Süßmostereianlage.[236]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen mit der Dillinger Hütte im Hintergrund vom Litermont aus gesehen, im Mittelgrund die Dieffler Kirche, im Vordergrund das Litermontvorland

Die wichtigsten Arbeitgeber in der unmittelbaren Umgebung Diefflens sind der Stahlindustrie sowie metallverarbeitenden Betrieben und dem Handwerk zuzuordnen. Beispiele dafür sind die Dillinger Hütte, die Bartz-Werke, die Dillinger Fabrik gelochter Bleche sowie die NEMAK-Alugießerei. Die Automobilbranche ist mit den Ford-Werken auf dem Röderberg vertreten. In der Genussmittelindustrie sind die Werke der Firma Trumpf Schokolade in Fraulautern und Saarwellingen zu nennen. Zahlreiche Arbeitsplätze bieten auch verschiedene Einzelhandelsunternehmen. Die Arbeitslosenquote des Landkreises Saarlouis betrug im April 2016 5,4 %.[237]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zählung hinsichtlich der Religionszugehörigkeit für das Statistische Portrait der Stadt Dillingen/Saar für das Jahr 2011 (Zensus 9. Mai 2011), veröffentlicht im April 2012, ergab folgendes Ergebnis:[238]

– bei Deutschen:

Bevölkerung nach Religion/Konfession – Gesamtes Stadtgebiet
Römisch-katholisch
  
67,20 %
Evangelisch
  
12,20 %
Religionsgemeinschaftslos:
  
13,40 %
Andere Religion/Christl. Konfession
  
4,60 %
Keine Angabe o. konfessionslos
  
15,20 %

– bei Ausländern:

  • Römisch-katholisch: 1.257
  • Evangelisch: 70
  • Muslimisch: 677 (= 25,6 %); Quote Dillingen: 3,3 %, Quote Deutschland: 4,5 %
  • Religionsgemeinschaftslos: 632 (= 24,0 %)
  • Sonstige: 5

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archiepiscopatus Trevirensis im Jahr 1645, Das Nalbacher Tal befindet sich etwa in der Mitte des unteren Kartenrandes. Die Talorte sind nicht eigens verzeichnet, da sie zu dieser Zeit Trier nur kirchlich, aber nicht lehensmäßig unterstehen.

Diefflen gehört zum katholischen Bistum Trier (Kirchenprovinz Köln) bzw. zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Zuordnung zur katholischen Trierer Kirchenprovinz basiert noch auf der römischen Provinzaufteilung Kaiser Diokletians.[239] Anhand des beim Abbruch der alten Pachtener Kirche im Jahr 1891 gefundenen Ursussteines mit einem Christusmonogramm lässt sich belegen, dass bereits im 3. bzw. 4. Jahrhundert n. Chr. Menschen christlichen Glaubens in der unmittelbaren Umgebung Diefflens gelebt haben.[240] Ob das Christentum durch die Wirren der Völkerwanderung in der Umgebung ganz unterging, bleibt unklar. Die bischöflichen Zentren Trier und Metz überdauerten die germanischen Eroberungen. Von hier aus wurden in frühfränkischer Zeit die Christianisierung der heidnischen Bevölkerung in Angriff genommen.

Von besonderer Bedeutung für die Christianisierung des Nalbacher Tales mit Diefflen ist sicherlich die Stiftung des fränkischen Adeligen und Diakons der Verduner Kirche, Adalgisel Grimo. Er bestimmte am 30. Dezember 634 in seinem Testament, dass sein Besitz im Ort Tholey mitsamt der dort von ihm errichteten "loca sanctorum" an das Bistum Verdun, dem zu dieser Zeit Bischof Paulus vorstand, fallen sollte. Diese Stiftung wurde zum Mittelpunkt einer regen Missionstätigkeit in der Umgebung.[241]

Seit seiner mittelalterlichen Gründung bildete Diefflen mit dem Nachbarort Nalbach bis zum Jahr 1858 nicht nur eine politische, sondern auch bis zum Jahr 1919 eine kirchliche Einheit. Die Nalbacher Pfarrkirche St. Peter und Paul ist die Mutterkirche der umliegenden sechs Dörfer des Nalbacher Tales: Diefflen, Piesbach, Bettstadt, Bilsdorf und Körprich.

Nalbach, das als Pfarrei erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt worden war, gehörte im Mittelalter zum Archidiakonat St. Mauritius Tholey und zum Dekanat bzw. Landkapitel Merzig im damaligen Erzbistum Trier. Das Archidiakonat Tholey bestand bis zur Aufhebung der Abtei durch die Truppen der Französischen Revolution im Jahr 1793.

Durch eine Schenkung des Trierer Erzbischofes Eberhard aus dem Jahr 1048, einen Schutzbrief Heinrichs III. von 1098 und einen Schutzbrief des Papstes Hadrian IV. von 1154 sowie durch Erwerbung der Rechte des Nalbacher Rittergeschlechtes im Jahr 1331 besaß das Stift St. Simeon in Trier im Nalbacher Tal die Grundgerichtsbarkeit, das Steuererhebungsrecht und das Recht zur Besetzung der Pfarrstellen.[242] Die Urpfarrei des Nalbacher Tales, St. Peter und Paul, deren Patrozinium vermutlich auf die örtlichen Primsfischer (Petrus als Fischerpatron) Bezug nimmt, ist im Verzeichnis der zur Wallfahrt nach Mettlach verpflichteten Pfarreien aus der Mitte des 12. Jahrhunderts genannt.

Durch die katholischen Herrschaften des Kurfürstentums Trier und des Herzogtums Lothringen konnte sich die Reformation nicht ausbreiten. Im Dieffler Nachbarort Saarwellingen, der unter der Hoheit der Herren von Kriechingen stand, wurde die Reformation durchgesetzt. Mit der Reunionspolitik König Ludwigs XIV. und dem Bau der Festung Saarlouis endete aber auch hier sowie in Schwalbach, Reisweiler, Eiweiler und Überherrn die nur oberflächlich protestantisierte Kirchlichkeit.[243]

Bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert gab es in der näheren Umgebung Diefflens deshalb kaum Menschen evangelischer Konfession.[244] Erst mit dem Bau einer evangelischen Kirche in Dillingen in den Jahren 1902–1903 existiert im heutigen Dillinger Stadtgebiet ein protestantisches Gotteshaus.

Kapelle St. Wendelin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barocke Statue des heiligen Wendelin mit Hirtenstab und schottischer Königskrone zu seinen Füßen aus der ehemaligen Wendelin-Kapelle am Kirchenweg (heute Nalbacher Straße), jetzt im Pfarrhaus Diefflen, moderne Lasurfassung
Diefflen, Wohnhaus Nalbacher Straße Nr. 103 (früher "Nalbacher Kirchenweg"), Standort der früheren Dieffler Wendelinuskapelle

Diefflen verfügte über eine eigene kleine Kapelle, die sich am Kirchenweg nach Nalbach befand (heute: Nalbacher Straße Nr. 103). Hier versammelten sich die Einwohner des kleinen Dorfes zum Gebet und gelegentlich wurden auch Messen gelesen.

Das Alter dieser Kapelle ist ungewiss. Schutzpatron war der hl. Wendalinus. Eine Zuordnung des Wendels-Patrozinums durch die Abtei Tholey ist denkbar, da Wendalinus der Legende nach Abt dieses Klosters gewesen sein soll. Von der Stadt St. Wendel ausgehend breitete sich die Verehrung des heiligen Wendelin von etwa 1200 bis 1500 besonders in den Bistümern Mainz und Würzburg sowie im Elsass und in der Schweiz aus. In der Erzdiözese Trier nahm die Verehrung des heiligen Wendelin besonders zwischen 1600 und 1800 zu. Die Wendelsverehrung konnte die deutsch-französische Sprachgrenze in Lothringen nur zu geringen Teilen überwinden.[245] Das Patrozinium des Vieh-Patrons Wendelin passte adäquat zur agrarischen Struktur Diefflens in der Zeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit.

Eine Urkunde der Abtei Mettlach aus dem Jahr 1488, die selbst eine Abschrift einer Urkunde aus dem Jahr 1460 ist, nennt Papst Pius II., der die Abtei Mettlach von Senis auf Sardinien aus mit der Bestellung des Geistlichen für den Ort Diefflen beauftragte:

„Papst Pius II. billigt und bestätigt dem Kloster Mettlach alle Kollationen von Kirchen und Kapellen, die uns (gemeint ist die Abtei Mettlach) angeschlossen sind, ferner Dörfer und Zehnten, Höfe und Güter, welche in der Bulle aufgezählt sind. Gegeben zu Senis im zweiten Jahr unseres Pontifikates 1460.“[246]

Pfarrkirche St. Josef und St. Wendelin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Josef und St. Wendelin (Diefflen), Ansicht von der Zipp, Architekten Alois Havener und Rudolf Güthler
ursprüngliches Aussehen der neogotischen Pfarrkirche vor den Kriegszerstörungen, nach 1900, Architekt Wilhelm Hector
Diefflen, St. Josef und St. Wendelin, Kircheninneres

Diefflen hat heute eine katholische Pfarrkirche:

Der zunächst neogotische Kirchenbau des Rodener Architekten Wilhelm Hector wurde in den Jahren 1899–1900 errichtet. Nach starken Kriegszerstörungen wurde der Bau in den Jahren 1948–1950 nach den Plänen des Saarlouiser Architekten Alois Havener und des Saarbrücker Architekten Rudolf Güthler umfangreich erweitert und im romanisierenden oder spätantikisierenden Abstraktions-Historismus umgestaltet.[247]

Dieffler Herz-Mariae-Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Initiative von Pfarrer Brenner wurde im Jahre 1909 das Herz-Mariae-Kloster in Diefflen durch Stiftung des Pfarrangehörigen Johann Schamper gegründet. Das Kloster wurde durch die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut besiedelt. Durch Stiftung des Pfarrangehörigen Franz Schwarz (1871-?) wurde ein größeres Klostergebäude im Jahr 1914 bezogen. Das Klostergebäude war in einem Abstraktions-Neobarockstil errichtet worden. Im Jahr 1914 wurde auch die Klosterkapelle eingeweiht und durch zahlreiche Stiftungen Dieffler Bürger ausgestattet.

Das Kloster war die erste Niederlassung des Missionsordens im Deutschen Reich und versah von 1914–1921 das deutsche Postulat des Missionsordens. 1915 wurde von Diefflen aus eine Filialgründung in Auersmacher unternommen, die allerdings 1920 wieder aufgehoben wurde. Im Jahr 1918 wurde von Diefflen aus je ein Filialkloster in Pachten (geschlossen 1994) und Roden (Saar) (geschlossen 1992) gegründet.

Die Ordensschwestern waren sozial-karitativ tätig. Das Kloster betrieb eine Landwirtschaft, eine Hostienbäckerei und eine hauswirtschaftliche Fortbildungseinrichtung. In den Jahren 1924 und 1955 wurde das Klostergebäude modernisiert und vergrößert.

Durch den Neubau einer neuen Niederlassung des Ordens in Bous (Saar) („Haus Bergfriede“) wurden die Ordensschwestern im Jahr 1972 aus dem Dieffler Herz-Mariae-Kloster abgezogen. Nachdem eine Initiative der Pfarrei zu einer Neubesiedelung des Klosters durch andere Schwestern gescheitert war, wurde das Klostergebäude mit dazugehörigen Ländereien an die Stadt Dillingen verkauft. Das Klostergebäude wurde umgehend abgerissen.[248][249]

Die Herz-Mariae-Glocke der Glockengießerei Bochumer Verein (Gewicht: 862 kg, Durchmesser: 1210 mm, Schlagton: f') im Glockenturm der Dieffler Pfarrkirche St. Josef und St. Wendelin erinnert heute an das ehemalige Herz-Mariae-Kloster.[250][251]

Oberinnen des Dieffler Klosters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Sr. M. Clementine Spindler: 1909–1910
  • Sr. M. Bernarda Gamber: 1910–1912
  • Sr. M. Ferdinanda Pfaffenholz: 1912–1918
  • Sr. M. Ancilla Ackfeld: 1918–1919
  • Sr. M. Didaka Eick: 1919–1923
  • Sr. M. Terula Schmitz: 1923–1927
  • Sr. M. Notburga Emunds: 1927–1933
  • Sr. M. Noyala Vonwill: 1933–1939
  • Sr. M. Christa Keller: 1939–1947
  • Sr. M. Noyala Vonwill: 1947–1954
  • Sr. M. Bertina Schubert: 1954–1960
  • Sr. M. Priska Vogel: 1960–1969
  • Sr. M. Eugenie Neuberger: 1969–1972
Hausgeistliche des Dieffler Klosters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Kaplan Ferres: 1914–1914
  • Trappistenpater Mansuetus: 1914–1915
  • Trappistenpater Bruno: 1915–1919
  • Rektor Dr. Dümpelfeld: 1919–1921
  • Kaplan Jonas: 1921–1924
  • Rektor Metzeroth: 1924–1928
  • Kaplan Fuchs: 1928–1928
  • Pater Bensch: 1928–1929
  • Zisterzienserpater Nobis: 1929–1933
  • Trappistenpater Terstegge: 1933–1951
  • Rektor Dr. Engel: 1952–1963
  • Pater Stigler: 1964–1968
  • Pater Schunk: 1968–1972[252]

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synagoge der Dieffler Juden in Nalbach vor der Zerstörung (Gemeindearchiv Nalbach)
Diefflen, Jüdischer Friedhof Eingangshalle

In Nalbach, zu dem Diefflen historisch gehörte, bestand eine kleine jüdische Gemeinde bis in den Zeitraum 1937/40. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./18. Jahrhunderts zurück, als die ersten jüdischen Familien im Nalbacher Tal (das heißt vor allem auch in Diefflen) lebten. Bereits 1591 wird ein „Jud Meyer“ in Nalbach genannt.[253]

Im Jahr 1723 wird ein Jude aus Diefflen genannt, der damals wegen eines Verstoßes gegen die kurtrierische Judenordnung aus dem Haus eines Christen ausziehen musste. Zehn Jahre später, im Jahr 1733, lebten insgesamt zwölf jüdische Familien im Nalbacher Tal. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1808, wurden 16 jüdische Einwohner in Nalbach und 32 in Diefflen gezählt. Bis zum Jahr 1858 nahm ihre Zahl auf 68 in Nalbach zu, um danach durch Aus- und Abwanderung wieder zurückzugehen. Nach dem Bau der Synagoge in Nalbach im Jahr 1854 kamen die jüdischen Einwohner aus Diefflen zum Gebet und zum Gottesdienst nach Nalbach. Auch die in Dillingen im Laufe des 19. Jahrhunderts zuziehenden jüdischen Familien zählten zur jüdischen Gemeinde in Nalbach. In einem Zeitungsbericht von 1891 zum Brand der Nalbacher Synagoge[254] ist im Blick auf die Gemeindeglieder von „15 wenig begüterten Familien der Ortschaften Nalbach, Diefflen und Dillingen“ die Rede. Am Ende des 19. Jahrhunderts bildeten Daniel Lazar, Daniel Levy I. und Moses Bonnem den Vorstand.

Im Jahr 1895 wurden 33 jüdische Einwohner in Nalbach, 20 in Diefflen und 37 in Dillingen gezählt. Um 1925 war Moses Bonn Gemeindevorsteher der Gemeinde Diefflen-Nalbach. In den 1930er Jahren versah dieses Amt der in Diefflen lebende Moses Weiler.

Im Juni 1933 lebten noch 24 jüdische Personen in Nalbach (bei insgesamt 2735 Einwohnern) und zehn in Diefflen. Von diesen konnte in den folgenden Jahren ein größerer Teil den Ort verlassen, teilweise in andere Orte Deutschlands, teilweise ins Ausland. Beim Novemberpogrom 1938 wurden die noch verbliebenen jüdischen Familien überfallen und misshandelt. Eine Augenzeugin berichtet: „Leute aus unserer Nachbarschaft haben die Häuser der Juden, die in der Hauptstraße standen, geplündert […]. Auf dem Weg dorthin sah ich, wie sie die Juden auf der Straße zusammentrieben und geschlagen haben […]. Sie haben die Juden mit Koppelschlössern geschlagen; die haben wie wahnsinnig auf die Juden draufgeschlagen“. Die letzten jüdischen Einwohner wurden im Oktober 1940 ins Internierungslager nach Gurs deportiert.

Von den in Nalbach und Diefflen geborenen und bzw. oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen:[255] Fanni Baum (1857), Rosa Bonn (1887), Charlotte Hanau geb. Wolff (1877), Simon Hanau (1878), Meta Hirsch (1906), Hermann Kahn (1864), Karoline Kahn geb. um (1864), Therese Metzler geb. Levy (1908), Max (Marcus) Rakhovsky (1893), Adolf Salomon (1890), Louis Salomon (1900), Josephine Weiler (1889), Julia Weiler (1887), Martha Weiler (1899)[256], Samuel Weiler (1855), Theresia Weiler geb. Levy (1857), Eugen Wolff (1897), Ferdinand Wolff (1882 oder 1886?), Friedrich (Fréderique) Wolff (1873), Hedwig(e) Wolff (1880), Wilhelmine Wolfskehl geb. Wolff (1879).

Die Synagoge der Dieffler Juden

Die in Nalbach und Diefflen lebenden jüdischen Familien benützten zeitweise gemeinsame Einrichtungen, vor allem nach dem Bau der Synagoge in Nalbach. Um das Jahr 1850 war in Diefflen ein Betraum in einem jüdischen Privathaus eingerichtet worden. In Nalbach diente ein baufälliges Gebäude als Synagoge. Da die wenig begüterten jüdischen Familien Diefflens und Nalbachs alleine keine Synagoge hätten bauen können, erhielten sie finanzielle Unterstützung von jüdischen Familien aus Saarwellingen. Diese gaben der Nalbacher Gemeinde die für den Bau noch nötigen Gelder zinslos auf fünf Jahre. So konnte die Synagoge vermutlich im Zeitraum 1853/54 in der Mittelstraße 17 erbaut und am 20./21. Oktober 1854 (Schabbat Bereschit) eingeweiht werden.[257]

Am 27. November 1891 brannte die Synagoge ab.[258] Auf Grund von eigenen Mitteln einschließlich des Betrages der Feuerversicherung und vermutlich auf Grund eines Darlehens sowie der aus anderen Gemeinden eingegangenen Spendengeldern konnte die Synagoge noch im Zeitraum 1891 bis 1892 umfassend renoviert werden. Bei der Synagoge handelte es sich um einen Längssaal mit Satteldach. Der Bau hatte die relativ kleinen Maße von ca. 6,30 m Breite und ca. 10,70 m Tiefe. Durch die enge Bebauung und das fehlende Licht an beiden Längsseiten war es nötig, den Eingangsgiebel und vermutlich auch die Giebel im Bereich des Toraschreines mit großen Fenstern zu versehen. Die Eingangsfassade war nach Motiven der niederdeutschen Renaissancearchitektur gestaltet. Im Jahr 1922 wurde das Gotteshaus einer Renovierung unterzogen.

Auf Grund der in der NS-Zeit zurückgegangenen Zahl der jüdischen Gemeindeglieder wurde die Synagoge im Jahr 1937 verkauft. Die wichtigsten Ritualgegenstände wurden entfernt. Beim Novemberpogrom im Jahr 1938 wurde die verbliebene Ausstattung der Synagoge demoliert. Das Gebäude blieb jedoch insgesamt erhalten, wurde im Zweiten Weltkrieg 1944/45 durch Artilleriebeschuss beschädigt, konnte aber noch bis zum Abbruch in den Jahren 1950/51 als Lagerraum für landwirtschaftliche Vorräte verwendet werden.[259]

Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen weist drei Friedhöfe auf.

Friedhof Diefflen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, denkmalgeschützte Friedhofshalle des Architekten Konrad (Conny) Schmitz
Diefflen, Friedhofskreuz, Ehrengrab für Pater Felix Scherer, rechts im Hintergrund die Grabtafel für die Ordensschwestern des Dieffler Klosters

Seit der Gründung der Nalbacher Pfarrei im Mittelalter wurden alle Toten des Nalbacher Tales auf dem Nalbacher Kirchof bestattet. Bestattungen bei der Körpricher Michaelskapelle gab es erstmals in den Jahren 1695 bis 1705, als Körprich, das von allen Nalbacher Talgemeinden am weitesten von der Nalbacher St. Peter und Paul entfernt lag, kirchlich eine größere Selbständigkeit gegenüber Nalbach anstrebte. Als im Jahr 1762 die gotische Nalbacher Kirche zugunsten eines barocken Neubaues abgerissen wurde und der Nalbacher Kirchhof deshalb nicht belegbar war, wurden für vier Wochen alle Toten des Nalbacher Tales auf dem Kirchhof der Körpricher Kapelle beerdigt. Anschließend benutzte man aber wieder den Nalbacher Kirchhof bis zum Jahr 1867, als in Körprich wieder der eigener Kapellenfriedhof benutzt wurde und man im Jahr 1868 in Nalbach den aktuellen Friedhof zwischen Fußbachstraße und Galgenberg anlegte. Dieser Friedhof war als Friedhof von Nalbach, Piesbach, Bettstadt, Bilsdorf und Diefflen konzipiert. Diese Funktion verlor er mit der Anlage von eigenen Friedhöfen in den einzelnden Dörfern des Nalbacher Tales im Zusammenhang mit der kirchlichen Abtrennung von der Nalbacher Mutterpfarrei. Der jahrhundertealte Kirchhof bei der Nalbacher Kirche wurde in der Folgezeit eingeebnet.[260]

Der Dieffler Friedhof wurde im Jahr 1904 auf dem Bawelsberg als konfessionell-katholischer Friedhof der Pfarrgemeinde St. Josef und St. Wendelin durch Pfarrer Richard Brenner angelegt und am 4. Oktober 1905 eingeweiht. Der Friedhof hatte ursprünglich einen Sonderplatz für Nichtkatholiken, Ungetaufte und Selbstmörder.[261] Vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1905 waren alle Toten der Gemeinde Diefflen auf dem Nalbacher Friedhof bestattet worden, der seit dem 11. Jahrhundert um die dortige Pfarrkirche St. Peter und Paul herum angelegt worden war.[262] Die heutige denkmalgeschützte Friedhofshalle wurde ab dem Jahr 1965 durch den Architekten Konrad Schmitz (1925–2010), der sich in den Jahren 1961–1963 mit dem Entwurf zur heute denkmalgeschützten Kirche Maria Trost auf der Pachtener Heide einen Namen gemacht hatte, errichtet und am 24. Juni 1967 eingeweiht. Bis dahin hatte man die Toten im jeweiligen Trauerhaus aufgebahrt.[263]

Die Dieffler Friedhofshalle orientiert sich in ihren architektonischen Außenformen am Barcelona-Pavillon, den der deutsche Architekt Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) im Jahr 1929 entworfen hatte. Darüber hinaus verfügt die Friedhofshalle auf ihrer Hangseite über einen umlaufenden überdachten Balkongang. Die Wände sind als Diamantquader aus Beton gestaltet, wobei sich verglaste und massive Diamantquader schachbrettartig abwechseln. Während sich im flachgedeckten Teil die Aufbahrungskammern befinden, erhebt sich über der Aussegnungshalle eine vierseitige Kuppel aus Kathedralglasbändern im Wechsel mit tragenden Metallelementen. Im Kellergeschoss befinden sich Aufbewahrungs- und Technikräume. Die Halle wurde im Jahr 2012 für 135.000 Euro aufwändig saniert.[264][265][266]

In der Mitte des Friedhofes befindet sich das im Jahr 1957 angelegte Ehrengrab der Gemeinde Diefflen für Pallottinerpater Felix Scherer (1904–1957). Scherer, der sich mit zehn weiteren Diefflern seines Alters (Jakob Becker, Oswald Nalbach, Josef Jost, Benedikt Breunig, Jakob Jost, Simon Waller, Josef "Sepp" Spurk - der spätere Dieffler Bürgermeister, Karl Wagner, Alois Kratz, Alois Schwarz) dem Pallottinerorden angeschlossen hatte, war von 1933 bis 1957 als Lehrer in der Missionsarbeit in Südafrika tätig gewesen und während eines Genesungsurlaubes in Diefflen am 2. Juni 1957 plötzlich verstorben. Über der Grabplatte aus Schwarz-Schwedisch-Stein (Ornamentgravur: Bibel, Messkelch, Priesterstola) erhebt sich ein großes Kreuz mit einem geschnitzten Kruzifixus (Bildschnitzerinitialen WJ).[267]

Als weiteres Ehrengrab der Gemeinde Diefflen befand sich bis zur Auflassung der Grabstelle die Grablege der Ordensschwestern des Dieffler Herz-Mariae-Klosters (Missionsschwestern vom Kostbaren Blut). Die Grabtafel befindet sich heute seitlich des Ehrengrabes von Pater Felix Scherer.

Judenfriedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Jüdischer Friedhof

Der Jüdische Friedhof, der größte jüdische Friedhof des Saarlandes,[268] liegt am Rande des Hüttenwaldes, an der Dillinger Straße/Ecke Am Babelsberg. Der Friedhof ist auf seiner Eingangsseite an die Dieffler Wohnbebauung angeschlossen, liegt aber ganz auf Dillinger Gemarkung, da die Gehwegkante der Dieffler Straße "Am Babelsberg" bereits zum Dillinger Gebiet gehört, dessen Wohnbebauung erst ca. 2 km weiter westlich beginnt.

Auf dem Friedhof sind ungefähr 470 Grabsteine erhalten. Im Jahr 1746 hatte der herzoglich-lothringische Beamte Charles Francois Dieudonné de Tailfumyr, Seigneur de Cussigny et Président à Mortier, die Herrschaft Dillingen gekauft.[269] Er war getaufter Jude und zeigte seine judenfreundliche Politik durch die 1755 gewährte Erlaubnis, am Rande des Dillinger Waldes an der Dieffler Banngrenze auf einem Gebiet von ca. 90 ar einen jüdischen Friedhof anzulegen. Die Initiative war von den Saarlouiser Juden Hayem, Zerf von Worms sowie Elias Reutlinger ausgegangen, die dafür einen jährlichen Zins von 25 lothringischen Franken zahlen mussten. Noch im selben Jahr 1755 wurden die ersten Verstorbenen bestattet.

1852 wurde der Friedhof vergrößert. In der NS-Zeit wurde er 1938 zerstört. Eine Wiederherstellung erfolgte im Jahr 1946.

NS-Zwangsarbeiter-Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, NS-Zwangsarbeiter-Friedhof auf dem jüdischen Friedhof

Im Jahr 1964 wurde im hinteren Teil des jüdischen Friedhofes eine Begräbnisstätte für über 50 polnische und russische sowie einen kroatischen Zwangsarbeiter der NS-Zeit geschaffen. Der Gedenkstein trägt die Inschrift „Heimatlos und verlassen fanden sie in fremder Erde letzte Ruhestatt.“[270]

Ehrenfriedhof Diefflen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Ehrenfriedhof in der Nalbacher Straße

Während des Zweiten Weltkrieges wurde am Ortsausgang von Diefflen in Richtung Nalbach am Beienberg ein provisorischer Soldatenfriedhof durch den Ortskommandanten eingerichtet, auf dem ein Teil der im Raum Dillingen gefallenen deutschen Soldaten seine letzte Ruhestätte fand. Viele der während der schweren Kämpfe um die Westwallanlagen in diesem Abschnitt zwischen Dezember 1944 und März 1945 Gefallenen wurden aufgrund des anhaltenden amerikanischen Granatfeuers zunächst an Ort und Stelle (d. h. neben Bunkern, in Gärten u.ä.) ohne Särge in Feldgräbern beigesetzt, bevor sie später auf den noch provisorischen Soldatenfriedhof Diefflen umgebettet wurden. Bei Kriegsende waren hier 211 Soldaten bestattet worden. Unter den Bestatteten befanden sich auch 25 aufgrund von schweren Verstümmelungen bisher nicht identifizierbare Wehrmachtssoldaten. Auf den gemeindlichen Friedhöfen lagen ebenfalls Soldaten, deren Bestattung in Beschusspausen gelungen war: in Diefflen 2, in Nalbach 21, in Piesbach 21, in Bilsdorf 3 und in Körprich 59 Soldaten. An amerikanischen Soldaten waren 40 Soldaten bestattet worden. Sie wurden im Februar 1946 auf Befehl der US-Besatzungsmacht exhumiert und in Holzkisten auf Soldatenfriedhöfe in Luxemburg und Frankreich wieder bestattet, da man nicht wollte, dass sie in feindlicher Erde ihre letzte Ruhestätte hätten.

Im Jahr 1953 wurde der bisher provisorische Friedhof als 1700 m² großes Ehrengräberfeld angelegt und in einer Feierstunde durch den saarländischen Innenminister Edgar Hector und den Ortsbürgermeister Josef Spurk eingeweiht. Wie auf dem Soldatenfriedhofsbereich des Friedhofs Pachten gestaltete die aus Dillingen stammende Bildhauerin Yvonne Weiand die Bildhauerarbeiten der Grabanlage.[271]

Bis zum Februar 2014 war das saarländische Sozialministerium für die Pflege des Dieffler Friedhofes zuständig, dann übernahm das Landesamt für Soziales diese Funktion. Im Jahr 2015 entschied das saarländische Landesamt für Soziales, dass die Kriegstoten des Dieffler Ehrenfriedhofes auf den Ehrenfriedhof in Perl-Besch umgebettet werden, um nicht die möglichen Kosten einer Sanierung der Dieffler Anlage in vermuteter Höhe von 220.000 € tragen zu müssen. In einer nichtöffentlichen Sitzung stimmte der Dillinger Stadtrat dem zu. Die Exhumierungskosten wurden mit 141.000 € angegeben und werden vom Landesamt aus den Mitteln der Kriegsgräberfürsorge getragen. Die Umbettung wird zwischen März und Dezember 2016 vorgenommen. Eine Einebnung der Grabstellen darf nicht vorgenommen werden, da laut Gräbergesetz Leichname in Ehrengräbern ewiges Ruherecht genießen. Die Stadt Dillingen ist Eigentümerin der Friedhofsanlage. Um die Erinnerung an den Friedhof wachzuhalten, wird zukünftig eine Tafel an den Soldatenfriedhof erinnern. Die Kosten der Tafel wird das Landesamt für Soziales tragen. Die Anlage soll zu einer Grünfläche umgestaltet werden. Eine Nutzung als Bauland schloss der Stadtrat aus. Die Pflege der Grünanlage wird zukünftig die Stadt Dillingen tragen. [272]

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieffler Pieta
Dieffler Pietà (Saarlandmuseum, Alte Sammlung, Depot)

Holzplastik, vermutlich 15. oder 18. Jh., Maße 78 × 56 × 30 cm, Saarlandmuseum, Alte Sammlung, Inventarnr. KII-63

Die in Eichenholz gearbeitete Andachtsgruppe wird kunsthistorisch divergierend in das 15. Jh. bzw. in die Mitte des 18. Jahrhunderts datiert. Sie stand ursprünglich, zusammen mit einer ebenfalls aus Holz gefertigten Wendalinus-Statue (Eiche, 70 cm hoch, heute im Pfarrhaus Diefflen),[273] in der im Jahr 1905 abgerissenen Dieffler Wendalinus-Kapelle am „Kirchenweg“ nach Nalbach (heute Nalbacher Straße). Im Jahr 1931 gelangte die Pietà nach Saarbrücken, wo sie heute, für Besucher unzugänglich, in der Alten Sammlung des Saarland-Museums aufbewahrt wird.[274] Aufgrund der Rohheit des Körpers der Skulptur darf ein Gebrauch als Ankleidefigur ähnlich dem Gnadenbildes „Unsere liebe Frau von Todtmoos“ angenommen werden.

Hermann Keuth (1888–1974), der Volkskundler und Leiter des damaligen Heimatmuseums Saarbrücken, beschreibt im Jahr 1927 in der Sprache seiner Zeit die Dieffler Pietà in der Zeitschrift „Unsere Heimat“ folgendermaßen:[275][276]

„Niemand kann sagen, wann die Schmerzensmutter mit dem Leichnam Christi geschaffen wurde. Kein Stilmerkmal gibt die Möglichkeit einer Bestimmung. Uralt erscheint sie, primitiv wie erster Anfang. Doch mutet der ganze Aufbau geschlossen an. Das Bildwerk ist kein Stammeln, es ist ganzer Wille. Ein roher, eingedrückter Holzstamm ist der Unterkörper der Maria, schwer und plump, dann durch das Messer geglättet. Starr baut sich auf ihn der Oberkörper mit der steifen Pelerine, aus ihr hervorschauend der geradeaus gerichtete Kopf mit den Augenlöchern, in denen früher schwarze Jettknöpfe glänzten. Gespensterhaft liegt der Heuschreckenkörper Christi über dem Schoß. Seltsam ist das Haupt von steifem Backenbart eingerahmt, in ihm eingeritzt die Parallelen der Haare. Unfaßbar fremd ist das ganze Bildwerk, das zu den größten Schätzen des Museums zählt.“

Der Kunsthistoriker Bernd Loch erklärt Keuths Wertschätzung der Dieffler Pietà mit der damaligen Erfahrung des Expressionismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dessen Rückgriffen auf die Kunst der Naturvölker und zieht Parallelen zu den Holzschnitten von Karl Schmidt-Rottluff. Darüber hinaus schreibt er im Jahr 2004 zur Dieffler Pietà:[277]

„Dem Schnitzer war die Ikonographie des Vesperbildes wohlvertraut: Der tote Christus mit angewinkelten Beinen liegt im Schoß der Mutter. Maria, mit wenigen wuchtigen Schlägen aus dem Holz heraus gehauen, blickt starr in eine unbekannte Richtung. Das flächige Gesicht, aus dem die Nase spitz heraustritt, ragt frontal aus der Kapuze hervor. Zum Sohn besteht keine Blickkontakt. Der linke Arm weist fast vertikal bewegungslos nach unten, der andere Arm, schwach angewinkelt, führt in Richtung Christuskopf. Die winzigen, kaum ausgearbeiteten Hände sind viel zu klein, um einen Körper zu tragen. Ihr fast schon voluminöser, extrem hoher Oberkörper kontrastiert zum ausgergelten Körper ihres Sohnes. Der langestreckte, dürre Körper Christi, kaum aufgerichtet, in seiner Nacktheit bloßgestellt, zeigt fast keine Bearbeitungsspuren. Lediglich die Rippen wurden mit gratigen parallelen Schlägen ausgeführt. Der dem Oval angenäherte Kopf mit geschlossenen Augen, spitzer Nase und segmentbogenförmigem Mund lässt die Haare auf beiden Seiten herabfallen. Das gliederpuppenhafte Abknicken der spindeldünnen Beine verrät keine Bewegung, sondern lässt die Starre nur noch intensiver werden. Ein einfaches rechteckiges, stumpfes Brett, an dessen Schmalseite ein weiteres kleines Brett angenagelt ist, dient als Plinthe. Rote Farbreste am Mariengewand lassen auf eine teilweise Polychromierung schließen.

Die Blockhaftigkeit der Gestaltung und der fast lineare Schematismus, ausgedrückt in den Körperhaltungen und der Richtung der Gliedmaßen, führen zu einer Unnahbarkeit, Fremdheit, ja fast Ablehnung. Andererseits geht von Maria, die aus dem Holzstamm gleichsam heraus wächst, und Christus, dessen Körperlichkeit quasi entblättert und aufgehoben wird, eine geheimnissvolle Präsenz aus, die wiederum eine Anziehungskraft auf den Betrachter ausübt. (...) Eine stilistische und zeitliche Einordnung ist kaum möglich. Das Werk darf nicht mit kunsthistorischen Maßstäben bewertet werden. Seine Bedeutung erhält es im Kontext einer bäuerlichen Volkskunst. Das Bildwerk ist in eine einfache, unmissverständliche, ungekünstelte Sprache zurück versetzt, deren Kraft aus klaren Linienzügen besteht.“

Dieffler Brunnen (Heinz Oliberius)
Diefflen, Dorfplatz mit Oliberius-Brunnen und Kirche St. Josef und St. Wendelin (Gewann "Kettenschneidersecken")

Roter bretonischer Granit, 8,00 × 3,00 m, Dillingen-Diefflen, Marktplatz, 1987

Mit seinem Entwurf konnte der aus Nordböhmen stammende Künstler Heinz Oliberius die Jury bei einem 1986 im Zuge der Neugestaltung des „Ortskern Diefflen“ ausgeschriebenen Wettbewerb überzeugen. Der Brunnen reagiert in Flächen- und Höhenausdehnung auf die (damalige) Platzsituation. In geradezu barock zu nennender kraftvoller Differenziert-, Beschwingt- und Ausgewogenheit aus dem Stein gehauen, behauptet sich die Brunnensäule auch in der trockenen Wintersaison als eigenständige Skulptur. Während der warmen Jahreszeit tritt das Wasser an vielen Stellen aus und ergießt sich in mannigfacher Weise als Rinnsal, Sprudel, Strahl oder Vorhang in das runde Becken. Von den Auslobern war gefordert, in der Brunnenanlage die historische Verbundenheit des Stadtteils Diefflen und seiner arbeitenden Bevölkerung mit der eisen- und stahlproduzierenden Dillinger Hütte zum Ausdruck zu bringen. Die Rundformen der Brunnenskulptur erfüllen diese Forderung, indem sie auf Walzen und Rohre als typische Produkte und einen Schmelzofen als klassischen Arbeitsplatz in dem Hüttenwerk anspielen.[278][279]

Lichtskulptur

Die Lichtskulptur des aus Völklingen stammenden Künstlers Werner Bauer aus dem Jahr 1978 besteht aus Kunststoff, Plexiglas, Papier und Leuchtstoffröhren in den Farbtönen blau, orange, schwarz, gelb. Die Maße betragen 2,32 × 1,44 × 0,15 m. Die Lichtskulptur befindet sich in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Saarlouis in der Düppenweilerstraße. Werner Bauer wurde für sein Gesamtwerk im Jahr 2014 der Kunstpreis des Saarlandes verliehen.[280]

Auf einer schwarzen, abgerundeten Kunststoffplatte sind geschliffene Plexiglaskegel von drei Größen und Höhen zu einer zentralen rechteckigen Verdichtung hin geordnet. Die Verteilung der unterschiedlichen Elemente erfolgt gegenläufig. Wie die Betonung der Struktur so ist auch die Zunahme der Helligkeit zentrisch angelegt. Die Kegel lassen einfallendes Licht durch, reflektieren und fangen es ein, bündeln es und verschaffen ihm an den geschliffenen Kanten Austritt. Den Kegeln ist ein farbiges graphisches Raster unterlegt, das die physikalisch bedingten Verzerrungen verstärkt und gewollt zu Irritationen führt.[281][282]

Fassadengestaltung des katholischen Kindergartens St. Josef

„Fuchs, du hast die Gans gestohlen“, 1956, Keramik, 1,40 × 2,40 m „Alle meine Entchen“, 1956, Schmiedearbeit, Eisen, 0,50 × 1,80 m Dillingen-Diefflen, Katholischer Kindergarten, Fassade, Eingangsbereich, Richard-Wagner-Straße 1

Aus der Erbauungszeit des Kindergartengebäudes im Jahr 1956 stammen das Wandmosaik und die Vergitterung des Oberlichtes über dem Eingang, die sich beide auf zwei bekannte Kinderlieder beziehen. Das Mosaik zeigt den sitzenden Fuchs, der die gestohlene, schlaff herabhängende Gans im Maul gepackt hält, Gräser deuten auf ein Geschehen in der Natur hin. Die Schmiedearbeit zeigt drei hintereinander schwimmende Enten. Mit nur wenigen Linien sind die Enten, das Wasser und der Sonnenschein am Himmel wiedergegeben. Das Gitter wird zu einer zarten, kindgerechten Zeichnung. Beide Werke schuf der aus Elversberg stammende Künstler Karl Michaely (1922–2007).[283]

Ortssagen und Erzählungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Litermontkreuz zur Erinnerung an Margareta vom Litermont und ihren Sohn Maldix
Der Liddermenner Wolf zu Füßen des heiligen Josef, Wandgemälde über dem Rosenkranzaltar in der Pfarrkirche St. Josef und St. Wendelin in Diefflen

Pionier und wesentlicher Sammler saarländischer Sagen war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Saarbrücker Kunsthistoriker und Volkskundler Karl Lohmeyer, der 1924 eine erste thematische Arbeit über saarländische Sagen veröffentlichte. 1935 folgte eine erste Überblicksdarstellung, die auf Lohmeyers eigener Feldforschung beruhte. In den Jahren 1954/55 erschien dann seine umfangreiche zweibändige Gesamtdarstellung des saarländischen Sagenschatzes, die bis heute die umfangreichste Quellensammlung und damit das Standardwerk zum Thema darstellt. Darüber hinaus hat sich der Dieffler Heimatforscher Aloys Lehnert intensiv mit dem Erzählgut des Nalbacher Tales auseinandergesetzt.[284][285]

Ritter Maldix vom Litermont

Diefflen, als Teil des Nalbacher Tales, ist die Sage vom Ritter Maldix vom Litermont zuzuordnen:

Die ehemalige Burg auf dem Litermont wurde von Maldix vom Litermont (wahrscheinlich ein schon früh erfundener Spottname, lat.: maledictus = „schlecht“ genannt, Einer über den man Schlechtes redet – das Gegenteil wäre benedictus) und seiner Mutter Margareta bewohnt. Ritter Maldix war ein wilder Jäger und wüster Zecher. Alle Ermahnungen seiner Mutter waren umsonst. Maldix, so die Sage, hatte auch einen ebenso gerechten wie frommen Bruder, der mehr auf die Mutter in seinem Wesen gekommen war, und auf der nahen Siersburg seinen Wohnsitz gehabt haben soll. Wenn Maldix wieder einmal auf der Burg Litermont besonders schlimm tobte und fluchte, soll Margareta durch einen, nur ihr bekannten, unterirdischen Gang vom Litermont zu ihrem frommen Sohn auf die Siersburg geflohen sein.

Am heiligen Karfreitag in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang, als Margareta sich zur Andacht in die Nalbacher Kirche begab, wollte Maldix gegen den innigen Wunsch und trotz der schlimmen Vorahnung seiner frommen und mildtätigen Mutter mit seinen lasterhaften Spießgesellen eine wilde Treibjagd im Nalbacher Herrenwald veranstalten. Dabei entdeckte er einen großen Hirsch und hetzte ihn durch den Wald auf den Litermont. In gotteslästerlicher Weise habe er ausgerufen: „Heute stirbt der Herr für dich, Mutter, und der Hirsch für mich.“ Als Maldix im verblendeten Jagdrausch von seinem, vor einer steil abfallenden Felsklippe scheuenden Pferd fiel, stürzte er grässlich schreiend in die tiefe Teufelsschlucht und kam grausam zu Tode. Mit zerschlagenen Gliedern fand ihn die Jagdgesellschaft in seinem Blut. Der geheimnisvolle Hirsch aber war verschwunden.

Im nächtlichen Sturmwind, besonders in den Rauhnächten, hört man der Sage nach den unerlösten Geist des Maldix, begleitet von verwehtem Hundegebell, Peitschenknallen, Hörnerklang, dem Hallo der Jäger und unheimlichem Funkensprühen, noch heute auf einem glühenden Wagen, Unglück bringend, durch das Primstal und den Dillinger Wald brausen. Margarete vom Litermont, seine aufgrund des unseligen Todes ihres Sohnes gramgebeugte Mutter, stiftete darauf in Nalbach den Glockenzehnten, weshalb sie nach ihrem Tod im Chor der Kirche zu Nalbach begraben wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts hat man ihr zu Ehren auf dem Gipfel des Litermont ein großes, weit sichtbares Kreuz aufgerichtet. Es trägt die Inschrift: „Erinnerung an Margaretha von Lidermont. Hanc crucem anno 1852 erexit et anno 1902 renovavit parochia Nalbach“ (Dieses Kreuz errichtete im Jahr 1852 die Pfarrei Nalbach und erneuerte es im Jahr 1902.)

Weitere Litermont-Sagen

Karl Lohmeyer überliefert noch weitere Sagen im Zusammenhang mit dem oberhalb der Dieffler Hochterrasse liegenden Litermont, wie z. B.

  • Die fremde Prinzessin[286]
  • Die Erzgräbersagen[287]
  • Der unterirdische See im Litermont[288]
  • Das Teufelsloch im Litermont[289]
  • Der Patriach vom Druidenstein[290]
  • Der wilde Jäger[291]
  • Der Teufelshund und das brennende Gold[292]
  • Der weiße Reiter[293]
Dieffler Weg-Sagen

Darüber hinaus überliefert Lohmeyer noch die Sage vom Teufelsfisch zwischen Diefflen und Roden[294] und die Sage von den Gespenster-Schimmeln am Dieffler weißen Kreuz.[295]

Die Erzählung vom Liddermenner Wolf

Aloys Lehnert überliefert zu Diefflen noch die Erzählung vom Liddermenner Wolf. Die Geschichte erzählt von einem gierigen Wolf, der in der Gegend um den Litermont auf der Suche nach Beute herumgestreifte. Nacheinander wird er dann aber von einer Stute und ihrem Füllen, zwei Widdern, einer Gruppe Geißen sowie einer Sau mit ihren Ferkeln, die er fressen will, um seine Nahrung betrogen. Schließlich wird er im Rodener Wald, als er sich müde unter einer knorrigen Eiche niederlegt, von einem Dieffler Holzfäller, der im Geäst der Eiche Schutz vor dem Wolf gesucht hat, mit einem Hackebeilwurf zur Strecke gebracht und kann so keinen Schaden mehr anrichten.[296]

Der „Lidermenner Wolf“ ist über dem rechten Seitenaltar (Rosenkranzaltar) der Dieffler Pfarrkirche St. Josef und St. Wendelin in einem Wandgemälde gezähmt zu Füßen des heiligen Josef von Nazaret mit dem Jesuskind dargestellt.

Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diefflen, Sportplatz (Gewann "Auf dem Bawelsberg")
Diefflen, Blick vom Gewann "Auf der Zipp" auf den Komplex mit Grundschule, Kindertagesstätte, Schulsporthalle und großer Sporthalle in den Gewannen "In der Pützwies" und "Über den Gräben", davor das Gewann "Auf Vogelsgarten"
  • mehrere Angelweiher
  • Kegelbahnen im Gemeindehaus Diefflen
  • Schießanlage in der Sporthalle Diefflen
  • Sporthalle Diefflen
  • Stadion Babelsberg
  • Tennisanlage Diefflen
  • Turnhalle der Primsschule
  • Segelfluggelände und Flugplatz für Motorflug[297]

In der Umgebung von Diefflen gibt es mehrere Schwimmbäder:

  • Hallenbad Dillingen (Entfernung: 3,8 km)
  • Freibad Dillingen (Entfernung: 3,8 km)
  • Freibad Saarwellingen (Entfernung: 6,3 km)
  • Hallenbad Saarlouis (Entfernung: 7,6 km)
  • Freibad Saarlouis-Steinrausch (Entfernung: 7,8 km)
  • Hallenbad Beckingen (Entfernung: 7,9 km)
  • Freibad Wallerfangen (Entfernung: 8,1 km)
  • Freibad Schmelz (Entfernung: 11,7 km)
  • Hallenbad Lebach (Entfernung: 14,4 km)

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet Dillingens sind aktuell über 100 Vereine aktiv.[298] An Dieffler Traditionsvereinen sind dabei der im Jahr 1874 gegründete Männerchor Diefflen[299], der im Jahr 1908 gegründete Musikverein "Piano-Forte"[300], der im Jahr 1900 gegründete Kirchenchor St. Cäcilia Diefflen[301], der im Jahr 1891 gegründete Turnverein Diefflen[302], der im Jahr 1907 gegründete Fußballverein FV 07 Diefflen[303] sowie der im Jahr 1925 gegründete Ortsverein Diefflen[304] des Deutschen Roten Kreuzes zu nennen.

Söhne und Töchter von Diefflen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Lehnert, (1886–1974), Direktor des Dillinger Gymnasiums, Bruder von Aloys Lehnert[305]
  • Aloys Lehnert, (1888–1976), Oberstudienrat am Dillinger Gymnasium. Förderer des kulturellen Lebens, Heimatforscher und ab 1968 Ehrenbürger von Dillingen.
  • Gebrüder Grandmontagne (Fritz 1912–1968, Daniel 1914–1994, Willi 1919–2003, Heinz 1922–1999) gründeten die Internationale Saarmesse
  • Hans Walter Lorang (* 1945), Mundartdichter und -sänger
  • Jan Spurk, (* 1956), Soziologe
  • Peter Jost (* 1960), Musikwissenschaftler
  • Petra Berg (* 1964), Rechtsanwältin und Politikerin (SPD)

Quellentexte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 51/16
  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 215/1441–1471
  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 422/6873
  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 442/8224
  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 442/8959–8960
  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 1 C 2 1671
  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 1 C 6 1285–1287
  • Staatsarchiv Koblenz Nr. 1 C 6 16819

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • AG der Dillinger Hüttenwerke (Hrsg.): »Zum 275-jährigen Jubiläum der Dillinger Hütte – 1685–1960«, Dillingen 1960.
  • AG der Dillinger Hüttenwerke (Hrsg.): »300 Jahre Dillinger Hütte – Ein Rückblick«, Dillingen 1985.
  • AG der Dillinger Hüttenwerke (Hrsg.): »325 Jahre Dillinger Hütte«, Dillingen 2010.
  • Katharina Best: Die Geschichte der ehemaligen Synagogen-Gemeinden Dillingen und Nalbach, in: Unsere Heimat, Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 13. Jahrgang, Doppelheft Nr. 3/4, Saarlouis 1988, S. 95–114.
  • Hans-Berthold Busse: Wilhelm Hector (1855–1918), in: Saarländische Lebensbilder, Bd. 4, Saarbrücken 1989, S. 137.
  • Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990.
  • Das katholische Saarland, Heimat und Kirche, Hrsg.: L. Sudbrack und A. Jakob, Band II/III, Saarbrücken 1954, S. 30.
  • Johannes Dräger/Stefan Reuter: »Der Westwall im Raum Dillingen von 1936 bis heute«, Geschichtswerkstatt Dillingen/Saar e.V., Dillingen 2006.
  • Anton Edel: Die Einwohner des Nalbacher Tales 1800–1902 – Bettstadt, Bilsdorf, Diefflen, Körprich, Nalbach, Piesbach, hrsg. von Gernot Karge im Auftrag der Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis, Quellen zur Genealogie im Landkreis Saarlouis und angrenzenden Gebieten, Bd. 30, 2 Bände, Saarlouis 2004.
  • Freiwillige Feuerwehr Dillingen/Saar (Hrsg.): »125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Dillingen. 1864–1989«, Geschichte der Feuerwehr Dillingen/Saar anläßlich ihres 125-jährigen Bestehens 1864–1989 auch unter Berücksichtigung der Vergangenheit der Feuerwehr Pachten, Feuerwehr Diefflen und der Werkfeuerwehr der Dillinger Hüttenwerke, Dillingen 1989.
  • Hermann van Ham: »Beiträge zur Geschichte der Aktiengesellschaft der Dillinger Hüttenwerke – 1685–1935«, Astra-Werke, Saarlautern 1935.
  • Hans-Walter Herrmann: Endkampf und Durchbruch im Saarraum 1944/45, in: Geschichte und Landschaft, 1964, Nr. 48, Heimatbeilage der Saarbrücker Zeitung.
  • Armin Jost/Reuter Stefan: »Dillingen im Zweiten Weltkrieg«, Geschichtswerkstatt Dillingen/Saar, Dillingen 2002.
  • Katholische Kirchengemeinde St. Josef Diefflen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef Diefflen 1900–2000, Dillingen 2000.
  • Walter Kiefer: »Dillingen (Saar), Fotos von Gestern und Heute (1890–1980)«, Saarbrücker Druckerei und Verlag, 1983.
  • Walter Kiefer: »Pachten – Dillingen – Diefflen, Bilder von Gestern und Heute (1885–1985)«, Selbstverlag, o. J.
  • Hans Peter Klauck: Die Einwohner des Nalbacher Tales vor 1803, Bettstadt, Bilsdorf, Diefflen, Körprich, Nalbach, Piesbach, Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für saarländische Familienkunde e.V., 26. Sonderband, hrsg. von Werner Habicht, Saarbrücken 1989.
  • Peter Kreis: De,iffler Stickelcher (sic), hrsg. von der Stadt Dillingen/Saar, Dillingen 1972.
  • Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland, (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002, S. 215 und S. 442–443.
  • Aloys Lehnert: »Geschichte der Stadt Dillingen Saar«, Druckerei Krüger, Dillingen 1968.
  • Aloys Lehnert: Heimatkundliches Jahrbuch des Kreises Saarlouis, Saarlouis 1960.
  • Hermann Maisant: Der Kreis Saarlouis in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, Saarlouis 1971.
  • Ulrich Meisser: »Dillingen – Gesicht einer Stadt«, Krüger Druck + Verlag GmbH, Dillingen 1987.
  • Johann Jakob Reichrath: Beiträge zur Morphologie und Morphogenese des Flußgebietes der mittleren und unteren Saar, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde genehmigt von der Philosophischen Fakultät der Ernst Moritz Arndt-Universität zu Greifswald, Bonn 1936.
  • Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2., unveränderte Auflage von 1934, Saarbrücken 1976, S. 176.
  • Alois Scherer: »Straßen und Plätze in Dillingen, Pachten, Diefflen – Ursache und Bedeutung ihrer Benennung«, herausgegeben von der Realschule Dillingen und der Stadt Dillingen, Nalbach 1990.
  • Alois Scherer: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009.
  • Johann Spurk: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964.
  • Johann Spurk: 75 Jahre Pfarrgemeinde St. Josef Diefflen, Saarlouis 1975.
  • Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH (Hrsg.): »Chronik Stadtwerke Dillingen/Saar GmbH«, Dillingen 1993.
  • Ludwig Zöller: Das Quartär-Profil von Dillingen-Diefflen (Saarland), Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins, Neue Folge, Band 66, Stuttgart 1984, S. 351-355.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diefflen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Portrait Stadt Dillingen/Saar April 2012 (Memento vom 21. April 2014 im Internet Archive)
  2. http://www.dillingen-saar.de,/ Dokument-Download: http://www.dillingen-saar.de/cms/user_upload/1336557473_StatistischesPortraitderStadtDillingen.pdf.
  3. Martin Born: Geographische Landeskunde des Saarlands, Saarbrücken 1980, S. 14.
  4. Martin Born: Geographische Landeskunde des Saarlands, Saarbrücken 1980, S. 24–30, 38-39.
  5. Friedrich Fischer: Beiträge zur Morphologie des Flußsystems der Saar, Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes (Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität des Saarlandes), Saarbrücken 1957, S. 56-57.
  6. Johann Jakob Reichrath: Beiträge zur Morphologie und Morphogenese des Flußgebietes der mittleren und unteren Saar, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde genehmigt von der Philosophischen Fakultät der Ernst Moritz Arndt-Universität zu Greifswald, Bonn 1936, S. 94-96, 119-122.
  7. Johann Jakob Reichrath: Beiträge zur Morphologie und Morphogenese des Flußgebietes der mittleren und unteren Saar, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde genehmigt von der Philosophischen Fakultät der Ernst Moritz Arndt-Universität zu Greifswald, Bonn 1936, S. 122.
  8. Heinz Quasten: Naturräumlicher Abriß (sic), in: Fred Oberhauser: Das Saarland, Kunst, Kultur und Geschichte im Dreiländereck zwischen Blies, Saar und Mosel (Dumont-Kunstreiseführer), Köln 1992, S. 340–353, hier S. 345.
  9. Heinz Quasten: Naturräumlicher Abriß (sic), in: Fred Oberhauser: Das Saarland, Kunst, Kultur und Geschichte im Dreiländereck zwischen Blies, Saar und Mosel (Dumont-Kunstreiseführer), Köln 1992, S. 340–353, hier S. 346–347.
  10. Heinz Quasten: Naturräumlicher Abriß (sic), in: Fred Oberhauser: Das Saarland, Kunst, Kultur und Geschichte im Dreiländereck zwischen Blies, Saar und Mosel (Dumont-Kunstreiseführer), Köln 1992, S. 340–353, hier S. 352–353.
  11. Helga Schneider: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 159: Saarbrücken, Geographische Landesaufnahme 1:200000, in: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands, Bonn-Bad Godesberg 1972, S. 115.
  12. Helga Schneider: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 159: Saarbrücken, Geographische Landesaufnahme 1:200000, in: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands, Bonn-Bad Godesberg 1972, Stuttgart S. 118-119.
  13. Friedrich Fischer: Beiträge zur Morphologie des Flußsystems der Saar, Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes (Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität des Saarlandes), Saarbrücken 1957.
  14. Ludwig Zöller: Das Quartär-Profil von Dillingen-Diefflen (Saarland), Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins, Neue Folge, Band 66, Stuttgart 1984, S. 351-355.
  15. Horst Schneider und Dieter Jung: Saarland, Sammlung geologischer Führer, hrsg. von Manfred P. Gwinner, Band 84, Berlin und Stuttgart 1991, S. 221-222.
  16. Johann Jakob Reichrath: Beiträge zur Morphologie und Morphogenese des Flußgebietes der mittleren und unteren Saar, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde genehmigt von der Philosophischen Fakultät der Ernst Moritz Arndt-Universität zu Greifswald, Bonn 1936.
  17. Herbert Liedke: Erläuterungen zur geomorphologischen Übersichtskarte des Saarlandes, 1 : 300.000, Saarbrücken 1965.
  18. Helga Schneider: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 159, Saarbrücken, Geographische Landesaufnahme, 1 : 200.000, Bonn-Bad Godesberg 1972, S. 118-119.
  19. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 6–15.
  20. Hans-Walter Lorang: Die wirtschaftliche Nutzung der Flußablagerungen von Saar, Prims und Blies innerhalb des Saarlandes, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Diefflen 1968.
  21. Martin Born: Geographische Landeskunde des Saarlands, Saarbrücken 1980, S. 27.
  22. Martin Born: Geographische Landeskunde des Saarlands, Saarbrücken 1980, S. 14.
  23. Hermann Overbeck: Zur Geographie der Saarlande, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 27–33, hier S. 30.
  24. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 15–20.
  25. Martin Born: Geographische Landeskunde des Saarlands, Saarbrücken 1980, S. 109.
  26. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 62.
  27. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 20–23.
  28. Kurt Hoppstädter: Die Wappen des Saarlandes, Teil 1, hrsg. v. Historischer Verein für das Saarland e. V. in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Regierung des Saarlandes, Saarbrücken, 1953/1954, S. 99 (Anhang Verwaltungskarte des Saarlandes, Regierung des Saarlandes, Ministerium für Finanzen und Forsten, Abt. Kataster- und Vermessungswesen, Ausgabe 1954).
  29. http://de.climate-data.org/location/22915/, abgerufen am 10. Januar 2016.
  30. Martin Born: Geographische Landeskunde des Saarlands, Saarbrücken 1980, S. 40–41.
  31. Martin Born: Geographische Landeskunde des Saarlands, Saarbrücken 1980, S. 41.
  32. Speich: Sprachverhältnisse und Mundarten, in: Lothringen und seine Hauptstadt, Eine Sammlung orientierender Aufsätze, in Verbindung mit J.B. Keune und R.S. Bour hrsg. von A. Ruppel, Metz 1913, S. 98–104, hier S. 101.
  33. Wilhelm Will: Zur Sprachgeschichte der Saarlande, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 69–70.
  34. Wilhelm Will: Saarländische Sprachgeschichte, Saarbrücken 1932.
  35. Josef Müller: Aus der Wortgeschichte des Saargebietes, in: Zeitschrift des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz, 22. Jahrgang, Heft 1 und 2, Düsseldorf 1929, S. 229–235.
  36. Nikolaus Fox: Saarländische Volkskunde, Volkskunde rheinischer Landschaften, hrsg. von Adam Wrede, Bonn 1927, S. 127–206.
  37. Hermann Keuth: Das Bauernhaus an der Saar, in: Zeitschrift des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz, 22. Jahrgang, Heft 1 und 2, Düsseldorf 1929, S. 77–94.
  38. Werner Habicht: Dorf und Bauernhaus im deutschsprachigen Lothringen und im Saarland, Arbeiten aus dem Geographischen Institut der Universität des Saarlandes, Bd. 27, Saarbrücken 1980.
  39. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 62–65, 112-116.
  40. Hermann Keuth: Haus- und Siedlungsformen der Saarlande, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 59–62.
  41. Gerhild Krebs: Bauernhaustypen der Großregion Saar-Lor-Lux, Lothringisches Bauernhaus und Südwestdeutsches Bauernhaus, aus: Rainer Hudemann unter Mitarbeit von Marcus Hahn, Gerhild Krebs und Johannes Großmann (Hrsg.): Stätten grenzüberschreitender Erinnerung – Spuren der Vernetzung des Saar-Lor-Lux-Raumes im 19. und 20. Jahrhundert, Lieux de la mémoire transfrontalière – Traces et réseaux dans l’espace Sarre-Lor-Lux aux 19e et 20e siècles, Saarbrücken 2002, 3., technisch überarbeitete Auflage 2009, Publiziert als CD-ROM sowie im Internet unter Memotransfront.uni-saarland.de., http://www.memotransfront.uni-saarland.de/pdf/bauernhaustypen.pdf, abgerufen am 3. Juli 2016.
  42. Nikolaus Fox: Saarländische Volkskunde, Volkskunde rheinischer Landschaften, hrsg. von Adam Wrede, Bonn 1927, S. 44–63.
  43. Louis Pinck: Volkskundliches, in: Lothringen und seine Hauptstadt, Eine Sammlung orientierender Aufsätze, in Verbindung mit J.B. Keune und R.S. Bour hrsg. von A. Ruppel, Metz 1913, S. 242–254, hier S. 242.
  44. Francine Roze e.a.: L´Élegance et la Nécessité, Costumes de Lorraine, Collections des Musées de Lorraine, Catalogue réalisé à l´occasion de l´exposition "L´Élegance et la Nécessité, Costumes de Lorraine", Metz 2001.
  45. Nikolaus Fox: Saarländische Volkskunde, Volkskunde rheinischer Landschaften, hrsg. von Adam Wrede, Bonn 1927, S. 92–102.
  46. Franz von Pelser-Berensberg: Altrheinisches, Mitteilungen über Trachten, Hausrat, Wohn- und Lebensweise im Rheinland, Düsseldorf 1909.
  47. Franz von Pelser-Berensberg: Führer durch die Ausstellung alter Trachten und Hausgeräte der Saar- und Moselbevölkerung, Trier 1901.
  48. Lehnert, Aloys: »Geschichte der Stadt Dillingen Saar«, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 27.
  49. http://www.saarland.de/dokumente/thema_denkmal/lda_hinweisefuer_WEB.pdf
  50. Hermann Maisant: Der Kreis Saarlouis in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, Saarlouis 1971, S. 189.
  51. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 14.
  52. Schmitt, Philipp: »Der Kreis Saarlouis und seine Umgebung unter den Römern und Celten«, Trier 1850.
  53. Nicolas Bernard Motte: Manuscrit tiré des archives mêmes de Sarrelouis et de ses environs par Nicolas Bernard Motte Seigneur d'Altvillers (1777–1860), Handschrift in der Stadtbibliothek Saarlouis.
  54. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 14.
  55. Walter Zimmermann: Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, Düsseldorf 1934, S. 34.
  56. Keune, Johann Baptist: Zur Urgeschichte der Kreise Ottweiler und Saarlouis, in: Walter Zimmermann: Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, Düsseldorf 1934, S. 301–338.
  57. Philipp Schmitt: Der Kreis Saarlouis und seine Umgebung unter den Römern und Celten, Trier 1850, S. 14.
  58. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Band II, S. 9.
  59. Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2., unveränderte Auflage von 1934, Saarbrücken 1976, S. 323.
  60. Philipp Schmitt: Der Kreis Saarlouis und seine Umgebung unter den Römern und Celten, Trier 1850, S. 28–29.
  61. Friedrich Schröter: Die römischen Niederlassungen und die Römerstraßen in den Saargegenden, in: Mitteilungen des Historischen Vereins Saar I-IV, Saarbrücken 1846-1867, IV, S. 79, Nr. 13.
  62. Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2., unveränderte Auflage von 1934, Saarbrücken 1976, S. 328.
  63. http://www.saarland.de/dokumente/thema_denkmal/lda_hinweisefuer_WEB.pdf
  64. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 15–20.
  65. Friedrich Schröter: Die römischen Niederlassungen und die Römerstraßen in den Saargegenden, in: Mitteilungen des Historischen Vereins Saar I-IV, Saarbrücken 1846-1867, II, S. 27, III, S. 20.
  66. Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2., unveränderte Auflage von 1934, Saarbrücken 1976, S. 328.
  67. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 15–20.
  68. Bernhard Kirsch: Artikel "Warum heißt die Saar "Saar" oder wer war vor den Kelten da?", in: Unsere Heimat, Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 41. Jahrgang, Heft Nr. 2, 2016, S. 45–56, hier S. 48.
  69. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 188.
  70. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 20.
  71. LHA Koblenz, Abt. 215, Nr. 3928, Blatt 4 verso.
  72. 1036: Nagalbac; 1048: Nagelbach; 1154: Nalbach; ca. 1195: Nagilbach; 1229: Nallenbach; 1280 Nalbach; 1287: Nailbach und Nalbach; 1324: Naelbach; 1527: Nolbach; 1631 Nahlbach; dann bis heute Nalbach
  73. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 22.
  74. Franz-Josef Heyen: Simeon von Trier, in: Lexikon des Mittelalters, Band VII, Stuttgart 2002, Spalten 2184-2186.
  75. Mittelrheinisches Urkundenbuch, II, Nr. 31, Koblenz 1865, S. 72–73.
  76. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 27.
  77. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 24–25.
  78. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 28.
  79. Landeshauptarchiv Koblenz, Abteilung 215, Nr. 1441.
  80. Johann Spurk: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 12–21.
  81. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 12–18.
  82. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 46–52.
  83. Nalbacher Weistum von 1532, Die Trierer Probsthöfe in Diefflen waren im Weistum von 1532 als Lehen an Dieffler Einwohner vergeben.
  84. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 24–25.
  85. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 14–18.
  86. Hans Peter Klauck: Die Einwohner des Nalbacher Tales vor 1803, Bettstadt, Bilsdorf, Diefflen, Körprich, Nalbach, Piesbach, Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für saarländische Familienkunde e.V., 26. Sonderband, hrsg. von Werner Habicht, Saarbrücken 1989, S. 16.
  87. Johnn Mathias Sittel: Geschichte und Beschreibung der Vierherrschaft des Nalbacher Tales, Handschrift im Landeshauptarchiv Koblenz, Abteilung 704, Nr. 486.
  88. Colesie, Georg: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Aufl., Nalbach 1990, S. 31–32.
  89. Colesie, Georg: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Aufl., Nalbach 1990, S. 32–33.
  90. http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarlouis/Renovierung-Nalbach;art2807,4651453, abgerufen am 16. Mai 2016.
  91. Kurt Hoppstädter: Die Hexenverfolgungen im saarländischen Raum, Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend, IX, 1959, S. 215, S. 257–267.
  92. LHA Koblenz, Abt. 215, Nr. 1491.
  93. Déclaration des droits, juridictions, rentes et revenues du val de Nalbach consistant en six villages, appartenant à Monsieur L´Electeur de Trèves e au Seigneur de Dilling par invidis (AD. Nancy, Titres feodaux 1524ff, E 135), Abschrift im Pfarrarchiv Nalbach.
  94. LHA Koblenz, Best. 1c, Nr. 3928, fol. 30f.
  95. Die Gerichtskostenliste ist abgedruckt bei: Saarländische Geschichte, Ein Quellenlesebuch, hrsg. v. Eva Labouvie, Saarland-Bibliothek Bd. 15, Blieskastel 2001, S. 166–167.
  96. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 98.
  97. Aloys Lehnert: Geschichte der Stadt Dillingen/Saar. Dillingen 1968, S. 122–124.
  98. Kurt Hoppstädter: Die Hexenverfolgungen im saarländischen Raum, Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend, IX, 1959, S. 237.
  99. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 101.
  100. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 89–102.
  101. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen/Saar, Dillingen 1968, S. 138–143.
  102. Colesie, Georg: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 107–113.
  103. Sittel: Geschichte und Beschreibung der Vierherrschaft des Nalbacher Tales, LHA Koblenz, Abt. 701, Nr. 486.
  104. Johann Matthias Sittel: Sammlung der Provinzial- und Partikular-Gesetze und Verordnungen, welche für einzelne ganz oder nur teilweise an die Krone Preußen gefallene Territorien des linken Rheinufers über Gegenstände der Landeshoheit, Verfassung, Verwaltung, Rechtspflege und des Rechtszustandes erlassen worden sind, 2 Bände, Trier 1843, Bd. 2, S. 124.
  105. Landesarchiv Saarbrücken: Bestand Herrschaft Münchweiler Akten Nr. 405.
  106. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 133f.
  107. Hans Peter Klauck: Die Einwohner des Nalbacher Tales vor 1803, Bettstadt, Bilsdorf, Diefflen, Körprich, Nalbach, Piesbach, Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für saarländische Familienkunde e.V., 26. Sonderband, hrsg. von Werner Habicht, Saarbrücken 1989, S. 15ff.
  108. Johannes Naumann: Die Freiherren von Hagen zur Motten - ihr Leben und Wirken in der Saar-Mosel-Region, Blieskastel 2000, S. 528-532.
  109. Landesarchiv Saarbrücken: Bestand Herrschaft Münchweiler Akten Nr. 367, S. 7ff., 235ff.
  110. Landeshauptarchiv Koblenz, Best. 51, 16, Nr. 15.
  111. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 154.
  112. Johannes Naumann: Die Freiherren von Hagen zur Motten - ihr Leben und Wirken in der Saar-Mosel-Region, Blieskastel 2000, S. 530-531.
  113. Colesie, Georg: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Aufl., Nalbach 1990, S. 133–136.
  114. Johannes Naumann: Die Freiherren von Hagen zur Motten - ihr Leben und Wirken in der Saar-Mosel-Region, Blieskastel 2000, S. 393-394, 528.
  115. Landesarchiv Saarbrücken: Bestand Herrschaft Münchweiler Akten Nr. 238, Nr. 249, S. 50-60, Nr. 453.
  116. Andreas Mailänder: Skizze des Grenzverlaufs. In: Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Saarlouis 1966, S. 58.
  117. Karl Waldner: Von der mittleren Saar zur mittleren Donau, 1749-1803, Typoskript, Homburg 1968, S. II-III.
  118. Colesie, Georg: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 140–142.
  119. Pfarrarchiv Dillingen I, S. 59
  120. Hans-Joachim Kühn: Die Bendersche Schanze bei Düppenweiler, ein Flurname aus der Zeit der Französischen Revolution (1792–1794), Historischer Verein für die Saargegend, 1994.
  121. Ham, Hermann van: 250 Jahre Dillinger Hütte, 1685–1935, Dillingen 1935, S. 74f.
  122. Kiefer, Walter: Pachten – Dillingen – Diefflen, Bilder von Gestern und Heute (1885–1985), Saarbrücken 1985, S. 103.
  123. Landeshauptarchiv Koblenz 442 - 6346, Blatt 51
  124. Landeshauptarchiv Koblenz 442 - 6346, Blatt 51
  125. Saarkalender Jg. 5, 1827, S. 106.
  126. Intelligenzblatt Saarbrücken Nr. 1, 1815.
  127. Alois Prediger: Geschichte des Landkreises Saarlouis, Bd. 1, Französisches Erbe und preußische Formung (1815-1848), Saarbrücken 1997, S. 55–72.
  128. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Aufl. Nalbach 1990; S. 170.
  129. Abtretungserklärung des österreichischen Generalkommissars Wilhelm von Droßdik vom 1. Juli 1816, Landeshauptarchiv Koblenz 442 - 3731, Blatt 59.
  130. Alois Prediger: Geschichte des Landkreises Saarlouis, Bd. 1, Französisches Erbe und preußische Formung (1815-1848), Saarbrücken 1997, S. 68.
  131. Übernahmeerklärung des preußischen Beauftragten Freiherr von Schmitz-Grollenburg vom 1. Juli 1816, Landeshauptarchiv Koblenz 442 - 3731, Blatt 61,63.
  132. Alois Prediger: Geschichte des Landkreises Saarlouis, Bd. 1, Französisches Erbe und preußische Formung (1815-1848), Saarbrücken 1997, S. 69.
  133. Motte, Bernhard: Handschrift in der Stadtbücherei Saarlouis, nach Colesie, Georg: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Aufl., Nalbach 1990, S. 173 u. 187.
  134. zitiert nach Spurk, Johann: Diefflen – Geschichtliche Entwicklung unserer Heimatgemeinde, Dillingen 1964, S. 40ff.
  135. Alois Scherer: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 106–107 mit Verweis auf Artikel der Saarlouiser Saarzeitung vom 14. August 1876, der Trierischen Landeszeitung (ohne Datum), der Saarbrücker Zeitung vom 16. Februar 1953 (mit Augenzeugenbericht des zum Zeitpunkt des Brandes damals zwölfjährigen Jakob Jost, 31. März 1864-4. März 1953).
  136. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen / Saar, Dillingen 1968, S. 181.
  137. Spurk, Johann: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 79–82.
  138. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen / Saar, Dillingen 1968, S. 185.
  139. Ergebnis der Volksabstimmung im Saargebiet vom 13. Januar 1935, Veröffentlichung des Generalsekretariates des Völkerbundes, Gemeindearchiv Nalbach.
  140. Archiv der Gemeinde Nalbach
  141. Johann Spurk: 75 Jahre Pfarrgemeinde St. Josef Diefflen, Saarlouis 1975, S. 119, S. 125.
  142. Alois Scherer: Straßen und Plätze in Dillingen, Pachten, Diefflen; Ursachen und Bedeutung ihrer Benennung, Nalbach 1990
  143. Alois Scherer: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 105.
  144. Johann Spurk: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964.S. 93–95.
  145. Volk, Hermann: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Band 4, Saarland. Köln 1990, S. 117–118.
  146. https://www.dillingen-saar.de/fileadmin/PDF-Dateien/PDF-allgemein/Stolpersteine_1.pdf, abgerufen am 17. August 2015.
  147. Volk, Hermann: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Band 4, Saarland. Köln 1990, S. 115–119.
  148. Doris Seck: Unternehmen Westwall, Saarbrücken 1980, S. 12.
  149. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Aufl. Nalbach 1990, S. 196.
  150. Saarbrücker Zeitung vom 30. September 1937 und vom 15. August 1938.
  151. Peter Goergen: Willi Graf: ein Weg in den Widerstand, Band 11 der Schriftenreihe der Stiftung Demokratie Saarland e.V., Geschichte, Politik und Gesellschaft, St. Ingbert 2009, S. 70–72.
  152. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 173–176.
  153. Kartographische Unterlagen des Innenministeriums des Saarlandes, Kartenverzeichnis Nr. 74.
  154. Beschlussbücher des Dieffler Gemeinderates, Jahrgänge 1887 bis 1969, heute deponiert bei der Stadtverwaltung Dillingen/Saar.
  155. Hans-Walter Herrmann: Die Freimachung der Roten Zone 1939/1940. Ablauf und Quellenlage, in: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend, 32. Jahrgang, Saarbrücken 1984, S. 64–89.
  156. Lehnert, Aloys: Festschrift aus Anlaß der Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Dillingen-Saar zum 1. September 1949, Dillingen/Saar 1949, S. 20.
  157. Lehnert, Aloys: Festschrift aus Anlaß der Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Dillingen-Saar zum 1. September 1949, Dillingen/Saar 1949, S. 21.
  158. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 159–160.
  159. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Nalbach 1990, S. 244.
  160. Jost, Armin/Reuter, Stefan: »Dillingen im Zweiten Weltkrieg«, Geschichtswerkstatt Dillingen/Saar, Dillingen 2002, S. 313–320.
  161. Jost, Armin/Reuter, Stefan: »Dillingen im Zweiten Weltkrieg«, Geschichtswerkstatt Dillingen/Saar, Dillingen 2002, S. 313–320.
  162. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 329.
  163. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen / Saar, Dillingen 1968, S. 186–196.
  164. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 365.
  165. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 329.
  166. Scherer, Alois: »Straßen und Plätze in Dillingen, Pachten, Diefflen – Ursache und Bedeutung ihrer Benennung«, herausgegeben von der Realschule Dillingen und der Stadt Dillingen, Nalbach 1990.
  167. Gerhard Franz: Der Sieg der Neinsager, 50 Jahre nach der Abstimmung über das Saarstatut, Blieskastel 2005, S. 181.
  168. Scherer, Alois: »Straßen und Plätze in Dillingen, Pachten, Diefflen – Ursache und Bedeutung ihrer Benennung«, herausgegeben von der Realschule Dillingen und der Stadt Dillingen, Nalbach 1990.
  169. Johann Spurk: Pfarrchronik St. Josef Diefflen 1900–1975, Saarlouis 1975, S. 359–360.
  170. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 244.
  171. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Aufl. Nalbach 1990; S. 245.
  172. http://www.igab-saar.de/
  173. Delf Slotta: Der Saarländische Steinkohlenbergbau, Bilder von Menschen, Gruben und bergmännischen Lebenswelten, Erzählungen von Zeitzeugen, aufgezeichnet von Georg Fox, hrsg. von der RAG Aktiengesellschaft, Herne und dem Institut für Landeskunde im Saarland e.V. (Schiffweiler), Dillingen/Saar 2011, ISBN 978-3-00-035206-5
  174. Artikel "Erdbeben im Saarland - Eingestürzte Hohlräume im Bergwerk", Taz-Artikel vom 25. Februar 2008.
  175. RAG-Kohleabbau Bergbau im Saarland endet 2012, Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 17. Mai 2010
  176. Artikel „Saarland – Stärkstes Erdbeben durch Kohleabbau“, Samstag, 23. Februar 2008, 20:34, focus-online
  177. RAG Deutsche Steinkohle AG. (abgerufen am 4. Juli 2010)
  178. Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz Erdbebendienst Südwest, http://www.lgb-rlp.de/ereignisse.html, abgerufen am 16. September 2014.
  179. http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/erdbeben_saarwellingen100.html, abgerufen am 16. September 2014.
  180. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 23–28, 48-54, 100-106, 148-155, 209-214.
  181. Hermann Lehne, Horst Kohler: Wappen des Saarlandes, Landes- und Kommunalwappen. Saarbrücken 1981.
  182. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 90.
  183. Johann Spurk: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 67.
  184. Spurk, Johann: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 102.
  185. Spurk, Johann: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 1117–1118.
  186. http://www.statistikextern.saarland.de/wahl/internet_saar/GR_SL/gemeindeergebnisse/k00044/g44111/grafik_sitze_44111.html Auf: www.statistikextern.saarland.de, abgerufen am 9. Juni 2014
  187. Landeshauptarchiv Koblenz, Abteilung 215, Nr. 1477.
  188. Bistumsarchiv Trier, Visitationsbericht von 1623.
  189. Landeshauptarchiv Koblenz, Abteilung 215, Nr. 1500.
  190. Bistumsarchiv Trier, Visitationsbericht von 1739.
  191. Pfarrarchiv Nalbach, Urkunde aus dem Jahr 1737, siehe auch: Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 188–189, hier S. 188.
  192. Wilhelm Hawner: Die Entwicklung der Volksschulen im Kreis Saarlouis, Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Saarlouis 1966, hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde des Landkreises Saarlouis, S. 327-S. 340, hier 329.
  193. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 188–189.
  194. a b Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 239.
  195. Spurk, Johann: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 48–54.
  196. Festschrift "Freiwillige Feuerwehr Diefflen, Feuerwehrhaus-Einweihung am 4. September 1960", Artikel "Freiwillige Feuerwehr Diefflen, gegründet 1904", o. O. und o. Jahr und o. Seitenangaben.
  197. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 206–207.
  198. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 225.
  199. Hundert Jahre Gymnasium Dillingen, 1902–2002, Festschrift des Albert-Schweitzer-Gymnasiums – Gymnasium des Landkreises Saarlouis, Saarbrücken 2002, S. 53–54.
  200. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 225.
  201. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen Saar, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 560.
  202. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 196–198.
  203. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen Saar, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 554–556.
  204. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 196–198.
  205. http://www.dillingen-saar.de/
  206. Johann Spurk: »Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde«, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 119.
  207. http://www.lsc-dillingen.de,/ abgerufen am 18. April 2015.
  208. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen Saar, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 563–564.
  209. Johannes A. Bodwing: Artikel "Nalbacher Telegrafenstation hat einst Mainz und Metz verbunden", in: Saarbrücker Zeitung, 26. Januar 2016, Dillinger Lokalteil.
  210. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen Saar, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 564.
  211. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 188.
  212. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen Saar, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 564–565.
  213. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 188.
  214. Amtsblatt der Königlich-Preußischen Regierung zu Trier, Verfügung Nr. 1878 vom 24. April 1903
  215. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 190.
  216. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 191.
  217. Lehnert, Aloys: »Geschichte der Stadt Dillingen Saar«, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 567.
  218. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 192.
  219. Spurk, Johann: Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964. S. 72
  220. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 240.
  221. Lehnert, Aloys: Geschichte der Stadt Dillingen Saar, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 575.
  222. Spurk, Johann: Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964. S. 73–74.
  223. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 240.
  224. a b c Stadtwerke Dillingen
  225. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 242.
  226. Lehnert, Aloys: „Geschichte der Stadt Dillingen Saar“, Druckerei Krüger, Dillingen 1968, S. 589
  227. Freiwillige Feuerwehr Dillingen/Saar
  228. Freiwillige Feuerwehr Diefflen, Feuerwehrhaus-Einweihung am 4. September 1960, o.J., o. O., S. 9.
  229. Spurk, Johann: Diefflen – Die Entwicklung einer kleinen dörflichen Siedlung zu einer großen Arbeiter-Wohnsitzgemeinde, A. Krüger, Dillingen-Saar, 1964, S. 65–66.
  230. Freiwillige Feuerwehr Diefflen, Feuerwehrhaus-Einweihung am 4. September 1960, o.J., o. O.
  231. Artikel: „250 000 Euro für die Feuerwehr Diefflen“, in: Saarbrücker Zeitung vom 9. Juli 2001.
  232. Informationen zur weiteren Geschichte der Dillinger Feuerwehr unter: http://www.feuerwehrdillingen.de/
  233. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 59–61, 110-112, 160, 217, 253.
  234. Hans-Walter Lorang: Die wirtschaftliche Nutzung der Flußablagerungen von Saar, Prims und Blies innerhalb des Saarlandes, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Diefflen 1968, S. 46, 86.
  235. Josef Jost: Diefflen, der Raum und seine anthropogene Nutzung zwischen 1858 und 1969, Wissenschaftliche Zulassungsarbeit im Fach Geographie an der Universität des Saarlandes, Dillingen 1984, S. 238–243.
  236. 75 Jahre Obst- und Gartenbauverein e. V. Diefflen, Dillingen 1964.
  237. https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/Politische-Gebietsstruktur/Saarland/Saarlouis-Nav.html, abgerufen am 17. Mai 2016.
  238. https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/SLHeft_derivate_00000699/100440111111_Dillingen_Saar_Stadt_Bev.pdf
  239. Josef Niessen: Zur Kirchengeschichte an der mittleren Saar, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 49–54, hier S. 49.
  240. Manfred Kostka: Geschichte der Pfarrei Dillingen von ihren Anfängen bis zur Teilung 1935, in: Katholisches Bildungswerk Dillingen-Nalbach e.V. (Hrsg.): 100 Jahre Saardom, Heilig Sakrament Dillingen, 1000 Jahre Pfarrei Dillingen, Festschrift zum Jubiläum der Kirchenkonsekration am 25. April 2013, Dillingen 2012. S. 17–65, hier S. 21.
  241. Josef Niessen: Zur Kirchengeschichte an der mittleren Saar, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 49–54, hier S. 50.
  242. Johann Spurk: Pfarrchronik St. Josef Diefflen 1900–1975, Saarlouis 1975, S. 23–24 und 351.
  243. Josef Niessen: Zur Kirchengeschichte an der mittleren Saar, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 49–54, hier S. 51–52.
  244. Hans-Walter Herrmann: Geschichtliche Landeskunde des Saarlandes, Band 1, Saarbrücken 1960, S. 297.
  245. Matthias Zender: Zur Volkskunde der Saarlande, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 70–71, hier S. 71.
  246. Katholische Kirchengemeinde St. Josef Diefflen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef Diefflen 1900–2000, Dillingen 2000, S. 18–23.
  247. Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Dillingen-Diefflen, St. Josef (Dossier K 47)
  248. Genossenschaft der Missionsschwestern vom kostbaren Blut (Hrsg.): 50 Jahre Missionsarbeit der Missionsschwestern vom kostbaren Blut 1885–1935, Reimlingen in Bayern 1935, S. 50–52, 57–58.
  249. Johann Spurk: Die Geschichte des „Herz-Mariä“-Klosters, in: Pfarrchronik St. Josef Diefflen 1900–1975, Saarlouis 1975, S. 305–350.
  250. Katholische Kirchengemeinde St. Josef Diefflen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef Diefflen 1900–2000, Dillingen 2000, S. 35.
  251. Johann Spurk: Pfarrchronik St. Josef Diefflen 1900–1975, Saarlouis 1975, S. 138.
  252. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 276–319.
  253. http://www.alemannia-judaica.de/
  254. Artikel in der Zeitschrift Der Israelit vom 2. März 1891.
  255. Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem
  256. Es wird noch eine zweite Martha Weiler geb. 1919 in Diefflen genannt, eventuell sind die beiden Personen auch identisch mit Fehler im Geburtsjahr.
  257. Artikel in der Allgemeinen Zeitung des Judentums vom 20. November 1854
  258. Artikel in der Zeitschrift Der Israelit vom 2. März 1891.
  259. Katharina Best: Die Geschichte der ehemaligen Synagogen-Gemeinden Dillingen und Nalbach, in: Unsere Heimat, Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 13. Jahrgang, Doppelheft Nr. 3/4, Saarlouis 1988, S. 95–114.
  260. Georg Colesie: Geschichte des Nalbacher Tales, Eine saarländische Heimatgeschichte, 2. Auflage, Nalbach 1990, S. 196, S. 227–228.
  261. Katholische Kirchengemeinde St. Josef Diefflen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef Diefflen 1900–2000, Dillingen 2000, S. 27.
  262. Johann Spurk: Pfarrchronik St. Josef Diefflen 1900–1975, Saarlouis 1975, S. 33.
  263. Johann Spurk: Pfarrchronik St. Josef Diefflen 1900–1975, Saarlouis 1975, S. 175.
  264. Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 14. September 2012: Ein Denkmal erstrahlt in neuem Glanz
  265. http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarlouis/Diefflen;art2807,4437441
  266. Zum Friedhof o. Nr., Flur 7, Flurstück 383/3, Einsegnungshalle, 1965 von Konrad Schmitz (Einzeldenkmal) in der Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Landkreis Saarlouis auf http://www.saarland.de/dokumente/thema_denkmal/Teildenkmalliste_Landkreis_Saarlouis_28-09-2011.pdf
  267. Johann Spurk: 75 Jahre Pfarrgemeinde St. Josef Diefflen, Saarlouis 1975, S. 239ff.
  268. Dillingen in der Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland/Saarland, alphabetische Liste, aufgerufen am 22. Januar 2010.
  269. Ludwig Petry (Hg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Bd. 5: Rheinland-Pfalz und Saarland. Kröner, Stuttgart 1959. S. 77.
  270. Aloys Lehnert: Geschichte der Stadt Dillingen/Saar, Dillingen 1968, S. 640–643.
  271. Scherer, Alois: Dieffler Geschichten, Diefflen, wie es einmal war in Dokumenten, Berichten, Erzählungen, Bildern, Dillingen/Saar 2009, S. 323–365.
  272. Nicole Bastong: "Abschied vom Ehrenfriedhof Diefflen", in: Saarbrücker Zeitung vom 29. Januar 2016, S. C 2.
  273. Katholische Kirchengemeinde St. Josef Diefflen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef Diefflen 1900–2000, Dillingen 2000, S. 22–25.
  274. Kunstverein Dillingen im Alten Schloss, Dillingen/Saar (Hrsg.): Kunstführer Dillingen/Saar, Dillingen 1999, S. 40.
  275. zitiert nach: Katholische Kirchengemeinde St. Josef Diefflen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef Diefflen 1900–2000, Dillingen 2000, S. 23.
  276. Hermann Keuth: Bäuerliche Plastiken im Heimatmuseum der Stadt Saarbrücken, in: Unsere Saar, 1, (1926/1927), Nr. 4, S. 58–62, hier S. 61.
  277. Bernd Loch: Die volkskundliche Sammlung, in: Ralph Melcher, Christoph Trepesch, Eva Wolf (Hrsg.): Ein Bild der Kultur, Die Geschichte des Saarlandmuseums, Blieskastel 2004, S. 123–143, hier: S. 126–129.
  278. Kunstverein Dillingen im Alten Schloss, Dillingen/Saar (Hrsg.): Kunstführer Dillingen/Saar, Dillingen 1999, S. 43.
  279. Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland, Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945, Aufsätze und Bestandsaufnahme,Objektbeschreibung von Oranna Elisabeth Dimmig, Saarbrücken 2009, S. 211.
  280. http://saarland.de/121326.htm, abgerufen am 23. November 2014.
  281. Jo Enzweiler (Hrsg.): Werner Bauer, Werke 1964–1989, Bearbeitet von Isolde Köhler-Schommer, Saarbrücken 2001, S. 27 (ÖR 39).
  282. Jo Enzweiler (Hrsg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland, Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945, Aufsätze und Bestandsaufnahme, Objektbeschreibung von Isolde Köhler-Schommer, Saarbrücken 2009, S. 186.
  283. Jo Enzweiler (Hrsg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland, Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945, Aufsätze und Bestandsaufnahme, Objektbeschreibung von Oranna Elisabeth Dimmig, Saarbrücken 2009, S. 208.
  284. Karl Lohmeyer: Die Sagen von der Saar, Blies, Nahe, vom Hunsrück, Soon- und Hochwald, Hofer-Verlag, Saarbrücken 1935.
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  286. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 591, S. 328.
  287. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 603, S. 334.
  288. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 605, S. 335.
  289. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 606, S. 335–335.
  290. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 607, S. 336.
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  292. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 609, S. 337.
  293. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 610, S. 337.
  294. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 894, S. 514.
  295. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, 3. Auflage, Saarbrücken 2012, Nr. 908, S. 519.
  296. Aloys Lehnert: Die saarländischen Mundarten, in: Das Saarland, Ein Beitrag zur Entwicklung des jüngsten Bundeslandes in Politik, Kultur und Wirtschaft, hrsg. von Klaus Altmeyer u.a., Saarbrücken 1958, S. 409–439, hier S. 435–437.
  297. http://www.lsc-dillingen.de/
  298. https://www.dillingen-saar.de/leben-in-dillingen/vereine/, abgerufen am 24. April 2015.
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  301. Johann Spurk: Pfarrchronik St. Josef Diefflen 1900-1975, Saarlouis 1975, S. 39ff.
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  304. http://lv-saarland.drk.de/aktuelles/newsdetails/archiv/2014/april/02/meldung/418-02042014-das-haus-ist-der-mittelpunkt-des-vereins-260000-euro-wurden-sinnvoll-eingesetzt.html, abgerufen am 24. April 2015.
  305. Hundert Jahre Gymnasium Dillingen, 1902–2002, Festschrift des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Gymnasium des Landkreises Saarlouis, Dillingen/Saar 2002, S. 67.