Diego González Montero

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Diego González Montero y Justiniano, (* 1588 in Santiago de Chile; † Juni 1673 ebenda) war ein chilenischer Offizier in spanischen Diensten. Zweimal amtierte er vorübergehend als Gouverneur von Chile.

González Montero kam in Chile als einziges Kind des Hauptmannes Antonio González Montero y Marmolejo und seiner Ehefrau Ginebra Justiniano zur Welt. Diego González Montero heiratete zweimal: In erster Ehe war er mit Maria Clara de Loaisa und nach deren Tod mit Ana del Aguila Sarmiento verheiratet.

Wie sein Vater schlug er eine Militärkarriere ein, zuerst bei der Kavallerie, später bei der Infanterie. Er zeichnete sich unter anderem als Gouverneur von Valdivia aus. 1625 wurde er zum Maestre de Campo befördert und war damit zweiter Mann der Militärhierarchie, unmittelbar nach dem Gouverneur und Generalkapitän. Im August 1628 ging er als Generalbevollmächtigter des Heeres (spanisch: Procurador general) für einige Monate nach Lima.

1655 wurde er beim Amtsantritt des Gouverneurs Pedro Porter Casanate zu dessen Verhinderungsvertreter berufen. Als Porter am 27. Februar 1662 starb, übernahm er wie vorgesehen das Amt. Da er überzeugt war, dass der herannahende Winter weitere militärische Aktionen im Kampf gegen die aufständischen Indianer im Süden verhindern würde, blieb González in Santiago und überließ den Oberbefehl über die Armee den Offizieren vor Ort. Am 22. Mai 1662 traf der designierte Nachfolger Ángel de Peredo in Concepción ein. González Montero übernahm wieder seine Aufgaben bei der Armee.

Im Februar 1670 reiste der amtierende Gouverneur Diego Dávila Coello y Pacheco nach Lima, weil ihm durch den Amtsantritt der Regentin María Ana andere Positionen in Aussicht standen. Er übergab das chilenische Gouvernement daher am 14. Februar 1670 an den Maestre de Campo González Montero, der zu diesem Zeitpunkt schon über 80 Jahre zählte. Auf der Reise wurde er längere Zeit von einer schweren Erkrankung ans Bett gefesselt. Die Vertreter der Real Audiencia von Chile hatten sich bei seiner ersten Amtszeit geweigert, ihm auch den Vorsitz des Gerichts zu überlassen, weil er in der Neuen Welt als Criollo geboren war und kein gebürtiger Spanier (spanisch: Peninsularo) war. 1670 waren diese Zweifel ausgeräumt.

Die Kampfhandlungen im Süden gingen unter dem Befehl von Antonio Montero, dem Sohn des Gouverneurs weiter. Ende Oktober traf der neue Gouverneur Juan Henríquez de Villalobos in Concepción ein. Diego González Montero starb im Juni 1673 im Alter von 85 Jahren.

Quellen und Weblinks[Bearbeiten]