Diego Maradona

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Diego Maradona

Diego Maradona (2012)

Spielerinformationen
Name Diego Armando Maradona
Geburtstag 30. Oktober 1960
Geburtsort LanúsArgentinien
Größe 165 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1969–1976 Argentinos Juniors
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1976–1981 Argentinos Juniors 168 (116)
1981–1982 Boca Juniors 40 0(28)
1982–1984 FC Barcelona 36 0(22)
1984–1991 SSC Neapel 188 0(81)
1992–1993 FC Sevilla 26 00(5)
1993 CA Newell’s Old Boys 7 00(0)
1995–1997 Boca Juniors 31 00(7)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1977–1979 Argentinien U-20 14 00(8)
1977–1994 Argentinien 91 0(34)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1994 Deportivo Textil Mandiyú
1995 Racing Club
2008–2010 Argentinien
2011–2012 Al-Wasl
2017– Al-Fujairah SC
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Diego Armando Maradona (* 30. Oktober 1960 in Lanús) ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler. Er war vom 28. Oktober 2008 bis 27. Juli 2010 Trainer der argentinischen Fußballnationalmannschaft.

Er spielte bei vier Weltmeisterschafts-Endrunden (1982, 1986, 1990, 1994) und wurde mit Argentinien 1986 Weltmeister und 1990 Vize-Weltmeister. Im Vereinsfußball feierte er seine größten Erfolge mit den Boca Juniors in Argentinien und dem SSC Neapel in Italien (u. a. Meister 1987, 1990).

Maradona gilt als einer der besten Fußballspieler der Geschichte.[1][2] Bei der Wahl zum FIFA-Spieler des 20. Jahrhunderts gewann er die Internet-Abstimmung und wurde zusammen mit Pelé, der eine Wahl unter Lesern des FIFA Magazine und Mitgliedern des FIFA-Exekutivkomitees gewonnen hatte, als FIFA Player of the Century ausgezeichnet.[3][4][5]

Schlagzeilen machte Maradona während und nach seiner Karriere als Fußballspieler wegen Doping- und Drogenproblemen, weshalb er wiederholt öffentlich in die Kritik geriet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diego Armando Maradona wurde am 30. Oktober 1960 in Lanús als viertes von insgesamt acht Kindern des Fabrikarbeiters Diego Maradona Senior († 2015) und Dalma Salvadore Franco († 2011) geboren. Er war nach drei Töchtern der erste Sohn seiner Familie. Seine beiden jüngeren Brüder Hugo und Raúl wurden später ebenfalls Fußballprofis, jedoch weitaus weniger erfolgreich als Diego. Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen in Villa Fiorito, einer Villa Miseria am südlichen Stadtrand der Hauptstadt im Großraum Buenos Aires.

Schon seit frühester Kindheit beschäftigte sich der Junge ausschließlich mit dem Fußball. Als Diego neun Jahre alt war, wurde er beim Spielen mit seiner Straßenmannschaft Estrella Roja von einem Talentsucher des Erstligisten Argentinos Juniors aus Buenos Aires entdeckt und verpflichtet. Fortan spielte er in der Kindermannschaft des Vereins. Diese „Los Cebollitas“ (die Zwiebelchen) blieben daraufhin 136 Spiele lang ungeschlagen und schnell nannte man den jungen Diego nur noch „Pibe de oro“ (Goldjunge). Als zwölfjähriger Balljunge unterhielt er in den Halbzeitpausen der Seniorenmannschaft die Zuschauer im Stadion mit seinen Dribbelkünsten und Kabinettstückchen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maradona heiratete seine langjährige Freundin Claudia Villafañe am 7. November 1989 in Buenos Aires. Sie haben zwei Töchter: Dalma Nerea (* 1987) und Giannina Dinorah (* 1989). Giannina brachte am 19. Februar 2009 einen Sohn zur Welt, dessen Vater der argentinische Fußballer Sergio Agüero ist, und machte Maradona damit zum Großvater.[6] Maradona und Villafañe wurden 2004 geschieden. Zu seiner Zeit in Neapel unterhielt er eine Beziehung zu der Neapolitanerin Cristiana Sinagra. Aus dieser Beziehung ging der Sohn Diego Armando jr. (* 1986) hervor, der mittlerweile in der italienischen Strandfußball-Nationalmannschaft spielt. Diego jr. traf seinen Vater erstmals 2003 und warf diesem 2005 Gefühlskälte und die Verweigerung von Unterhaltszahlungen vor.[7]

Zwei seiner Brüder wurden ebenfalls Fußballprofis. Hugo wurde Legionär in der italienischen Liga (Ascoli Calcio) und kam zu einem Engagement beim SK Rapid Wien sowie zu Spielen in der J-League.

2004 empfing der damalige argentinische Präsident Néstor Kirchner Maradona

Neben dem Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maradona lebte als Fußballspieler in Extremen. Während er als einer der weltbesten Fußballer der Geschichte anerkannt war, beschädigte er zugleich seine Karriere durch Drogenkonsum und Kontakte zur Camorra. Bei der Weltmeisterschaft 1994 wurde bei einer Dopingprobe eine verbotene Substanz (Ephedrin) festgestellt und Maradona von der FIFA vom Turnier und von allen sportlichen Aktivitäten ausgeschlossen. Er hatte bis dahin im Gruppenspiel gegen die griechische Fußballnationalmannschaft einen Treffer erzielt.

Am 4. Januar 2000 hatte Maradona während eines Aufenthaltes im uruguayischen Badeort Punta del Este einen schweren Herzinfarkt, der auf eine Überdosis Kokain zurückgeführt wurde. Er unterzog sich anschließend einer Entziehungskur auf Kuba, wo er Freundschaft mit Fidel Castro schloss. Er trennte sich von seinem langjährigen Manager Guillermo Cóppola, der Maradona jahrelang Kokain geliefert haben soll. Am 18. April 2004 wurde Maradona wegen hohen Blutdrucks, Atemnot und einer Lungenentzündung in eine Klinik in Buenos Aires eingeliefert. Gerüchte, dass es sich erneut um die Folgen einer Überdosis Kokain handeln würde, wurden dementiert.

Der 43-jährige Maradona hielt sich 2004 auf Anweisung eines Gerichts zu einer Drogentherapie lange in einer psychiatrischen Klinik vor den Toren der argentinischen Hauptstadt auf. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen fand am 12. August 2004 in Buenos Aires ein Treffen mit Staatspräsident Néstor Kirchner statt (siehe Foto), bei dem es um eine Ausreise des ehemaligen Stars in eine Suchtklinik in die Schweiz oder nach Kuba gegangen sein soll.

Im Jahr 2005 besserte sich Maradonas Gesundheitszustand nach der Entziehungskur erheblich, besonders nachdem er sich einer Magenverkleinerung unterzogen hatte, um sein chronisches Übergewicht zu reduzieren.

Anfang August 2005 begann er beim argentinischen Fernsehkanal Canal 13 eine eigene Fernsehshow zu moderieren, La Noche del 10 („Die Nacht der Nummer 10“). In dieser Show, die bis Ende des Jahres im argentinischen Fernsehen lief, sprach Maradona mit Prominenten und Fußballspielern aus Argentinien und der Welt.

Maradona trat an seinem 45. Geburtstag endgültig von der aktiven Fußball-Bühne ab. Am 30. Oktober 2005 bestritt er im Stadio San Paolo von Neapel ein weiteres Abschiedsspiel. Schlagzeilen machte Maradona im November 2005, als er zwei feste Zusagen für das Abschiedsspiel von Júlio César in Dortmund und für ein Benefizspiel von David Beckham platzen ließ, da er kurzfristig eine Gage von 200.000 US-Dollar verlangte, die nicht gezahlt wurde.

Im November 2005 sprach Maradona auf einer Protestkundgebung im Umfeld des Amerika-Gipfels in Argentinien öffentlich bei einem Auftritt des venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez. Er skandierte dabei anti-us-amerikanische Parolen. Auch bei der Präsidentschaftswahl in Venezuela 2013 unterstützte Maradona den Sozialisten Nicolás Maduro.[8]

Bei der WM 2006 in Deutschland erregte er Aufmerksamkeit, weil er im Fan-Trikot die argentinische Nationalmannschaft von den Rängen aus anfeuerte und feierte.

Am 16. November 2015 unterzog sich Maradona einer zweiten Magen-Bypass-Operation im Krankenhaus von Maracaibo in Venezuela, nachdem sein behandelnder Arzt bei ihm 75 kg Übergewicht diagnostiziert hatte.[9]

Maradona wurde am 5. Juli 2017, exakt 33 Jahre nach seinem Karrierebeginn beim SSC Neapel, auf der Piazza Plebiscito in Neapel zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.[10]

Sportliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Debüt in Liga und Nationalmannschaft (1976 bis 1982)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Oktober 1976 debütierte Maradona in der Seniorenmannschaft der Argentinos Juniors im Ligaspiel gegen Talleres de Córdoba. Das Talent knüpfte auch bei den Senioren nahtlos an seine Leistungen aus der Jugend an und zählte schnell zu den Stammkräften der Argentinos. Da seine Leistungskurve weiterhin nach oben zeigte, erhielt er bereits vier Monate nach seinem Ligadebüt eine Einladung für die Nationalmannschaft. Am 27. Februar 1977 feierte er im Alter von 16 Jahren seine Premiere für Argentinien beim 5:1-Sieg über Ungarn. Für den argentinischen Kader für die Heim-WM 1978 wurde er jedoch nicht nominiert. Nationaltrainer César Luis Menotti äußerte die Befürchtung, Maradona könne dem enormen Druck bei der WM im eigenen Land nicht standhalten. Argentinien wurde 1978 erstmals Weltmeister.

Ein Jahr später erlebte Maradona einen ersten Karrierehöhepunkt: nach 26 Treffern wurde er Torschützenkönig der Primera División und führte die U-20-Auswahl seines Landes zur Junioren-Weltmeisterschaft. Bei dem in Japan stattfindendem Turnier schoss er sechs der zwanzig argentinischen Tore und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Im Alter von 19 Jahren wurde er zu Argentiniens und Südamerikas Fußballer des Jahres gewählt. Von den heimischen Medien wurde er mit dem Brasilianer Zico verglichen, der damals als bester Spielmacher Südamerikas betrachtet wurde. Nach diesen ersten Erfolgen erlangte Maradona auch internationale Bekanntheit. Europäische Vereine versuchten ihn zu verpflichten. So bot der englische Erstligist Sheffield United rund 600.000 Deutsche Mark Ablöse, was die Argentinos Juniors ablehnten.

Nach dem Erfolg bei der U-20-WM kehrte Maradona in die Seniorenmannschaft der „Albicelestes“ zurück und war aus der Stammformation bald nicht mehr wegzudenken. Sein erstes Länderspieltor gelang ihm am 2. Juni 1979 bei einem 3:1-Sieg über Schottland im Glasgower Hampden Park. Maradona war bald der herausragende Spieler der argentinischen Liga, erzielte 1980 43 Tore in 45 Spielen und wurde erneut Fußballer des Jahres von Argentinien und Südamerika.

Im Februar 1981 bezahlten die Boca Juniors 3 Millionen D-Mark Ablöse für Maradona, der sich nun dem wohl bekanntesten und erfolgreichsten Club Argentiniens anschloss. Gleich in seinem ersten Pflichtspiel gelangen ihm zwei Tore beim 4:2-Sieg über Talleres de Córdoba; der Anfang einer erfolgreichen Zeit in „La Bombonera“. Maradona dominierte wie eh und je, führte Boca zur Meisterschaft 1982 (Metropolitano) und wurde zum dritten Mal hintereinander Torschützenkönig und Argentiniens Fußballer des Jahres.

Mit nur 21 Jahren galt „El Pibe“ als der neue Superstar im Weltfußball und nahm den seit Pelés Rücktritt vakanten Status als „bester Fußballer der Welt“ ein. 1982 nahm Maradona an seiner ersten Weltmeisterschaft teil und gab kurz vor dem Turnier in Spanien seinen Wechsel zum spanischen Traditionsverein FC Barcelona bekannt, der die damalige Rekord-Ablöse von 11 Millionen D-Mark entrichtete.

WM 1982[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erwartungen an den „Pibe de oro“ waren vor der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien enorm hoch. Argentinien ging mit neun Weltmeistern ins Turnier (u. a. Mario Kempes, Daniel Passarella, Osvaldo Ardiles), und mit Maradona wollte man den Titel erfolgreich verteidigen.

Sein erstes WM-Spiel bestritt er im Eröffnungsspiel gegen Belgien, in seinem neuen Heimatstadion Camp Nou in Barcelona, das Argentinien jedoch mit 0:1 verlor. Die Belgier hatten Maradona einer harten Manndeckung unterstellt und ihn so weitgehend aus dem Spiel genommen – eine Erfahrung, die der Jungstar im Turnierverlauf noch öfter erleben sollte. Im zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn wurde er zwar wieder doppelt bewacht, doch war er in dieser Partie nicht zu halten und traf doppelt beim 4:1-Sieg. In der Zwischenrunde hatte er gegen die erfahrenen italienischen Verteidiger einen schweren Stand, dabei wurde er vom beinharten Claudio Gentile gedeckt, der ihn auch einmal mit einem Faustschlag niederstreckte. Gentile sah dafür lediglich Gelb[11]. Maradona setze einen Freistoß ans Lattenkreuz und der spätere Turniersieger Italien gewann 2:1. Gegen Brasilien hatte Argentinien keine Chance und verlor mit 3:1. Maradona hatte entnervt seinem Gegenspieler Batista weitab vom Ball in den Magen getreten und sah dafür die Rote Karte.

FC Barcelona (1982 bis 1984)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dieser Weltmeisterschaft wechselte Maradona nach Europa zum FC Barcelona. Dort spielte er zunächst unter Udo Lattek, bevor die Mannschaft von seinem Landsmann, dem ehemaligen argentinischen Nationaltrainer Menotti trainiert wurde. Zwar gewann er 1983 mit der Copa del Rey (Sieg im Finale über Real Madrid) und dem spanischen Supercup (gegen Meister Athletic Bilbao) auf Anhieb Titel, aber Maradona plagte sich mit Verletzungen herum. Zunächst erkrankte er an Hepatitis, dann erlitt er am 24. September 1983 beim 4:0-Sieg Barcelonas im Ligaspiel gegen Athletic Bilbao nach einem Foul von Bilbaos Verteidiger Andoni Goikoetxea einen Beinbruch, weshalb Maradona monatelang pausieren musste. Mit Disziplin und Trainingsfleiß kämpfte er sich wieder in die Mannschaft zurück.

Jedoch geriet er häufig mit Vereinspräsident Josep Lluís Núñez in Streit. Eine unbedachte Aktion Maradonas ließ den Konflikt eskalieren: Im Finale des Pokals 1984 traf Barcelona auf Athletic Bilbao. Nach einem Revanchefoul an Goikoetxea zettelte Maradona unter den Augen des spanischen Königs Juan Carlos eine Massenschlägerei an. Später ersuchten er und sein langjähriger Manager Jorge Cyterszpiler den König um eine Audienz, bei der er sich entschuldigte. Der Verein setzte Maradona trotzdem auf die Transferliste, um ihn zu verkaufen. Das verlorene Pokalfinale gegen Athletic Bilbao war sein letztes Spiel für den FC Barcelona.

SSC Neapel (1984 bis 1991)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 1984 schloss sich Maradona für die Rekord-Ablösesumme von 24 Millionen D-Mark dem italienischen Erstligisten SSC Neapel an. Bis heute ist fraglich geblieben, woher Vereinspräsident Corrado Ferlaino die enorme Summe für die Ablöse auftreiben konnte, da Neapel bis dato noch nie italienischer Meister und eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der Serie A gewesen war. In der süditalienischen Hafenstadt wurde Maradona bei seiner Vorstellung im Stadio San Paolo von ca. 75.000 Fans empfangen. Mit Maradona verbanden die Menschen in Neapel die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft, um endlich den wirtschaftlich stärkeren und erfolgreicheren Vereinen aus Norditalien wie Juventus Turin, dem AC und Inter Mailand Paroli bieten zu können.

Für sie war „Diego“ mehr als ein Fußballspieler. Unter Maradonas Führung wurde Neapel in der Saison 1986/87 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte italienischer Meister, zudem konnte in derselben Saison auch der italienische Pokal geholt werden. 1988/89 gelang der Gewinn des UEFA-Pokals, als im Finale der VfB Stuttgart mit 2:1 und 3:3 geschlagen wurde. In der Spielzeit 1989/90 wurde die Mannschaft mit zwei Punkten Vorsprung auf den AC Mailand erneut italienischer Meister und gewann den italienischen Supercup. Durch die von Maradona eingeleitete „Titelflut“ erreichte er Legendenstatus in Neapel. Populärer Gesang der „Tifosi“ war „Ho visto Maradona!“ („Ich habe Maradona gesehen!“), eine Art Liebeserklärung an Maradona.[12] Nach Maradonas Zeit wurde das Trikot mit der Nummer Zehn nicht mehr vergeben.[13]

WM 1986[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diego Maradona, 1986.

Die Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko prägte Maradona wie wohl kein anderer Spieler eine WM zuvor oder danach. Als neuer Kapitän der Nationalmannschaft führte er die argentinische Elf zunächst zum Gruppensieg, wobei Maradona im zweiten Gruppenspiel den Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen Titelverteidiger Italien erzielte. Gegen Bulgarien bereitete er einen Treffer vor. In der anschließenden K.O.-Phase erreichte Maradona Topform. Am bekanntesten wurden seine beiden Tore im Viertelfinale gegen England. Zuerst erzielte er regelwidrig ein Tor, indem er den Ball mit seiner Hand über den englischen Torhüter Peter Shilton hinweg ins Netz beförderte. Im Anschluss an das Spiel sprach er in diesem Zusammenhang von der „Hand Gottes“, die das Tor erzielt habe („Es war der Kopf Maradonas und die Hand Gottes“). Drei Minuten nach diesem Tor schoss er nach einem Dribbling über das halbe Spielfeld ein weiteres Tor, bei dem er die gesamte englische Abwehr ausspielte. Dieser Treffer wurde 2002 von der FIFA zum „WM-Tor des Jahrhunderts“ gekürt (als Andenken an dieses Tor wurde eine Maradona-Statue am Eingang des Aztekenstadions angebracht). Im Halbfinale gegen die Überraschungsmannschaft Belgien schoss Spielmacher Maradona zwei Tore. Das Tor zum 2:0 landete bei der Wahl zum WM-Tor des Jahrhunderts auf dem vierten Platz. Im Finale gegen Deutschland wurde Maradona teilweise von zwei Spielern gedeckt (Lothar Matthäus und Karlheinz Förster). Maradona kam nicht so zur Entfaltung wie im bisherigen Turnier, schaffte aber mehr Räume für seine Mitspieler (v. a. Jorge Valdano und Jorge Burruchaga). Fünf Minuten vor Spielende gab Maradona den entscheidenden Pass auf Burruchaga, der zum 3:2-Siegtreffer vollendete. Argentinien war zum zweiten Mal Weltmeister und hatte diesen Titel zum Großteil Maradona zu verdanken (5 Tore und 5 Torvorlagen), der als bester Spieler der WM ausgezeichnet wurde. Zudem erhielt er zum vierten Mal die Auszeichnung zum Fußballer des Jahres in Argentinien und Südamerika.

Nach dieser Weltmeisterschaft erzielte er auch im Vereinsfußball wieder Erfolge. Als Spielmacher im Mittelfeld, wichtigster Torschütze (Torschützenkönig der Serie A 1987/88 mit 15 Toren) und Vorbereiter, Kapitän sowie Integrationsfigur für die „Tifosi“ knüpfte er an seine Form von 1986 an und führte den SSC Neapel 1987 zum ersten „Scudetto“ (Meistertitel der Serie A) der Vereinsgeschichte. Maradona war zwar der wichtigste Spieler der Mannschaft, doch die war entscheidend verstärkt worden. Ciro Ferrara war ein verlässlicher Abwehrchef, Fernando De Napoli und Salvatore Bagni waren Unterstützer im defensiven Mittelfeld, die Maradona den Rücken frei hielten. Mit Andrea Carnevale und dem brasilianischen Stürmer Careca hatten weitere Nationalspieler den Weg nach Neapel gefunden. Als im Mai 1987 der erste Scudetto nach 61 Jahren in der Serie A gelungen war, fiel die Stadt in einen Ausnahmezustand. Der Süden, der sich gegenüber dem wirtschaftlich starken Norden traditionell zurückgesetzt fühlt, hatte den Vereinen aus dem Norden Paroli geboten und in Maradona eine Figur gefunden, um die sich ein Fankult entwickelte.

Die Copa América, das südamerikanische Äquivalent zur Europameisterschaft, konnte Maradona nie gewinnen. 1989 wurde er mit Argentinien Dritter.

WM 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Austragungsland der WM 1990 war Italien, was für Maradona fast wie eine „Heim-WM“ gewertet werden konnte, da er in der italienischen Serie A spielte. Maradona führte Argentinien wieder als Spielführer ins Turnier, konnte aber aufgrund eines nach innen gewachsenen Zehennagels nicht in Topform auflaufen. Er hatte sein Übergewicht vor dem Turnierstart mit Medikamenten reduziert und spielte eine weitaus weniger dominante Weltmeisterschaft als noch vier Jahre zuvor. Der Titelverteidiger knüpfte nicht mehr an seine teilweise berauschenden Auftritte an und wäre fast in der Vorrunde ausgeschieden (Niederlage im Eröffnungsspiel gegen Kamerun mit 0:1), qualifizierte sich jedoch als Dritter noch für das Achtelfinale. Dort traf er auf Brasilien, und nach einer sehr schwachen Leistung bereitete Maradona das 1:0 durch Claudio Caniggia vor. Im Viertelfinale konnte Jugoslawien erst im Elfmeterschießen bezwungen werden. Als schwierige Aufgabe erwies sich Gastgeber Italien im Halbfinale, das in Neapel ausgetragen wurde. In der regulären Spielzeit konnte kein Sieger ermittelt werden, und das Elfmeterschießen fiel für Argentinien glücklicher aus. Im Endspiel war wieder die deutsche Elf der Gegner, die eine starke Endrunde gespielt hatte. Maradona wurde im Endspiel erfolgreich von Guido Buchwald gedeckt und fand zu keiner Zeit ins Spiel. Deutschland wurde mit einem 1:0-Sieg Weltmeister.

Maradona wurde 1990 zum fünften Mal zu Südamerikas Fußballer des Jahres gewählt. Nach der WM-Sommerpause kehrte er formschwach und übergewichtig zum SSC Neapel zurück (Maradona erzielte alle sechs Saisontreffer per Strafstoß). Am 17. März 1991 wurde ihm bei einer Dopingprobe die Einnahme der Droge Kokain nachgewiesen,[14] woraufhin der SSC Neapel seinen Vertrag auflöste. Zwar war Maradonas Drogensucht in der Stadt Neapel ein offenes Geheimnis, doch erstmals trat dies nun offiziell an die Öffentlichkeit. Nach einer 1:4-Niederlage gegen Sampdoria Genua am 24. März 1991 verließ Maradona Italien und reiste nach Argentinien, wo er wenig später aufgrund seines Drogenkonsums verhaftet wurde. Als Konsequenz wurde der 30-Jährige zu 14 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, vom argentinischen Verband für 15 Monate gesperrt und zu einer Entziehungskur verurteilt. Zudem wurde eine Vaterschaftsklage gegen ihn publik. Außerdem wurden immer wieder Vermutungen laut, die ihn in die Nähe der italienischen Camorra rückten. So wurde gemutmaßt, die Camorra habe die Mannschaft aufgrund illegaler Wetten darauf gedrängt, die Meisterschaft 1987/88 nicht zu gewinnen (in den letzten vier Saisonspielen holte Neapel tatsächlich lediglich einen Punkt).

Nach Maradonas Abschied begann der langsame Abstieg des SSC Neapel, der mit ihm seine sportlich erfolgreichste Ära erlebt hatte.

FC Sevilla (1992 bis 1993)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seiner Sperre engagierte Maradona einen privaten Fitnesstrainer, der ihn für ein Comeback fit machen sollte, und so wagte er im Sommer 1992 beim spanischen Erstligisten FC Sevilla einen neuen Anlauf. Maradona lief seiner Bestform, nach einem Jahr ohne Pflichtspiel, hinterher und war nicht mehr der Spieler, der Mitte der 80er-Jahre den Weltfußball dominierte hatte. Seine athletischen Defizite glich er aus, indem er Spielsituationen vorausahnte, und seine Standards waren immer noch brandgefährlich. Nach einer ordentlichen Saison kehrte er sogar in die Nationalmannschaft zurück, für die er seit seiner Sperre Anfang 1991 nicht mehr aufgelaufen war. Doch während der Sommerpause schoss er mit einem Luftgewehr auf Journalisten, die seine Villa nahe Lomas de Zamora, Provinz Buenos Aires belagerten. Nach einem gerichtlichen Beschluss durfte er das Land nicht mehr verlassen und nach nur einer Saison endete sein zweites Engagement in Spanien. Stattdessen schloss er sich den Newell's Old Boys in Argentinien an.

Newell's Old Boys (1993 bis 1994)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maradonas Gastspiel bei den Newell's Old Boys aus Rosario war von kurzer Dauer, er bestritt lediglich sieben Pflichtspiele.

WM 1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der inzwischen 33-Jährige hatte großen Anteil an der geglückten Qualifikation zur WM 1994 in den USA. Nationaltrainer Alfio Basile nominierte Maradona für seine vierte WM-Endrunde. Im ersten Gruppenspiel gegen Griechenland erlebte die Fußballwelt einen bis in die Haarspitzen motivierten Maradona, der sich in ausgezeichneter körperlicher Verfassung befand. Seine bemerkenswerte Leistung krönte dieser mit dem Tor zum 3:0 (Endstand 4:0). Auch im zweiten Vorrundenspiel gegen Nigeria (2:1) bildete er mit Claudio Caniggia ein kongeniales Duo und strafte seine Kritiker Lügen, die ihm eine Wiederholung der Leistung aus dem ersten Spiel nicht zutrauten. Doch dieses Spiel sollte sein letztes im Dress der „Albiceleste“ bleiben. In Maradonas Urinprobe wurden verbotene Substanzen (u. a. Ephedrin) nachgewiesen, weshalb die FIFA ihn vom Turnier ausschloss. Maradona betrachtete sich als unschuldig, verkündete trotzig: „Ich habe nicht gedopt. Ich glaube, die FIFA verfolgt mich...“- und schloss mit dem TV-Sender „Canale 13“ einen Exklusiv-Vertrag ab, für eine Gage von 1,5 Millionen Dollar als WM-Kommentator in den USA zu bleiben. Die WM hatte einen Skandal und mit Maradona einen der großen Stars des Turniers verloren. Argentinien aber zählte danach nicht mehr zu den WM-Favoriten und schied im Achtelfinale mit 2:3 gegen Rumänien aus. Nach diesem erneuten Doping-Rückfall rechnete die Fußballwelt mit seinem Abschied vom Sport, doch Maradona blieb noch drei Jahre aktiv.

Boca Juniors (1995 bis 1997)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maradona feierte im Jahr 1995 ein Comeback bei den Boca Juniors in Argentiniens erster Liga. Am 30. Oktober 1997 bestritt er sein letztes Pflichtspiel und beendete seine Karriere.

Maradona-Altar in Neapel

Diego Maradona wurde viermal (1979, 1980, 1981 und 1986) zu Argentiniens Fußballer des Jahres gewählt. 1979 war er der jüngste Spieler, der bis dahin diesen Titel verliehen bekam. Dieser Rekord wurde erst 1999 von Javier Saviola eingestellt. In 91 Länderspielen erzielte er für Argentinien 34 Tore.

Stationen als Club-Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maradona versuchte zwischenzeitlich ein Comeback als Trainer von Deportivo Textil Mandiyú (Corrientes) und Racing Club Avellaneda (Provinz Buenos Aires), aber ohne Erfolg. Manidyú spielte unter seiner Regie zwölf Partien und gewann eine, Racing Club gewann zwei von elf. Im Mai 2011 kam Maradona zu seiner nächsten Trainerstation. Dabei zog es ihn zu Al-Wasl nach Dubai, wo er Sérgio Farias bzw. dessen nachfolgenden Interimstrainer Khalifa Mobarak ersetzte.[15] Im Wüstenstaat unterschrieb der argentinische Jahrhundertspieler, der zuvor bereits bei verschiedenen Vereinen im Gespräch stand, einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2013.[15] Zuvor galt er auch als möglicher Nachfolger seines langjährigen Teamkollegen Ramón Díaz bei CA San Lorenzo de Almagro.[15] Am 11. Juli 2012 wurde er vorzeitig als Trainer entlassen.[16] Am 15. August 2013 verpflichtete ihn der Club Deportivo Riestra aus der Primera D (fünfte Argentinische Liga) auf ehrenamtlicher Basis als Mentaltrainer.[17] Im Mai 2017 unterzeichnete Maradona einen Ein-Jahres-Vertrag als Cheftrainer bei Al-Fujairah SC aus der zweiten Liga der Vereinigten Arabischen Emirate.[18]

Nationaltrainer Argentiniens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2008 wurde Diego Maradona der neue Trainer der Argentinischen Nationalmannschaft.[19] Obwohl er kaum über Erfahrung als Fußballtrainer verfügte, setzte er sich nach einem Gespräch mit dem argentinischen Verbandspräsidenten Julio Grondona unter anderem gegen Sergio Batista, den ehemaligen Rekordnationalspieler Diego Simeone, Miguel Angel Russo und Carlos Bianchi durch. Maradonas Vorgänger Carlos Bilardo fungiert als Teammanager.[20] Nach der erfolgreichen Qualifikation zur Fußball-WM 2010 sorgte er mit Aussagen über seine Kritiker auf einer Pressekonferenz für einen Skandal. Er wurde in der Folge für zwei Monate gesperrt und musste 25.000 Schweizer Franken Strafe zahlen.[21] Mit der argentinischen Auswahl konnte Maradona bei der Fußballweltmeisterschaft die Gruppenphase meistern. Auch das Achtelfinale konnte mit einem 3:1-Sieg gegen Mexiko gewonnen werden. Gegen Deutschland unterlag seine Mannschaft im Viertelfinale mit 0:4 und schied aus dem Turnier aus.

Am 27. Juli 2010 wurde Maradona als Nationaltrainer schließlich entlassen, nachdem die Verhandlungen mit dem argentinischen Verband gescheitert waren. Grund dafür war, dass Maradona die weitere Zusammenarbeit mit seinen Assistenten zur Bedingung machte.[22]

Nach der Entlassung von Carlos Queiroz als Nationaltrainer Portugals kam Maradona als dessen Nachfolger ins Gespräch. Obwohl Maradona über enge Mitarbeiter Interesse an dem Projekt verlauten ließ, kam es jedoch nicht zu dem Engagement.

Erfolge als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International

Argentinien

Spanien

Italien

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen durch die FIFA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diego Maradona hat anlässlich der WM in Korea und Japan mehrere Auszeichnungen durch die FIFA erhalten. So wurde sein zweites Tor gegen England bei der WM 1986 zum Tor des Jahrhunderts gewählt. Des Weiteren gehört er zum FIFA-Dreamteam.

Bereits im Jahr 2000 gewann Maradona eine von der FIFA initiierte Internetabstimmung unter Fußballfans zum besten Fußballspieler des vergangenen Jahrhunderts. Da Maradona wegen seiner zahlreichen Skandale für die FIFA jedoch schwer zu vermarkten war, wurde durch eine von der FIFA eingesetzten Jury ein Äquivalent zur Internetabstimmung geschaffen, die der FIFA-konforme Pelé gewann. Somit wurde der Titel „Weltfußballer des Jahrhunderts“ zweimal vergeben.

Andere Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der argentinische Fußballverband versuchte 2002, Maradonas Trikot-Nummer „10“ zu schützen, damit diese in der argentinischen Nationalmannschaft nicht mehr vergeben würde. Die FIFA lehnte dieses Ansinnen ab.

Saisonstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Liga Saison Liga Nat. Pokal Ligapokal Int. Pokal Andere Gesamt
Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore
Argentinos Juniors Primera División 1976 11 2 - - - - - - - - 11 2
1977 49 19 - - - - - - - - 49 19
1978 35 26 - - - - - - - - 35 26
1979 26 26 - - - - - - - - 26 26
1980 45 43 - - - - - - - - 45 43
Gesamt 166 116 - - - - - - - - 166 116
CA Boca Juniors Primera División 1981 40 28 - - - - - - - - 40 28
Gesamt 40 28 - - - - - - - - 40 28
FC Barcelona Primera División 1982/83 20 11 5 3 6 4 4 5 - - 35 23
1983/84 16 11 4 1 - - 3 3 - - 23 15
Gesamt 36 22 9 4 6 4 7 8 - - 58 38
SSC Neapel Serie A 1984/85 30 14 6 3 - - - - - - 36 17
1985/86 29 11 2 2 - - - - - - 31 13
1986/87 29 10 10 7 - - 2 0 - - 41 17
1987/88 28 15 9 6 - - 2 0 - - 39 21
1988/89 26 9 12 7 - - 12 3 - - 50 19
1989/90 28 16 3 2 - - 5 0 - - 36 18
1990/91 18 6 3 2 - - 4 2 1 0 26 10
Gesamt 188 81 45 29 - - 25 5 1 0 259 115
FC Sevilla Primera División 1992/93 26 5 4 2 - - - - - - 30 7
Gesamt 26 5 4 2 - - - - - - 30 7
CA Newell's Old Boys Primera División 1993 5 0 - - - - - - - - 5 0
Gesamt 5 0 - - - - - - - - 5 0
CA Boca Juniors Primera División 1995 11 3 - - - - - - - - 11 3
1996 13 2 - - - - - - - - 13 2
1997 7 2 - - - - - - - - 7 2
Gesamt 30 7 - - - - - - - - 30 7
Karriere Gesamt 491 259 58 35 6 4 32 13 1 0 588 311

Quelle: http://www.footballdatabase.eu/football.joueurs.diego.maradona.9105.en.html, http://www.national-football-teams.com/player/14124/Diego_Maradona.html

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der tiefe Eindruck, den Maradona bei einem Auftritt mit Barcelona in Belgrad 1982 hinterließ, als er bei einem 4:2-Auswärtssieg Barcelonas vor 120.000 Zuschauern zwei Tore schoß, führte unter anderem dazu, dass der Regisseur Emir Kusturica einen Dokumentarfilm über Maradonas Leben mit dem Titel Maradona by Kusturica drehte.

  • Amando a Maradona – Ein Film über den Mythos Maradona. Film-Dokumentation, Spanien 2005, Regie: Javier M. Vazquez
  • Maradona, der Goldjunge. Film-Dokumentation, Frankreich 2006, Regie: Jean-Christophe Rosé
  • Maradona by Kusturica. Film-Dokumentation, 2006, Regie: Emir Kusturica
  • Maradona – La mano de Dios. Kinofilm, 2006, Regie: Marco Risi

Kuriosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von seinen Fans wird Maradona wie ein Heiliger, zuweilen sogar als Gott verehrt. So wurde in Rosario (Argentinien) die Iglesia Maradoniana (Kirche des Maradona) gegründet. Ihre „Gläubigen“ bezeichnen Maradona als Gott, als „D10S“ (Dios ist das spanische Wort für Gott, die 10 steht für die Rückennummer, die Maradona jahrelang trug).
  • Der deutsche Nationalspieler Guido Buchwald erhielt erstmals den Spitznamen Diego aufgrund seines gelungenen Übersteigers unmittelbar vor der Flanke auf Jürgen Klinsmann zum 1:0 im Achtelfinale der WM 1990 gegen die Niederlande. Nachdem er Maradona im Endspiel weitestgehend neutralisierte, verfestigte sich dieser Spitzname endgültig.

Neologismen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner Qualität als Fußballer war Maradonas Name eine zeitlang in der Presse Synonym für einen begnadeten Fußballer. So wurden die Techniker Gheorghe Hagi als „Karpaten-Maradona“ [24] und Andreas Herzog als Alpen-Maradona bezeichnet[25]. Des Weiteren wird in der argentinischen Presse regelmäßig die Bezeichnung "neuer Maradona" für talentierte Nachwuchsspieler benutzt. So wurden z.B. Javier Saviola[26], Diego Latorre[27], Ariel Ortega[28], Marcelo Gallardo[29], Juan Román Riquelme[30], Pablo Aimar[31], Andrés D’Alessandro[32] und Lionel Messi[33] als "neue Maradonas" bezeichnet.

Lionel Messi wurde nach besonders spektakulären Toren und hochklassigen Spielen als "Messidona" gefeiert.[34]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diego Maradona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "The Best of The Best". Ergebnisse verschiedener Journalisten- und Publikumswahlen der besten Fußballer der Geschichte auf der Seite der Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation.
  2. England Player Honours - World Soccer Players of the Century
  3. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation FIFA Player of the Century (PDF; 10 kB)
  4. Pele, Maradona each win FIFA century awards after feud (Memento vom 28. Oktober 2010 im Internet Archive). CNN Sports Illustrated, 11. Dezember 2000.
  5. The 20th Century boys. Website der BBC, 10. Dezember 2000.
  6. Süddeutsche vom 20. Februar 2009: „Der Fußballgott ist Opa“
  7. Spiegel Online, 31. August 2005
  8. https://www.welt.de/politik/ausland/article115223269/Maradona-wirbt-in-Rot-fuer-den-Chavez-Erben.html
  9. Diego Maradona: Football legend has second gastric bypass surgery. BBC Sport, 16. November 2015, abgerufen am 17. November 2015 (englisch).
  10. Maradona, festa a piazza plebiscito, ci sarà anche Belen. Reppublica.it, 28. Juni 2017, abgerufen am 6. Juli 2015 (italienisch).
  11. Fußball-WM 1982, Franz Beckenbauer, Bertelsmann Verlag ISBN 3-570-00686-7, Seite 142
  12. [1] Artikel der ZEIT
  13. [2] Artikel auf Goal.com (englisch)
  14. sport1.de: Genie, Wrack und Volksheld, abgefragt am 16. März 2011
  15. a b c Trainer von Al-Wasl – Diego Armando Maradona findet neuen Job in Dubai, abgerufen am 3. Juni 2011
  16. Maradona erfährt im Urlaub von Rausschmiss in Dubai, abgerufen am 11. Juli 2012
  17. Ambito.com: Maradona y una nueva aventura: esta vez en Deportivo Riestra vom 15. August 2013
  18. Daniel Timm: Maradona heuert bei den Scheichs an. In: sueddeutsche.de. 9. Mai 2017, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 28. Mai 2017]).
  19. http://www.clarin.com/diario/2008/10/28/um/m-01790683.htm Artikel in der Onlineausgabe der Zeitung Clarin
  20. vgl. Maradona wird argentinischer Nationaltrainer bei welt.de, 28. Oktober 2008
  21. Maradona banned for lewd outburst
  22. Maradona entlassen
  23. http://www.rsssf.com/miscellaneous/italpoy.html Liste der Gewinner des Titels Guerin d'Oro
  24. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,130214,00.html
  25. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13689055.html
  26. Javier Saviola im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  27. Scotsman Article
  28. ABC.net article (Memento vom 20. Mai 2009 im Internet Archive)
  29. [3]
  30. Scotsman article
  31. Soccenet article
  32. UEFA.com article
  33. BBC News article
  34. Soccernet article
Vorgänger Amt Nachfolger

Paolo Rossi
Bester Spieler einer WM (Goldener Ball)
1986

Salvatore Schillaci