Diemitz

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Dieser Artikel beschreibt den Stadtteil Diemitz von Halle (Saale). Zum Ortsteil der Stadt Mirow in Mecklenburg-Vorpommern siehe Diemitz (Mirow).
Wappen von Halle (Saale)
Diemitz
Stadtteil von Halle (Saale)
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Über dieses Bild
Koordinaten 51° 29′ 23″ N, 11° 59′ 56″ OKoordinaten: 51° 29′ 23″ N, 11° 59′ 56″ O.
Einwohner 1826 (31. Dez. 2013)
Eingemeindung 1. Jul. 1950
Postleitzahl 06116
Vorwahl 0345
Verkehrsanbindung
Autobahn A14
Bundesstraße B6 B100
Bus 27, 32

Diemitz ist ein Stadtteil der Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt und war bis 1950 ein eigenständiges Dorf.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diemitz liegt im Stadtbezirk Ost der Stadt Halle (Saale). Im Osten von Diemitz liegt der Stadtteil Dautzsch, im Südosten Büschdorf. Westlich grenzen Freiimfelde/Kanenaer Weg und Am Wasserturm/Thaerviertel an sowie im Norden Frohe Zukunft und Mötzlich. Der Stadtteil liegt östlich einer der markantesten Brücken von Halle (Saale), der Berliner Brücke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diemitz gehörte zum Amt Giebichenstein im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg.[1] 1680 kam der Ort mit dem Saalkreis zum Herzogtum Magdeburg unter brandenburg-preußischer Herrschaft.

Mit dem Frieden von Tilsit wurde Diemitz im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Der Ort gehörte zum Kanton Halle-Land.[2] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Ort im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[3]

Am 1. Juli 1950 wurde Diemitz nach Halle (Saale) eingemeindet.[4]

Nahversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Diemitz selber gibt es einen Lebensmittel-Discounter sowie einen Baumarkt. Auch die Nahversorgungszentren an der Berliner Brücke und in Büschdorf haben eine Versorgungsfunktion für Diemitz. Der Hallesche Einkaufspark (HEP) ist nur wenige Fahrminuten entfernt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein großes Gewerbegebiet macht Diemitz mit dem ehemaligen Industriegebiet Ost zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort von Halle (Saale). Nach der Wende sind jedoch viele Betriebe hier auf Dauer pleite gegangen.

Viele große hallesche Betriebe sind in Diemitz ansässig. Darunter GP Günter Papenburg, Kathi Rainer Thiele und Raab Karcher. Auch der TÜV Nord hat hier eine Akademie. Aber auch viele kleine Unternehmen haben in Diemitz eine Niederlassung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Hallesche Verkehrs-AG ist Diemitz gut an den städtischen Nahverkehr angebunden. Die Buslinien 27 und 32 verkehren von Diemitz aus zu den Straßenbahnhaltestellen Berliner Brücke und Betriebshof Freiimfelder Straße. Im Nachbarstadtteil Am Wasserturm/Thaerviertel befindet sich der S-Bahnhof Steintorbrücke.

Evangelische Kirche Johannes der Täufer in Diemitz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erwähnung des Orts im Buch "Geographie für alle Stände", S.124.
  2. Beschreibung des Saale-Departements
  3. Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900
  4. Halle (Saale) und seine Ortsteile auf gov.genealogy.net