Diemitz

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Wappen von Halle (Saale)
Diemitz
Stadtteil von Halle (Saale)
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Über dieses Bild
Koordinaten 51° 29′ 23″ N, 11° 59′ 56″ OKoordinaten: 51° 29′ 23″ N, 11° 59′ 56″ O.
Einwohner 1888 (31. Dez. 2017)
Eingemeindung 1. Jul. 1950
Postleitzahl 06116
Vorwahl 0345
Verkehrsanbindung
Autobahn A14
Bundesstraße B6 B100
Bus 27 32

Diemitz ist ein Stadtteil der Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt mit 1888 Einwohnern [1] und war bis ins Jahr 1950 ein eigenständiges Dorf.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diemitz liegt im Stadtbezirk Ost der Stadt Halle (Saale). Im Osten von Diemitz liegt der Stadtteil Dautzsch, im Südosten Büschdorf. Westlich grenzen Freiimfelde/Kanenaer Weg und Am Wasserturm/Thaerviertel an sowie im Norden Frohe Zukunft und Mötzlich. Der Stadtteil liegt östlich einer der markantesten Brücken von Halle (Saale), der Berliner Brücke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diemitz gehörte zum Amt Giebichenstein im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg.[2] 1680 kam der Ort mit dem Saalkreis zum Herzogtum Magdeburg unter brandenburg-preußischer Herrschaft.

Mit dem Frieden von Tilsit wurde Diemitz im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Der Ort gehörte zum Kanton Halle-Land.[3] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Ort im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[4]

Am 1. Juli 1950 wurde Diemitz nach Halle (Saale) eingemeindet.[5]

Der 1887 errichtete Wasserturm Halle-Diemitz wurde 2012 abgerissen.

Nahversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Diemitz selber gibt es einen Lebensmittel-Discounter (Netto Marken-Discount) sowie einen Baumarkt (Obi (Baumarkt)) und einen Renovierungs-Discounter (tedox). Jedoch liegen die Nahversorgungszentren an der Berliner Brücke und in Büschdorf nicht weit weg. Der Hallesche Einkaufspark (HEP) und das Halle-Center sind ebenfalls nur wenige Fahrminuten entfernt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein großes Gewerbegebiet macht Diemitz mit dem ehemaligen Industriegebiet Ost zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort von Halle (Saale). Nach der Wende sind viele Betriebe hier auf Dauer pleite gegangen. Mittlerweile jedoch siedeln sich wieder immer mehr Unternehmen in Diemitz an und schaffen neue Arbeitsplätze.

Viele große hallesche Betriebe sind in Diemitz ansässig. Darunter GP Günter Papenburg, Kathi Rainer Thiele und Raab Karcher. Auch der TÜV Nord hat hier eine Akademie. Aber auch viele kleine Unternehmen haben in Diemitz eine Niederlassung.

Verkehr & Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Hallesche Verkehrs-AG ist Diemitz gut an den städtischen Nahverkehr angebunden. Die Buslinien 27 und 32 verkehren von Diemitz aus zu den Straßenbahnhaltestellen Berliner Brücke und Betriebshof Freiimfelder Straße. Im Nachbarstadtteil Am Wasserturm/Thaerviertel befindet sich der S-Bahnhof Steintorbrücke.

Auch an das Straßennetz ist Diemitz gut angebunden. Die Hauptstraßen in Diemitz sind die Fritz-Hoffmann-Straße und Reideburger Landstraße, die Berliner Straße, sowie die Reideburger Straße, welche den Stadtteil im Süden begrenzt. Am östlichen Rand des Stadtteils wird derzeit der letzte Bauabschnitt der Europachausse (Osttangente) fertig gestellt und wird somit eine weitere Hauptstraße.

Diemitz besitzt durch seine Vergangenheit als Industriestandort ein verzweigtes Schienennetz für den Güterverkehr, welches aber mittlerweile zum Großteil nicht mehr genutzt wird.

Evangelische Kirche Johannes der Täufer in Diemitz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Halle in Zahlen 2017
  2. Erwähnung des Orts im Buch "Geographie für alle Stände", S.124.
  3. Beschreibung des Saale-Departements
  4. Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Halle (Saale) und seine Ortsteile auf gov.genealogy.net