Dieter Birr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieter Birr (2014)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Maschine
  DE 13 28.03.2014 (5 Wo.)
Neubeginner
  DE 12 07.10.2016 (4 Wo.)
Rock Legenden Vol. 2 (mit Karat, City und Matthias Reim)
  DE 23 13.10.2017 (3 Wo.)
Alle Winter wieder
  DE 23 23.11.2018 (5 Wo.)

Dieter „Maschine“ Birr (* 18. März 1944 in Köslin/Pommern) ist ein deutscher Sänger, Gitarrist und Komponist. Er war langjähriges Mitglied der 2016 aufgelösten Rockband Puhdys.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Birr wurde als Universalschleifer ausgebildet und brachte sich gleichzeitig selbst das Gitarrespielen bei. 1966 bis 1972 studierte er Tanzmusik, Musiktheorie und Gitarre an der Musikschule Friedrichshain in Ost-Berlin. Bis 1969 war er Mitglied der Bands Telestars, Luniks (unter anderem mit Fritz Puppel), Jupiters, Peter Baptist Combo und Evgeni-Kantschew-Quintett. 1969 wurde er Frontmann der Puhdys, die zur kommerziell erfolgreichsten Rockband der DDR-Geschichte wurden. Birr komponierte rund 250 Lieder für die Band.[2] Seinen Spitznamen „Maschine“ erhielt er, nachdem ihn ein Bandkollege als „Fressmaschine“ bezeichnet hatte.

1974 war Birr in einer Nebenrolle im DEFA-Film Wahlverwandtschaften zu sehen.

1986 erschien bei Amiga sein erstes Soloalbum Intim.[3] Das Album wurde mehr als 100.000 Mal verkauft.[4] 1989 lösten sich die Puhdys vorerst auf, 1990 gründete Birr die Band Maschine & Männer.[5] Zwischenzeitlich war er Textdichter, unter anderem für Dunja Rajter und die Wildecker Herzbuben.[6] Ab 1992 setzten die Puhdys ihre Karriere fort.

An seinem 2014 erschienenen zweiten Soloalbum, Maschine genannt, wirkten Julia Neigel, Wolfgang Niedecken und Toni Krahl als Duettpartner mit. Das Album enthält neben neuen Stücken einige Neuaufnahmen bekannter Puhdys-Hits, darunter Geh zu ihr und Wenn ein Mensch lebt aus den 1970er Jahren. Ebenfalls zu seinem 70. Geburtstag 2014 erschien Birrs Autobiografie Maschine – Die Biografie.

2016 erschien nach dem Bandende der Puhdys das dritte Soloalbum Neubeginner. 2017 sang er gemeinsam mit Romano das Lied Karl May, das auf dessen Album Copyshop erschien. 2019 trat er bei Lieder auf Banz mit Julia Neigel auf.

Ende 2019 klagte Birr gerichtlich die alleinigen Urheberrechte als Komponist der frühen Puhdys-Lieder ein, bei denen bisher die Band als Komponisten-Kollektiv angegeben ist. Dabei wurde öffentlich, dass die Band bereits seit 2013 mit Birr zerstritten war.[7] Im Juli 2021 einigte sich die Band außergerichtlich. Die Urheberrechte wurden Birr zugesprochen.[8]

Birr lebt in Neuenhagen bei Berlin und ist seit 1979 in zweiter Ehe verheiratet. Er hat zwei Kinder. Sein Sohn Andy Birr ist Gitarrist und Schlagzeuger der Popband Bell, Book & Candle.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie (Soloalben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Intim (Amiga)
  • 2014: Maschine (Universal)
  • 2016: Neubeginner (Heart of Berlin)
  • 2018: Alle Winter wieder (Universal)

Autobiografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dieter Birr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartverfolgung bei musicline.de (Memento vom 13. April 2014 im Internet Archive)
  2. Maschine – Wenn ein Mensch lebt. Der Tagesspiegel vom 18. März 2014, abgerufen am 9. April 2014
  3. Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. 2. Auflage. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-303-9, S. 235.
  4. Kristina Wolf: Wenn Träume sterben – Puhdys zwischen Vision und Realität, K. Wolf Selbstverlag, 1993, S. 74.
  5. Interview mit Dieter Birr 2014 bei deutsche-mugge.de, abgerufen am 26. April 2020
  6. Die Endlosband. pnn.de vom 3. Januar 2009, abgerufen am 5. Oktober 2016
  7. Dieter „Maschine“ Birr von den Puhdys: „Der Komponist bin ich“. In: Berliner Zeitung. Abgerufen am 6. Dezember 2019.
  8. Birgit Walter: Die Puhdys schließen wieder Frieden. In: Berliner Kurier. Berliner Verlag GmbH, 14. Juli 2021, abgerufen am 15. Juni 2022.