Dieter Flämig

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Dieter Flämig (* 9. Januar 1950 in Berlin) ist ein deutscher Umweltökonom, Hochschullehrer, Berliner Staatssekretär im Ruhestand und Projektentwickler im Infrastrukturbereich.

Wissenschaftlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1969 Abitur am Werner-von-Siemens-Gymnasium in Berlin. Flämig schloss das Studium zum Dipl.-Wirtschaftsingenieur der Fachrichtung Maschinenbau 1976 an der Technischen Universität Berlin ab, wo er 1982 auch zum Dr. rer. oec. promovierte. Er wurde 2010 zum Honorary Professor der staatlichen Universität Sofia berufen. Fachgebiet ist „Moderne Infrastrukturen und Nachhaltigkeit“. 2012 erfolgte die Berufung zum Executive Vice President der wissenschaftlichen Plattform OASIS (Academic Organisation for Advancement of Strategic and International Studies).

Werdegang in der Exekutive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Flämig trat mit dem Regierungswechsel bei der Berliner Wahl 1981 als Pressesprecher in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und Verkehr ein, wo er 1983 zum Leiter des Grundsatzreferats berufen wurde. 1985 übernahm er als Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Arbeit den Bereich „Arbeit“. 1986–1989 gehörte er zusätzlich dem Vorstand der Bundesanstalt für Arbeit an. 1990 wurde er ehrenamtlicher Generalsekretär des Sachverständigenrats beim Ministerrat der DDR unter dem Vorsitz von Elmar Pieroth. 1991 bis 1992 diente er im Senat Diepgen III als Erster Sprecher des Senats und Chef des Presse- und Informationsamtes dem wiedervereinigten Berlin. Er ist Mitglied der CDU seit 1969.

Werdegang in der Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flämig begann seine Berufslaufbahn 1977, zuerst in der Berliner Verarbeitenden Wirtschaft und von 1978 bis 1981 in der arbeitswissenschaftlichen Begleitforschung (Humanisierung der Arbeitswelt). Seit 1993 ist Flämig geschäftsführender Gesellschafter der STRATEGY GmbH, die Infrastruktur-Projekte befördert. 1994 begründete er zusammen mit Lothar de Maizière den INFRANEU-Hauptverband e. V. (Ausbau von Infrastrukturen und Nachhaltigkeit), dessen Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender er bis heute ist. 2008 gründete er mit Lothar de Maizière und Alexander Yu Li den INFRAWIND EURASIA e.V. und fungiert seitdem als dessen Präsident. Diese Plattform ist offizieller Partner der Chinese Renewable Energy Society CRES. Zur Zeit gehört er u. a. dem Expert Panel der Wasserwerke Bukarest und dem Beirat der Berliner Stadtwerke an. 2017 wählte ihn der Beirat zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.

Aktuelle Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 wurde der unter Flämigs Leitung von INFRAWIND EURASIA erarbeitete Projektentwurf „Green Health City“ durch die WGDO mit einem World Green Design Product Award ausgezeichnet. 2016 erhielt Flämig in Brüssel den Green Design International Contribution Award für sein Buch "Weiter Denken: von der Energiewende zur Nachhaltigkeitsgesellschaft".

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Financial Instruments for Sustainable Development. In: G. Chobanov, J. Plöhn, H. Schellhaas (Hrsg.): Sustainability and Welfare Policy in European Market Economies. Peter Lang Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2017.
  • Weiter Denken: von der Energiewende zur Nachhaltigkeitsgesellschaft. Plädoyer für eine bürgernahe Versöhnung von Ökologie, Ökonomie und Sozialstaat. Mitherausgeber und Autor. Springer Vieweg, Berlin 2016, ISBN 978-3-662-49938-2
  • Konzipierung und strategische Vorbereitung des Klimaschutz-Instrumentes „Klimaschutz-Rente“. Projektbericht des INFRANEU-Hauptverbandes im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Wissenschaftlicher Projektleiter und Mitautor. Berlin 2014.
  • Social and Economic Strategies for a Sustainable Society. In: G. Chobanov, J. Plöhn (Hrsg.): Crisis and Sustainability: Responses from Different Positions. Peter Lang Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2013.
  • Sustainability as a Global Chance for Europe. In: G. Chobanov, J. Plöhn, H. Schellhaass (Hrsg.): Markets, Sustainability and Social Welfare Enhancement in the European Union. Peter Lang Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2012.
  • Wege zur Gestaltung nachhaltiger Entsorgungswirtschaft. Mitherausgeber und Mitkoordinator. TK-Verlag, Berlin/ Neuruppin 2001.
  • Perspektiven der Abfallwirtschaft in diesem Jahrtausend. Mitherausgeber und Mitkoordinator. TK-Verlag, Berlin/ Neuruppin 2000.
  • Erdgas- und Elektrofahrzeuge in Berlin. Mitherausgeber und Mitautor, Verlag Edition Sigma, Berlin 1999.
  • Plattenbausanierung. Mitherausgeber und Mitautor, Springer Verlag, Berlin 1998.
  • Zehn x 10 Erfolgstips für die Einführung der Marktwirtschaft in Ostdeutschland. Mitherausgeber und Mitautor der Buchreihe. Verlag Die Wirtschaft, Berlin 1990–1992.