Dieter Hötger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gedenktafel an der Sebastianstraße 82 mit Auszügen aus einem Interview mit Dieter Hötger vom 25. März 2008

Dieter Hötger (* 1939)[1] ist ein ehemaliger DDR-Flüchtling und Fluchthelfer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hötger grub 1962 gemeinsam mit seinem Freund Siegfried Noffke in der Berliner Sebastianstraße einen Fluchttunnel unter der Berliner Mauer, über den er seine Geliebte aus der DDR holen wollte. Die Fluchtpläne wurden durch einen Inoffiziellen Mitarbeiter an das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gemeldet, das den Fluchtversuch am 28. Juni 1962 vereitelte. Bei dem Einsatz wurde Noffke getötet, Hötger durch einen Lungenschuss schwer verletzt.

Wegen sogenannter "versuchter Republikflucht" wurde er zu einer neunjährigen Zuchthausstrafe verurteilt und in das Gefängnis Bautzen II überstellt. Am 28. November 1967 gelang ihm – als einzigem Häftling in der Geschichte des Gefängnisses – der Ausbruch. Nach landesweiter Fahndung wurde er am 6. Dezember 1967 auf einer Straße bei Kleinsaubernitz gefasst und in einem Prozess zu acht weiteren Jahren Zuchthaus verurteilt. Im September 1972 kaufte ihn die Bundesregierung frei. Er arbeitete anschließend in West-Berlin als Bote in einer Baufirma.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BZ-Artikel über Dieter Hötger mit Angabe des Alters