Dietershan

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Dietershan
Stadt Fulda
Koordinaten: 50° 36′ 8″ N, 9° 42′ 3″ O
Höhe: 336 m ü. NHN
Fläche: 8,32 km²[1]
Einwohner: 743 (31. Dez. 2017)[2]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36039
Vorwahl: 0661
Ortsansicht von Süden

Dietershan ist ein Stadtteil der Stadt Fulda im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietershan liegt im Süden des Fulda-Haune-Tafellands. Es befindet sich rund 5,8 km nordnordöstlich des Stadtkerns von Fulda und 1,5 km (jeweils Luftlinie) westlich des Fuldaer Stadtteils Bernhards. Weitere Ortschaften der Umgebung sind die Fuldaer Stadtteile Lehnerz im Süden, Niesig und Gläserzell jeweils im Südwesten sowie die Petersberger Ortsteile Marbach im Nordnordosten und Steinau im Südosten. Östlich des Mühlbergs (ca. 435 m) gelegen, ist es an drei Seiten von Wald umgeben und wird vom Haune-Zufluss Bernhardser Wasser durchflossen.

Kath. Kirche St. Anna

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietershan wurde erstmals 1165 erwähnt. Im Jahre 1574 wird eine erste Kapelle erwähnt. 1888 wurde die heutige Kirche errichtet. Im Jahr 2015 feierte Dietershan sein 850. Dorfjubiläum.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde am 1. August 1972 die bis dahin selbstständige Gemeinde durch Landesgesetz in die Stadt Fulda eingegliedert.[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1812: 26 Feuerstellen, 180 Seelen[5]
Dietershan: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2017
Jahr  Einwohner
1812
  
180
1834
  
238
1840
  
237
1846
  
234
1852
  
246
1858
  
207
1864
  
218
1871
  
200
1875
  
201
1885
  
218
1895
  
201
1905
  
196
1910
  
182
1925
  
219
1939
  
256
1946
  
316
1950
  
324
1956
  
355
1961
  
365
1967
  
508
1970
  
492
1988
  
582
2010
  
704
2013
  
715
2015
  
711
2016
  
716
2017
  
743
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [5]; 2010,2012,2015:[6][7][8][2]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[5]

• 1885: 218, davon 3 evangelisch (= 1,38 %), 215 katholisch (= 98,62 %)>
• 1961: 036 evangelische (= 9,86 %), 329 katholisch (= 90,14 %) Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsmitte von Dietershan
Dietershan Ortsmitte

Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietershan ist traditionell über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt und im alten Ortskern mit regionaltypischen Fachwerkgebäuden bebaut. Bauplätze wurden zur Eigenentwicklung in Neubaugebieten ausgewiesen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietershan ist über die Kreisstraße 120 erreichbar, die zwischen Bernhards und Lehnerz von der östlich verlaufenden Bundesstraße 27 abzweigt, als Stichstraße nach Nordwesten führt und am Ortseingangsschild endet. Die B 27 unterquert an der nahen Anschlussstelle Fulda-Nord die Bundesautobahn 7. Westlich vorbei am Dorf verläuft in der Ostflanke des Mühlbergs der Dietershantunnel der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg mit Bahnhof in der Fuldaer Kernstadt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 10 Jahre Feuerwehrkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Fulda-Dietershan, Fulda 1986.
  • 1888–1988 – Hundert Jahre St. Anna-Kirche Dietershan. Beiträge zur Geschichte einer 100jährigen Kirche, hg.v. Katholische Kirchengemeinde Dietershan, Fulda 1988, 70 Seiten.
  • 75 Jahre Sportfreunde 1923/47 Sportverein Dietershan e.V., Fulda 1998.
  • Vom Dorf zum Fuldaer Stadtteil. (= Dokumentation zur Stadtgeschichte Nr. 28). Fulda 2008, ISBN 978-3-7900-0410-6, S. 27–30.
  • 850 Jahre Dietershan – Ortschronik zum Jubiläumsjahr 2015. Bürgerverein Dietershan e.V., Fulda, 2014, DNB 1065019246.
  • Literatur über Dietershan nach Register In: Hessische Bibliographie
  • Suche nach Dietershan In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Flächen der Stadtteile. (PDF; 30 KB) In: Internetauftritt. Stadt Fulda, archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018.
  2. a b Statistischer Bericht 2017. (PDF; 7.5 MB) In: Internetauftritt. Stadt Fulda, archiviert vom Original am 1. Januar 2020; abgerufen im Juni 2021.
  3. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda (GVBl. II 330-14) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 220, § 1 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 387.
  5. a b c Dietershan, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  6. Statistischer Bericht 2011. (PDF; 11 KB) Stadt Fulda, S. 9, archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018.
  7. Die Einwohnerdichte in den statistischen Bezirken der Stadt Fulda (Stand: 31. Dezember 2013). (PDF; 11 KB) Archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018.
  8. Die Einwohnerdichte in den statistischen Bezirken der Stadt Fulda (Stand: 31. Dezember 2015). (PDF; 11 KB) Archiviert vom Original; abgerufen im Mai 2018.
  9. Jeff Mova Club