Diethard Sohn

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Diethard Sohn

Diethard Sohn (* 22. Januar 1961 in Köln) ist ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diethard Sohn ist der Sohn des Mathematikers Friedhelm Sohn und dessen Ehefrau Christel, geb. Fischer. Er wurde in Köln geboren, zog mit sechs Jahren nach Hofheim a. Taunus und mit acht Jahren nach Schöckingen bei Stuttgart.

Sohn lebt und arbeitet zurzeit in Stuttgart.

Keiner Schule angehörig schuf er einen neuen Malstil, den Comic-Kubismus. Mit seinen äußerst detailliert gemalten Porträts etablierte er sich auch als Porträtmaler.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diethard Sohn studierte von 1979 bis 1983 an der Merz Akademie in Stuttgart. Seit 1984 arbeitet er als freischaffender Künstler. Von 1991 bis 2004 war er Freier Dozent an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart für gegenständliches Zeichnen sowie von 2003 bis 2005 Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung, Merz Akademie Stuttgart. Von 2005 bis 2007 hielt er sich auf Einladung eines indonesischen Freundes und Mäzens in Indonesien auf. Seit 2007 betreibt er wieder sein Atelier in Stuttgart. Er ist Mitglied im Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler Baden-Württemberg.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während seiner Schulzeit malte Sohn Comicfiguren nach eigenen Ideen und entwickelte Geschichten dazu. Gleichzeitig faszinierte ihn die realistische Porträtzeichnung. Sein erstes Porträt schuf er bereits im Alter von zwölf Jahren: John Lennon.

Später verknüpfte er beide Elemente und kreierte ab Anfang der 90er Jahre seinen ganz eigenen Stil, den Comic-Kubismus. Der Begriff wurde 2004 von Fred Feuerbacher im Zusammenhang mit Sohns Gemälden verwendet. Die Stilbegriffe Comic und Kubismus überschneiden sich in ihren formalen Ansätzen in Sohns Kunstsprache. Der Comic zeichnet sich durch die Mittel von Linie und Fläche aus, wobei der Raum ebenfalls durch die Fläche definiert wird. Die plakative Wirkung wird zusammen mit dem synthetischen Kubismus, der gleichzeitigen und überlagerten Darstellung unterschiedlicher Ansichten oder Perspektiven, genutzt, um kontrastreiche Aussagen über das Motiv oder Erlebnisse zu treffen. Das Motiv wird zu einer bildhaften Symbiose aus alltäglichen Erlebnissen und Träumen sowie aus Linien, Farben und Strukturen.

Die Porträtmalerei gab Sohn hindessen nie auf und nachdem die ersten Porträts in ihrer sehr detaillierten Malweise öffentlich ausgestellt wurden, entstand eine Nachfrage nach Auftragsarbeiten. In seinen Porträts geht es ihm nicht um die Kopie. Nicht das technische Abbild ist laut Sohn im Fokus seiner Malerei, sondern „sich Strich für Strich dem Wesen der Dinge oder eines Menschen zu nähern, ohne Ablenkung durch theatralische Gesten oder Dekoration. Dabei kann ein Fleck auf einer Quitte im Stillleben so wichtig werden wie das Material eines Pullis im Portrait“.

Mit Kunden aus Deutschland, Großbritannien und Indonesien hat sich Sohn heute neben seiner comic-kubistischen Malerei als Porträtmaler etabliert.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 Einzelausstellung: Ausstellung im „Peak“ Jakarta in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft[1]
  • 2007 Einzelausstellung: Indonesien, dokumentarische Malerei[2]
  • 2007 Einzelausstellung: Kunstmuseum Dr. Krupp[3]
  • 2009 Gruppenausstellung: Shanghai Art Fair
  • 2009 Gruppenausstellung: Leonberger Kunstnacht[4]
  • 2010 Gruppenausstellung: Kunstverein Baden-Württemberg Stuttgart[5]
  • 2011 Gruppenausstellung: Galerie Amrei Heyne[6]
  • 2013 Gruppenausstellung: Art Leipzig - Festival für Zeitgenössische Kunst Leipzig 2013[7]
  • 2013 Gruppenausstellung: Kunstmesse November 13

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Peak
  2. Einzelausstellung: Diethard Sohn – Indonesien, dokumentarische Malerei
  3. Dokumentation zur Ausstellung im Kunstmuseum Dr. Krupp (PDF-Datei)
  4. Newsletter der Stadt Leonberg
  5. Württembergischer Kunstverein Stuttgart: KünstlerInnen
  6. Dezemberschau 2
  7. Kreativ-Künstlerszene zu Gast bei Caroline Okon, Bild.de, 4. Juli 2013