Dietmar Arnold

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Dietmar Arnold
(Foto: Holger Happel)

Dietmar Arnold (* 19. Dezember 1964 in Berlin) ist ein deutscher Autor. Er veröffentlichte populärwissenschaftliche Literatur zur Geschichte Berlins. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der historischen Dokumentation unterirdischer Anlagen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietmar Arnold besuchte die Gustav-Dreyer-Schule und anschließend die Georg-Herwegh-Oberschule. Danach begann er ein Studium der Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin. Die Diplomarbeit befasste sich mit den Beelitzer Heilstätten.[1]

1991 hatte Arnold begonnen, die unterirdischen Anlagen Berlins zu erforschen und erhielt Aufträge zur Gutachtenerstellung der Berliner Senatsbauverwaltung.[2] Zusammen mit seinem Kommilitonen Andreas Körner gründete er das Planungsbüro Arnold & Körner GbR, das bis 2005 bestand. Sie vermaßen und dokumentierten bauliche Anlagen. Das Unternehmen bewarb sich anfangs sogar um Planungen für die Neugestaltung des Potsdamer Platzes. „Wir sind hoch gehandelt worden und waren die Ersten, die einen konkreten städtebaulichen Entwurf vorlegen konnten. Wir hatten gute Aussichten, am Planungsauftrag für den Platz beteiligt zu werden“, sagte Arnold. Als sich aber herausstellte, dass die beiden jungen Planer noch Studenten waren, platzte der Traum vom Großauftrag.[3]

Am 22. Mai 1997 gründete Dietmar Arnold mit sechs weiteren Personen den Verein Berliner Unterwelten, den er seitdem als Erster Vorsitzender führt. Der damalige Mitinhaber des Planungsbüros, Andreas Körner, ist Vorstand für Finanzen des Berliner Unterwelten-Vereins. Am 13. November 2006 bekamen Dietmar und sein Bruder Ingmar Arnold stellvertretend für den gesamten Berliner Unterwelten e.V. in Weimar die Silberne Halbkugel, den Deutschen Preis für Denkmalschutz 2006, verliehen.[4] Dieser Preis ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland.

Für seine Tätigkeit und sein Engagement für das historischen Erbe Berlins erhielt Arnold im Oktober 2018 den Verdienstorden des Landes Berlin.[5]

Seit 1989 ist Arnold Mitglied der SPD. 2014 wollte er sich parteiintern um die Nachfolge von Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister von Berlin bewerben,[6] fand jedoch keine ausreichende Anzahl an Unterstützern, um kandidieren zu können.[7]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Ingmar Arnold: Dunkle Welten. Bunker, Tunnel und Gewölbe unter Berlin. Ch. Links, Berlin 1997, ISBN 3-86153-129-1.
  • mit Ingmar Arnold: Schloßfreiheit. Vor den Toren des Stadtschlosses. Be.bra-verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-33-2.
  • Der Potsdamer Platz von unten. Eine Zeitreise durch dunkle Welten. Ch. Links, Berlin 2001, ISBN 3-86153-241-7.
  • mit Reiner Janick: Sirenen und gepackte Koffer. Bunkeralltag in Berlin. Ch. Links, Berlin 2003, ISBN 3-86153-308-1.
  • Neue Reichskanzlei und „Führerbunker“. Legenden und Wirklichkeit. Ch. Links, Berlin 2005, ISBN 3-86153-353-7.
  • mit Sven Felix Kellerhoff: Die Fluchttunnel von Berlin. Propyläen, Berlin 2008, ISBN 978-3-549-07341-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dietmar Arnold/ Andreas Körner: Berlin-Brandenburg – Entwicklungskonzepte für das Gelände der Beelitzer Heilstätten – Bestandsaufnahme, Denkmalpflege, Revitalisierung (Diplomarbeit)
  2. Sirenen und gepackte Koffer, S. 215
  3. Bettina Klotz: Arnold ist Vorsitzender im Vorstand des "Berliner Unterwelten e. V." (Memento des Originals vom 11. Dezember 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alumni.tu-berlin.de In: TU intern 10/2011.
  4. Liste der Preisträger des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz:
  5. Verleihung des Berliner Landesordens. In: Berlin.de. Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, 27. September 2018, abgerufen am 28. September 2018.
  6. Dietmar Arnold – "Ich kandidiere nicht zum Spaß". In: Berliner Morgenpost, 5. September 2014.
  7. SPD-Basis hat drei Bewerber zur Wahl / Chef der Berliner Unterwelten Dietmar Arnold scheitert mangels Unterstützung mit seiner möglichen Kandidatur. In: Neues Deutschland, 15. September 2015.