Dietrich/Untertrifaller Architekten

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Dietrich | Untertrifaller Architekten ist ein europaweit tätiges österreichisches Architekturbüro mit Hauptsitz in Bregenz. Das Büro unterhält außerdem Niederlassungen in Wien und St. Gallen (Schweiz).

Gründungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Büro wurde 1994 von Helmut Dietrich und Much Untertrifaller gegründet und ist ein typischer Vertreter der „Vorarlberger Schule“. Es wird heute von Helmut Dietrich, Much Untertrifaller, Dominik Philipp und Patrick Stremler geleitet und beschäftigt ein internationales Team von rund 90 Architekten, die in Österreich (Bregenz und Wien), der Schweiz (St. Gallen), Frankreich (Paris) und Deutschland (München) arbeiten.

Helmut Dietrich (* 1957 in Mellau) studierte wie Much Untertrifaller an der Technischen Universität Wien bei Professor Ernst Hiesmayr. Beide zählen zur zweiten Generation der Neuen Vorarlberger Bauschule. Helmut Dietrich leitet seit 2011 den Universitätslehrgang überholz der Kunstuniversität Linz und seit 2006 den Workshop Design FH Technikum Kärnten, Spittal und Udine. Er ist auch Gestaltungsbeirat der Gemeinden Bludenz, Lustenau, Mellau und Widnau. Bis 2010 war er Vorsitzender des Wettbewerbsausschusses Vorarlberg der Architektenkammer, Vorstandsmitglied der Zentralvereinigung der Architekten Vorarlbergs bis 2004 und ebenso bis 2004 Vorstandsmitglied des Vorarlberger Architektur Instituts.

Much Untertrifaller (* 1959 in Bregenz) arbeitete nach seinem Studium an der Technischen Universität Wien gemeinsam mit seinem Vater, Much Untertrifaller senior, und setzte 1992 mit dem Silvrettahaus auf der Bielerhöhe in Partenen ein Zeichen der Wende im alpinen Bauen. Er ist als freier Architekt eingetragen in den Architektenkammern von Baden-Württemberg (seit 1998), Bayern (seit 2016) und des Departements Île de France (seit 2015) sowie als Ziviltechniker in der Kammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland (seit 2014). Von 2007 bis 2008 und seit 2016 lehrt er als Honorarprofessor an der HTWG Konstanz[1].

Realisierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musik- und Kongresszentrum, Straßburg, 2016; publiziert in Architektur aktuell (Januar(Februar 2017), C3 Public Space (März 2017)
  • Haus der Musik, Innsbruck 2018
  • Festspielhaus, Bregenz, 2006; publiziert in Architecture today (März 2007), Architektur aktuell (Juni 2007)
  • ETH Sport Center, Zürich, 2009 (mit Christof Stäheli); publiziert in Archithese (Januar 2010), Deutsche Bauzeitschrift (Juli 2010)
  • Stadthalle F, Wien, 2006; publiziert in Baumeister (Februar 2006), Abitare (September 2006)
  • Holztechnikum, Kuchl, 2009; publiziert in Séquences Bois (November 2010), Zuschnitt (Juni 2012)
  • Museum Inatura, Dornbirn, 2003 (mit Kaufmann-Lenz); publiziert in Architektur aktuell (September 2003)
  • REKA-Feriendorf, Urnäsch, (mit Roland Gnaiger); 2007; publiziert in Baumeister (Februar 2009)
  • Angelika-Kauffmann-Museum, Schwarzenberg, 2007; publiziert in Metamorphose (September 2009), Casabella (September 2008)
  • Wohnanlage Mühlweg, Wien, 2006; publiziert in Architektur aktuell (Juni 2007)
  • Hauptschule, Klaus, 2003; publiziert in l'architettura naturale (Dezember 2004), Detail (Januar 2004)
  • Haus A, Dornbirn, 2009; publiziert in Häuser (März 2011)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Zschokke: Helmut Dietrich, Much Untertrifaller – Architektur Städtebau Design. Springer, Wien 2001, ISBN 3-211-83308-0.
  • Walter Zschokke: Dietrich | Untertrifaller Architekten – Bauten und Projekte seit 2000. Springer, Wien 2008, ISBN 978-3-211-71529-1.
  • Christin Feireiss: Rural Urbanism – Katalog zur Ausstellung. Aedes, Berlin 2008, ISBN 978-3-937093-96-3.
  • Departement Architektur: ETH Sport Center Science City. Gta, Zürich 2009, ISBN 978-3-85676-268-1.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: The Plan Award: Elementary School Unterdorf, Höchst
  • 2017: Canadian Wood Design Awards: Volksschule Unterdorf, Höchst + Gymnase Alice Milliat, Lyon + Collège Jean-Monnet, Broons
  • 2017: Staatspreis Architektur & Nachhaltigkeit: Volksschule Edlach, Dornbirn
  • 2017: Prix National de la Construction Bois: Gymnase Alice Milliat, Lyon
  • 2016: Prix Architecture Bretagne: Collège Jean-Monnet, Broons
  • 2015: ZV Bauherrenpreis: Omicron Campus, Klaus
  • 2015: Holzbaupreis Vorarlberg: Mehrzweckhalle, Klaus + Wohnanlage Hof, Alberschwende
  • 2013: LEED Platinum Award: Zentrale i+R Gruppe, Lauterach
  • 2011: IOC-IAKS-Award, Bronze: ETH Sport Center, Zürich (CH)
  • 2010: Goldenes Verdienstzeichen Land Wien: Verdienste um den Wohnbau in Wien
  • 2006: Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit: Hauptschule, Klaus
  • 2006: Österreichischer Bauherrenpreis, Preisträger: Wiener Stadthalle F
  • 2003: Österreichischer Bauherrenpreis, Preisträger: Inatura Dornbirn

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Rural Urbanism. ArchitekturHausKärnten Klagenfurt
  • 2012: AIT Award 2012. Architektursalon Köln
  • 2012: Projets d’architecture en bois. École Nationale Supérieure d’Architecture Paris
  • 2012: Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft. Pinakothek der Moderne München

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf auf der Bürowebseite