Dietrich Benner

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Dietrich Benner (* 1. März 1941 in Neuwied) ist ein deutscher Pädagoge und emeritierter Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benner promovierte 1965 in Philosophie bei Erich Heintel an der Universität Wien und habilitierte sich 1970 für das Fach Erziehungswissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn. 1973 wurde er zum Professor für Erziehungswissenschaft am Fachbereich 9 der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster berufen und zum Direktor des Instituts für Erziehungswissenschaft ernannt. 1991 nahm er einen Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin an, der er seit 2009 als Emeritus angehört. 2004 wurde Benner auch zum Honorarprofessor an der ECNU Shanghai ernannt. Von 2008 bis 2013 war er Professor für Erziehungswissenschaft an der UKSW Warschau. 2009 wurde ihm der Ehrendoktor der dänischen Universität Aarhus, 2011 der finnischen Åbo Akademi Universität verliehen. 2012 ernannte ihn die Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) zum Ehrenmitglied.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benner forschte zu Themen der allgemeinen und systematischen Pädagogik, der Theorie der Erziehung und Bildung, der Allgemeine Didaktik und Lehrplantheorie, zu Schultheorie, Theoriegeschichte der Erziehungswissenschaft und der Reformpädagogik sowie zur Modellierung religiöser und moralischer Kompetenz.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hauptströmungen der Erziehungswissenschaft. Eine Systematik traditioneller und moderner Theorien. München 1973, ISBN 3-471-665447. 4. Auflage, Weinheim und Basel 2001, ISBN 3-89271-272-7.
  • Johann Friedrich Herbart: Systematische Pädagogik. Eingeleitet, ausgewählt und interpretiert von D. Benner. Stuttgart 1986.
  • Allgemeine Pädagogik. Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstruktur pädagogischen Denkens und Handelns. Weinheim/München 1987, ISBN 3-7799-0340-7. 8. Auflage, Weinheim und Basel 2015, ISBN 978-3-7799-2181-3.
  • Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie. Eine problemgeschichtliche Studie zum Begründungzusammenhang neuzeitlicher Bildungsreform. Weinheim/München 1990, ISBN 3-7799-0594-9. 3. Auflage 2003, ISBN 3-7799-1715-7.
  • mit H. Kemper: Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. 4 Bände. Weinheim 2001. 2. und 3. Auflage, Weinheim und Basel 2009, ISBN 978-3-407-32106-0. ISBN 978-3-407-32107-7, ISBN 978-3-407-32108-4, ISBN 978-3-407-32104-6.
  • Bildungstheorie und Bildungsforschung: Grundlagenreflexionen und Anwendungsfelder. Schöningh, Paderborn 2008.
  • mit Friedhelm Brüggen: Geschichte der Pädagogik. Vom Beginn der Neuzeit bis zur Gegenwart. Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010811-6.
  • Bildung und Religion. Nur einem bildsamen Wesen kann ein Gott sich offenbaren. Paderborn 2014, ISBN 978-3-506-77994-6.
  • mit A. von Oettingen, Z. Peng, D. Stępkowski: Bildung – Moral – Demokratie. Theorien und Konzepte moralischer Erziehung und Bildung und ihre Beziehungen zu Ethik und Politik. Paderborn 2015, ISBN 978-3-506-76946-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]