Dietzhölztal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dietzhölztal
Dietzhölztal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dietzhölztal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 50′ N, 8° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 392 m ü. NHN
Fläche: 37,45 km²
Einwohner: 5773 (1. Juli 2016)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35716
Vorwahl: 02774
Kfz-Kennzeichen: LDK, DIL
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 005
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 92
35716 Dietzhölztal
Webpräsenz: www.dietzhoelztal.de
Bürgermeister: Andreas Thomas (Parteilos)
Lage der Gemeinde Dietzhölztal im Lahn-Dill-Kreis
Dietzhölztal Haiger Eschenburg Siegbach Dillenburg Breitscheid (Hessen) Driedorf Greifenstein (Hessen) Bischoffen Herborn Sinn (Hessen) Mittenaar Hohenahr Ehringshausen Aßlar Lahnau Wetzlar Hüttenberg (Hessen) Solms Leun Braunfels Schöffengrund Waldsolms Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Gießen Wetteraukreis Hochtaunuskreis Landkreis Limburg-WeilburgKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Dietzhölztal ist die nördlichste Gemeinde des Lahn-Dill-Kreises in Hessen mit 5773 Einwohnern (Stand: 01. Juli 2016).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Namen verdankt die Gemeinde dem Fluss Dietzhölze, die durch drei der vier Ortsteile fließt und in Dillenburg in die Dill (Fluss) mündet und somit zum Flusssystem des Rheins gehört. Weitere Wasserläufe sind der Breidebach, der in Mandeln in den Mandelbach mündet. Der Mandelbach fließt dann durch den Hammerweiher – dem größten Gewässer Dietzhölztals – und mündet schließlich in die Dietzhölze. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist in der Nähe des Jagdberges gelegen und ist gleichzeitig mit 673,1 m die höchste Erhebung des Lahn-Dill-Kreises.

Der nördlichste Punkt des Lahn-Dill-Kreises befindet sich auf der Grenze zur Stadt Netphen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietzhölztal grenzt im Nordwesten an die Stadt Netphen, im Norden an die Stadt Bad Laasphe (beide im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen), im Osten an die Gemeinde Breidenbach (Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Südosten an die Gemeinde Eschenburg sowie im Südwesten an die Stadt Haiger (beide Lahn-Dill-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ringwall Rittershausen

Zu den ältesten archäologischen Funden im Bereich der Gemeinde gehören Reste der keltischen Ringwallanlage aus der frühen La-Tène-Zeit. Die Anlage wurde um 450 vor Christus angelegt und im 3. Jahrhundert vor Christus, möglicherweise wegen der beginnenden germanischen Besiedlung, aufgegeben oder zerstört.

Der älteste Ort der Gemeinde dürfte Mandeln sein, das als Mauuentelina im Lorscher Codex um 800 erstmals erwähnt wurde. Dieser Ort ist jedoch im Mittelalter zeitweise zur Wüstung zerfallen.

Die Orte Ewersbach, Rittershausen und Langenbach sind vermutlich während der fränkischen Landnahme (5. bis 7. Jahrhundert) gegründet worden. Die Ersterwähnung von Ewersbach erfolgte am 3. August 1302, die von Rittershausen im Jahr 1344. Der Ort Langenbach ist im 15. Jahrhundert zur Wüstung zerfallen, die Gemarkung wurde dem Ort Rittershausen zugeordnet.

Während der karolingischen Zeit bildete das Tal der Dietzhölze den östlichsten Einzugsbereich des Haigergaus, einem vermutlichen Untergau des Lahngaus. Der Haigergau ging mit dem Ende der konradinischen Familie an die Pfalzgrafen über. Diese gaben ihn als Lehn an die Herren von Molsberg, die das Dietzhölztal an die Niederadligen von Bicken verlehnten. Begünstigt durch die Lage an der Fernhandelsstraße von Köln nach Leipzig über die Angelburg (Berg), auch „Brabanter Straße“ genannt, entwickelte sich Ebersbach (an der Straße) zum zentralen Ort. Die Herren von Bicken besaßen hier eine Burg (wohl eine befestigte Hofanlage) und ein erstmals 1303 erwähntes Zentgericht. Das Kirchspiel wurde nach 1048 von der Pfarrei Haiger abgetrennt, das Patronatsrecht lag ebenfalls bei den Herren von Bicken.

Ab dem 13. Jahrhundert drangen die Grafen von Nassau verstärkt in das Gebiet des Haigergaus und der Herborner Mark vor. Es kam zur Dernbacher Fehde zwischen Nassau und den Landgrafen von Hessen, an der sich die von Bicken auf hessischer Seite beteiligten. Die nassauischen Grafen konnten sich an der Dill durchsetzen. Im Jahr 1486 übertrug das Haus Bicken endgültig die Gerichtsrechte im Dietzhölztal an Nassau. Es schlossen sich Grenzstreitigkeiten zwischen Nassau und Hessen an, die erst Mitte des 18. Jahrhunderts erledigt wurden.

Nach dem Übergang an Nassau-Dillenburg kam es zu einer verstärken Ausweitung der Eisenindustrie und einer damit verbundenen Bevölkerungszunahme. Der Ort Mandeln wurde 1489 wieder besiedelt sowie die Orte Steinbrücken und Neuhütte neu angelegt.

Mit Aussterben der Linie Nassau-Dillenburg 1720 fiel das Dietzhölztal an die Linie Nassau-Beilstein. Diese vergrößerten das Amt Ebersbach im Jahr 1725 um das Gebiet des Amtes Tringenstein. Die Linie Nassau-Beilstein starb bereits 1739 aus und wurde vom Haus Nassau-Diez (Oranien-Nassau) beerbt. Im Jahr 1769 wurde Bergebersbach bei einem Brand völlig zerstört, jedoch wieder aufgebaut.

Zwischen 1806 und 1813 gehörten die Orte vorübergehend zum Großherzogtum Berg. Hier waren sie Teil des Arrondissements Dillenburg und damit des Départements Sieg. Nach der Niederlage Napoléon Bonapartes in der Völkerschlacht bei Leipzig wurde die Oranisch-Nassauische Landeshoheit wiederhergestellt. Das Haus Oranien-Nassau tauschte seinen Besitz auf dem Westerwald und an der Dill jedoch schon auf dem Wiener Kongress mit dem Königreich Preußen gegen Luxemburg. Das Königreich Preußen übergab noch am selben Tag das Gebiet an das Herzogtum Nassau.

Bäuerinnen im Trauer- und Hausanzug aus Straßebersbach und Mandeln

Zum 1. Juli 1816 wurde das Amt Ebersbach aufgelöst und in das Amt Dillenburg eingegliedert. Die Orte Neuhütte und Straßebersbach wurden 1818 zusammengelegt. Der Ort Steinbrücken erhielt 1823 eine eigene Gemarkung, bis dahin galt er als Teil Ebersbachs.

Nach der Annexion des Herzogtum Nassau gehören die Orte ab 1866 wieder zum Königreich Preußen. Dort gehörte es der Provinz Hessen-Nassau und dem Regierungsbezirk Wiesbaden an. Im Jahr 1866 wurde durch die preußische Kreis- und Provinzialordnung die nassauische Ämtereinteilung aufgehoben. Die Orte gehörten zum Dillkreis.

Im Jahr 1945 wurden die Orte der US-amerikanischen Besatzungszone zugeteilt und wurde somit Teil Hessens. Sie gehörte zum Regierungsbezirk Wiesbaden. Mit dessen Auflösung 1968 wurden sie Teil des Regierungsbezirks Darmstadt und 1981 Teil des Regierungsbezirks Gießen. 1977 wurden sie Teil des neu geschaffenen Lahn-Dill-Kreis.

In den 1960er begann unter Vermittlung von Professor Dr. Dr. h. c. Choei Ishibashi die Partnerschaft zwischen der gleichnamigen japanischen Stadt Ishibashi und Steinbrücken. Der Stadtname Ishibashi bedeutet auf deutsch Steinbrücken. Es war eine der ersten Partnerschaften zwischen einer deutschen und einer japanischen Gemeinde. Nach Gebietsreformen in Deutschland und Japan besteht die Partnerschaft heute zwischen der Gemeinde Dietzhölztal und Stadt Shimotsuke.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1937 erfolgte die Zusammenlegung von Bergebersbach und Straßebersbach zur Gemeinde Ewersbach (seitdem in dieser Schreibweise).

Die Gemeinde Dietzhölztal wurde am 1. Februar 1971 durch den Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Ewersbach und Steinbrücken neu gebildet. Am 1. April 1972 schloss sich Mandeln der Gemeinde an, und am 1. Januar 1977 erfolgte der Anschluss von Rittershausen.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971: 3964
  • 1972: 5039
  • 1977: 6079
  • 2002: 6909
  • 2003: 6873
  • 2005: 6693
  • 2006: 6603
  • 2007: 6588
  • 2010: 5975
  • 2011: 5959
  • 2013: 5889
  • 2014: 5797
  • 2015: 5759[2]

Metallindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde belegen, dass bereits während der La-Tène-Zeit im Bereich der heutigen Gemeinde systematisch Kupfer gewonnen und verarbeitet wurde.

Das obere Dietzhölztal war, seit dem Mittelalter, ein wichtiges Zentrum der Eisenherstellung. Die Region verfügte über ein reiches Vorkommen an Eisenerz aus Roteisenstein. Dieses wurde abgebaut, in Pochwerken zerkleinert und mit Hilfe von Holzkohle zu Eisen verhüttet. Ursprünglich wurde die Verhüttung in Rennöfen vorgenommen. Das gewonnene Roheisen (Ofensau) musste in Hammerwerken ausgeschmiedet werden. Um die Hammerwerke und anderen Einrichtungen zu betreiben wurden die Dietzhölze, der Mandelbach und der Ebersbach aufgestaut. Das aufgestaute Wasser trieb über Wasserräder die Hämmer an. Durch Aufstauen entstand so bei Steinbrücken der Hammerweiher.

Im späten 16. Jahrhundert kam es zu einer umfassenden Modernisierung der Eisenproduktion durch ausländische Spezialisten. 1586 ging mit der Neuhütte bei Ewersbach der erste Hochofen in Nassau-Dillenburg in Betrieb. Der hohe Bedarf an Holzkohle führte im Dillgebiet und Siegerland um 1560 zur Haubergswirtschaft als besonderer Form der Waldbewirtschaftung. Der Erzgruben wurden zunehmend tiefer, was zu immer höheren Ansprüchen an die Wasserkunst führte.

Infolge des Dreißigjährigen Krieges geriet die Eisenindustrie in eine wirtschaftliche Krise, die es den Grafen (ab 1652 Fürsten) von Nassau-Dillenburg ermöglichte, die bis dahin weitestgehend privaten Betriebe zu verstaatlichen.

Folgende Hochöfen waren im 17./18. Jahrhundert im oberen Dietzhölztal in Betrieb: Ofen bei Rittershausen, Neuhütte bei Ewersbach, Ofen bei Eibelshausen. Hammerwerke sind für diese Zeit nachgewiesen: Neuhütte bei Ewersbach, Teichhammer bei Steinbrücken, Gewerkschaft Steinbrücken, Blechhammer bei Eibelshausen Hammer bei Wiessenbach.

Weitere nassau-dillenburgischen Eisenwerke befanden sich im Dilltal und an der Schelde. Auch die Grafschaft Wittgenstein (nördlich) und die Grafschaft Siegen betrieben eigene Eisenwerke was regelmäßig zu Streit über die begrenzten Ressourcen Erz und Holzkohle führte.

Einen erheblichen Einbruch erfuhr die Eisenindustrie in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Durch die Verknappung von Holzkohle kam es zu einer Steigerung der Produktionskosten. Trotz Bildung eines Preiskartells der Grafen von Nassau, Solms und Wittgenstein gelang es nicht diese Preise weiterzugeben, so dass die Eisenwerke im Dietzhölztal zu einer erheblichen finanzielle Belastung des nassau-dillenburgischen Staatshaushalt wurden. Dieses war einer der Gründe das, dass Fürstentum ab 1730, wegen Überschuldung, unter Zwangsverwaltung der Reichsdebitkommission stand. Erst nach dem Übergang der Herrschaft auf die Linie Oranien-Nassau gelang es ab 1743 die Eisenindustrie zu modernisieren, wobei der Schwerpunkt auf die weiterverarbeitende Industrie wie Drahtzieherrein gelegt wurde.

Nach Gründung des Herzogtums Nassau gelang es den Industriellen Johann Jacob Jung ab 1816 schrittweise das Eigentum an allen Öfen und Hammerwerken im Dietzhölztal zu erwerben. Nach der Einführung des Puddelverfahren wurden um 1870 die Eisenhämmer nicht mehr benötigt und abgebaut. Der Hammerweiher bei Steinbrücken blieb jedoch erhalten Die Familie Jung fasste diesen Besitz 1883 in der Hessen-Nassauischer Hüttenverein Aktiengesellschaft mit Sitz in Steinbrücken zusammen. In den 1930er Jahren fusionierte dieses Unternehmen mit der Firma Buderus aus Wetzlar.

Bis heute sind noch einige metallverarbeitende Firmen im Dietzhölztal vertreten. Das bedeutendste Unternehmen ist die in Rittershausen gegründete Rittal GmbH & Co. KG der Friedhelm Loh Group.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Zusammenschluss zur Gemeinde Dietzhölztal hatte die Gemeinde die folgenden Bürgermeister:

  • 1971–1980: Heinz Hofmann (ab 1969 Bürgermeister von Ewersbach, † 1980, SPD),
  • 1981–1998: Werner Dreißigacker (* 1937, FWG),
  • 1998–2013: Stephan Aurand (* 1964, SPD),
  • ab 2014: Andreas Thomas (1965, parteilos).

Von 1998 bis zum 31. Oktober 2013 amtierte Stephan Aurand als erster direkt gewählter Bürgermeister in Dietzhölztal. Er wurde zweimal wiedergewählt. Bei der letzten Wiederwahl am 7. Februar 2010 erhielt er 67,9 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 64,6 Prozent.[3] Er schied aus dem Amt aus, da er ab dem 1. November 2013 neuer hauptamtlicher Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises wurde.[4]

In der Bürgermeister-Direktwahl am 9. Februar 2014 setzte sich überraschend klar der parteilose, von der FWG unterstützte, Andreas Thomas mit 70,1 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen seine beiden Mitbewerber von der SPD und CDU durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,4 Prozent.

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,3 9 46,7 11 34,1 8 32,5 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 36,8 8 34,6 8 38,2 9 26,4 6
FWG Freie Wählergemeinschaft 24,9 6 17,0 4 23,6 5 23,0 5
FDP Freie Demokratische Partei 1,7 0 4,1 1 1,7 0
BLD Bürgerliste Dietzhölztal 16,3 4
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 43,4 40,4 38,8 46,9

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile der Gemeinde sind über die Bus-Linien 300, 301 mit der Nachbargemeinde Eschenburg verbunden. Weiter besteht mit der Linie 302 Anschluss nach Dillenburg.

Früher führte die Dietzhölztalbahn in die Gemeinde.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Rittershausen befindet sich das Stammwerk des Schaltschrankbauers Rittal GmbH & Co. KG. Mit der Firma Kreck Metallwarenfabrik GmbH existiert in Rittershausen ein weiterer mittelstandischer metallverarbeitender Betrieb. Die Karle & Rubner GmbH mit Sitz in Steinbrücken fertigt u.a. Balkon- & Treppengeländer. Die Fa. Omnical Kessel- und Apparatebau GmbH in Ewersbach, deren Ursprünge sich bis ins 18. Jahrhundert belegen lassen und die über Generationen den Familien Arbeit und Existenz garantierte, musste im Frühjahr 2015 Insolvenz anmelden. Die Service- und Engeneeringaktivitäten wurden durch die Viessmann-Gruppe übernommen. Darüber hinaus existieren in Dietzhölztal noch mehrere kleinere metallverarbeitende Betriebe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ewersbach

  • evangelische Kapelle, einschiffiger Bau mit Walmdach und kleinem Dachreiter aus dem 13. Jahrhundert, Umbau im 17. Jahrhundert
  • evangelische Kirche, spätromanischer Bau mit Westturm des 13. Jahrhunderts, spätgotischer Umbau im 15. Jahrhundert.
  • mehrere Fachwerkhäuser des 18. Jahrhunderts

Mandeln

  • evangelische Kapelle, Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach und Dachreiter 1756 errichtet
  • steinerne Korbbogenbrücke aus dem frühen 19. Jahrhundert
  • Fachwerkhäuser 17. und 18. Jahrhundert

Rittershausen

  • evangelische Kirche, Saalbau mit Krüppelwalmdach und Dachreiter, 1769 errichtet
  • Fachwerkhäuser 17. und 18. Jahrhundert
  • Steinbrücke aus dem frühen 17. Jahrhundert
  • Mehrzweckgebäude (Fachwerk) aus dem 18. Jahrhundert, welches Backhaus, Scheune, Bürgermeisteramt, Hirtenwohnung und Feuerwehrschuppen unter einem Dach beherbergte

Steinbrücken

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jung-Stilling-Schule Ewersbach
  • Jung-Stilling-Schule Rittershausen
  • Grundschule Mandeln

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Ewersbach gibt es mit der Theologischen Hochschule Ewersbach des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland eine staatlich anerkannte Hochschule.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Joachim Becker: Die Entwicklung des nassau-dillenburgischen Eisenhüttenwesen im 17. und 18. Jahrhundert. In: Nassauische Annalen. Band 118. Verlag des Vereines für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 2007, ISSN 0077-2887, S. 301–334.
  • Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. 3. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1999, ISBN 3-922244-80-7.
  • Hermann-Josef Hucke [Redaktion] (Hrsg.): Großer Westerwaldführer. 3. Auflage. Verlag Westerwald-Verein e. V., Montabaur 1991, ISBN 3-921548-04-7.
  • Heinz Wionski: Baudenkmale in Hessen Lahn-Dill-Kreis I. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Hessen. 1986, ISBN 3-528-06234-7 (Ehemaliger Dillkreis).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dietzhölztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 356 und 357.
  2. Einwohnerzahlen Dietzhölztal. Gemeinde Dietzhölztal, abgerufen am 11. Februar 2016.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Dietzhölztal
  4. Jörgen Linker: Region Wetzlar: Aurand wird die neue Nummer drei im Kreis. In: Mittelhessen.de. 9. September 2013, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006