Diffenébrücke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Diffenébrücke, Blick von Norden
hochgeklappt
Deckansicht
Medaille an der Diffenébrücke zum BSVI-Preis 1990

Die Diffenébrücke ist eine Klappbrücke an der nördlichen Schiffseinfahrt vom Altrhein zum Mannheimer Industriehafen. Sie führt vom Stadtteil Luzenberg auf die Friesenheimer Insel. Benannt wurde sie nach Philipp Diffené, dem Präsidenten der Mannheimer Handelskammer von 1880 bis 1903.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Brücke an dieser Stelle wurde 1901/02 errichtet. Um der Schifffahrt auch weiterhin die Einfahrt in den Hafen zu ermöglichen, konnte die Brücke durch eine mechanische Vorrichtung gedreht werden, um so eine Durchfahrt zu öffnen. Die geringe Tragfähigkeit von 12 Tonnen und der durch die Ausmaße der Brücke begrenzte Raum für die Durchfahrt führten bereits in den 1960er Jahren zu Neubauplanungen. Letztlich entschied man sich für den Neubau von zwei nebeneinander liegenden Klappbrücken, jeweils eine für den Straßen- und den Schienenverkehr. Die neue Diffenébrücke wurde 1988 eingeweiht und dem Verkehr übergeben.[1] Das neue Bauwerk ist durch seine Gestaltung mittlerweile ein Markenzeichen des Industriehafens und wurde 1990 mit einem BSVI-Preis (Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure) gewürdigt, wie eine am Bauwerk angebrachte Medaille belegt.[2]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Länge: je 28 Meter (Klappbrücke) und je 33 Meter (feste Brücken)
  • Breite: 15,6 Meter (Straßenbrücke) und 5,5 Meter (Bahnbrücke)
  • Öffnungsdauer: 150 Sekunden
  • max. Öffnungswinkel: 82°
  • Durchfahrtshöhe Straßenbrücke bei Rheinpegel MA 0: 11,38 m
  • Durchfahrtshöhe Eisenbahnbrücke bei Rheinpegel MA 0: 10,60 m

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mannheim und seine Bauten 1907–2007. Stadtarchiv Mannheim 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Diffenébrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marchivum, Chronikstar.
  2. Marchivum, Chronikstar, 20. April 1990.

Koordinaten: 49° 30′ 59,5″ N, 8° 28′ 12,8″ O