Digitale Güter

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Digitale Güter sind immaterielle Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, die sich mit Hilfe von Informationssystemen entwickeln, verteilen oder anwenden lassen.[1] Es sind Produkte oder Dienstleistungen, die in Form von Binärdaten dargestellt, abgelegt, übertragen und verarbeitet werden können. Beispiele sind Medienprodukte, Software, Telekommunikationsdienste, Dienstleistungen elektronischer Marktplätze oder bestimmte Finanz- sowie Informationsdienstleistungen wie Wertpapierkurse. Solche Güter treten in unterschiedlichen Digitalisierungsgraden auf.

Dementsprechend bezeichnet man solche Produkte als nicht anfassbar. Diese können besonders gut über das Internet vertrieben werden, d. h. man benötigt in der Regel kein Speichermedium für den Transfer, wie beispielsweise für das Semi-Digital Good (wie beispielsweise Musik auf einer CD).

Digitale Güter zeichnen sich – analog zu nichtdigitalen Gütern – durch einen hohen Fixkostenanteil aus; bedingt durch die Entwicklung, beispielsweise Programmierung bei Software. Die variablen Kosten eines solchen Gutes hingegen tendieren gegen null, da diese – einmal entwickelt – theoretisch keiner Einschränkung in der vertriebenen Stückzahl unterliegen. Dieses Phänomen bezeichnet man als First-Copy-Costs der Entwicklung.

Eine besondere Form digitaler Güter stellen die virtuellen Güter dar.

Attribute digitaler Güter[Bearbeiten]

  • sind einfach zu duplizieren
  • es besteht kein Unterschied zwischen einem Originalgut und einer Kopie
  • das Gut veraltet in der Regel sehr schnell (Börsenkurse in Tagen, Hitparadenmusik in Wochen, Software in Monaten/Jahren) - eine Ausnahme bilden Publikationen, wo maximal die zur Nutzung nötige Infrastruktur (Hardware/Software) veralten kann.
  • geringe Vertriebskosten des Guts (insbesondere durch das Internet)
  • geringe Zeitabstände, bis eine Nachfolgeversion auf den Markt kommt

Beispiele digitaler Güter[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dirk Stelzer: Digitale Güter und ihre Bedeutung in der Internet-Ökonomie. In: WISU - Das Wirtschaftsstudium. Nr. 6, 2000, S. 835

Literatur[Bearbeiten]