Digne-les-Bains

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Digne-les-Bains
Wappen von Digne-les-Bains
Digne-les-Bains (Frankreich)
Digne-les-Bains
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-de-Haute-Provence
Arrondissement Digne-les-Bains
(Präfektur)
Kanton Digne-les-Bains-1
Digne-les-Bains-2
Gemeindeverband Communauté de communes Asse-Bléone-Verdon
Koordinaten 44° 6′ N, 6° 14′ OKoordinaten: 44° 6′ N, 6° 14′ O
Höhe 524–1.731 m
Fläche 117,07 km2
Einwohner 16.246 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 139 Einw./km2
Postleitzahl 04000
INSEE-Code
Website http://www.mairie-dignelesbains.fr/

Digne-les-Bains und die Voralpen

Digne-les-Bains (okzitanisch Dinha) ist eine Gemeinde mit 16.246 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) in Südfrankreich. Sie ist die Hauptstadt (Präfektur) des Départements Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Digne-les-Bains ist Kurstadt (les Bains) und nennt sich auch "Hauptstadt des Lavendels". Bis zum 24. Juni 1988 hieß die Stadt offiziell Digne.

Die Stadt ist Sitz des Bistums Digne, das bereits seit dem 4. Jahrhundert besteht. Bischofskirche ist die Kathedrale Saint-Jérome.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick nach Südwesten über den südlichen Teil der Stadt und die Bléone

Digne-les-Bains liegt an der Route Napoléon auf halbem Weg zwischen Grenoble und Cannes. Landschaftlich reizvoll in ein Mittelgebirge eingebettet, erstreckt sich die Stadt in einem weiten Talkessel links und rechts der Bléone, die weiter westlich in die Durance mündet. Die Gemeinde ist als Zugangsort mit dem Regionalen Naturpark Verdon assoziiert.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen seiner windgeschützten und nebelfreien Höhenlage besitzt Digne ein ausgezeichnetes Klima mit rund 300 Sonnentagen im Jahr.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2012
Einwohner 12.460 14.661 15.416 15.149 16.087 16.064 17.172 16.844

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Place du Général de Gaulle und Cathédrale Saint-Jérôme

Siehe: Liste der Monuments historiques in Digne-les-Bains

  • Altstadt
  • Kathedrale St. Jerome (Cathédrale Saint-Jérôme)
  • Alte Kathedrale im Stadtteil Bourg (Cathédrale Notre-Dame-du-Bourg)
  • Ammonitenfelsen an der Straße Barles (Tal des Bès) (Réserve naturelle géologique de Haute-Provence)
  • Historischer Brunnen in Bourg
  • Cordeliers-Garten (Jardin des Cordeliers)
  • Denkmal des Pierre Gassendi
  • Lourdes-Kapelle oberhalb der Stadt (Notre-Dame-de-Lourdes)
  • St.Vincent-Kapelle oberhalb der Stadt (La chapelle Saint-Vincent)
  • Kreuzkapelle oberhalb der Stadt (La chapelle de la Croix)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof mit regelspurigem Alpazur aus Grenoble und Schmalspurzug nach Nizza, 1982

Zwischen Digne-les-Bains und Nizza verkehrt die meterspurige Schmalspurbahn Chemins de fer de Provence (CP). Die regelspurige Bahnstrecke nach Château-Arnoux-Saint-Auban der SNCF wurde 1989 stillgelegt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Digne war 2005 und 2008 Etappenziel der Tour de France. 2015 wurde dort die 17. Etappe nach Pra-Loup gestartet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Bezug zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Victor Hugos berühmter Roman Die Elenden (Les Misérables, 1862) beginnt in Digne. Die „Affaire Dominici“, ein mit Jean Gabin verfilmter berühmter Mordfall, spielte in der Nähe der Stadt; der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder Gaston Dominici fand in Digne statt.

Anfang der 1980er Jahre wurde bei Straßenbauarbeiten Europas größtes Ammonitenfeld entdeckt.[1] Es handelt sich dabei um eine freiliegende Platte von 350 Quadratmetern Fläche, auf der von Fachleuten 1.500 versteinerte Weichtiere gezählt wurden, die über 200 Millionen Jahre alt sind. Ferner sind im „Réserve Naturelle Géologique de Haute Provence“, einem 145.000 Hektar großen Naturschutzgebiet, auf markierten Wegen versteinerte Pflanzen und ein 185 Millionen Jahre alter Ichthyosaurier zu besichtigen. Auch in dem nach der Entdeckung der Ammonitenplatte eingerichteten Musée Promenade, einer mit Fresken verzierten Villa, kann man die Entwicklung der frühen Erdgeschichte studieren und nachverfolgen.

Am 28. Juli 1999 wurde der Asteroid (10088) Digne nach der Stadt benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Digne-les-Bains – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entschleunigt nach Nizza, Manager Magazin Online vom 18. Juli 2011