Dikaliumnonahydridorhenat(VII)

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Dikaliumnonahydridorhenat(VII)
__ K+     __ Re7+     __ H
Allgemeines
Name Dikaliumnonahydridorhenat(VII)
Verhältnisformel K2ReH9
CAS-Nummer 25396-46-7
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 273,4 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,07 g·cm−3[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Dikaliumnonahydridorhenat(VII) ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Rhenate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dikaliumnonahydridorhenat(VII) kann durch eine zweistufige Reaktion gewonnen werden. Dabei wird zuerst Dinatriumnonahydridorhenat(VII) mit Bariumhydroxid umgesetzt und das entstehende Zwischenprodukt mit einer Mischung aus Kaliumsulfat und Kaliumhydroxid umgesetzt.[1]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dikaliumnonahydridorhenat(VII) ist ein diamagnetisches weißes Pulver, das löslich in Wasser ist und durch Alkali stabilisiert wird. Es ist wenig löslich in Methanol. An normal feuchter Luft ist es unbeständig unter Bildung von Perrhenat und Carbonat. Es besitzt eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P62m (Raumgruppen-Nr. 189)Vorlage:Raumgruppe/189 und den Gitterparametern a = 960,7 pm und c = 550,8 pm.[1][3] Die wasserstoffreichen Verbindungen K2ReH9, BaReH9 und K2TcH9 enthalten komplexe Anionen, deren Metallatome sich in dreifach überdachten trigonalen Prismen aus Wasserstoffatomen befinden.[4] Dikaliumnonahydridorhenat(VII) wurde in den 1960er Jahren als erste komplexe Übergangsmetallhydridverbindung entdeckt.[5][6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III. Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1624.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. W. Bronger, L. à Brassard, P. Müller, B. Lebech, Th. Schultz, K2ReH9, eine Neubestimmung der Struktur, Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 21. Juni 1999, Volume 625, Issue 7, S. 1143–1146 (doi:10.1002/(SICI)1521-3749(199907)625:7<1143::AID-ZAAC1143>3.0.CO;2-V).
  4. Christoph Janiak, Hans-Jürgen Meyer, Dietrich Gudat, Ralf Alsfasser: Riedel Moderne Anorganische Chemie. Walter de Gruyter, 2012, ISBN 3-11-024901-4, S. 274 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Michael Hirscher: Handbook of Hydrogen Storage. John Wiley & Sons, 2010, ISBN 3-527-62981-5, S. 149 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Richard Earl Dickerson, Hans-Werner Sichting: Prinzipien der Chemie. Walter de Gruyter, 1988, ISBN 3-11-009969-1, S. 50 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).