Dikson (Ort)

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Siedlung städtischen Typs
Dikson
Диксон
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Region Krasnojarsk
Rajon Taimyr
Gegründet 1915
Bevölkerung 676 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 34551
Postleitzahl 647340, 647341
Kfz-Kennzeichen 24, 84, 88, 124
OKATO 04 253 555
Website dikson.net.ru
Geographische Lage
Koordinaten 73° 30′ N, 80° 32′ OKoordinaten: 73° 30′ 29″ N, 80° 31′ 31″ O
Dikson (Ort) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Dikson (Ort) (Region Krasnojarsk)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnojarsk

Dikson (russisch Диксон) ist die nördlichste Siedlung und Hafenstadt im Mündungsgebiet des Jenissei in die Karasee. Dikson war einst Angelpunkt für die Nordost-Passage und Ausgangspunkt vieler Polarexpeditionen. Heute ist Dikson eine Siedlung städtischen Typs in der sibirischen Region Krasnojarsk (früher Autonomer Kreis Taimyr) in Russland mit 676 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dikson liegt am östlichen Ausgang der Jenissei-Bucht in die Karasee, sowohl auf der ebenfalls Dikson genannten Insel, wie auch auf dem gegenüberliegenden sibirischen Festland. Im zwischen Insel und Festland geschützten Meeresbereich befindet sich ein Seehafen, sowie auf der Insel unmittelbar nördlich der Siedlung ein Flughafen (ICAO-Code UODD).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dikson ist nach der gleichnamigen Insel benannt, die wiederum nach Oscar Dickson, einem Sponsor einer Arktisexpedition im 19. Jahrhundert, benannt ist. Die erste Siedlung auf der Insel entstand 1915 um den ersten russischen Radiosender in der Arktis. In den 1930er Jahren baute die sowjetische Hauptverwaltung Nördlicher Seeweg im Rahmen der Schiffbarmachung der Nordostpassage den Seehafen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Dikson zum Kriegshafen und diente dem Schutz und als Zwischenstation der sowjetischen Nachschubkonvois durch das Nordmeer. Als solcher wurde Dikson eines der Ziele des Unternehmens Wunderland der deutschen Kriegsmarine; am 27. August 1942 beschoss die Admiral Scheer den Hafen und beschädigte die Hafenanlagen sowie zwei Schiffe.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 3470
1970 3889
1989 4449
2002 1198
2010 676

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2008 nicht mehr aktuell zu sein: Enthält noch Ankündigung für 2008 .
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1957 wurden die Siedlungen auf Festland und Insel zur Gemeinde Dikson zusammengeschlossen. Bis zum Ende der Sowjetunion blieb Dikson ein wichtiger Hafen, doch sank seitdem die Bevölkerung erheblich: von Mitte der 1980er-Jahre bis heute um über 85 %.

Die Bedeutung von Dikson dürfte aber mit der Erschließung des Erdölfeldes bei Wankor wieder steigen. Bis 2008 soll eine 750 Kilometer lange Pipeline das Erdöl von Wankor zum Verschiffen nach Dikson führen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Siberian Oil through the Northern Sea Route

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dikson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien