Dillenburg

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt in Hessen. Zu dem deutschen Priester siehe Ottmar Dillenburg, zu dem österreichischen Generalmajor siehe Franz Schneider von Dillenburg.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dillenburg
Dillenburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dillenburg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 44′ N, 8° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 232 m ü. NHN
Fläche: 83,88 km²
Einwohner: 23.431 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 279 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 35683–35690
Vorwahl: 02771
Kfz-Kennzeichen: LDK, DIL
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 006
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 7
35683 Dillenburg
Webpräsenz: www.dillenburg.de
Bürgermeister: Michael Lotz (CDU)
Lage der Stadt Dillenburg im Lahn-Dill-Kreis
Dietzhölztal Haiger Eschenburg Siegbach Dillenburg Breitscheid (Hessen) Driedorf Greifenstein (Hessen) Bischoffen Herborn Sinn (Hessen) Mittenaar Hohenahr Ehringshausen Aßlar Lahnau Wetzlar Hüttenberg (Hessen) Solms Leun Braunfels Schöffengrund Waldsolms Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Gießen Wetteraukreis Hochtaunuskreis Landkreis Limburg-WeilburgKarte
Über dieses Bild

Dillenburg ist eine Stadt in Mittelhessen (Regierungsbezirk Gießen). Die Stadt ist ein Mittelzentrum und war ehemals Kreisstadt des Dillkreises, der heute Teil des Lahn-Dill-Kreises ist.

Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route und der Deutschen Fachwerkstraße und ist Startpunkt des Fernwanderwegs Rothaarsteig.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dillenburg liegt im Dilltal längs der Dill und der im Norden der Stadt mündenden Dietzhölze, im Süden der Stadt münden die aus dem Schelder Wald kommenden Flüsse Nanzenbach und Schelde. Die Dill stellt dabei die Nahtstelle vom Westerwald im Westen und Gladenbacher Bergland im Osten dar, zu welchem unter anderem auch der Schelder Wald gehört. Nordwestlich der Stadt, zwischen Dill und Dietzhölze, erhebt sich die Struth als Ausläufer des Rothaargebirges. Der auf Dillenburger Stadtgebiet, zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Manderbach, liegende Galgenberg kann dabei als die südlichste Erhebung des Rothaargebirges angesehen werden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dillenburg grenzt im Norden an die Gemeinde Eschenburg, im Osten an die Gemeinde Siegbach, im Süden an die Stadt Herborn und die Gemeinde Breitscheid sowie im Westen an die Stadt Haiger. Alle Nachbargemeinden befinden sich im Lahn-Dill-Kreis im Bundesland Hessen.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dillenburg setzt sich aus der Kernstadt sowie den Stadtteilen Donsbach, Eibach, Frohnhausen, Manderbach, Nanzenbach, Niederscheld und Oberscheld zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dillenburg – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655
Dillenburg 1840
In der Dillenburger Innenstadt
Stadtansicht nach Norden vom Wilhelmsturm
Stadtansicht nach Süden vom gleichen Standort
Dillenburg um 1900

Erste urkundliche Erwähnung war 1254. Nur 90 Jahre später, im Jahre 1344, erhielt Dillenburg durch Kaiser Ludwig IV. den Bayern die Stadtrechte.

Dillenburg war Stammsitz des oranischen Zweiges des Hauses Nassau. Auf dem heutigen Schlossberg wurde Ende des 13. Jahrhunderts bzw. Anfang des 14. Jahrhunderts die Dillenburg erbaut. Diese Burg hatte für das Haus Nassau eine hohe Bedeutung, da sie im Gegensatz zur Burg Herborn kein Lehen der Landgrafen von Hessen, sondern eine Eigenburg war. Es gibt keine Abbildungen von dieser Burg, da sie vermutlich aus Holz gebaut war und in der Dernbacher Fehde ca. 1323 zerstört wurde.

Im 16. Jahrhundert entstand an der Stelle der alten Burg mit dem Dillenburger Schloss die Hauptresidenz der Grafen von Nassau-Dillenburg, die ab 1536 gleichzeitig zu einer modernen Festung ausgebaut wurde. Aus dem Exil im Schloss organisierte der in Dillenburg geborene Wilhelm von Oranien den Widerstand der Niederlande gegen Spanien (1567–1572), was heute noch das niederländische Königshaus mit der Stadt verbindet. Das Land wurde durch einen Präsidenten der Regierung des Hauses Nassau-Dillenburg verwaltet. Einer der letzten Präsidenten war Georg Ernst Ludwig Freiherr von Preuschen von und zu Liebenstein.

Ein Stadtbrand verheerte im Jahr 1723 große Teile der Stadt. Mehr als 200 Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Viele der Fachwerkhäuser, die nach dem Brand aufgebaut wurden, stehen noch heute.

Im Siebenjährigen Krieg wurde das Dillenburger Schloss 1760 zerstört. Aus den Resten des Schlosses wurden die Gebäude an der Wilhelmstraße erbaut. Am 8. Juni 2010 wurde bekannt, dass die Wilhelmstraße – wie beispielsweise auch der Wilhelmsturm – fortan dem Schutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten unterliegen.[2] In der Wilhelmstraße befindet sich das Hessische Landgestüt.

Die Kasematten unter dem ehemaligen Schloss aus dem 16. Jahrhundert sind zum Teil erhalten und gehören zu den größten unterirdischen Verteidigungsanlagen in Europa. Die Kasematten boten in Kriegszeiten Quartier für über 2000 Soldaten. Sie sind teilweise wieder freigelegt und in einem Rundgang begehbar. Auch sie – wie auch die „Villa Grün“ – unterliegen fortan der Haager Konvention.

Im Herzogtum Nassau war Dillenburg Sitz des Amtes Dillenburg und des Hofgerichtes Dillenburg.

Im Jahr 1875 wurde der Wilhelmsturm, heute Wahrzeichen Dillenburgs, auf dem Schlossberg vollendet. Der Turm soll an Wilhelm von Oranien erinnern.

Im 19. Jahrhundert hielt mit dem Bau der Sieg-Dill-Strecke als Teil der Eisenbahnlinie von Gießen nach Köln die industrielle Revolution Einzug. Einen Aufschwung erlebte die Region durch die Nutzung der an Lahn, Dill und Sieg gefundenen Eisenerze. Zahlreiche Betriebe des Berg- und Hüttenwesens und der Metallverarbeitung entstanden. In dieser Zeit wurden viele von Dillenburg ausgehende Nebenstrecken gebaut, unter anderem nach Gönnern und Ewersbach. Diese Strecken sind mittlerweile wieder stillgelegt worden. Die Strecke nach Gönnern wurde bereits 1987 stillgelegt und komplett zurückgebaut. Das in der Dampflokzeit für die vielen Nebenstrecken notwendige Bahnbetriebswerk wurde 1983 geschlossen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Dillenburg mit seinem heute stillgelegten Rangierbahnhof Ziel alliierter Bombenangriffe. Die Erzförderung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend unrentabel. 1968 stellte der letzte Hochofen im Stadtteil Oberscheld seinen Betrieb ein.

Bei einem Unwetter am 17. September 2006 gingen 103 Liter Regen auf dem Quadratmeter nieder. Die Dill und ihr Nebenfluss Schelde traten über die Ufer und überschwemmten insbesondere die Stadtteile Ober- und Niederscheld. Über 1000 Keller liefen voll, auch das Kreiskrankenhaus wurde beschädigt und musste teilweise evakuiert werden. Der Gesamtschaden belief sich auf weit über 20 Millionen Euro.

Im Jahr 2007 wurde als Ortsumgehung der B 277 der Schlossbergtunnel eröffnet. Dieser verläuft unterhalb des Schlossberges und umgeht so die historische Fachwerkaltstadt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf freiwilliger Basis wurden am 1. Oktober 1971 die Gemeinde Eibach, am 31. Dezember 1971 die Gemeinde Manderbach und am 1. April 1972 die Gemeinde Nanzenbach nach Dillenburg eingemeindet.[3]

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Januar 1977 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Donsbach, Frohnhausen, Niederscheld und Oberscheld durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Landkreis Wetzlar und der Städte Gießen und Wetzlar in die Stadt Dillenburg eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998: 25.053
  • 1999: 25.124
  • 2000: 25.092
  • 2001: 25.017
  • 2002: 24.923
  • 2003: 24.681
  • 2004: 24.533
  • 2006: 24.305
  • 2009: 23.637
  • 2010: 22.960
  • 2011: 23.790
  • 2013: 23.602

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dillenburger Rathaus

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: in Blau ein goldener Zinnenturm mit einem aufgerichteten goldenen Löwen im großen Tor und gezogenem silbernen Gitter.

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung ist das oberste Organ der Stadt. Ihre politische Zusammensetzung wird alle fünf Jahre in der Kommunalwahl durch die Wahlbevölkerung der Stadt bestimmt. Wählen darf, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und Deutscher Staatsbürger im Sinne des Grundgesetzes oder Staatsangehöriger eines der übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist. Für alle gilt, dass sie seit mindestens drei Monaten in der Stadt gemeldet sein müssen.

Der einzelne Wähler hat die Möglichkeit seine Stimmen auf mehrere Kandidaten – auch solche verschiedener Wahllisten – zu verteilen (Panaschieren) oder auf einzelne Kandidaten anzuhäufen (Kumulieren). Hierzu stehen dem Wähler so viele Stimmen zur Verfügung, wie es Sitze zu vergeben gilt. In der Stadtverordnetenversammlung Dillenburg sind dies aktuell 37.

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Von 37 Sitzen entfallen auf:
Wahlvorschläge CDU SPD GRÜNE FDP Bürger für
Dillenburg
REP FWG BLb Sitzverteilung
2016 Stimmanteila 46,9 29,7 11,3 8,0 4,1
Sitze (von 37) 17 11 4 3 2
2011 Stimmanteila 47,4 35,0 13,2 4,4
Sitze (von 37) 17 13 5 2
2006 Stimmanteila 51,4 31,0 6,1 3,6 4,5 3,5
Sitze (von 37) 19 12 2 1 2 1
2001 Stimmanteila 43,1 34,7 4,7 3,6 5,9 4,3 3,6
Sitze (von 45) 19 16 2 1 3 2 2
1997 Stimmanteila 31,1 32,6 8,1 2,8 11,7 7,5 6,2
Sitze (von 45) 14 15 4 5 4 3
a prozentualer Anteil an den abgegebenen gültigen Stimmen
b Bürgerliste Dillenburg

Es waren 37 Stadtverordnete sowie die Ortsbeiräte der Stadt für die Legislaturperiode vom 1. April 2016 bis 31. März 2021 zu wählen. Von 17.635 Wahlberechtigten gingen 6.639 zur Wahl. Somit stieg die Wahlbeteiligung von 36,6 % im Jahr 2011 auf 37,6 % im Jahr 2016.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hereford-Haus

1963 gründete Dillenburg mit den Städten Breda in den Niederlanden, Diest in Belgien und Orange in Frankreich die „Union der Oranienstädte“.[8] Diese Städte waren wichtige Residenzen des Oranischen Zweiges des Hauses Nassau.

Mit Hereford in Großbritannien besteht seit 1989 eine Städtepartnerschaft. Von Dillenburger Seite pflegt die „Deutsch-Englische Gesellschaft“,[9] von Hereforder Seite aus die „Twinning Association“ die Partnerschaft. Im Jahre 2005 wurde das Stadthaus (Außenstelle des Rathauses z. B. mit Tourismusbüro, Zulassungsstelle) in „Hereford-Haus“ umbenannt.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das alte Rathaus Dillenburg, heute Touristeninformation

Vor allem durch den Rothaarsteig, aber auch durch die geschichtlichen Bezüge zu den Niederlanden ist Dillenburg touristisches Ziel.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Dillenburg

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1597 erbaute Dillturm war Teil der Stadtmauer

In Dillenburg existieren der Wilhelmsturm mit dem Oranien-Nassauischen Museum an der Stelle des 1760 zerstörten Dillenburger Schlosses oder das wirtschaftsgeschichtliche Museum Villa Grün. Das Kutschenmuseum in der Orangerie – „Lebendiges Museum“ rund um das Pferd – ist im Hessischen Landgestüt beheimatet.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Bauwerke in Dillenburg sind zum Beispiel der Wilhelmsturm aus den Jahren 1872–1875, die Kasematten des Dillenburger Schlosses aus dem 16. Jahrhundert, die evangelische Stadtkirche aus dem Jahre 1491 und der Dillturm aus dem Jahre 1597. Außerdem gibt es das alte Pfarrhaus aus den Jahren 1531–1533, das Untertor aus dem Jahre 1344 (Umbauarbeiten 1594 und 1737) und als Ensemble die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern.

Der Wilhelmsturm – das Wahrzeichen von Dillenburg

Der Bismarcktempel, ein 1885 errichteter 5 m hoher Aussichts-Pavillon steht auf dem nordöstlich der Ortsmitte gelegenen Weinberg.[11]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dillenburg gibt es den historischen Hofgarten[12], im Ortsteil Donsbach gibt es den Wildpark Donsbach.

Wander- und Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Mittelgebirgslage ist Dillenburg ein Knotenpunkt von Wanderwegen, die durch die Stadt führen oder in ihr beginnen. Zu den Wegen gehört der Rothaarsteig von Dillenburg nach Brilon, der Schlösserweg von Dillenburg nach Düsseldorf-Benrath, der Uplandweg von Dillenburg nach Salzkotten, der Dillwanderweg von Haiger nach Wetzlar[13] und der Lahn-Dill-Bergland-Pfad von Dillenburg nach Marburg. Um Dillenburg herum verläuft der etwa 25 Kilometer lange „Oranierpfad“. Die beiden „Lahn-Dill-Bergland-Extratouren“ Kuckucksweg und Eschenburgpfad starten in den Ortsteilen Eibach bzw. Nanzenbach.

Durch Dillenburg verläuft der Hessische Radfernweg R8 von Frankenberg (Eder) über Limburg an der Lahn nach Heppenheim.

Ferienstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dillenburg liegt an mehreren Ferienstraßen. In der Altstadt beginnt der Abschnitt Lahntal – Rheingau der Deutschen Fachwerkstraße. Ebenfalls durch Dillenburg führt die 2.400 Kilometer langen Oranier-Route, die Städte in den Niederlanden und neun deutsche Bundesländer durchquert, die mit dem Haus Oranien-Nassau verbunden sind.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hengstparade
Schlossbergsspektakel 2013: Ein Mann im Kostüm der Dillenburger Stadtwache von 1499 feuert eine Kanone ab.

Alle zwei Jahre veranstaltet das Hessische Landgestüt die Dillenburger Hengstparade, jährlich finden dort ein Einspänner-Turnier und diverse Pferdeschauen statt.

Seit 1975 gibt es jährlich die Dillenburger Bachwoche.

Seit 2001 findet im Juli die sogenannte „Aquarena-Nacht“, eine Freiluftfete in der Innenstadt mit Einkaufsnacht und Großfeuerwerk, statt. Weitere Veranstaltungen sind der Kirschenmarkt im Juni und der Hubertus-Markt im Oktober.

Seit dem Jahr 1978 fand im Juni das „Jazz-Weekend“ statt und zog zahlreiche Musikfreunde nach Dillenburg. Tausende Einheimische und Gäste bevölkerten die Innenstadt bzw. den Schlossberg. Mit dem 33. „Jazz-Weekend“ im Jahr 2010 endete diese traditionelle Veranstaltung.

Seit 2007 gibt es auf dem Schlossberg rund um den Wilhelmsturm das „mittelalterliche Schlossbergspektakel“. 30 Heerlager, 50 Händler, Ritter, Gaukler und Spielleute erfüllen jeweils am letzten Juniwochenende den Schlosspark mit Leben aus längst vergangener Zeit.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Dilltal verlaufen mehrere wichtige Verkehrswege. Dillenburg ist an die Bundesautobahn 45, die sogenannte „Sauerlandlinie“, angeschlossen, über die das Rhein-Main-Gebiet und das Ruhrgebiet zu erreichen sind. Da die Autobahn oberhalb des Dilltals verläuft, sind im Raum Dillenburg die Talbrücke Sechshelden, die Marbachtalbrücke und die Lützelbachtalbrücke errichtet worden. Weiterhin verlaufen durch Dillenburg die Bundesstraßen 253 und 277. Die B 253 führt über Biedenkopf, Frankenberg und Fritzlar nach Melsungen. Die B 277 beginnt in der Nachbarstadt Haiger und führt über Herborn bis Wetzlar. Sie ist zwischen Sechshelden und Dillenburg sowie zwischen Dillenburg und Sinn autobahnähnlich ausgebaut. Die hohe Verkehrsbelastung der Dillenburger Innenstadt durch die B 277 führte zum Bau der Ortsumgehung mit dem Schlossbergtunnel, welcher nunmehr die beiden ausgebauten Abschnitte der B 277 miteinander verbindet.

Altstadt

Die Dillstrecke als Teilstück der Köln-Gießener Eisenbahn über Wetzlar und Siegen verbindet Mittelhessen mit dem Rheinland und dem Ruhrgebiet. Der Bahnhof Dillenburg war durch den Eisenbergbau im Schelderwald einst ein bedeutender Güterbahnhof.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind Frankfurt am Main mit 107 Kilometern und Köln/Bonn mit 121 Kilometern Entfernung. Der Verkehrsflughafen Siegerland ist 22 Kilometer entfernt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dillenburg haben die Cohline GmbH, die Isabellenhütte Heusler GmbH & Co. KG, Weber Kunststofftechnik, LINDE + WIEMANN, Ströher-Keramik, Wendel Email und die Stahlo Stahlhandels GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Friedhelm Loh Group, ihren Firmensitz. Des Weiteren sind Outokumpu Nirosta im nördlichen Industriegebiet zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Frohnhausen, EAM Energienetz-Mitte mit einem Standort im Ortsteil Oberscheld und die Schokoladen-/Pralinen-Manufaktur Confiseur Läderach Deutschland GmbH & Co. KG im Dillenburger Ortsteil Manderbach ansässig.

Die Deutsche Telekom unterhält ein Rechenzentrum im Bereich des Siedlungsgebietes Galgenberg-Löhren.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsgericht

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann-von-Nassau-Schule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Dillenburg wirkten

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Dillenburg seit 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Randolf Fügen: Highlights in Mittelhessen. 1. Auflage. Wartenberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 3-8313-1044-0, S. 9.
  • Hermann-Josef Hucke (Redaktion): Großer Westerwaldführer. Verlag Westerwald-Verein e. V., 3. Auflage. Montabaur 1991, ISBN 3-921548-04-7, S. 542.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dillenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Dillenburg – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Dillenburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Druckausgabe der Dill-Zeitung 8. Juni 2011
  3. K.-H. Gerstenmeier (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 288
  4. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Städte Gießen und Wetzlar vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Gemeindewahlen von 2011 und 2006
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Gemeindewahlen von 2001 und 1997
  8. Partnerstädte auf der Webseite der Stadt
  9. Deutsch-Englische Gesellschaft Dillenburg (DEG)
  10. Chronik der Deutsch-Englischen Gesellschaft Dillenburg (DEG)
  11. Bismarckturm Dillenburg auf bismarcktuerme.de
  12. Der Hofgarten auf der Webseite von Dillenburg
  13. Wanderwege im Westerwald
  14. Sohn von Sigmund Schott. Stadt Dillenburg Stadtgeschichte