Dimini-Kultur

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen Tribus der Schnellkäfer siehe Dimini (Tribus).
Karte der europäischen Jungsteinzeit– bzw Mittelsteinzeitkulturen, ca. 4500–4000 v. Chr.:

Die spätneolithische Siedlung Dimini gab einer Kultur den Namen, die von 4300 bis 3300 v. Chr. bestand.[1][2] Der Ort liegt etwa fünf Kilometer südwestlich von Volos in Thessalien, Griechenland. Ihren Namen erhielt die archäologische Ausgrabungsstätte von dem heutigen in der Nähe liegenden Dorf Dimini. Die neolithische Siedlung ist gut strukturiert und die dort gefundene Keramik, häufig auch Buntkeramik[3], gibt auch der spätneolithischen Periode (4. Jahrtausend v. Chr.) in Griechenland ihren Namen. Die Dimini-Kultur folgt der Sesklo-Kultur.

Siedlungsplatz[Bearbeiten]

Für die neolithische Siedlung sind mehrere Ringmauern, die um den Hügel herum verlaufen, charakteristisch. In den Mauern sind mehrere Zugänge zum Mittelpunkt der Anlage auf der Hügelkuppe ausgelassen worden. Der Mittelpunkt wird durch einen hofähnlichen Platz markiert, der von kleineren Gebäuden und einem größeren megaronförmigen Haus umstanden ist.[4] Die Häuser der neolithischen Ortschaft lagen nicht nur auf dem Hügel, sondern befanden sich auch verstreut in dessen Umfeld. Die Dimini-Kultur kann bereits die Anfänge der Metallurgie (Chalkolithikum)[5], so fanden sich Hinweise für die Verwendung von Kupfer und Gold. Aus dieser Zeit stammen die ersten stadtähnlichen Festungsanlagen.

Aus mykenischer Zeit stammt dagegen ein Kuppelgrab, das in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts v. Chr. datiert wird. Die Grabanlage wurde in den Hügel hineingebaut.

Torbogen an einer Grabungsstätte der Dimini-Kultur in der Provinz Magnisia.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Brinna Otto: Die verzierte Keramik der Sesklo- und Diminikultur Thessaliens (= Keramikforschungen. Bd. 6). von Zabern, Mainz 1985, ISBN 3-8053-0776-4 (Zugleich: Innsbruck, Universität, Habitilations-Schrift, 1982).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jeremy B. Rutter & Dartmouth College, Aegean Prehistoric Archaeology. Lesson 2: Narrative The Neolithic Cultures of Thessaly, Crete, and the Cyclades.
  2. Epochen der politischen und kulturellen Entwicklung Griechenlands Geschichte: Die Frühgeschichte, die "Dunkle" und die geometrische Zeit. www.gottwein.de, Letzte Aktualisierung: 09. November 2012
  3. Einführung in das Studium der klassischen Archäologie I: Einführung in die griechische Archäologie. Wintersemester 2007/08, Universitätsbibliothek Graz
  4. Heide Göttner-Abendroth: Gesellschaft in Balance: Gender Gleichheit Konsens Kultur in matrilinearen, matrifokalen, matriarchalen Gesellschaften: Dokumentation des 1. Weltkongresses für Matriarchatsforschung 2003 in Luxemburg. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-1701-8603-5, S. 196
  5. Ioannis Aslanis: Das späte Neolithikum und das beginnende Chalkolithikum in Westmakedonien, Griechenland. In: B. Hänsel, E. Studenicova (Hrgs.): Zwischen Karpaten und Ägäis, Gedenkschrift für V. Nemejsova-Pavukova. Studia Honorica 21, 2004, 39-46

39.36194444444422.893333333333Koordinaten: 39° 21′ 43″ N, 22° 53′ 36″ O