Dina Titus

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Dina Titus

Alice Constandina „Dina“ Titus (* 23. Mai 1950 in Thomasville, Thomas County, Georgia) ist eine US-amerikanische Politikerin. Von Januar 2009 bis Januar 2011 vertrat sie den 3. Kongresswahlbezirk des Bundesstaates Nevada im US-Repräsentantenhaus und vertritt dort wiederum seit Januar 2013 den 1. Kongresswahlbezirk.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titus studierte bis 1970 am College of William & Mary in Williamsburg politische Wissenschaften. Danach studierte sie bis 1973 an der University of Georgia in Athens und bis 1976 an der Florida State University in Tallahassee. Nach ihrer Studienzeit lehrte sie das Fach Politische Wissenschaften an der North Texas State University und später an der University of Nevada in Las Vegas.

Dina Titus ist mit dem Historiker Thomas C. Wright verheiratet.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dina Titus wurde Mitglied der Demokratischen Partei. Zwischen 1989 und 2008 gehörte sie dem Senat von Nevada an. Seit 1993 leitete sie dort die Minderheitsfraktion der Demokraten. 2006 kandidierte sie erfolglos für das Amt des Gouverneurs von Nevada, wobei sie dem Republikaner Jim Gibbons unterlag. Bei der Wahl 2008 wurde sie mit 47 zu 42 Prozent der Wählerstimmen gegen den republikanischen Amtsinhaber Jon Porter in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Dort vertrat sie vom 3. Januar 2009 bis zum 3. Januar 2011 den dritten Kongresswahlbezirk von Nevada. Sie war Mitglied in den Ausschüssen für Erziehung und Arbeit, Innere Sicherheit sowie Transport und Infrastruktur. Bei der Wahl 2010 wurde sie nicht bestätigt und schied daher am 3. Januar 2011 aus dem Kongress aus.

Durch den Zensus 2010 erhielt Nevada wegen überdurchschnittlichen Bevölkerungsgewinnen ein zusätzliches Abgeordnetenmandat im Repräsentantenhaus. Nach der Neueinteilung der Wahlkreise kandidierte Diana Titus für den Sitz des jetzt ohne Mandatsinhaber befindlichen und als stark demokratisch eingestuften 1. Kongresswahlbezirks. Sie gewann die demokratische Vorwahl – die eigentlich Herausforderung in einem demokratisch dominierten Wahlkreis – ohne Gegenkandidaten und die Hauptwahl mit 64 zu 32 Prozent der Wählerstimmen und kehrte am 3. Januar 2013 in den Kongress zurück und ist dort Mitglied in den Ausschüssen für Auswärtiges und für Transport und Infrastruktur. Zudem gehört sie innerparteilich dem House Democratic Steering and Policy Committee an, das für die Entwicklung politischer und personeller Vorschläge zuständig ist.

Nach zwei Wiederwahlen (2014 mit 57 und 2016 mit 62 Prozent) ohne ernsthaften Herausforderer – sie hatte beide demokratischen Vorwahlen mit über 80 Prozent gewonnen – übt sie ihr Mandat, das bis zum 3. Januar 2019 läuft, weiterhin aus. Nachdem sie eine Kandidatur für den Senat der Vereinigten Staaten bei der Wahl 2018 erwogen hatte, verzichtete sie im September 2017 und kündigte an, sich auf ihre Wiederwahl 2018 zu konzentrieren.[1] Durch ihren Verzicht steigt die Chance, dass die von der Parteiführung favorisierte Senatskandidatin Jacky Rosen sich ohne ernsthafte Vorwahlherausforderung auf den Hauptwahlkampf gegen den republikanischen Senator Dean Heller konzentrieren kann.[2]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titus setzt sich für die Belange von Immigranten ein. So hat sie im September 2017 einen Gesetzentwurf miteingebracht, der die persönlichen Daten von Personen, die als Kinder ungesetzlich in die Vereinigten Staaten eingewandert sind, vor dem Zugriff der Bundesbehörden schützen soll, um deren Abschiebung zu verhindern (siehe Deferred Action for Childhood Arrivals).[3] Sie unterstützt auch andere gesellschaftspolitisch progressive Maßnahmen, insbesondere hat sie sich für die wegen ihrer Beratung und Durchführung von Schwangerschaftsabbruch umstrittene Organisation Planned Parenthood ausgesprochen, deren Finanzierung durch die Gesundheitsreformpläne der Republikaner bedroht ist.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dina Titus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dina Titus im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gary Martin: Titus skips Senate race, will run for re-election to Congress. In: Las Vegas Review-Journal, 27. September 2017 (englisch).
  2. Bridget Bowman: Titus Passes on Nevada Senate Race. In: Roll Call, 27. September 2017 (englisch).
  3. Ray Hagar: Titus wants to protect DACA recipients’ information from immigration authorities. In: Las Vegas Sun, 12. September 2017 (englisch).
  4. Dina Titus: Rep. Titus: Planned Parenthood needs our support. In: Las Vegas Sun, 5. September 2017 (englisch).