Dinah Grace

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Dinah Grace in der Berliner Scala, 1936

Dinah Grace (* 14. Februar 1917[1], eigentlich Käthe Gerda Johanna Ilse Schmidt, in Berlin; † 10. Mai 1963 in Hamburg) war eine deutsche artistische Tänzerin und Schauspielerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstätte für Dinah Grace und Willy Fritsch, Friedhof Ohlsdorf

Grace war die Tochter eines Offiziers. Von frühester Kindheit an erhielt sie Ballettunterricht. Bereits als 14-Jährige bekam sie ihr erstes Engagement als Tänzerin. Große Erfolge feierte Dinah Grace hauptsächlich an der Volksbühne Berlin sowie im Berliner Wintergarten und dem Revuetheater Scala, ihre Engagements führten sie jedoch auch nach London, Wien oder Budapest. Die Fotografin Lotte Jacobi bezeichnete sie 1930 als beste Tänzerin, die sie jemals fotografiert habe.[2]

Ihr Filmdebüt hatte Dinah Grace 1933/1934 in dem Spielfilm Schön ist es verliebt zu sein. Noch im selben Jahr folgte das erfolgreiche Filmdrama Hohe Schule, in dem sie wiederum als Tänzerin zu sehen war. 1936 war sie als Revuetänzerin Dolly in dem Kurzfilm Potpourri präsent. Im März 1937 heiratete sie den Filmschauspieler Willy Fritsch, dessen Filmpartnerin Lilian Harvey zu den Trauzeugen gehörte. Sie gab ihre Karriere auf und trat nur noch in einem weiteren Film (Spaßvögel, 1939) in Erscheinung. Aus der Ehe mit Fritsch gingen zwei Söhne hervor.

Nach Kriegsende kam die Familie Fritsch nach Hamburg, wo sich Dinah Grace der Erziehung ihrer Kinder widmete. Ihr Sohn Thomas Fritsch wurde ein erfolgreicher Schauspieler. Dinah Grace starb im Alter von 46 Jahren an Brustkrebs,[3][4] sie wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg beerdigt.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1933/1934: Schön ist es verliebt zu sein (Partie: Solotänzerin)
  • 1934: Hohe Schule (Partie: Tänzerin)
  • 1936: Potpourri (Partie: Revuetänzerin Dolly)
  • 1939: Spaßvögel (Partie: Settchen Strobel)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heike Goldbach: Ein Feuerwerk an Charme – Willy Fritsch. Der Ufa-Schauspieler. Über eine große Filmkarriere in wechselhaften Zeiten. tredition, Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-1290-8
  • Willy Fritsch: „…das kommt nicht wieder“. Erinnerungen eines Filmschauspielers. Zürich und Stuttgart 1963
  • Rita Bake und Brita Reimers: Stadt der toten Frauen. Frauengestalten und Lebensbilder vom Friedhof Hamburg Ohlsdorf. Hamburg 1997, S. 125.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dinah Grace – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Geburtsjahr der Künstlerin betreffend finden sich unterschiedliche Angaben. In der Publikation Stadt der toten Frauen wird 1916 genannt, demgegenüber wurde in den Grabstein von Dinah Grace und Willy Fritsch das Jahr 1917 eingeritzt.
  2. Lotte Jacobi: Theater & dance photographs, Countryman Press, 1982, S. 12
  3. Heike Goldbach: Ein Feuerwerk an Charme: Willy Fritsch, der Ufa-Schauspieler. Über eine große Filmkarriere in wechselhaften Zeiten tredition Verlag, Hamburg
  4. Gestorben: Dinah Grace-Fritsch In: Der Spiegel Nr. 21/1963, 22. Mai 1962.