Dinesh D’Souza

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Dinesh D’Souza (2012)

Dinesh D’Souza (* 25. April 1961 in Bombay, Indien) ist ein US-amerikanischer Autor und Redner. Der katholisch erzogene Republikaner ist einer der prominentesten Vertreter des evangelikalen Christentums[1] in den USA und war seit dem 25. August 2010 Präsident des King's College in New York.[2] Er erklärte am 18. Oktober 2012 seinen Rücktritt von diesem Amt, nachdem eine für evangelikale Christen inakzeptable außereheliche Beziehung bekannt geworden war.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D’Souza kam als Austauschstudent in die Vereinigten Staaten. Am Dartmouth College erhielt er 1983 seinen B.A. in englischsprachiger Literatur.[3] Timothy Geithner, der dort zu jener Zeit ebenfalls studierte, kritisierte, dass D’Souza als Redakteur der konservativen Studentenzeitung Dartmouth Review homosexuelle Kommilitonen ungefragt geoutet hatte.[4]

Wegen illegaler Parteispenden, nach US-Recht ein Verbrechen, wurde D’Souza 2014 von Bundesrichter Richard M. Berman am Bundesbezirksgericht S.D.N.Y. zu Therapie und Geldbuße verurteilt, jedoch zu keiner Gefängnisstrafe.[5]

The Enemy at Home[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D'Souza ist Autor des Buches "The Enemy At Home: The Cultural Left and Its Responsibility for 9/11" (dt.: "Der Feind im Inneren: Die kulturelle Linke und ihre Verantwortung für 9/11"). In diesem Buch greift er die amerikanischen Linken an und unterstellt ihr eine Allianz mit dem Terrorchef Osama bin Laden. Weiterhin sei die Linke überhaupt dafür verantwortlich, dass Islamisten die USA hassen würden. Im selben Buch sagt D'Souza, die Zustände im Foltergefängnis Abu Ghuraib entsprächen dem Standard in nahöstlichen Hotels. Die Folterer von Abu Ghuraib seien amerikanische Linke gewesen.[6] Michiko Kakutani bezeichnete das Buch in ihrer Rezension für die New York Times als "absurd" und nannte D'Souza eine "Ann Coulter der Think Tanks".[7]

Filme gegen Demokraten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D’Souza ist Regisseur und Drehbuchautor des Dokumentarfilms 2016: Obama's America, in welchem er die Behauptung aufstellt, Obama wolle den Einfluss der USA zurückdrängen.[8] Dieser Film wurde von einem Großteil der Kritik extrem negativ beurteilt. So registrierte Rotten Tomatoes 74 Prozent negative Kritiken [9] und Metacritic verzeichnete einen Metascore von lediglich 26 von 100.[10] Andy Webster, Kritiker der New York Times, vertritt die Auffassung, D'Souza sei mit seinem Film gescheitert.[11] Beth Fouhy von der Associated Press fand, dass der Film mit seiner Begründung für Obamas angebliches Weltbild rein subjektiv und unplausibel geblieben sei.[12]

Michael O'Sullivan von der Washington Post hielt den Film für eine unreflektierte, einseitige Panikmache.[13] Gelobt wurde der Film von John Fund, Journalist des konservativen National Review: D’Souzas Film verdiene es, ernst genommen zu werden.[14]

2016 griff D’Souza die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten an mit seinem Film Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party, in dem er die rassistischen Positionen des 19. Jahrhunderts mit der Demokratischen Partei der Jetztzeit gleichsetzt.[15][16] Während Filmkritiker das Werk verrissen, rief Donald Trump während des Wahlkampfes seine Anhänger auf, sich den Film anzuschauen.[17] Er wurde zu einem der erfolgreichsten Dokumentarfilme des Jahres.[18] Der Film wurde 2017 als Schlechtester Film mit der Goldenen Himbeere ausgezeichnet. D’Souza erhielt die Goldene Himbeere als Schlechtester Schauspieler und für die Schlechteste Regie. Darüber hinaus bekam der Film eine weitere Nominierung für das Schlechteste Drehbuch.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dinesh D'Souza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dinesh D'Souza: The non-issue (englisch) The King's College. 31. August 2010. Abgerufen am 9. Oktober 2010.
  2. Dinesh D'Souza Named President of The King's College in NYC (englisch) The King's College. 23. August 2010. Abgerufen am 9. Oktober 2010.
  3. https://news.dartmouth.edu/news/2014/01/review-alumnus-debates-60s-radical-dartmouth
  4. https://www.buzzfeed.com/matthewzeitlin/tim-geithner-asked-dinesh-dsouza-how-it-felt-to-be-such-a-di
  5. http://www.reuters.com/article/us-usa-politics-dsouza-idUSKCN0HI23820140923
  6. Rezension in der N.Y. Times
  7. http://www.nytimes.com/2007/02/06/books/06kaku.html
  8. Fund, John: What Obama Has in Store for Us. In: National Review Online, 4. August 2012. Abgerufen am 28. August 2012. 
  9. http://www.rottentomatoes.com/m/2016_obamas_america/
  10. http://www.metacritic.com/movie/2016-obamas-america
  11. Movie Review, Documentary Exploring Obama’s Political Roots 2016: Obama's America, The New York Times. 13. August 2012. Abgerufen am 28. August 2012. 
  12. Fouhy, Beth (August 28, 2012) FACT CHECK: "Anti-colonial" Obama not plausible, Associated Press. Accessed August 29. 2012.
  13. In 2016, Obama is fear itself Michael O’Sullivan Friday, August 24, 2012 Washington Post
  14. nationalreview.com
  15. https://www.washingtonpost.com/goingoutguide/movies/hillarys-america-travels-through-time-and-finds-the-democratic-party-to-blame/2016/07/21/5152a75c-4ac1-11e6-90a8-fb84201e0645_story.html
  16. http://www.nytimes.com/2016/07/22/movies/hillarys-america-dinesh-dsouza-review.html?_r=1
  17. http://www.usatoday.com/story/life/movies/2016/07/24/hillarys-america-documentary-cracks-top-10-box-office/87506198/
  18. http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=hillarysamerica.htm