Dino Reisner

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Dino Reisner (* 1971 in Bayreuth) ist ein deutscher Buchautor und Journalist.

Er schrieb Biografien über den Basketballspieler Dirk Nowitzki und die Fußballer Michael Ballack und Pep Guardiola, die Chronik über 40 Jahre Basketball-Bundesliga und berichtete von 14 Eishockey-Weltmeisterschaften (1994 bis 2010), den Olympischen Winterspielen 2002 und 2006 sowie der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen ist Reisner im oberfränkischen Bayreuth.[1] Während seiner Schulzeit und des nachfolgenden Studiums in Bamberg und Berlin sammelte er erste journalistische Erfahrungen beim Nordbayerischen Kurier.[1] Nach seinem Studium übernahm er die Sportredaktion der Regionalausgabe Bayern der Tageszeitung Die Welt in München.[2] Anschließend machte er sich als Journalist und Buchautor selbstständig und arbeitete unter anderem für die Sportredaktionen von Bild, Deutsche Presse-Agentur (dpa), Nordbayerischer Kurier, Kicker-Sportmagazin und den TV-Sender Sky.[2][1][3] Im September 2014 wechselte er als Leiter Kommunikation zum Basketball-Bundesligisten Mitteldeutscher BC,[4] für den er bis 2016 arbeitete.[2]

Investigativer Journalismus im Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2003 deckte Reisner durch investigative Berichterstattung in der Tageszeitung Die Welt und dem Fachblatt Eishockey News den Schwindel um die Spielberechtigung der Freiburger Eishockey-Profis Peter Mares und Michael Vašíček auf. Der Klub hatte die beiden Tschechen bei Beantragung der Lizenzunterlagen für die Deutsche Eishockey Liga (DEL) nicht innerhalb des zwölf Spieler umfassenden Ausländerkontingentes gemeldet. Die DEL reagierte daraufhin und entzog beiden Profis die Spielberechtigung außerhalb des Ausländerkontingentes.[5]

Kontroverse um Eishockey-WM 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2004 in Prag, bei der die deutsche Nationalmannschaft den neunten Rang belegte, sorgte Reisner für einen Eklat, als sich der damalige Bundestrainer Hans Zach von dessen Berichterstattung massiv angegriffen fühlte und mit folgenden Worten seinen Rücktritt erklärte: „Ich habe es nicht nötig, mir von irgendwelchen Fachjournalisten vorwerfen zu lassen, dass mein System falsch oder meine Doppelfunktion als Bundestrainer und Trainer der Kölner Haie schädlich sei.“[6]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Liebeserklärung – Buch über Basketball in Bayreuth. In: Nordbayerischer Kurier. 8. März 2019, abgerufen am 5. Mai 2019.
  2. a b c Biografie Dino Reisner. teNeues, abgerufen am 5. Mai 2019.
  3. Vita. Dino Reisner, abgerufen am 5. Mai 2019 (u.a. DPA-Tätigkeit).
  4. Anna Blumtritt: Dino Reisner neuer Leiter Kommunikation beim MBC. Mitteldeutscher Basketball Club, 12. September 2014, abgerufen am 5. Mai 2019.
  5. Dino Reisner: Täuschung aufgeflogen - jetzt ist das Geheule bei den Wölfen groß. In: Die Welt. 21. September 2003, abgerufen am 5. Mai 2019.
  6. Marcel Grzanna: Zach-Interview – "Lasse mich nicht anpinkeln". In: Spiegel Online. 13. Mai 2004, abgerufen am 5. Mai 2019.