Dirk Jörke

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Dirk Jörke (* 1971 in Ahlen) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Jörke studierte Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Kiel und Hamburg und schloss 1996 als Magister ab.[1] 2001 war Jörke Visiting Scholar am Center for Dewey Studies in Carbondale, Illinois. Promoviert wurde er 2002 an der Universität Greifswald. 2004 war er Visiting Scholar an der New School for Social Research in New York (Departement of Political Science). Jörke habilitierte sich 2009 an der Universität Greifswald mit der Arbeit Kritik demokratischer Praxis: Eine ideengeschichtliche Studie.[2] Von 2011 bis 2012 war er Visiting Scholar am History Department der Harvard University, Cambridge, Massachusetts. 2014 erhielt Dirk Jörke einen Ruf an die Technische Universität Darmstadt, wo er als Professor am Institut für Politikwissenschaft wirkt.

Dirk Jörke erhielt ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, ein Forschungsstipendium der Fritz Thyssen Stiftung und ein Promotionsstipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeiten ist eine zeitgenössische Interpretation des Begriffs der Demokratie.[3] Die von ihm gemeinsam mit Hubertus Buchstein unternommene Analyse der semantischen Transformationen des Demokratiebegriffs wird inzwischen als klassisch bezeichnet.[4] Insbesondere in der Debatte um die Postdemokratie lieferte Jörke grundlegende Argumente.[5][6]

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Jörke auch publizistisch tätig, unter anderem bei Cicero[7], H-Soz-Kult[8] und im Deutschlandfunk.[9]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Demokratie als Erfahrung. John Dewey und die politische Philosophie der Gegenwart. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-531-14051-5.
  • Politische Anthropologie. Eine Einführung. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14908-3.
  • Kritik demokratischer Praxis. Eine ideengeschichtliche Studie. Habilitationsschrift. Schriftenreihe der Sektion Politische Theorien und Ideengeschichte. Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6806-9.

Herausgeberschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirk Jörke auf der Website der Schader-Stiftung, 14. November 2014, abgerufen am 1. August 2015.
  2. Thomas Mirbach: Dirk Jörke: Kritik demokratischer Praxis, Rezension in: Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 31. Mai 2012. Charles Philippe Dijon de Monteton: Jörke, Dirk: Kritik demokratischer Praxis - Eine ideengeschichtliche Studie, Rezension in: Politische Vierteljahresschrift, Jahrgang 55, Heft 3, 2014, S. 568–571 (PDF; 86 kB).
  3. Hubertus Buchstein, Dirk Jörke: Das Unbehagen an der Demokratietheorie, in: Leviathan, Nr. 31, Heft 4, 2003, S. 470-495, doi:10.1007/s11578-003-0027-8.
  4. Olaf Jann: Die Arroganz der Ignoranz: Vom Elend real existierender Demokratie, in: Hungeling, Christoph (Hrsg.): Anthropologie – Bildung – Demokratie, Würzburg 2010, S. 80–106 (hier S. 81), ISBN 978-3826042621.
  5. Dirk Jörke: Auf dem Weg zur Postdemokratie, in: Leviathan, Nr. 33, Heft 4, 2005, doi:10.1007/s11578-005-0057-5.
  6. Wie viel Streit braucht die Demokratie? Über das Verschwinden des Politischen, Wissenschaftspodcast der Volkswagenstiftung, Podiumsdiskussion vom 3. Dezember 2014 mit Paul Nolte, Torben Lütjen, Dirk Jörke, Tina Hildebrandt, Tanja Busse.
  7. Dirk Jörke bei Cicero Online.
  8. Dirk Jörke bei H-Soz-Kult.
  9. Ingeborg Breuer: Wer regiert unser Land? Deutschlandfunk, Sendung vom 10. Mai 2012.