Dirk Joeres

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Dirk Joeres (* 1947 in Bonn) ist ein deutscher Pianist und Dirigent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von sechs Jahren erhielt Joeres seinen ersten Klavierunterricht, mit elf Jahren wurde er am Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf aufgenommen. Nach dem Abitur studierte Dirk Joeres Klavier und Dirigieren in Berlin, Köln und London. Joeres studierte für ein Jahr in Paris bei der französischen Komponistin, Dirigentin und Musikpädagogin Nadia Boulanger.

1972 gewann Dirk Joeres den 1. Preis beim Vercelli-Wettbewerb. Im Anschluss konzertierte er in mehreren europäischen Ländern. Im Jahr 1975 gelang Joeres sein Durchbruch in Duisburg, als er überraschenderweise, binnen weniger Stunden, bei einem Klavierabend für den plötzlich erkrankten Claudio Arrau engagiert, den Abend füllte. Dirk Joeres äußerte einmal, er fühle sich in einem Leben als reisender Virtuose nicht ausgefüllt, Zitat: Mir scheint die Zeit des reisenden Nur-Virtuosen passé zu sein. Er gab deshalb auch immer wieder Moderations-Konzerte und intensivierte bald seine Arbeit als Dirigent.

1978 unternahm Dirk Joeres seine erste Tournee als Solist und Dirigent in Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester der Wiener Symphoniker. 1979 folgte eine Tournee mit den London Mozart Players. Seit 1982 ist Joeres ständiger Gastdirigent der Bornemouth Sinfonietta. Ab 1983 leitete er zwei Jahre lang das Südwestdeutsche Kammerorchester. Danach wurde er als Gastdirigent vom Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks und dem Royal Philharmonic Orchestra eingeladen, seit 2007 ist er ständiger Gastdirigent dieses Londoner Orchesters.[1]

Als Pianist liegen Dirk Joeres Schwerpunkte bei der Wiener Klassik, bei Schuberts Klaviermusik, bei Johannes Brahms und nicht zuletzt auf dem weiten Feld der Musik des 20. Jahrhunderts.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Permanent Guest Conductor“, vgl. http://www.rpo.co.uk/rpo_conductors.php