Dirk Lottner

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Dirk Lottner
Spielerinformationen
Geburtstag 4. März 1972
Geburtsort KölnDeutschland
Größe 187 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–1985 Rot-Weiß Zollstock
1985–1990 SC Fortuna Köln
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1990–1997 SC Fortuna Köln 231 (41)
1997–1998 Bayer 04 Leverkusen 017 0(2)
1999–2004 1. FC Köln 161 (54)
2004–2006 MSV Duisburg 041 0(3)
2006–2007 1. FC Köln II 2 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
Deutschland U-21 8 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006–2007 1. FC Köln II (Co-Trainer)
2007–2010 1. FC Köln U-17
2010–2011 1. FC Köln (Co-Trainer)
2011–2013 1. FC Köln II
2012–2013 1. FC Köln (Co-Trainer; interim)
2014 Hansa Rostock
2016– 1. FC Saarbrücken
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Dirk Lottner (* 4. März 1972 in Köln) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Laufbahn als Fußballprofi begann der Kölner 1992 beim SC Fortuna Köln in der 2. Bundesliga. Nach fünf Jahren wechselte er zu Bayer 04 Leverkusen, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. Danach spielte er sechs Jahre in der 1. und 2. Bundesliga für den 1. FC Köln und war dort zeitweise Kapitän der Mannschaft. 2004 wurde er wegen angeblicher läuferischer Defizite ausgemustert. Lottner wechselte daraufhin zum MSV Duisburg, mit dem er zwar in die Bundesliga aufstieg, bei dem er aber ebenfalls nur ein Reservistendasein fristete.

Bei den Fans des 1. FC Köln genießt Lottner bis heute Kultstatus. Er wurde zu einer Identifikationsfigur, nicht zuletzt weil er einer der wenigen viel zitierten „Typen“ im Fußball war und nie einen Hehl aus seiner emotionalen Bindung zum FC gemacht hat. In der Fankurve der Kölner finden sich bis heute Plakate und Banner mit Lottners Namen. Insbesondere ist der Linksfuß dem Publikum als „Herr des ruhenden Balls“ in Erinnerung geblieben. Seine präzisen Freistöße, welche nicht selten spielentscheidend waren, landeten häufig unhaltbar im Netz des gegnerischen Tores.[1] Schwächen, wie eine gewisse Lauffaulheit und sein für einen Fußballprofi ungewöhnliches Laster, das Rauchen, wurden ihm von den Fans in aller Regel nachgesehen.[2][3]

Im Mai 2006 beendete Lottner seine aktive Karriere. In der Saison 2006/07 war er Co-Trainer des 1. FC Köln II, bei dem er zwischendurch auch wieder als Spieler ins Geschehen eingriff. Ein Comeback als Profi, auf das die Kölner Boulevard-Presse spekuliert hatte, lehnten jedoch sowohl Lottner selbst als auch der Verein ab.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die U-21-Auswahl spielte Lottner acht Mal, dabei erzielte er einen Treffer.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Rücktritt als Spieler war er im Jugendbereich des 1. FC Köln tätig. Er trainierte von 2007 bis 2010 die U-17-Mannschaft. Seit dem 1. April ist Lottner im Besitz der Trainerlizenz des Deutschen Fußballbundes (DFB).

Am 24. Oktober 2010 wurde er unter Frank Schaefer Co-Trainer, nachdem der bisherige Cheftrainer Zvonimir Soldo freigestellt worden war.[4]

Ab der Saison 2011/12 war Lottner Cheftrainer der U-21 des 1. FC Köln. Am 22. April 2013 wurde er nach einer langen Misserfolgsserie entlassen.[5] Ab dem 12. April 2012 bis zum Saisonende war er zudem wieder Co-Trainer der ersten Mannschaft.[6]

Am 16. April 2014 übernahm Lottner den Posten des Cheftrainers beim Drittligisten Hansa Rostock.[7] Nachdem die Mannschaft unter ihm fünf Punkte aus vier Spielen erreicht hatte, wurde Lottners zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert.

Seit dem 3. November 2014 betreibt Lottner „Lottes Kicker – Die Dirk Lottner Fußballschule“.

Zur Saison 2016/17 übernahm Lottner den Cheftrainerposten beim Südwest-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken.[8]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Bundesliga
    • Bayer 04 Leverkusen – 17 Spiele, 1 Tor
    • 1. FC Köln – 83 Spiele, 24 Tore
    • MSV Duisburg – 19 Spiele
  • 2. Bundesliga
    • Fortuna Köln – 231 Spiele, 38 Tore
    • 1. FC Köln – 78 Spiele, 30 Tore
    • MSV Duisburg – 22 Spiele, 3 Tore
  • DFB-Pokal
    • 1. FC Köln – 13 Spiele, 3 Tore

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Aufstieg in die Bundesliga als Spieler des 1.FC Köln
  • 2003: Aufstieg in die Bundesliga als Spieler des 1.FC Köln
  • 2005: Aufstieg in die Bundesliga als Spieler des MSV Duisburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.welt.de/print-welt/article252298/Wir-haben-nur-noch-eine-Patrone.html
  2. http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?dig=2003%2F04%2F17%2Fa0150
  3. https://www.welt.de/print-welt/article432915/Die-Rueckkehr-von-Zettel-Ewald.html
  4. FC-Idol Lottner wird Schaefers Co-Trainer. Express. 24. Oktober 2010. Abgerufen am 25. Oktober 2010.
  5. FC entlässt Dirk Lottner als Trainer der U 21, www.koeln.de vom 22. April 2013
  6. Meldung auf www.transfermarkt.de vom 12. April 2012
  7. Dirk Lottner übernimmt bis Saisonende das Traineramt beim F.C. Hansa. Mitteilung auf der Homepage von Hansa Rostock vom 16. April 2014 (abgerufen am 24. April 2014).
  8. http://www.fc-saarbruecken.de/node/4737 Dirk Lottner wird neuer Cheftrainer beim 1. FC Saarbrücken