Dirk Maxeiner

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Dirk Maxeiner, Berlin 2015

Dirk Maxeiner (* 1953) ist ein deutscher Journalist und Publizist.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maxeiner begann seine journalistische Laufbahn bei der Motor Presse in Stuttgart. Danach war er Redakteur beim Magazin Stern und arbeitete als Chefredakteur des Pariser Stadtmagazins Pariser Luft. Später entwickelte und leitete er das Umweltmagazin Chancen. Von 1989 bis 1993 war Maxeiner Chefredakteur des Umweltmagazins Natur. Seitdem arbeitet er als freier Publizist für zahlreiche Medien in Deutschland und Europa.

Tätigkeitsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind Themen aus Wissenschaft, Ökologie und Politik. Mehrere seiner Veröffentlichungen befassen sich auch mit Motorsport. Artikel von Maxeiner erschienen in zahlreichen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen sowie im Hörfunk. Gemeinsam mit Michael Miersch verfasst er eine wöchentliche Kolumne für die Tageszeitung Die Welt und schrieb mehrere Sachbücher zu politischen und ökologischen Themen.

Maxeiner wendet sich gegen einen "hysterischen" Umgang mit Umweltproblemen („Alarmismus“), der seiner Ansicht nach zur Bildung von Mythen führt, die dann zur Grundlage politischer Entscheidungen gemacht werden („Ökologismus“). Maxeiner und Miersch weisen dabei auf ein angebliches [1]Stagnieren der Welttemperatur seit über 17 Jahren“ hin und stellen die Behauptung auf, die Änderung der Sonnenaktivität sei der Verursacher der Klimaerwärmung seit Mitte des letzten Jahrhunderts.[2] In einer Publikation des Umweltbundesamtes wird Maxeiner deshalb als ein wissenschaftlichem Konsens widersprechender „Klimawandelskeptiker“ bezeichnet.[3] Maxeiner erwog daher, gegen das Umweltbundesamt juristische Schritte zu ergreifen.[4] Eine entsprechende Klage wurde im November 2015 vom Verwaltungsgericht abgewiesen da die Aussagen des UBA, so das Gericht, "sachlich, nicht verfälschend und nicht überzogen" seien.[5][6] Unterstützung erhielt Maxeiner unter anderem durch Henryk M. Broder.[7]

Maxeiner ist redaktioneller Mitarbeiter des Schweizer Wochenmagazins Die Weltwoche. Außerdem ist er Geschäftsführer[8] und regelmäßiger Autor[9] des Weblogs Die Achse des Guten.

Preise und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik (2005)
  • Preis Lesen für die Umwelt (2003)
  • Wissenschaftsbuch des Jahres (2000)
  • Preis für hervorragende Umweltkommunikation (1997)
  • Wissenschaftsbuch des Jahres (1996)

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Hans Georg Isenberg: Die schnellsten Autos der Welt, Falken Verlag, Niedernhausen.
  • mit Hans Georg Isenberg: Die rasantesten Rallyes der Welt, Falken Verlag, Niedernhausen.
  • mit Hans G. Lehmann: Testfahrer und Autospione. Abenteuer mit geheimen Automobilen., Stuttgart: Motorbuch Verlag, 1985, ISBN 978-3613010222.
  • mit Michael Miersch: Öko-Optimismus, Metropolitan Verlag, Düsseldorf 1996, ISBN 3-89623-018-2
  • mit Michael Miersch: Lexikon der Öko-Irrtümer - Überraschende Fakten zu Energie, Gentechnik, Gesundheit, Klima, Ozon, Wald und vielen anderen Umweltthemen, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-8218-0586-2.
  • Life Counts - Eine globale Bilanz des Lebens (mit Michael Miersch, Michael Gleich und Fabian Nicolay), Berlin Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-8270-0350-4.
  • mit Michael Miersch: Das Mephisto-Prinzip - Warum es besser ist, nicht gut zu sein, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-8218-1636-8.
  • mit Michael Miersch: Die Zukunft und ihre Feinde - Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen, Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-8218-3912-0.
  • Schöner Denken - Wie man politisch unkorrekt ist, (mit Josef Joffe, Michael Miersch, Henryk M. Broder), Piper Verlag, München 2007, ISBN 978-3-492-05016-6.
  • Hurra, wir retten die Welt! Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen, WJS-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-937989-29-7.
  • mit Michael Miersch: Biokost & Ökokult. Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt, Piper Verlag München 2008, ISBN 978-3-492051002.
  • mit Michael Miersch: Alles grün und gut?: Eine Bilanz des ökologischen Denkens, Albrecht Knaus Verlag, München 2014, ISBN 978-3-8135-0650-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Skeptical Science zur angeblichen Stagnation der globalen Erwärmung
  2. Skepticalscience zur Sonnenflecken Hypothese
  3. Und sie erwärmt sich doch - Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel? (Memento vom 7. Juni 2013 im Internet Archive) Broschüren/Faltblätter 2013 Umweltbundesamt
  4. Umweltamt rüffelt vier „Klimaskeptiker“ Joachim Wille Berliner Zeitung 24. Mai 2013
  5. dpa: Journalisten ziehen den Kürzeren. In: handelsblatt.com. 19. November 2015, abgerufen am 16. März 2016.
  6. Umweltbroschüre darf Journalisten „Klimawandel-Skeptiker“ nennen dpa/Kölner Stadt-Anzeiger 19. November 2015
  7. Eine Behörde erklärt die Klimadebatte für beendet Die Welt 19. Mai 2013
  8. Die Achse des Guten: Impressum
  9. Liste der Beiträge von Dirk Maxeiner bei der Achse des Guten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]