Dirk Stermann

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Dirk Stermann (2019)

Dirk Stermann (* 7. Dezember 1965 in Duisburg) ist ein deutscher Fernseh- und Radiomoderator, Kabarettist und Autor. Er lebt und arbeitet seit 1988 in Österreich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stermann leistete nach seinem Abitur Zivildienst. Anschließend wollte er Theaterwissenschaften in Deutschland studieren. Aufgrund seiner für den Numerus clausus nicht ausreichenden Abiturnote hätte er mehrere Jahre auf einen Studienplatz warten müssen.[1] Daher entschied er sich, nach Wien zu gehen und dort Theaterwissenschaften und Geschichte zu studieren, was er aber abbrach.

Seit 1988 arbeitet er für den ORF; ab 1990 bildete er gemeinsam mit dem Österreicher Christoph Grissemann ein Duo, das schließlich als Stermann & Grissemann bekannt wurde. Die beiden gestalteten die Satire-Radiosendung Salon Helga im Rahmen der Ö3-Sendung ZickZack und ab 1995 auf FM4, ab 1995 moderierten sie außerdem auf FM4 die satirische Dating-Radiosendung Radio Blume. Zwischen 1998 und 2011 arbeitete Stermann auch für Radio Eins und gestaltete dort gemeinsam mit Grissemann die Radiosendung Show Royale. Von 2004 bis 2013 moderierte er den Protestsongcontest im Wiener Rabenhof Theater. Seit 2007 moderiert er zusammen mit Christoph Grissemann die Talkshow Willkommen Österreich. Im Dezember 2012 moderierte er mit Grissemann die satirische Spielshow Keine Chance – Die Stermann gegen Grissemann Show.

In Stermanns Roman Sechs Österreicher unter den ersten fünf kommt ein Zahnarzt namens Dr. Braun de Praun aus Graz vor, der zum Auftragsdieb wird. Zufällig gibt es in Graz einen wirklichen Zahnarzt mit demselben Namen. Dieser verklagte Stermann auf Schadenersatz, verlor jedoch in letzter Instanz (beim Obersten Gerichtshof).[2]

Von 2015 bis 2017 moderierte Stermann im NDR Fernsehen fünf Episoden der Show Soul Kitchen – Die Geschichte eines Abends.[3]

2019 veröffentlichte er den Historienroman Der Hammer über Joseph von Hammer-Purgstall.[4][5] Im Oktober 2022 feierte er mit seinem ersten Solokabarett Zusammenbraut am Wiener Rabenhof-Theater Premiere.[6][7]

Dirk Stermann hat eine Tochter und einen Sohn. Er ist Anhänger des MSV Duisburg.[8]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Humor und Satire

  • Einfach so. Gedichte und Erzählungen. Eigenverlag.
  • Kurz & klein. Gedichte und Erzählungen. Zwiebelzwerg Verlag, Willebadessen / Düsseldorf 1989, ISBN 3-925323-40-6.
  • mit Christoph Grissemann: Als wir noch nicht von Funk und Fernsehen kaputtgemacht geworden sind? (= Sumpfbuch. Band 6). Edition selena, Wien 1998, ISBN 3-85266-089-0.
  • mit Christoph Grissemann: Immer nie am Meer (mit den geheimen Tagebüchern von Verona Feldbusch & Dieter Bohlen). 1.–2. Auflage. Edition selena, Wien 1999, ISBN 3-85266-115-3.
  • mit Christoph Grissemann: Willkommen in der Ohrfeigenanstalt. Hoanzl, Wien 2002, ISBN 3-902309-01-6.
  • mit Christoph Grissemann: Be Afraid, Honey … It’s FM4. Die geheimen Anstalts-Tagebücher. Edition selene, Wien 2004, ISBN 3-85266-256-7.
  • mit Christoph Grissemann: Debilenmilch. Auf den Spuren des legendären Kaffeerösters Bruno A. Sauermann. 5. Auflage. Tropen Verlag, Berlin / Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-50401-9 (Erstausgabe: 2007).
  • Eier. Czernin Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-7076-0321-7.
  • mit Christoph Grissemann: Speichelfäden in der Buttermilch (= Gesammelte Werke. Band 1). Tropen Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-608-50404-0.
  • Stoß im Himmel: Der Schnitzelkrieg der Kulturen. Ullstein Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-550-08034-0.

Kochbuch

  • mit Christiane Kada: Frische Fische Kochen & Essen. Brandstätter Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-85033-625-3.

Kinderbuch

Romane

Dirk Stermann (2009)

Filmauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Christoph Grissemann: Das Ende zweier Entertainer. Live-Mitschnitt Audimax Uni Wien, 1. Mai 1999. Hoanzl, Wien 1999, ISBN 3-900625-15-8 (2 CDs; Lizenz der Edition selene).
  • mit Christoph Grissemann: Karawane des Grauens. Live-Mitschnitt aus dem Audimax Wien, Dezember 2000. Hoanzl, Wien 2000, ISBN 3-900625-16-6 (2 CDs).
  • mit Christoph Grissemann: Willkommen in der Ohrfeigenanstalt. Live-Mitschnitt aus dem Vindebona Wien, Juni 2003. Hoanzl, Wien 2003, ISBN 3-902309-83-0 (2 CDs).
  • Stermann liest Morgenstern. Ein akustischer Gedichtband mit Poesie von Christian Morgenstern und Musik von Alexander Hochenburger. 2006.
  • (mit David Schalko, Christoph Grissemann, Josef Hader): Wir lassen uns gehen. Livemitschnitt aus dem Wiener WUK Dezember 2007. Universal Music Austria, Wien 2009, ISBN 978-3-9502651-2-5 (2 CDs).
  • 6 Österreicher unter den ersten 5. Roman einer Entpiefkenisierung. Hörbuch Hamburg, Hamburg 2011, ISBN 978-3-89903-335-9 (4 CDs, ca. 290 Min.).


Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dirk Stermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirk Stermann in der FM4 Bücherei – Interview auf Radio FM4 in der Sendung FM4 Bücherei von Zita Bereuter am 31. März 2013. Dort sagt Stermann auch, dass er für ein Studium in Österreich einen Studienplatz in Deutschland benötigte. Er konnte einen Zweithörersitz in Frankfurt am Main ergattern.
  2. Als Romanfigur wiedererkannt. Kein Schadenersatz für echten Arzt. In: Die Presse. 24. Februar 2014, S. 15.
  3. Die Geschichte eines Abends. auf fernsehserien.de
  4. Wolfgang Huber-Lang: Der Hammer: Dirk Stermann mit Historienroman über Hammer-Purgstall. In: Kleine Zeitung. 13. September 2019, abgerufen am 17. September 2019.
  5. Dirk Stermann: Sein Hammer und die Notdurft. In: derStandard.at. 15. September 2019, abgerufen am 17. September 2019.
  6. "Zusammenbraut": Dirk Stermanns erstes Solo feierte Premiere. In: news.at/APA. 13. Oktober 2022, abgerufen am 13. Oktober 2022.
  7. Stefan Weiss: Dirk Stermanns erstes Solokabarett: Ein Rabenvater wird Brautvater. In: DerStandard.at. 13. Oktober 2022, abgerufen am 13. Oktober 2022.
  8. Das Spiel meines Lebens - Dirk Stermann: 05.11.1977, MSV Duisburg – FC Bayern München 6:3. In: tagesspiegel.de. 7. März 2013, abgerufen am 12. November 2023.
  9. Der „Salzburger Stier 2024“ geht an Dirk Stermann. In: ots.at. 24. Oktober 2023, abgerufen am 24. Oktober 2023.