Diseuse

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Eine Diseuse ist eine Künstlerin des Kabaretts, die fremde oder selbstgeschriebene Chansons und Texte vorträgt.[1] Der männliche Kollege wird Diseur genannt. Die Bezeichnung kommt aus dem Französischen und leitet sich ab von dire („sagen, sprechen, reden“).[2]

Die Bedeutung des Worts Chansonnette erklärt Meyers Konversations-Lexikon 1905 als „Liedchen, meist komischen oder frivolen Inhalts“ und merkt an: „Im Deutschen oft fälschlich statt Chansonnettensängerin (franz. chanteuse, chansonniere).“[3]

Diseusen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Künstlerinnen, die als Diseuse bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen und beschrieben sind:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sandra Danielczyk: Diseusen in der Weimarer Republik. Imagekonstruktionen im Kabarett am Beispiel von Margo Lion und Blandine Ebinger (= Texte zur populären musik. Band 9). Transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-3835-6.
  • Heinz Greu: Bretter, die die Zeit bedeuten: Die Kulturgeschichte des Kabaretts. Dtv, 1971, ISBN 3-423-00743-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon-Eintrag: Diseur. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. 5. Auflage. Band 1. Leipzig 1911, S. 440 (online auf zeno.org); Volltext: „Diseur (frz., spr. disöhr, weiblich: Diseuse, spr. disöhs'), der (die) Vortragende von Gedichten, Melodramen etc.“
  2. Knaur: Das Deutsche Wörterbuch. Lexikografisches Institut München, 1985, S. 273.
  3. Lexikon-Eintrag: Diseuse. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 5. Leipzig 1906, S. 44 (online auf zeno.org); Volltext: „Diseuse (franz., spr. disös'), s. Chansonnette.“
    Chansonnette. Band 3. Leipzig 1905, S. 877 (online auf zeno.org); Volltext: „Chansonnette (franz., spr. schangß-), Liedchen, meist komischen oder frivolen Inhalts. Im Deutschen oft fälschlich statt Chansonnettensängerin (franz. chanteuse, chansonniere).“.
  4. Neue Ausstellung in Keitum: Ada Hecht – ein Leben für die Musik. In: Sylter Nachrichten. 31. Mai 2013, abgerufen am 1. Mai 2020.