Diskussion:Depression

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Hormonelle Verhütung / Depression[Quelltext bearbeiten]

Den aussagekräftigsten Satz über Hormonelle Verhütung und Depression, hast Du diskussionslos gelöscht. Die Aussage ist aber so gut belegt, wie wenig anderes in der Epidemiologie und noch dazu für viele Betroffene eventuell hoch-relevant! Deine Begründung dazu: "einseitige Primärquelle" Was soll das sein? Das ist nicht Geschichte oder Soziologie! Das sind empirische Untersuchungen, von mehreren Millionen (!) Frauen über viele Jahre, die in JAMA-Psychiatry peer-reviewt und publiziert wurden. Aufgrund welcher Kompetenz kannst Du dir anmaßen mit einem Wort zurückzuweisen, was renomierte Forscher mit aufwendigster Methodik ermitteln konnten, was von anderen renomierten Experten auf dem Feld überprüft und editiert und schließlich in einem international rezipierten Fachmagazin veröffentlicht wurde? Das ist leider nicht das erste Mal, dass Du meine Arbeit an diesem Artikel eigenmächtig für nichtig abtust, obwohl starke Belege und eine Diskussion vorlagen. Ich bin nicht sicher, ob dieses Verhalten dem Wikipedia-Standard entspricht. Es ist in jedem Fall destruktiv und respektlos. Happycow (Diskussion) 02:42, 13. Dez. 2020 (CET)

Saidmann, das Schärfste daran ist ja, dass Du nicht nur die Grundaussage entfernst und deine "Gegensicht" in den Abschnitt Hormonelle Verhütung einfügst, sondern für deinen Edit gerne den Indikativ von "zeigen" verwendest. Bei Aussagen, die dir nicht gefallen, revertierst Du stattdessen solange, bis aus zeigen "andeuten" und aus werden "sei" wird. Sind halt alles nur Tendenzen und Andeutungen.(Der selektive Konjunktiv? ). Gleichzeitig löschst Du auch gleich mal die Quelle[1] zu der Aussage, die du halt "einseitig" fandest. Happycow (Diskussion) 04:48, 13. Dez. 2020 (CET)

Stattdessen verbreitest Du Falschaussagen. Die von dir zitierte Studie[2] ist 1) keine randomisiert kontrolliert Studie, wie von Dir behauptet, 2) auch nicht mehrere Studien und 3) gab es dementsprechend keine Placebo-Gabe und keine Kontrollgruppe. Bei der Studie handelt es sich um ein Review, in dessen Conclusion zu lesen ist "Based on the evidence currently available, it is likely that HC[Hormonal Contraception]-intake can lead to mood-related side effects, particularly in women with a history of previous depressive episodes.". Happycow (Diskussion) 05:04, 13. Dez. 2020 (CET)

Nur zum Letzten, denn das reicht. Der Review hat randomisierte kontrollierte Studien ausgewertet. Das ist die Aufgabe von Reviews. Etwas anderes hatte mein Artikeltext auch nicht behauptet. --Saidmann (Diskussion) 17:19, 13. Dez. 2020 (CET)
Du hast im Artikel von "mehreren RTC" geschrieben, zitierst aber ein Review. Wieso zitierst Du nicht die RTCs? Viel gravierender, du hast den Grundtenor des zitierten Reviews (conclusion) stark verfälscht (s.o.). Das Review kommt zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang von HV und Depression sehr wahrscheinlich ist und dein Edit suggeriert, dass genau dieser Zusammenhang laut RTCs nicht bestünde. Noch gravierender: eine Quelle, die einen Gegenstandpunkt wissenschaftlich belegt, löschst Du unkommentiert. Wieso versuchst Du diese Erkenntnis, die vielleicht für Millionen von Frauen (und ihre Familien) und ihre Behandler bedeutsam sein könnte, zu unterdrücken? Diese Belege stammen nicht aus der Bravo oder vom Frühstücksfernsehen, sondern aus JAMA Psychiatry. Selbst, wenn Du diesen Quellen oder ihren Conclusions gegenüber skepitsch bist, wäre eine Neutrale Position sie zu belassen und mittels Gegenbelegen zu relativieren. -- Happycow (Diskussion) 22:02, 14. Dez. 2020 (CET)
@"stark verfälscht": auf dem Niveau diskutiere ich nicht, und meine Kollegen auch nicht. In WP:RMLL ist ausführlich dargelegt, warum wir Sekundärquellen benutzen sollen und keine Primärquellen. Letztere sind manchmal sinnvoll als Zusatz. In diesem Fall jedoch nicht, da die Sekundärquelle die maßgeblichen Primärquellen in allen notwendigen Punkten ausreichend wiedergibt. --Saidmann (Diskussion) 13:21, 15. Dez. 2020 (CET)
@Saidmann: Vielleicht ist es ja so, dass die von dir bemühte "Sekundärquelle" meine "Primärquelle" "in allen notwendigen Punkten ausreichend wiedergibt". Aber das was Du daraus auf die Wikipedia schreibst tut das nicht. Dein Edit hat die Kernaussagen sowohl der 1. als auch der 2. Quelle (Es gibt massive Belege für einen Zusammenhang zwischen HC und Depression) aus dem Artikel entfernt und stattdessen als Belege für das Gegenteil (der Zusammenhang ist fraglich) angeführt. Das ist und bleibt eine grobe Verfälschung der Quellen. Punkt. -- Happycow (Diskussion) 18:22, 15. Dez. 2020 (CET)
Die Dänen haben Evidenz für eine Korrelation vorgelegt, nicht für eine Kausalität. Die Möglichkeit einer Kausalität ist bislang durch nichts gestützt worden, aber durch kontrollierte prospektive Studien als unwahrscheinlich dargestellt worden. Das hat sich auch in den LL der maßgeblichen Fachgesellschaft niedergeschlagen. Und danach gehen wir. --Saidmann (Diskussion) 22:13, 15. Dez. 2020 (CET)
@Saidmann: Ich stimme dir in dieser Sache nicht zu, obwohl der Allgemeinplatz richtig ist, dass Korrelation nicht das selbe ist wie Kausalität. Wir stehen nun für den betreffenden Abschnitt kurz vor einem Konsens und können es dabei belassen. Ich diskutiere lieber weiter mit Leuten, die sachlich bleiben und die Wikiquette respektieren. -- Happycow (Diskussion) 04:27, 17. Dez. 2020 (CET)
@Saidmann: Du bist übrigens nicht "wir". Du bist genau einer; und egal wie gut Du die WP-Regularien kennst, wieviele Edits Du hast und wie gut Du in der Redaktion vernetzt bist, deine Meinung ist nicht das Maß der Wikipedia. -- 04:27, 17. Dez. 2020 (CET)

Hormonelle Verhütung[Quelltext bearbeiten]

 Info: Anfrage erfolgte nicht auf WP:3M, sondern in Wikipedia:Redaktion Medizin#Welche Version ist die richtige? --Andrea (Diskussion) 14:16, 14. Dez. 2020 (CET)

Bitte um 3M zu der Frage: Welche Version ist die richtige?

Zwei Versionen[Quelltext bearbeiten]

Version A (bis 13. 12.)

Mehrere randomisierte kontrollierte Studien seit 2017 zeigten, dass hormonelle Verhütungsmittel zwar zu Stimmungsveränderungen führen konnten, die Wahrscheinlichkeit von Anzeichen für depressive Tendenzen jedoch nicht höher war als bei den Kontrollgruppen, die nur Placebos bekommen hatten. Es war allerdings aufgefallen, dass diejenigen Frauen, die vorher bereits negative Erfahrungen mit diesen Mitteln gemacht hatten, auch im Studienverlauf durch diese Mittel überdurchschnittlich oft depressive Stimmungsveränderungen erlebten.[2]

Version B (ab 13. 12.)

Mädchen und Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel (insbesondere nicht-orale Formen) einnehmen, haben je nach Alter und Präparat ein 1.2 bis 3.0-fach erhöhtes Risiko an Depressionen zu erkranken, als Frauen, die keine Hormone zur Verhütung verwenden.[1] Depressive Stimmung ist eine häufige Nebenwirkung oraler Kontrazeptiva.[3] Jüngere Frauen und Mädchen sind von diesem Effekt der Hormonpräparate stärker betroffen als ältere.[1] Der depressive Effekt (Relatives Risiko) ist am stärksten ausgeprägt bei Progesteron-Depots (2,7), gefolgt von subkutanen (2,1) und transdermalen (2,0) Systemen, gefolgt von vaginalem Ring (1,6) und intrauterinem Levonorgestrel (1,4)[1]. Eine Übersichtsarbeit (2019) kommt zu dem Schluss, dass die gegenwärtige Evidenzlage es wahrscheinlich erscheinen lässt, dass hormonelle Verhütungsmittel mit Stimmungsveränderungen assoziiert sind.[2] Neuropsychologisch ursächlich könnten ein hormonell vermittelter negativer Bias in der Emotionsbewertung, ein abgeschwächtes Belohnungssystem und eine mögliche Dysregulation der Stress-Achse sein.[2] Dem entgegen stehen berichtete positive Effekte hormoneller Verhütungsmittel auf die Stimmung im Zusammenhang mit PMDD.[2]

  1. a b c d Charlotte Wessel Skovlund, Lina Steinrud Mørch, Lars Vedel Kessing, Øjvind Lidegaard: Association of Hormonal Contraception With Depression. In: JAMA Psychiatry. Band 73, Nr. 11, 1. November 2016, ISSN 2168-622X, S. 1154, doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2387 (jamanetwork.com [abgerufen am 8. Dezember 2020]).
  2. a b c d e C. A. Lewis, A. S. Kimmig, R. G. Zsido, A. Jank, B. Derntl, J. Sacher: Effects of Hormonal Contraceptives on Mood: A Focus on Emotion Recognition and Reactivity, Reward Processing, and Stress Response. In: Current psychiatry reports. Band 21, Nummer 11, 11 2019, S. 115, doi:10.1007/s11920-019-1095-z, PMID 31701260, PMC 6838021 (freier Volltext) (Review).
  3. Malin Gingnell, Jonas Engman, Andreas Frick, Lena Moby, Johan Wikström: Oral contraceptive use changes brain activity and mood in women with previous negative affect on the pill—A double-blinded, placebo-controlled randomized trial of a levonorgestrel-containing combined oral contraceptive. In: Psychoneuroendocrinology. Band 38, Nr. 7, Juli 2013, S. 1133–1144, doi:10.1016/j.psyneuen.2012.11.006 (elsevier.com [abgerufen am 8. Dezember 2020]).

Stellungnahmen bitte nur unten unter 3M. --Saidmann (Diskussion) 13:41, 14. Dez. 2020 (CET)

3M[Quelltext bearbeiten]

zur Information: Version B' ist die frühere (ab 7. Dezember, Autor Happycow). Version A (Autor: Saidmann) überschrieb Version B. Die aktuelle Version (B) ist eine Zusammenführung unter weitgehender Widerherstellung der originalen Version B' und unter Einbeziehung von in Version A genannten Quellen. -- Happycow (Diskussion) 20:03, 15. Dez. 2020 (CET)


Ich habe jetzt nicht genügen Zeit, die Belege zu prüfen. Ich verweise hier ergänzend nur auf die Diskussion im vorigen Jahr, z.B. "Pille und Depression: Fakt oder Fake?" Dtsch Arztebl 2019; 116(40): https://www.aerzteblatt.de/archiv/210153/Pille-und-Depression-Fakt-oder-Fake Gruß, --Sti (Diskussion) 18:12, 14. Dez. 2020 (CET)

Zusatz: Danke. Interessant. Aber vor allem deshalb, weil in dem Papier die späteren randomisierten kontrollierten Studien überhaupt nicht erwähnt wurden. Waren den Autoren vermutlich noch nicht bekannt. Die späteren randomisierten kontrollierten Studien haben die Schlussfolgerungen der Dänen definitiv obsolet gemacht. --Saidmann (Diskussion) 19:15, 14. Dez. 2020 (CET)
Der Artikel aus dem Ärzteblatt bestätigt ja überwiegend die "hohe Qualität" der dänischen Studien und entkräftigt einige seitens der Gynäkologen erhobenen Einwände. "Beide Kohortenstudien verfügen über eine hohe Qualität, insbesondere eine hohe Repräsentativität durch die Erfassung einer gesamten Bevölkerung mit allen sexuell aktiven Altersgruppen, ärztlich gestellten Diagnosen, Ausschluss von Probandinnen mit Depression oder Suizidversuchen vor Studienbeginn und einer Verlaufsuntersuchung über einen Zeitraum über mehr als 10 Jahre." (ebd.)
Was den Autoren schon bekannt war, ist reine Spekulation. Noch viel mehr ist es Spekulation zu welchen Schlüssen sie unter Beachtung weiterer Quellen kämen.
Und wieso "spätere Studien"? Der Artikel aus dem Ärzteblasst ist von 2019. Von wann sind denn diese RTCs, die alles "definitv obsolet" machen? Und wieviele Probanden wurden da wie lange beobachtet? Und wieso werden diese Studien hier nicht ordentlich zitiert, so dass wir sie mal angucken können? -- Happycow (Diskussion) 18:45, 15. Dez. 2020 (CET)

3M: Es gibt eine im September 2020 erschienene Leitlinie „Hormonelle Empfängnisverhütung“ die dem Thema ein eigenes Kapitel „5.5 Zusammenhang zwischen hormonellen Kontrazeptiva und Depressionsrisiko“ behandelt.[1] Die dortigen Aussagen sollten sinngemäß 1 zu 1 hier niederschlag finden. Version A kommt dem nahe. Version B ist irreführend und enthält nicht zutreffende Aussagen. Gruß --grim (Diskussion) 18:18, 15. Dez. 2020 (CET)

Vielen Dank für die Leitlinie. Das ist interessant. Jedoch sollte man vorsichtig sein mit einer Leitlinie der Gynäkologen zu einem psychiatrischen Thema. Ein Interessenkonflikt der Gynäkologen in dieser Frage ist durchaus naheliegend, da das regelmäßige Verschreiben und Einbringen hormoneller Systeme ein guter Teil ihres Geschäftes ist. Die seitens der Gynäkologie erhobenen Einwände gegen die Studien, die den Zusammenhang zu Depression finden, wurde ja in zitiertem Artikel aus dem Ärzteblatt diskutiert und durchaus entkräftigt.
Version B enthält ausschließlich Aussagen, für die es Belege von höchster verfügbarer wissenschaftlicher Qualität gibt. Selbst eine (fachfremde) Leitlinie kann diese Belege nicht komplett vom Tisch wischen. Es ist wichtig, dass sich interessierte Laien (und Betroffene!) über einen möglichen Zusammenhang von HC und Depression informieren können. Natürlich inklusive aller möglichen relativierenden Einschränkungen.-- Happycow (Diskussion) 18:57, 15. Dez. 2020 (CET)
Dass die zitierte Leitlinie Version A nahekäme ist falsch. Bitte mal lesen. In dieser Leitlinie werden mehrer Studien zittiert die teils Zusammenhänge zur Depression fanden und teils nicht. Der Expertenkonsens lautet schließlich "Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva einnehmen, sollten über das mögliche Auftreten von Stimmungsschwankungen aufgeklärt werden.". Das steht in der Leitlinie. -- Happycow (Diskussion) 19:13, 15. Dez. 2020 (CET)
(nach Bearbeitungskonflikt) Das man mit der Leitlinie „vorsichtig“ sein sollte, ist deine, um es mal kurz und unverblümt zu sagen, enzyklopädisch irrelevante persönliche Meinung. Einer Leitlinie Verzerrung durch kommerzielle Interessen zu unterstellen halte ich 1. für ein dezent verschwörungstheoretisches Narrativ ohne Belege und 2. ist hier nicht der richtige Ort, um das du diskutieren. Wikipedia bildet ausschließlich etabliertes Wissen ab. Eine studienauswertende, aktuelle S3-Leitlinie ist aus medizinischer sicht as-good-as-it-gets. Kritik daran solltest du im Reallife auf dem Leitlinienkongress anbringen, sodass wir hier nach Leitlinieneinzug davon profitieren können. Die Leitlinie fasst das Thema sehr vorsichtig an, stellt aber fest: „Bislang ist die Datenlage hinsichtlich eines kausalen Zusammenhangs zwischen der Einnahme hormoneller Kontrazeptiva und dem Auftreten depressiver Verstimmungen jedoch unklar.“ --grim (Diskussion) 19:15, 15. Dez. 2020 (CET)
PS: Stimmungsschwankungen sind nicht gleich Depression. Es spricht nichts gegen eine konsensuelle Anpassung bei Version A. --grim (Diskussion) 19:19, 15. Dez. 2020 (CET)
Es spricht meiner Meinung nach nichts gegen eine konsensuelle Anpassung von Version B. Entscheidend ist dabei, dass (anders als in Version A), in der Leitlinie genannte hochwertige wissenschaftliche Belege für einen Zusammenhang von HC und Depression zur Geltung kommen. Natürlich können die gegensinnigen Arbeiten auch genannt werden, aber eben nicht ausschließlich. Version A ist insofern irreführend, als sie nur Belege anführt die den Zusammenhang widerlegen. --- Happycow (Diskussion) 19:31, 15. Dez. 2020 (CET)
Eine aktuelle S3-Leitlinie der Psychiater wäre aus medizinischer Sicht "as-goog-as-it-gets". Aber Depression wird nicht von Gynäkologen behandelt, genausowenig wie Eierstockkrebs von Psychiatern.
Die "Dänische Studie"[2] hat in der Leitlinie einen eigenen Absatz. Und das aus gutem Grund. Über 1.000.000 Frauen wurden für > 6 Jahre beobachtet. Solche großen Untersuchungen sind aussagekräftig und selten und es gibt keinen Grund sie in einem dazugehörigen Wikipediaartikel zu unterdrücken (Version A löschte den ganzen betreffenden Abschnitt). Mögliche Schwachstellen der Studie wurden in zitiertem Artikel aus dem Ärzteblatt diskutiert und insgesamt wurde der Studie eine "hohe Qualität" bescheinigt. Demgegenüber sind die in der gynäkologischen Leitlinie ebenfalls genannten Studien, die keinen Zusammenhang fanden geradezu "anekdotisch" (76 Teilnehmer, nur Jugendliche, etc.) und keinesfalls geeignet die Ergebnisse der größten auf dem Feld unternommenen Studie für "definit obsolet" zu erklären. -- Happycow (Diskussion) 19:23, 15. Dez. 2020 (CET)

BK: Dies ist ein Unterabschnitt für 3M-Stellungnahmen - nicht für Diskussion. Weitere Einlassungen von Happycow in diesem Unterabschnitt werde ich als Verstoß gegen WP:DS umgehend entfernen. Diskussionen können in anderen Abschnitten erfolgen. Nicht hier. --Saidmann (Diskussion) 20:15, 15. Dez. 2020 (CET)

Diskussion[Quelltext bearbeiten]

Diskussion aus Abschnitt oben hier her verschoben. --grim (Diskussion) 21:32, 15. Dez. 2020 (CET)

Ich verstehe nicht, was Dein Ziel ist. Warum hier seitenlang gegen die Fakten anschreiben? Die Leitlinie sagt zur dänischen Studie: „Da es sich bei der vorliegenden Studie nicht um eine randomisierte, Plazebo-kontrollierte Studie, sondern nur eine Registerstudie handelt, können jedoch systematische Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.“ Wir sind hier im Lemma „Depression“. Es bleibt dabei: Kein evidenter kausaler Zusammenhang zwischen Pille und Depression. Punkt. Entsprechend kurz wird der Absatz im Artikel dazu ausfallen. Es gibt sogar Studien, die auf eine Besserung depressiver Symptome unter kombinierten oralen Kontrazeptiva hinweisen. --grim (Diskussion) 20:05, 15. Dez. 2020 (CET)
Die Länge meiner Beiträge hier ist dadurch bestimmt, dass ich mich um ausgewogene und sachliche Diskussion bemühe.
JEDE medizinisch-empirische Studie auf der Welt hat mögliche systematische Fehler. Dadurch werden nicht alle ihre Ergebnisse neutralisiert. Du kannst nicht aus einem Zusammenhang, der an 6 Mio beobachteten Personenjahren nachgewiesen wurde "Kein evidenter Zusammenhang und Punkt" machen. "Kein evidenter Zusammenhang" steht ja nicht mal bei den Gynäkologen. Sie schreiben "unklare Datenlage". Und so sollte das auch in der Wikipedia abgebildet sein. "Kein Zusammenhang und Punkt" hieße, es gäbe eine glasklare Datenlage dafür, dass kein Zusammenhang existiert. Und das ist "unverblümt gesagt" deine "enzyklopädisch nicht relevante" persönliche Interpretation, die weder durch Studien, noch durch eine Leitlinie gedeckt wird. -- Happycow (Diskussion) 20:17, 15. Dez. 2020 (CET)
BK: @ Happycows Aussage: "Stimmungsschwankungen sind nicht das gleiche wie Depression, sie sind ein Symptom von Depression." Wer so etwas von sich gibt, exkommuniziert sich aus einer fachlichen Diskussion zum Thema Depression. --Saidmann (Diskussion) 22:28, 15. Dez. 2020 (CET)
<OT> Was bitte ist denn exkommuzieren? (immerhin zweimal wiedereingesetzt, obwohl nach eigener Aussage ein Verstoss gg. WP:DS). Falls exkommunizieren gemeint sein sollte, dessen Bedeutung ist "(zur Strafe) aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausschließen". Honi soit qui mal y pense -- Iwesb (Diskussion) 02:04, 16. Dez. 2020 (CET)
Korrigiert. Ein metaphorischer Gebrauch von E ist hier völlig in Ordnung. --Saidmann (Diskussion) 13:27, 16. Dez. 2020 (CET)

Neue Textvorschläge[Quelltext bearbeiten]

  • „Die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva kann zu Stimmungsschwankungen führen und eine Veränderung der Stimmung ist ein häufiger Grund dafür, dass die Einnahme dieser beendet wird. Formale depressive Symptome hingegen, werden zwar in den Packungsbeilagen hormoneller Kontrazeptiva als mögliche unerwünschte Nebenwirkung genannt, die Datenlage bezüglich eines kausalen Zusammenhangs zwischen der Einnahme von Kontrazeptiva und dem Auftreten depressiver Verstimmungen bleibt jedoch unklar. Frauen sollte laut der aktuellen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) geraten werden, sich, im Falle von Stimmungsschwankungen oder depressiven Symptomen während einer hormonellen kontrazeptiven Behandlung, mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen. Die Einnahme von hormonellen Kontrazeptiva führt nicht zu einer Verschlechterung bereits existierender Depressionen.[3]“ --grim (Diskussion) 21:24, 15. Dez. 2020 (CET)
Einverstanden. Da es in der Hierarchie der Belege (WP:RMLL) nichts gibt, was über einer (brandneuen) Leitlinie der maßgeblichen Fachgesellschaft steht, kann der Text umgehend im Artikel installiert werden. Kleinere Änderungen können dann - falls sinnvoll - dort erfolgen. --Saidmann (Diskussion) 22:03, 15. Dez. 2020 (CET)
Ich kann mit diesem Vorschlag weitgehend mitgehen. Aufgrund der unklaren Datenlage, halte ich es hier aber für angebracht ausgewählte Primärliteratur zu zitieren (gemäß WP:RMLL). Neben der auf dem Gebiet herausragenden "dänischen" Studie, gerne auch ein oder zwei der erwähnten RTC, die den Zusammenhang nicht fanden, oder das Review von Lewis et. al (2019). Reviews sind ja auch Sekundärliteratur. Insbesondere für Fachpublikum und sehr interessierte Leser, die gerne tiefer einsteigen wollen. Es ist mir wichtig, dass nicht Teile der Evidenz hier unterdrückt werden. -- Happycow (Diskussion) 03:47, 17. Dez. 2020 (CET)

nachfolgend mein Entwurf dazu:

  • „Die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva kann zu Stimmungsschwankungen führen und eine Veränderung der Stimmung ist ein häufiger Grund dafür, dass die Einnahme dieser beendet wird. Formale depressive Symptome hingegen, werden zwar in den Packungsbeilagen hormoneller Kontrazeptiva als mögliche Nebenwirkung genannt, die Datenlage bezüglich eines kausalen Zusammenhangs zwischen der Einnahme von Kontrazeptiva und dem Auftreten von Depressionen ist jedoch uneindeutig. Einige Studien konnten einen solchen Zusammenhang nachweisen, andere fanden ihn nicht.[4][5] Frauen sollte laut der aktuellen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) geraten werden, sich, im Falle von Stimmungsschwankungen oder depressiven Symptomen während einer hormonellen kontrazeptiven Behandlung, mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen. Die Einnahme von hormonellen Kontrazeptiva führt nicht zu einer Verschlechterung bereits existierender Depressionen.[6]

Bitte in diesem Entwurf gerne noch die Quelle zu den von Saidmann erwähnten RTC einfügen, die habe ich nicht zur Hand. Damit würde das dann für mich eine ausgewogene Darstellung ergeben. mfG -- Happycow (Diskussion) 03:58, 17. Dez. 2020 (CET)

Das ginge nicht: "die Datenlage bezüglich eines kausalen Zusammenhangs zwischen der Einnahme von Kontrazeptiva und dem Auftreten von Depressionen ist jedoch uneindeutig. Einige Studien konnten einen solchen Zusammenhang nachweisen, andere fanden ihn nicht." Einen "kausalen Zusammenhang" konnte keine Studie nachweisen. Daher ist "konnten einen solchen Zusammenhang nachweisen" unrichtig. (Das habe ich nun sehr höflich ausgedrückt. Ein Gutachter eines eingereichten Manuskripts würde bei so etwas an die Decke gehen). --Saidmann (Diskussion) 16:01, 17. Dez. 2020 (CET)
dann eben so: "die Datenlage bezüglich eines kausalen Zusammenhangs zwischen der Einnahme von Kontrazeptiva und dem Auftreten von Depressionen ist jedoch uneindeutig. Einige Studien konnten einen solchen Zusammenhang nachweisen, andere fanden ihn nicht." --- Die Eingrenzung auf einen "kausalen" Zusammenhang ist ein unnötig hohes Kriterium. Ein assoziativer / epidemiologischer Zusammenhang wurde untersucht und wurde eben (von einigen Studien) nachgewiesen. Wenn das nicht relevant wäre, wären entsprechende Studien auch nicht hochrangig publiziert und hätten nicht Erwähnung in der Leitlinie gefunden. Ich wäre mir nicht mal sicher, ob für "Rauchen verursacht Lungenkrebs" ein "kausaler" Zusammenhang nach heutigen Kriterien bewiesen wurde. Ich kann mir schwer vorstellen, dass es RTC mit Rauchern vs. Placebo-Rauchern gab. Epidemiologische Zusammenhänge haben Gewicht und Bedeutung. -- Happycow (Diskussion) 18:41, 17. Dez. 2020 (CET)
Wir können die Ergebnisse von Korrelationsstudien nicht mit den Ergebnissen von Interventionsstudien, wie RCT (nicht RTC!), auf eine Stufe stellen. Das macht der Review von 2019 nicht und die LL von 2020 auch nicht. Die Ergebnisse von epidemiologischen Studien sind solange relevant, wie sie nicht durch RCT widerlegt werden. Es ist übrigens ihr alleiniger Zweck, Hinweise zu geben, die dann durch gezielte weitere Untersuchungen erhärtet oder verworfen werden sollen. --Saidmann (Diskussion) 19:10, 17. Dez. 2020 (CET)
Wir können die Ergebnisse von RCT (Danke für den Hinweis) mit 71 (?) Probanden (welche Beobachtungsdauer? Welche Präparate? Welche Ausschlusskriterien?) auch nicht auf eine Stufe (oder über) die Ergebnisse von Studien stellen, die die gesamte Population unter Risiko eines Landes für 6,5 Jahre beobachtet hat.
Selbst die Gyn-LL erwähnt die besagte ("dänische") Studie und räumt ihr von allen genannten Studien den meisten Raum im Text ein. Weil es eine herausragende Studie zu dem Thema ist. Und deshalb gehört es zur Ausgewogenheit, dass diese Ergebnisse, genau wie in der Leitlinie auch in der Wikipedia erwähnt werden. Du kannst den Text gerne umformulieren, so dass es zu einer fachlich einwandfreien Aussage kommt. Ich will nur, dass dieser Teil der Evidenz hier erwähnt und zitiert wird, so wie auch in der Sekundärliteratur (zB. Lewis et al., zB. Ärzteblatt, zB. OKZ-LL). Andernfalls bliebe da ein sehr übles Geschmäckle. Der jetzige Entwurf ist auch unter ausschließlicher Betrachtung der Sekundärliteratur durchaus ein Kompromiss. (Siehe Conclusion Lewis et al.) mfG, -- Happycow (Diskussion) 19:55, 18. Dez. 2020 (CET)
Übrigens erfüllt die "dänische" Studie durchaus die kriterien eines experimentellen Designs: Unabhängige und abhängige Variablen trennbar (HC-Einnahme, Diagnose u. Verordnung von Antidepressiva), die uV geht der aV vorraus und es werden Gruppen verglichen (!) (zB. Frauen die gegenwärtig HC einnehmen vs. Frauen, die aktuell keine HC einnehmen, vs Frauen, die nie HC eingenommen haben). Es handelt sich zwar nicht um eine randomisierte Fall-Kontroll-Studie, aber es ist auch nicht richtig, dass es nur eine Korralationstudie wäre.
Ich weiß, dass es für eine Enzeklopädie unerheblich ist was ich und Du davon denken und ob wir uns da einig werden. Maßgeblich ist die Literatur. Aber ich möchte deine unkorrekte Darstellung auch nicht unwidersprochen lassen. -- Happycow (Diskussion) 20:08, 18. Dez. 2020 (CET)
Im Gegensatz zu Reviews und LL haben wir nicht die Aufgabe, in dieser Sache Umstände der Forschungsgeschichte zu behandeln. Einzig der Stand des Wissens ist hier enzyklopädisch relevant, und dieser ist in dem Textvorschlag von Grim nun wirklich hinreichend ausführlich abgebildet. --Saidmann (Diskussion) 14:24, 19. Dez. 2020 (CET)

Einzelnachweise[Quelltext bearbeiten]

  1. S3-Leitlinie Hormonelle Empfängnisverhütung der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG). In: AWMF online (Stand 2020)
  2. Charlotte Wessel Skovlund, Lina Steinrud Mørch, Lars Vedel Kessing, Øjvind Lidegaard: Association of Hormonal Contraception With Depression. In: JAMA Psychiatry. Band 73, Nr. 11, 1. November 2016, ISSN 2168-622X, S. 1154, doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2387 (jamanetwork.com [abgerufen am 8. Dezember 2020]).
  3. S3-Leitlinie Hormonelle Empfängnisverhütung der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG). In: AWMF online (Stand 2020)
  4. Charlotte Wessel Skovlund, Lina Steinrud Mørch, Lars Vedel Kessing, Øjvind Lidegaard: Association of Hormonal Contraception With Depression. In: JAMA Psychiatry. Band 73, Nr. 11, 1. November 2016, ISSN 2168-622X, S. 1154, doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2387 (jamanetwork.com [abgerufen am 8. Dezember 2020]).
  5. C. A. Lewis, A. S. Kimmig, R. G. Zsido, A. Jank, B. Derntl, J. Sacher: Effects of Hormonal Contraceptives on Mood: A Focus on Emotion Recognition and Reactivity, Reward Processing, and Stress Response. In: Current psychiatry reports. Band 21, Nummer 11, 11 2019, S. 115, doi:10.1007/s11920-019-1095-z, PMID 31701260, PMC 6838021 (freier Volltext) (Review).
  6. S3-Leitlinie Hormonelle Empfängnisverhütung der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG). In: AWMF online (Stand 2020)

Infektion[Quelltext bearbeiten]

Diese Forschung ist sehr wichtig, aber wie soll das formuliert werden, damit die Änderung akzeptiert wird?

Dr. Prustys Forschungen liefern molekulare Beweise, die eine Rolle für eine aktive HHV-6A- und HHV-6B-Infektion bei bipolaren Störungen und Depression unterstützen.[1]

„Infektionen in der frühen Lebenszeit und die damit verbundene Neuroinflammation werden in der Pathogenese verschiedener Stimmungsstörungen vermutet. Die Infektion mit humanen Roseoloviren, HHV-6A und HHV-6B, ermöglicht eine virale Latenz im zentralen Nervensystem und anderen Geweben, die später aktiviert werden kann und kognitive und Verhaltensstörungen verursacht. Daher wurde diese Studie konzipiert, um eine mögliche Assoziation der HHV-6A- und HHV-6B-Aktivierung mit drei verschiedenen Gruppen von psychiatrischen Patienten zu untersuchen. DNA qPCR-, Immunfluoreszenz- und FISH-Studien wurden in postmortalem posteriorem Kleinhirn von jeweils 50 Fällen von bipolarer Störung (BPD), Schizophrenie, 15 Fällen von Major Depressive Disorder (MDD) und 50 entsprechenden Kontrollproben durchgeführt, die aus zwei bekannten Gehirnsammlungen (Stanley Medical Research Institute) stammen. HHV-6A- und HHV-6B-Spätproteine (die auf eine aktive Infektion hinweisen) und virale DNA wurden im menschlichen Kleinhirn bei MDD und BPD im Vergleich zu den Kontrollen häufiger nachgewiesen (p < 0,001 für jedes Virus). Diese Roseolovirus-Proteine und DNA wurden bei Schizophrenie-Fällen weniger häufig gefunden. Aktive HHV-6A- und HHV-6B-Infektionen in zerebellären Purkinje-Zellen wurden bei BPD- und MDD-Fällen häufiger nachgewiesen. Darüber hinaus fanden wir eine signifikante Assoziation von HHV-6A-Infektion mit reduzierter Purkinje-Zellgröße, was auf eine virusvermittelte abnorme Purkinje-Zellfunktion bei diesen Störungen hindeutet. Schließlich zeigte die Genexpressionsanalyse des Kleinhirngewebes Veränderungen in Signalwegen, die möglicherweise eine Entzündungsreaktion auf eine HHV-6A-Infektion widerspiegeln. Unsere Ergebnisse liefern molekulare Beweise, die eine Rolle für eine aktive HHV-6A- und HHV-6B-Infektion bei BPD und MDD unterstützen. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)“ (nicht signierter Beitrag von 46.92.234.241 (Diskussion) 15:30, 26. Jan. 2021 (CET))

Hier können wir nicht nach nur einer Primärquelle gehen. Brauchen wir auch nicht. Denn sie wird in 6 Reviews zitiert. Dort müsste man nachsehen, ob die Sache relevant ist. --Saidmann (Diskussion) 17:10, 26. Jan. 2021 (CET)
  1. Bhupesh K. Prusty, Nitish Gulve, Sheila Govind, Gerhard R. F. Krueger, Julia Feichtinger: Active HHV-6 Infection of Cerebellar Purkinje Cells in Mood Disorders. In: Frontiers in Microbiology. Band 9, 21. August 2018, ISSN 1664-302X, S. 1955, doi:10.3389/fmicb.2018.01955, PMID 30186267, PMC 6110891 (freier Volltext) – (frontiersin.org [abgerufen am 26. Januar 2021]).