Diskussion:Falun Gong

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TaxonBot (Diskussion) 23:10, 16. Feb. 2018 (CET)[]

Neutralität?[Quelltext bearbeiten]

Ich habe nicht den ganzen Artikel gelesen, doch besonders der folgene Abschnitt stach mir ins Auge:

"Da die Berichterstattung der westlichen Hauptmedien abgerissen war beziehungsweise eher unkritisch die Anti-Falun-Gong-Propaganda Pekings übernommen hatte, gründeten Falun-Gong-Praktizierende außerhalb Chinas internationale Medienorganisationen, um selbst eine breitere Öffentlichkeit auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen und die Berichte der staatlich kontrollierten Medien in China kritisch zu beleuchten. Zu diesen Medien gehören die Zeitung The Epoch Times, der Fernsehsender New Tang Dynasty Television und der Radiosender Sound of Hope."

Inwiefern die "westlichen Hauptmedien (...) eher unkritisch die Anti-Falun-Gong-Propaganda Pekings übernommen hatte(n)", wird in keiner Weise ausgeführt. Die einzige Quelle, die das belegen soll, ist ein recht freundiches Buch über Falun Gong, kein konkreter Beleg über diese "unkritische Übernahme" ist angeführt. Generell ist der Abschitt Medien sehr seltsam, es wird darauf bestanden, die aufgezählten Medien "hätten nichts mit Falun Gong" zu tun, wiewohl es ja nicht einmal eine zentrale Organisation gibt wie in der katholischen Kirche, weshalb Akitvitäten führender Mitglieder im Bereich Medienproduktion und -finanzierung durchaus etwas mit Falun Gong zu tun haben. Kenne mich insgesamt zu wenig mit dem Thema aus, aber der gesamte Artikel bedarf einer Überarbeitung durch jemanden, der nicht offensichtlich Sympathisant von Falung Gong ist --Eemmssii (Diskussion) 23:33, 26. Aug. 2021 (CEST)[]

Dieser Artikel ist ein Produkt der Falun-Gong-Propaganda. Hier wird der Charakter von FG als Sekte verschwiegen und von FG verbreitete Falschbehauptungen wie das mit dem Organdiebstahl wiedergegeben. Bin leider kein Profi, aber das muss dringend beseitigt werden! Klios (Diskussion) 17:22, 8. Sep. 2021 (CEST)[]

Hallo Eemmssii + Klios,
der Artikel ist tatsächlich sehr ausführlich und Eure Anmerkungen lassen leider den Schluss zu bzw. Eemmssii sagt ja selbst, dass ihr den Artikel gar nicht komplett gelesen habt. Selbst den Abschnitt "Medien" scheint Eemmssii nicht gelesen zu haben, denn genau seine Kritikpunkte sind dort ja breit dargelegt und vor allem, sehr gut und vielschichtig belegt. Die Diffamierung als Sekte, was vor allem von der kommunistischen Regierung als Rechtfertigung für die Verfolgung immer wieder angebracht wird, ist an vielen Stellen (38, um genau zu sein) erwähnt. Die Aussage "Falschmeldungen wie das mit dem Organdiebstahl" ist ja geradezu grotesk, oder warum sollte das Europäische Parlament, das US-Repräsentantenhaus und dutzende andere Länder diesen direkt verurteilen, wenn es eine Falschmeldung wäre? Ich kann Eure Intention nicht nachvollziehen, hier zu versuchen, einwandfrei belegte Tatsachen als nicht neutral überarbeiten (lassen) zu wollen. --TechArtGer (Diskussion) 23:25, 8. Sep. 2021 (CEST)[]

An diesem Artikel habe ich früher auch einmal ein paar Bearbeitungen gemacht. Nun sehe ich mich als "Symphatisant" beschimpft. Eemmssii, ich finde das eine Frechheit. --Walpolup (Diskussion) 20:04, 10. Sep. 2021 (CEST)[]

Hallo Walpolup, es ist verständlich, dass du verärgert bist. Seit ich die Menschenrechtsverbrechen der Kommunistischen Partei Chinas recherchiere, hab ich einige Merkmale erkannt, die in jeder Verfolgungskampagne von ihr zu finden sind. Das Muster ist eigentlich immer gleich: Egal welche Minderheit verfolgt werden soll, waren und sind die Schritte 1. diskreditieren, 2. diskriminieren und 3. entmenschlichen, um die Öffentliche Meinung gegen die Gruppe zu stellen, was 4. zur Ausgrenzung führt. Dann kann die Verfolgung beginnen. Dieses Muster findest du auch bei der Verfolgung von Falun Gong. Zuerst als Qigong-Schule sogar beim Büro für Staatssicherheit hoch angesehen und gelobt, dann als Irrlehre verteufelt.
Die Verfolgung zielt aber nie allein auf die Dissidenten selbst ab, sondern bezieht die Familie, Freunde, Arbeitskollegen und sogar den Arbeitgeber mit ein. Und hier sind wir beim ersten Schlagwort, das die KP Chinas benutzt, um Angst und Schrecken zu verbreiten - den Sympathisanten.
Bei uns ist ein Sympathisant u. a. „jemand, der einer extremen politischen oder gesellschaftlichen Gruppe wohlwollend gegenübersteht und sie sogar unterstützt“. Also wenn du eine Gruppe sympathisch findest, die von anderen - zu recht oder zu unrecht - als extrem angesehen wird, wirst du beschimpft. In China ist es aber weitaus gefährlicher „Sympathisant“ genannt zu werden. Denn das bedeutet, dass man genauso verfolgt wird, wie die Dissidenten, auf die es die KPCh abgesehen hat. Ein bekanntes und trauriges Beispiel ist Gao Zhisheng. Zuerst von der Parteispitze als einer der zehn besten Menschenrechtsanwälte Chinas ausgezeichnet, wurde er - nachdem er in einem Offenen Brief an Hu Jintao die Verfolgung von Falun Gong kritisierte und ihre Beendigung forderte - in extremer Weise verfolgt, verschleppt, gefoltert und misshandelt. Auch seine Familie wurde dabei nicht verschont.
Bei den Karl-Marx-Feierlichkeiten 2018 in Trier gab es einige Kundgebungen von Menschenrechtsgruppen wie der IGFM u. a. Ein junger Chinese sprach dort über seine Erlebnisse. Zum einen über die erlittene Folter, wodurch er zum Krüppel wurde. Zum anderen über das Schlagwort Sympathisant. Als sein Glaube von der KP Chinas offiziell verboten wurde, stand er quasi über Nacht ohne Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen da. Keiner wollte mehr etwas mit ihm zu tun haben, einfach aus Angst, als Sympathisant bezeichnet zu werden, was nichts anderes bedeutet, als selbst der Verfolgung zu unterliegen.
Deshalb verstehe ich nicht nur deine Empörung, sondern finde es auch zutiefst bedauerlich, Kollegen bei Wikipedia als Sympathisanten zu bezeichnen. Das verstößt nicht nur massiv gegen unsere Richtlinien, sondern ergibt auch keinerlei Sinn in Bezug auf diese Minderheit, deren Grundwerte, wie es der ehemalige kanadische Bundesstaatsanwalt David Kilgour beschreibt, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz sind. Grüße -- PeterDDiskussion 11:15, 17. Sep. 2021 (CEST)[]

Praktik oder Bewegung, differenzierte Einordnung[Quelltext bearbeiten]

Im Artikel wird Falun Gong als spirituelle Praktik eingeordnet. Ich halte diese Einordnung für nicht ganz zutreffend. Tatsächlich ist Falun Gong ja in erster Linie eine Art von Organisation, die eine spezifische Praktik praktiziert. So ordnet Beispielsweise die englische Wikipedia Falun Gong auch als "new religious movement" oder "neue religiöse Bewegung" ein, nicht als bloße Methode. Ich halte es für wichtig, darauf bereits in der Einleitung aufmerksam zu machen, um Missverständnissen vorzubeugen. Eventuell könnten wir ja auch die im Deutschen bekannte Bezeichnung der neuen religiösen Bewegung einfach übernehmen.

Ferner sollte in diesem Zusammenhang auch die Kontroverse um die Organisation Falun Gong und ihre Kritik als "Sekte" kurz bereits am Anfang genannt werden, um dem Verdacht der Beschönigung vorzubeugen.

Mein erster diesbezüglicher Änderungsvorschlag wurde wohl als vandalistisch missverstanden. Das ist natürlich ganz und gar nicht meine Absicht, und es tut mir Leid, dass ich diesen Eindruck erweckt habe. Mir geht es lediglich darum, dass gleich klar wird, dass Falun Gong auch umstritten ist, wie ja zum Beispiel auch im Artikel über Scientology gleich auch die Kritik thematisiert wird.

Beste Grüße. --Januarsturm (Diskussion) 00:53, 20. Sep. 2021 (CEST)[]

Hallo Januarsturm. Ich glaube dir gern, dass du nicht die Absicht hattest, hier etwas falsch zu machen, aber in der Einführung des Lemmas darauf hinzudeuten, dass der Glaube von Falun Gong sektiererisch sei, ist eine direkte Diskriminierung. Warum? Weil der Leser einerseits nicht weiß, dass diese Aussage direkt von der KP Chinas und ihren Kollaborateuren stammt und ansonsten jeglicher Grundlage entbehrt, und andererseits Falun Gong mit diesem Begriff verbunden wird und im Leser entsprechende Vorannahmen auslöst.
Wenn du dich mit dem Sekten-Thema an sich etwas beschäftigst, findest du schnell heraus, warum die Enquete-Kommission zu dem Ergebnis gekommen ist, diesen Begriff nicht mehr zu verwenden, da er sich auf Gruppen bezieht, denen vorgeworfen wird, gegen ethische Überzeugungen wie Menschenwürde, Menschenrechte, Freiheit, Toleranz, Selbstentfaltung oder Selbstverwirklichung zu verstoßen, Abhängigkeit zu produzieren, Menschen zu entwürdigen und zur Intoleranz anzuleiten. Wird dieser Begriff nun auf Menschen oder Gruppen angewendet, bei denen all diese Merkmale überhaupt nicht vorhanden sind, führt dies dazu, Andersdenkende zu diskreditieren, zu diskriminieren und zu entmenschlichen, sodass diese Menschen von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Und genau so macht das die Kommunistische Partei Chinas bis heute, wenn sie andersdenkende Menschen und Gruppen ausrotten will. Der neueste Akt des Völkermords sehen wir ja gerade bei den Uiguren, die von der KPCh als Terroristen verleumdet werden. Das gleiche Spiel wiederholt sich in China immer wieder, lediglich die Opfer sind andere. Auch in Deutschland wurde das vor nicht allzu langer Zeit mit den Juden gemacht: verleumden, entmenschlichen, ausgrenzen und ausrotten. Und die KP Chinas hat auch keine Hemmungen, diese Szenarios außerhalb Chinas anzuwenden. Schau dir einfach mal die Webseite der chinesischen Botschaft an.
Vielleicht hast du ja geglaubt, dass solch eine Verunglimpfung Andersdenkender nicht geschehen kann, wenn der Begriff „Sekte“ in der Einführung vorkommt. Doch achte mal auf die Reaktionen deiner Mitmenschen, wenn du auf eine andere Person zeigst und sagst: „Ich habe gehört, der ist in einer Sekte.“ Oder: „Die TAZ hat geschrieben, dass die eine Sekte sind.“ Wer die TAZ nicht kennt, wird einfach nur durch diesen Begriff an sich erschreckt und abgeschreckt. Da könntest du genauso gut hingehen und in Bezug auf einen unbescholtenen Menschen fragen, ob es denn bei ihm schon mal eine Untersuchung wegen Kindesmissbrauch gegeben hat. Es ist ganz egal, ob das stimmt: Die Menschen werden auf Distanz gehen!
Dass das so ist, stammt aber nicht von mir, sondern von einem Experten in dieser Angelegenheit, und zwar von David Matas. Matas ist Menschenrechtsanwalt, hat damals Holocaust-Überlebenden geholfen, nach Kanada zu immigrieren, und hat an mehreren Menschenrechtsprojekten der Vereinten Nationen, Amnesty etc. mitgewirkt. Für den Friedensnobelpreis wurde er schließlich wegen seiner Aufdeckung des Organraubs an Falun-Gong-Praktizierenden nominiert. Ich denke, das reicht, um Matas als qualifizierte Quelle zu erkennen.
Bezogen auf das Sektenthema äußerte sich Matas mehrfach. Hier nur ein paar Punkte davon:
  • Für Matas ist die Bezeichnung „bösartige Sekte“ eine Etikettierung durch die chinesische Regierung als Bestandteil der Unterdrückung von Falun Gong sowie ein Vorwand für diese Unterdrückung und eine Verleumdung, Aufstachelung zum Hass, Depersonalisierung, Marginalisierung und Entmenschlichung. Matas bezeichnet diese Etikettierung als ein fabriziertes Instrument der Unterdrückung, aber nicht als deren Ursache.
  • Darüber hinaus ist für Matas die Behauptung, dass Falun Gong eine Sekte (im englischen Sprachraum wird statt Sekte der Begriff „Kult“ verwendet) wäre, so weit von der Realität entfernt und so eng mit der chinesischen Entscheidung über die Verfolgung von Falun Gong verbunden, dass die Frage, ob es so sein könnte, an sich bereits unangebracht ist. Matas sagt ganz deutlich, dass das Übel der Aufstachelung zum Hass in den gestellten Fragen liegt und nicht nur in den Schlussfolgerungen, die aufgrund dieser Fragen getroffen werden. („Ja hat es denn schon mal eine Untersuchung wegen Kindesmissbrauch gegeben?“) Denn diese können bereits eine Vorannahme und Verurteilung beinhalten, mit all den sich daraus möglicherweise ergebenden Konsequenzen. Selbst wenn spätere Untersuchungen das Gegenteil ergeben, wird – laut Matas – die Frage des Propagandisten als eine gültige Frage angesehen und verleiht ihr dadurch Glaubwürdigkeit. („Ja hat es denn schon mal eine Untersuchung wegen Kindesmissbrauch gegeben?“)
Deshalb ist es völlig unangemessen, in der Einführung des Lemmas den Eindruck erwecken zu wollen, dass es sich bei Falun Gong um eine Sekte handeln könnte. Und deshalb wurde es auch zurecht revertiert.
Und da du jetzt auch wieder die TAZ als Quelle verwendest, die ja dafür bekannt ist, religiöse Menschen (und nicht nur diese) zu verunglimpfen, möchte ich noch etwas näher auf den Begriff „Sekte“ eingehen. Oben hab ich ja bereits einige Sekten-Merkmale, die von der Enquete-Kommission stammen, aufgezeigt. Laut Experten aus verschiedensten Forschungsbereichen treffen diese alle nicht auf Falun Gong zu. Auch David Matas hat sich dazu geäußert und gesagt, dass Falun Gong eben keine Merkmale besitzt, welche die Etikettierung und Verleumdung von Falun Gong durch die KP Chinas rechtfertigen würde. Hier einige von ihm angeführte Merkmale:
„Falun Gong hat keine der Eigenschaften eines Kultes. Es ist keine Organisation. Es hat keine Mitgliedschaften oder Büros, keine Verwalter oder Führer. Falun Gong hat kein Geld und keine Bankkonten. Falun-Gong-Praktizierende leben zu Hause bei ihren Familien und nicht getrennt davon. Von ihnen wird nicht erwartet, dass sie einen finanziellen Beitrag zu Falun Gong leisten. Es gibt keine Strafe für das Verlassen von Falun Gong, da es nichts zu verlassen gibt. Es steht den Praktizierenden frei, Falun Gong so wenig oder so viel zu praktizieren, wie sie es für richtig halten. Sie können jederzeit beginnen und wieder aufhören. Sie können ihre Übungen in Gruppen oder einzeln durchführen. Die Praktizierenden, wenn auch überwiegend ethnische Chinesen, kommen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Hintergründen. Sie führen ein normales Alltagsleben, sind in allen Berufen zu finden, essen die gleichen Lebensmittel wie alle anderen und studieren an den gleichen Schulen und Universitäten wie Nicht-Praktizierende.“
Soweit mal zu einigen Merkmalen, die Matas angeführt hat. Daraus ergibt sich, dass Falun Gong eben keine Organisation und auch keine Sekte ist.
Diesen Begriff jetzt in der Einleitung verwenden zu wollen, dient also nicht dazu, „dem Verdacht der Beschönigung vorzubeugen“ – denn hier wird nichts beschönigt –, sondern eine Glaubensrichtung und alle ihre Anhänger zu diskreditieren, zu diskriminieren, zu entmenschlichen und auszugrenzen und dazu noch den unbedarften Leser bei Wikipedia mittels einer Falschbehauptung in die Irre zu führen!
Deshalb, wie bereits angeführt, hat das nichts in der Einführung zu suchen. Außerdem wird das Thema an sich ausführlich im Lemma beschrieben, und zwar von verschiedensten Experten, die darüber publiziert haben. Grüße -- PeterDDiskussion 18:12, 24. Sep. 2021 (CEST)[]
Hallo Peter D, vielen Dank für deine Ausführliche und informative Antwort. Wenngleich im Grunde verstehe was du meinst, kann ich dir noch nicht ganz zustimmen. In meiner Änderung hatte ich geschrieben: „Von einigen Kritikern wir ihr vorgeworfen, sektiererische Merkmale aufzuweisen“.
Die zitierte Quelle schrieb: „Die ersten Klage der Falun Gong in Deutschland gegen einen Pressebericht wurde vom Landgericht Leipzig Anfang des Jahres abgewiesen. Falun Gong habe „den Charakter einer neureligiösen Sekte mit sehr hierarchischen Anhängerstrukturen“, hieß es in der Begründung. Zudem entwickle die Organisation „ein elitäres und sektiererisches Gruppenbewusstsein““
Es handelt sich also gar nicht um eine Einschätzung chinesischer Regierungsmitarbeiter, sondern um die eines seriösen deutschen Landgerichts.
Es ist richtig, dass die Enquetekommission den Begriff „Sekte“ aus den genannten Gründen nicht mehr verwendet. Mit meiner Änderung ging es mir ja auch nur darum, aufzuzeigen, dass es einige Kritiker gibt, die die Gruppe als „sektiererisch“ einstufen, ohne zu behaupten, dass diese Einstufung richtig ist oder der Begriff „sektiererisch“ sehr geeignet wäre.
Im Übrigen denke ich, dass der Begriff „Sekte“ gar nicht unbedingt negative Vorurteile bedient, denn letztlich heißt Sekte ja nur so etwas wie Abspaltung. Im Wikipedia- Artikel „Schulen und Systeme des Buddhismus“ heißt es zum Beispiel: „Die Begriffe »Schule« und »Gehen« sind in etwa vergleichbar mit den Begriffen »Richtung«, »Denomination«, »Konfession« oder »Sekte«, wobei dem Wort »Sekte« keine negative Wertung anhaftet und alle genannten Begriffe die gleiche Bedeutung haben.“
Die Einschätzung des renommierten David Matas ist sicher richtig, allerdings muss man auch beachten, dass seine Äußerungen sich auf den Begriff „bösartige Sekte“ bezogen haben. Ich hatte ja nur geschrieben, dass laut manchen Kritikern die Gruppe „sektiererische Merkmale“ aufweist, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass es sich um eine Sekte handeln würde, geschweige denn um eine „bösartige Sekte“.
Mir war übrigens nicht bewusst, dass die TAZ religiöse Menschen verunglimpft. Kannst du mir hier nähere Quellen oder Infos geben? Ich möchte natürlich keine Medien zitieren, die verunglimpfend sind. Allerdings lese ich die TAZ hin und wieder, und mir ist das noch nie aufgefallen, und es handelt sich ja um eine seriöse und anerkannt Zeitung, daher würde ich gerne mehr darüber erfahren.
Was den Organisationsstatus von Falun Gong angeht, verstehe ich die Argumentation von Matas nicht ganz. Matas sagt, die Organisation habe keinen Führer, aber ich dachte, Li Hongzhi sei der Anführer von Falun Gong. Außerdem gibt es den Deutschen Falun Dafa Verein e.V. (https://de.faluninfo.eu/impressum), und ein Verein ist doch eine Art Organisation? Auch ein Hauptquartier oder eine Art Büro hat Falun Gong, nämlich das Haus Dragon Springs, über das es in der englischen Wikipedia heißt: „Dragon Springs, […] is a […] compound located in Deerpark, New York, US which is the headquarters of the global Falun Gong religious movement“ (https://en.wikipedia.org/wiki/Dragon_Springs).
Soviel dazu.
Ich verstehe, dass es schwierig seien mag, den Begriff der „Sekte“ oder des „Sektiererischen“ zu verwenden, und Falun Gong keine richtige Organisationsstruktur wie z.B. die Katholische Kirche hat. Deshalb war meine Änderung vor einer Woche wohl etwas voreilig.
Dennoch habe ich, denke ich, gezeigt, dass Falun Gong auch mehr ist, als eine rein individuelle Übung. Ich bin einverstanden, den Begriff „Sekte“ oder ähnliches aus der Einführung raus zu lassen. Wie ich bereits in meinem obigen Diskussionsbeitrag geschrieben habe, verwendet die englische Wikipedia den Begriff „Neue religiöse Bewegung“. Mit deinem Einverständnis würde ich diese Bezeichnung also bei Gelegenheit einfügen. Ich denke, sie ist hinreichend neutral und lässt keine voreiligen und vorverurteilenden Schlüsse zu, ermöglicht aber ein näheres Verständnis Falun Gongs.
Ich möchte Ihnen nochmals für deinen Diskussionsbeitrag danken, der mich für einige Schwierigkeiten sensibilisiert hat, derer ich mir zuvor nicht bewusst war. Ich denke, dass wir jetzt eine gute und für beide Seiten annehmbare Lösung gefunden haben!
Viele Grüße.
--Januarsturm (Diskussion) 23:35, 24. Sep. 2021 (CEST)[]
Hallo Januarsturm. Eigentlich hast du geschrieben: „Mit deinem Einverständnis würde ich diese Bezeichnung also bei Gelegenheit einfügen.“ Das Einverständnis habe ich aber noch nicht gegeben, oder doch? Ich bin nämlich nicht einverstanden, hatte aber noch keine Zeit, Argumente von Experten vorzubringen, die Falun Gong eben nicht als neue Bewegung sehen. Die englischsprachige Wikipedia ist keine Quelle! Ich revertier deine Bearbeitung und hoffe, du gibst mir Zeit, auf deine Aussagen zu antworten. Grüße -- PeterDDiskussion 15:18, 29. Sep. 2021 (CEST)[]
Hallo PeterD, entschuldige bitte, ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass deine Ausbleibende Reaktion ein stilles Einvernehmen wäre. Wenn du noch Argumente vorbringen möchtest, ist das natürlich wichtig. Ergänzend möchte ich auch darauf hinweisen, dass ich die englische Wikipedia nicht als Quelle, sondern nur zum Vergleich herangezogen habe, daher die Formulierung: "So ordnet Beispielsweise die englische Wikipedia Falun Gong auch als "new religious movement" oder "neue religiöse Bewegung" ein, nicht als bloße Methode. Ich halte es für wichtig, darauf bereits in der Einleitung aufmerksam zu machen, um Missverständnissen vorzubeugen. Eventuell könnten wir ja auch die im Deutschen bekannte Bezeichnung der neuen religiösen Bewegung einfach übernehmen." Beste Grüße --Januarsturm (Diskussion) 18:12, 29. Sep. 2021 (CEST)[]
Hallo Januarsturm, ich antworte hier mal kurz, warum ich deine Bearbeitung revertiert habe. Auf die Diskussion, ob und wie Falun Gong in der Einführung anders zu beschreiben wäre, versuche ich morgen oder am Samstag einzugehen. Jetzt fehlt mir etwas die Zeit und ich habe auch noch nicht alle wissenschaftlichen Quellen durchgesehen. Da ich deine Anregung jedoch grundsätzlich für gut halte, um den Artikel eventuell zu verbessern, möchte ich mir einfach nochmal die Publikationen von den für dieses Thema bekannten und neutralen Wissenschaftlern durchsehen. Deshalb bitte etwas Geduld.
Zu deiner Bearbeitung: Du hast in die Einführung gesetzt: „.. ist eine chinesische neue religiöse Bewegung. ...“ Eine Einführung dient aber nicht dazu, eine Behauptung aufzustellen (selbst mit Quellenangabe), sondern auf ein Thema hinzuweisen, das dann im Artikel ausführlich behandelt wird. Sonst bräuchten wir ja keine Einführung, oder?! Und im Artikel haben wir noch keine von einem Wissenschaftler publizierte Aussage, die Falun Gong und neue religiöse Bewegung miteinander verbindet. Da bin ich aber dran. Und dass diese Frage nicht so ohne ist, siehst du auch bereits in der Einführung selbst, wo im zweiten und dritten Absatz kurz darauf eingegangen wird, was Falun Gong denn nun ist, da unterschiedliche Aussagen kurz angerissen werden, die später im Artikel noch genauer beschrieben werden. Das war mal das Eine.
Das andere war deine Einfügung: „Nach eigener Auffassung kombiniert sie Meditation ...“ Wer ist denn mit „nach eigener Auffassung“ gemeint? Das könnte ich so verstehen, dass du hier die Selbstdarstellung von Falun Gong als Anhänger dieses Glaubens einfügst. Es geht aber nicht darum, was ein Anhänger meint, sondern was neutrale Forscher darüber publiziert haben. Gerade durch die Verfolgung durch die KP Chinas ist Falun Gong zu einem sehr sensiblen Thema geworden, sodass wir bei Wikipedia aufpassen müssen, dass keinerlei parteiische Inhalte eingefügt werden, was bei Falun Gong noch leicht zu erkennen ist. Bei den Bemühungen der KP Chinas, die brutale Verfolgung von Falun-Gong-Anhängern gegenüber dem eigenen Volk und dem Ausland zu rechtfertigen, ist das aber gar nicht mehr so leicht zu erkennen. Das KP-Regime hat enorme Anstrengungen unternommen, um alle über ihre wahren Absichten zu täuschen. Auch das ist belegt, ironischerweise sogar von Überläufern, also einem Mitarbeiter des Büros 610 und einem chinesischen Konsul.
Okay, soweit mal zu dem Revert. Ich melde mich. Grüße -- PeterDDiskussion 15:40, 30. Sep. 2021 (CEST)[]
Hallo Januarsturm, hat ein paar Tage gedauert, da ich einiges von Religionswissenschaftlern durchlesen musste und dazu mehr Zeit gebraucht hab als wirklich vorhanden war. Aber gut, es gibt mehrere Punkte, die ich hier ansprechen möchte. Ein Punkt ist mir erst während des Durcharbeitens der Publikationen aufgefallen.
Wir haben ja in der Einführung von Falun Gong „spirituelle chinesische Praktik“ stehen, und das finde ich jetzt nicht mehr ganz korrekt. Warum? Falun Gong besteht ja nicht nur aus Übungen, sondern auch aus einer geistigen Lehre, die Wert auf moralisches und tugendhaftes Verhalten legt. Deshalb wäre hier besser „spirituelle chinesische Praxis“ zu schreiben, da Praxis sowohl das Körperliche als auch das Geistige beinhaltet, das bei dem Begriff „Praktik“ an sich fehlt.
Zweitens hat sich bei meiner Recherche der Religionsforscher ergeben, dass Falun Gong zwar unter verschiedenen Aspekten betrachtet und eingeschätzt werden kann, doch stets die Verbindung von Falun Gong zur Tradition des chinesischen Buddhismus, zu Volksreligionen und auch zum Daoismus auftaucht. Aufgrund dessen ist hier der Begriff „neu“ eher nicht angebracht.
Ich nehme mal als Beispiel Hubert Seiwert. Seiwert ist Religionswissenschaftler und befasst sich mit volksreligiösen Bewegungen in China. Seiwert betrachtet Falun Gong als „volksreligiöse Bewegung“, aber ohne Bezug zu den vorhandenen buddhistischen Religionen, und weist darauf hin, dass sich in der Lehre von Falun Gong nur wenig befindet, was im chinesischen Kontext als wirklich neu zu bezeichnen wäre, und dass ein latenter Einfluss volksreligiöser Traditionen festzustellen ist, der jedoch durch zukünftige Forschung gestärkt werden muss. Seiwert betonte in seinen Ausführungen mehrmals, dass es zur Zeit seiner Veröffentlichungen in den Jahren 2000 und 2001 nur sehr wenige wirkliche Fakten über Falun Gong gegeben hat und es deshalb einer zukünftigen wissenschaftlichen Forschungsarbeit vorbehalten bleibt, hier genaues und wissenschaftlich fundiertes zu veröffentlichen.
Deshalb komme ich jetzt auf die Forschungsarbeiten von Benjamin Penny und anschließend von David Ownby. Penny ist Religionswissenschaftler, der sich auf chinesische religiöse Traditionen, insbesondere den Buddhismus und Daoismus sowie spirituelle Bewegungen im modernen und zeitgenössischen China spezialisiert hat.
Penny sagt: „Am besten lässt sich Falun Gong als ein Kultivierungssystem beschreiben.“ Und: „Kultivierungssysteme sind seit mindestens 2500 Jahren und wahrscheinlich noch viel länger Bestandteil des chinesischen Lebens.“ Für ihn ist Falun Gong sowohl eine „spirituelle Bewegung“ als auch ein „Kultivierungssystem nach Tradition des chinesischen Altertums“ Dabei macht er deutlich, „wie zutiefst traditionell viele Aspekte von Falun Gong sind, und gleichzeitig, wie vollkommen modern es ist.“ Laut Penny haben wir also eine spirituelle Bewegung, die zutiefst traditionelle Aspekte beinhaltet. Oder anders ausgedrückt: Falun Gong ist zwar in der religiösen Tradition Chinas verwurzelt, doch wird seine Lehre in einer gegenwärtigen chinesischen Ausdrucksweise vermittelt. Penny weist darauf hin, dass die modernen Chinesen nach der Kulturrevolution nur noch durch soziale Überlieferungen (durch die Familie, Freunde etc.) von den religiösen Traditionen erfahren haben, sodass deren Verständnis nicht so tiefgreifend ist. Der Einstieg in diese Thematik bedarf also einer leichten und oberflächlichen Herangehensweise.
Dies wird von David Ownby bestätigt. Ownby ist Religionswissenschaftler und Historiker, besonders der chinesischen buddhistischen Tradition von der Ming-Dynastie bis zur Gegenwart.
Für Ownby ist Falun Gong innerhalb der chinesischen buddhistischen Tradition entstanden. Deshalb weist er darauf hin, dass diese Praxis nur dann richtig verstanden werden kann, wenn der historische Bezug, aus der diese Praxis kommt, berücksichtigt wird. Also auch hier ist der Begriff „neu“ zumindest fragwürdig. Für ihn ist Falun Gong eine zeitgenössische Reinkarnation einer religiösen Volkstradition beziehungsweise einer Reihe verwandter Traditionen, die bis in die Mitte der Ming-Dynastie zurückreichen. Ownby schreibt sogar direkt, dass Falun Gong in gewisser Weise bis zu den Ming zurückreicht.
Allerdings sagt Ownby (wie auch Penny), dass Falun Gong von einem westlichen akademischen Standpunkt aus gesehen, als eine Religion betrachtet werden kann. Doch wenn wir den Begriff „Religion“ im ersten Satz verwenden würden, dass also Falun Gong eine Religion sei, würde dies möglicherweise zu Missverständnissen führen, da unser nicht akademisches Selbstbild über Religion völlig verschieden von dem der chinesischen buddhistischen Tradition ist. Die Aussage über Falun Gong und Religion ist allerdings im Artikel enthalten.
Die hier von Religionswissenschaftlern verwendeten Bezeichnungen, was Falun Gong ist, sind also „Kultivierungspraktik“, „spirituelle Bewegung“ und „Kultivierungssystem nach Tradition des chinesischen Altertums“ (Penny) beziehungsweise eine „buddhistische Kultivierungsschule“ (religiöse buddhistische Volkstradition - Ownby). So gesehen ist die Bezeichnung „spirituelle chinesische Praxis“ gar nicht so verkehrt, wobei ich den Begriff „Kultivierungssystem“ auch für geeignet halte. Nur der Begriff „neu“ wird von diesen Wissenschaftlern, die mit der traditionellen religiösen Geschichte Chinas vertraut sind, nicht belegt. Am nähesten kommt für mich die Aussage von Penny „Kultivierungssystem nach Tradition des chinesischen Altertums“ oder „spirituelle chinesische Praxis“, die eigentlich für den Leser zu Beginn leichter zu verstehen ist. „Spirituelle Bewegung“ (Penny) ginge sicher auch, passt aber nach den eigenen Erklärungen von Penny und auch von Ownby nicht so ganz, da Falun Gong ja keine Bewegung ist, sondern ein Glaubenssystem, das in der volksreligiösen chinesischen Tradition der letzten Jahrhunderte (seit 1400) verankert ist. Ich verstehe Penny aber auch in der Hinsicht, dass aus diesem Kultivierungssystem aufgrund der Verfolgung eine Bewegung entstanden ist, die sogar eine politische Dimension angenommen hat.
Das alles, was ich hier von Seiwert, Penny und Ownby geschrieben habe, befindet sich bereits im Artikel selbst (und natürlich auch von anderen). Dennoch schau ich mir das nochmal an, um es vielleicht etwas besser zu formulieren, falls der Bezug von Falun Gong zur traditionellen religiösen Geschichte Chinas nicht so sauber beschrieben wurde. Soweit mal zu meinen Recherchen. Grüße -- PeterDDiskussion 14:57, 6. Okt. 2021 (CEST)[]